Battle Isle (Oldie) - Special, Strategie, PC, Spielkultur - 4Players.de

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Battle Isle (Oldie) (Strategie) von Blue Byte / Ubisoft
Battle Isle (Oldie)
Runden-Strategie
Entwickler: Blue Byte
Release:
1991
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos
Es gibt Spiele, da vergeht die Zeit wie im Flug: Eigentlich wollte man doch nur noch ein kleines Stündchen vor dem Schlafengehen in der virtuellen Welt verweilen – und stellt dann schockiert fest, dass draußen schon wieder die Sonne aufgeht. Battle Isle von der deutschen Softwareschmiede Blue Byte („Die Siedler“) kam aus dem Nichts und entpuppte sich schnell als eine dieser seltenen Perlen mit Suchtpotenzial, die mit ausgefeilter Rundenstrategie die Nacht zum Tag machten...

Weltenretter gesucht

Wohin soll ich meine Einheit bewegen? Alle möglichen Optionen wurden markiert.
Wohin soll ich meine Flugzeug-Einheit bewegen? Alle möglichen Optionen wurden markiert.
Ich war eigentlich nie ein großer Fan von Strategiespielen – vor allem Anfang der Neunziger fütterte ich das Laufwerk meines Amigas vornehmlich mit Action-Krachern wie Turrican 2 und Apidya, rätselte mich durch Lucasfilm-Adventures wie Maniac Mansion oder Indiana Jones and the Fate of Atlantis, hüpfte durch Jump'n'Run-Welten von Soccer Kid, Zool & Co oder segelte in Pirates! durch die Karibik. Aber Strategie? Nö, eher nicht. Denn zum einen ließ sich das Genre nur schwer mit einer guten Joystick-Steuerung vereinbaren und zum anderen war auch die Technik bei den meisten Titeln mit grober Darstellung, langen Wartezeiten bei KI-Zügen und mangelnden Grafikdetails oft ernüchternd.

Und dann kam Battle Isle: Schon das sehenswerte Intro mit den pompösen Hülsbeck-Klängen versprühte eine packende Atmosphäre – und das inklusive deutscher
Nachfolger für iOS?

Derzeit versucht sich Original-Schöpfer Thomas Hertzler an einer Fortsetzung für iOS. Trotz erfolgloser Kickstarter-Kampagne soll die Entwicklung von Battle Isle: Threshold Run fortgesetzt werden.
Sprachausgabe! Kein Wunder, dass bereits eine der drei Disketten alleine für diese aufwändige Einführung gebraucht wurde, in der man erste Einblicke in die Rahmenhandlung bekam. Diese dreht sich um das Schicksal des Planeten Chromos und dessen Einwohner Drulls, die sich einen erbitterten Krieg gegen die Truppen des von ihnen selbst erschaffenen Militärcomputers TitanNet liefern und sich Unterstützung durch den Erdling Walter Harris und dessen strategische Zocker-Skills erhoffen. In Battle Isle soll er dieses Können unter Beweis stellen... Einen tieferen Einblick in die Hintergrundgeschichte bot der etwa 50-seitige Kurzroman, der dem Spiel neben der ausführlichen Anleitung ebenfalls beilag.

Bewegen und Angreifen

Der Nachschub-Stützpunkt wurde erobert!
Das Nachschub-Depot wurde erobert!
Hinsichtlich der Spielmechanik orientierten sich den Entwickler spürbar an Nectaris, das auf der PC Engine erschien und die Rundenstrategie auf Konsolen trotz eingeschränkter Steuerungsoptionen salonfähig machte. Auch bei Battle Isle konnte man dank eines ausgeklügelten Systems seine Einheiten ausschließlich mit dem Joystick bewegen und befehligen – auf die Tastatur musste man hier im Gegensatz zu den meisten anderen Strategie-Titeln kaum zurückgreifen. Ungewöhnlich war auch das Spielkonzept, denn hier erledigten die beiden verfeindeten Seiten nicht nacheinander ihre Züge, sondern gleichzeitig. Wie war das möglich? Durch die Aufteilung zwischen Bewegungs- und Angriffszügen. Während ein Spieler seine Luft-, Land- und Wasser-Einheiten wie Transporter, Panzer, U-Boote und Mechs auf der Karte mit ihren Hexagon-Feldern positionierte, kümmerte sich die Gegenseite gleichzeitig um die Angriffspläne und markierte seine Ziele. Neben den Duellen gegen die fordernde KI waren dank des geteilten Bildschirms auch Gefechte zwischen zwei Spielern möglich.

