Tempest 2000 - Special, Action, PC, Spielkultur - 4Players.de

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Tempest 2000 (Action) von Llamasoft
Tempest 2000
Arcade-Action
Entwickler: Llamasoft
Publisher: -
Release:
1994
kein Termin
1994
Spielinfo Bilder Videos

Nicht überall im Weltraum herrscht Stille - vor allem nicht in Universum von Jeff Minter. Vor zwanzig Jahren tauchte der englische Code-Tüftler das All in einen bunten Partikelregen, unterlegt von Techno-Beats und schrillen Soundeffekten. Das Ergebnis war nicht nur eine hervorragende Neuauflage des Spielhallenklassikers Tempest, sondern auch ein Arcade-Rausch, wie man ihn so noch nicht erlebt hatte.



Techno in Spielform

Fresst das, ihr...ähm...geometrischen Weltraumbiester!
Fresst das, ihr...ähm...geometrischen Weltraumbiester!
Jaguar an, Anlage aufdrehen und schon startete der ultimative Adrenalinrausch. Von Ataris letzter Konsole wurden zwar nur rund 250.000 Stück verkauft, aber wer sich die seltene Hardware und Tempest 2000 im Jahr 1994 besorgte, bekam ein echtes Arcade-Highlight. In dem Tunnel-Shooter zerbarsten geometrische Gegner in einen bunten Partikelregen, bis das Schiffchen des Spielers schließlich die Röhre hinter sich ließ und im Hyperspeed durchs All zischte. Ein echtes Highlight waren auch die unheimlich treibenden Hardcore-Breakbeats: Kein einfaches Soundchip-Piepsen wie auf dem Mega Drive oder Super Nintendo, stattdessen gab es satte Bässe und einen für damalige Verhältnisse klaren Sound.

Der simple, aber süchtig machende Ablauf baute auf dem Spielhallenklassiker Tempest von 1981 auf: Der Spieler steuerte einen kleinen Raumgleiter, welcher auf dem Rand einer geometrischen Röhre nach links und rechts düsen konnte. Vom anderen Ende der Röhre aus rauschten allerlei Gegner herbei. Schoss man sie nicht rechtzeitig ab, kamen sie immer näher, bis sie schließlich neben dem eigenen Schiffchen auf dem unteren Rand des Gitters herumwuselten. Eine Berührung mit ihnen endete tödlich, mit einigen Tricks konnte man
Im Weltraum ist die Hölle los: Neben Minters durchgeknalltem Remake mit Minotauren & Co ist auch das Ur-Tempest aus dem Jahr 1981 enthalten.
Im Weltraum ist die Hölle los: Neben Minters durchgeknalltem Remake mit Minotauren & Co ist auch das Ur-Tempest aus dem Jahr 1981 enthalten.
ihnen aber ein Schnippchen schlagen:  Eine fette Blitz-Bombe z.B. zerbrutzelte fast alles, was sich bewegte. Oder man „sprang“ kurzzeitig vom Rand des Gitters und zerlegte die penetranten Quälgeister aus sicherer Entfernung. Auch ein von der KI gesteuerter Satellit war eine große Hilfe.

Wegbereiter für Rez & Co


Das simple Arcade-Prinzip wirkte im Jahr 1994 eigentlich ein wenig angestaubt. Auch ich war skeptisch, als ich die ersten Screenshots in der PlayTime sah: Das soll jetzt also die sagenumwobene 64-Bit-Revolution sein, die Atari mit dem Jaguar angekündigt hat? Diese kargen Drahtgitter? Doch mit Screenshots allein lässt sich die Faszination nicht einfangen - das Besondere war die bunt animierte, technoide Umsetzung.

Heutzutage wimmelt es im Indie-Bereich von knallbunten Techno-Shootern, doch damals war das Konzept neu. Minter experimentierte schon seit den Achtzigern mit Musik-Visualisierungen herum – und Tempest 2000 war die ideale Gelegenheit, um einige Effekte und Erkenntnisse in ein Spiel einzubauen. Eine Besonderheit war z.B., dass die 3D-Grafik nicht aus Polygonen, sondern tausenden von Bildpunkten aufgebaut war: Die Gegner, Extras und farbwechselnden Gitter explodierten bei jeder sich bietenden Gelegenheit in einem bunt leuchtenden Partikel-Feuerwerk.

 

Kommentare

Amazing schrieb am
Gibt es das auch für Android?
TMC schrieb am
4P|Jan hat geschrieben:Ja, Alien vs. Predator für Jaguar war auch klasse und richtig spannend.

4P|Michael hat geschrieben:Aber Tempest 2000 und AvP sind auch meine Highlights und immer noch der beste Grund, sich einen Jaguar ins Regal zu stellen.

Hmm, wenn ich mich recht erinnere hatte AvP aber wie Sau auf der Kiste geruckelt. Für damalige Verhältnisse zwar spannend, die Umsetzungen der id-Spiele (Doom und Wolfenstein) waren auf der Konsole aber flüssiger und besser spielbar und haben (zumindest mir) mehr Spaß gemacht.
Ansonsten schön geschriebener Artikel über ein geniales Shmup und eine Konsole mit grenzwertigsten Exclusives (Trevor McFur in Crescent Galaxy, Cybermorph, Kasumi Ninja und der ganze Spieleschrott vom JaguarCD). :)
4P|Jan schrieb am
Gag-Koh hat geschrieben:Verdammt, ist der Soundtrack gut.
@Jan
Hast du auch einige Tracks, in deinen Rave Mixen verwendet?

Oh cool, du kennst die? :D Ne, bisher noch nicht, nur Ridge Racer (Revolution) in den Panic!-Mixes. Aber in einem kommenden Sets werde ich bestimmt mal das Haupt-Thema aus Tempest einbauen. Irgendwie scheint es ja auch eine Remix-Soundtrack-CD zu geben, welche dem Jaguar-CD (also dem Hardware-Aufsatz) beilag. Ich hoffe, ich finde die mal irgendwo...
SG1984 schrieb am
fflicki hat geschrieben:Ich spiele heute noch regelmäßig (1-2x Monat) mit meinem Jaguar, meist natürlich Tempest oder Raiden, diese Spiele gehen immer wieder für die eine Runde ;)
An AvP sitze ich auch ungefähr einmal im Jahr, von der Atmo eines der besten Alien Spiele, nur muss man sich heute erst mal an die geringe FPS gewöhnen.
Iron Soldier oder auch Cybermorph mag ich auch sehr, aber ich stehe auch genau auf den frühen Polygon Look.
Danke für den Tempest 2000 Rückblick, bekomme gerade wieder sehr viel Lust auf das Game, werd das Modul heute nach der Arbeit mal wieder einschieben ;)

Dito. Cybermorph gestern wieder ausgekramt - dann für mehr als eine Stunde dran hängen geblieben.
Das Spiel wird gern verspottet - dabei war die 3D Grafik für damalige Verhältnisse ziemlich beeindruckend. Der Vergleich mit Starfox hinkt übrigens gewaltig, da es sich nicht um einen Railshooter handelte sondern freie Erkundung auf zugegebenermaßen recht abstrakten Planeten bot.
Technisch bot der Titel Full Screen und 16 - bit Farbtiefe, was bei den schattierten Polygonen für schöne Farbübergänge sorgte. Klar, Ridge Racer setzte dann rund ein Jahr später neue Maßstäbe, aber dreimal dürft ihr raten welches Spiel mir heute mehr Spaß macht.
Gag-Koh schrieb am
Verdammt, ist der Soundtrack gut.
@Jan
Hast du auch einige Tracks, in deinen Rave Mixen verwendet?
schrieb am

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