Police Quest: In Pursuit of the Death Angel
Adventure (2D-Adventure)

Special: Police Quest: In Pursuit of the Death Angel

So testet 4Players
Seite:  1  |  2 

Autor:
Michael Krosta

Keine Macht den Drogen

Und wieder eine Leiche!
Und wieder eine Leiche!
Wie es das Schicksal will, wird Sonny daraufhin vom Streifendienst zum Detective im Drogendezernat befördert. Dort führen die Ermittlungen zu der Erkenntnis, dass sich ein gewisser Jessie Banes hinter dem Pseudonym „Der Todesengel“ verbirgt, der neben seinen Drogengeschäften und Morden auch noch in illegales Glücksspiel verwickelt ist. Ein reizendes Kerlchen also, das schnellstens hinter Gitter gebracht werden sollte! Doch ganz so einfach stutzte man dem Todesengel nicht seine schmutzigen Flügel: Erst ein Undercover-Einsatz, in dem Bonds die Prostituierte (und seine frühere Highschool-Liebe) Marie Wilkins zur Seite steht, führt ihn nah genug an den Drogenbaron heran, um ihn endlich mit der herbeigerufenen Verstärkung dingfest zu machen. Bei all der Dramatik kommt am Ende auch die Romantik nicht zu kurz, denn wie sich herausstellt, hat es zwischen dem Gesetzeshüter und dem leichten Mädchen wieder ordentlich gefunkt. In der Fortsetzung Police Quest II: The Vengeance sind die beiden sogar verheiratet und geraten in die Zielscheibe des ausgebüchsten Banes, der auf Rache sinnt. Auch der dritte Teil dreht sich weiter um Sonny Bonds, doch folgte mit Police Quest IV: Open Season eine Neuausrichtung: Nach dem Weggang von Jim Walls nahm der ehemalige LAPD-Chef Daryl F. Gates das Zepter in die Hand, verpasste der Reihe mit John Carey einen neuen Protagonisten und verlegte den Schauplatz vom fiktiven Lytton ins reale Los Angeles. Zudem erschuf er mit den Police Quest: Swat-Titeln einen Ableger der Reihe, in dem das Adventure-Konzept von einem Taktik-Shooter abgelöst wurde.

"Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte, Mr. Lowe!"
"Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte, Mr. Lowe!"
Viele Spieler, die sich von Police Quest ein klassisches Adventure versprochen haben, dürften die vielen Routineaufgaben nach Lehrbuch als zu trocken empfunden haben. Doch bei Sierra entschied man sich damals bewusst dafür, keinen Klamauk im Stil von Police Academy abzuliefern, obwohl es die Sci Fi-Persiflage Space Quest sicher gut ergänzt hätte. Nein, hier gab es einen realistischen Einblick in den Job eines Polizisten, verpackt in einer spannenden und ernsten Handlung, die man in dieser Form nur selten bei Adventures oder einem anderen Genre zu sehen bekam. Und dann diese Zufriedenheit, den Todesengel endlich zur Strecke gebracht zu haben. Genauso muss es sich für einen Polizisten anfühlen, wenn er seinen ersten Fall erfolgreich löst…

Kommentare

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  • Das mit dem Englisch kann ich auch bestätigen, ich konnte mich zwar kaum verständlich ausdrücken, aber dafür wusste ich, was ein "Leather belt of giant strength" oder ein "Rocket propelled grenade launcher" ist... Nur, dass man "sword" ohne "w" ausspricht,  [...] Das mit dem Englisch kann ich auch bestätigen, ich konnte mich zwar kaum verständlich ausdrücken, aber dafür wusste ich, was ein "Leather belt of giant strength" oder ein "Rocket propelled grenade launcher" ist... Nur, dass man "sword" ohne "w" ausspricht, wurde mir erst klar, als die ersten Spiele mit Sprachausgabe kamen
  • Ist zwar nicht mehr ganz meine Generation aber das mit dem Verbessern seiner Englischkentnisse durch Spiele kann ich nur bestätigen... Denke deshalb gerne an das extrem textlastige Morrowind zurück, bevor es überhaupt ne deutsche Version gab. Hat mich dazu animiert meinen Wortschatz zu erweitern und  [...] Ist zwar nicht mehr ganz meine Generation aber das mit dem Verbessern seiner Englischkentnisse durch Spiele kann ich nur bestätigen... Denke deshalb gerne an das extrem textlastige Morrowind zurück, bevor es überhaupt ne deutsche Version gab. Hat mich dazu animiert meinen Wortschatz zu erweitern und sogar meine Noten zu verbessern. Und deshalb bin ich ein Verfechter von Lernspielen, egal ob ungewollt oder nicht, es macht Spaß und animiert unbewusst zu lernen und genau solche Hilfsmittel braucht man in Zeiten veralteter und maroder Bildungssystem. (Übrigens das "perverseste" englische Wort was ich finde ist "BBC", aber das hilft einem nur weiter wenn man es weiß )
  • Ivan1914 schrieb:
    Auch wenn Du es nicht glauben magst, das hat sich wirklich so zugetragen. Und schlimmer noch, es war auf einem Gymnasium (ok, in NRW in den frühen 90ern). Es soll aber auch schon damals Lehrerinnen in der Midlife-Krise gegeben haben, die lieber mit Level 44 in
     [...]
    Ivan1914 schrieb:
    Auch wenn Du es nicht glauben magst, das hat sich wirklich so zugetragen. Und schlimmer noch, es war auf einem Gymnasium (ok, in NRW in den frühen 90ern). Es soll aber auch schon damals Lehrerinnen in der Midlife-Krise gegeben haben, die lieber mit Level 44 in ihrem nagelneuen roten Pontiac durch die Gegend gefahren sind, statt sich ihrem Beruf zu opfern. Naja, zum Glück gab es Sierra Adventures und auch meine Englischkenntnisse haben sich trotz LK bei besagter "Ausbilderin" noch entwickelt ] Doch doch, das glaube ich Dir sogar aufs Wort Das Fach (Anglistik/Amerikanistik) hatte ich sogar mal studiert, auch wenn die fachlichen Flachpfeifen eher bei den zukünftigen Berufsschullehrern steckten. Naja...was für einen Schub einem die Sierra-Online-Spiele, aber auch Ultima- und die SSI Golden Box-RPGs für den eigenen Englischwortschatz gaben, haben wenige Lehrer kapiert.