Es gab zwei Möglichkeiten, die Schlachten auf den insgesamt 32 Karten zu gewinnen: Zum einen konnte man klassisch sämtliche Einheiten des Gegners vernichten, doch führte alternativ auch die Eroberung des feindlichen Hauptquartiers zum vorzeitigen Sieg. Eroberte man Rohstoff-Fabriken, ließ sich sogar Nachschub anfordern oder beschädigte Einheiten durften repariert werden. Letzteres war besonders dann sinnvoll, wenn die Truppen bereits eine höhere Rangstufe erreicht hatten – wer will schon seine Elite-Kämpfer verlieren? Neben der Feuerkraft und Panzerung der Einheiten gab es im Kampf nach dem Stein-Schere-Papier-Prinzip noch einen weiteren entscheidenden Faktor: das Terrain!

Kommentare

bohni schrieb am
Ich fand Histoy-Line viel besser .. ich hatte aber auch 68030 und Festplatte in meinem A2000
-Blight- schrieb am
Malvinen hat geschrieben:Nectaris gibt es auch als Remake im PSN. :mrgreen:
Leider basiert das auf der PS1-Version. Also nur karge Mondlanschaften und sehr wenig Multiplayerkarten.
Komischerweise reizt mich Kronos überhaubt nicht. Werde da mal irgendwann die Demo vllt anspielen.
dehydrated_Akabei schrieb am
Stalkingwolf hat geschrieben:
Eirulan hat geschrieben:Genau, BI 1 war richtig gut, aber History Line war besser :D
Obwohl das am Amiga schon eine Qual war mit den Ladezeiten.

Die Ladezeiten waren ok, aber bis die CPU mal gezogen hatte.
Aber vs war sehr gut.

Die Zeiten, bis die CPU zieht lassen sich drastisch verkürzen, wenn man den Zug sofort beendet. Dann zieht der Rechner deutlich schneller und man hat auch noch den Vorteil zu sehen, was die CPU macht. Danach setzt man nicht mit Leertaste fort, sondern bricht ab und macht seine Züge erst jetzt.
Meine Lieblings-Mehrspielerkarte war EUROP. Da kannte ich mich wenigstens halbwegs mit der Topographie aus.
History Line fand ich auch ein wenig besser. Bei eingeschalteten Animationen war es aber nur mit Festplatte zu ertragen, die allerdings 1992/93 auch auf den Amigas (abgesehen vom A500) fast schon Standard war.
Armin schrieb am
Hab als Kronos rauskam wieder Bock drauf gehabt und History Line komplett durchgezockt, macht immernoch extrem Laune. Aber der Schwierigkeitsgrad is leider viel zu leicht als Erwachsener. Is wohl eher auf Kinder zugeschnitten.
Malvinen schrieb am
Auf dem Amiga 1200 habe ich alle BI Teile gespielt, Historie Line gefiel mir besser. Aber auf dem MegaDrive gab es 2, 3 Perlen in dieser Kategorie. Langrisser (Warsong), Shinning Force und Advanced Military Command waren echte Timekiller. Besonders bei Millitary Command wenn man des japanischen nicht mächtig ist. Das waren dann 2 Spiele in einem. :) Nectaris auf der PC-Engine war schon gut machte aber im 2 Player Modus erst richtig Spass. Übrigends, Nectaris gibt es auch als Remake im PSN. :mrgreen:
schrieb am

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