Gran Turismo Sport: Der große 4Players-Rennspielvergleich - Special

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Gran Turismo Sport (Rennspiel) von Sony
Der große 4Players-Rennspielvergleich
Simulation
Entwickler: Polyphony Digital
Publisher: Sony
Release:
18.10.2017
18.10.2017
18.10.2017
Spielinfo Bilder Videos




Der große Rennspielvergleich:
Project Cars 2 vs. Forza Motorsport 7 vs. Gran Turismo

Willkommen zum Dreikampf der Rennspiel-Giganten: Während die Slighly Mad Studios mit Project Cars 2 die ultimative Simulation mit allen erdenklichen Anpassungen abliefern wollen, peilt Turn 10 bei Forza Motorsport 7 erneut ein attraktives Komplettpaket für Tuner, Lackierer und Racer an. Und Gran Turismo? Mit dem Sport-Ableger wollen Kazunori Yamauchi und Polyphony Digital neue Wege beschreiten und mit einem Fokus auf Online-Wettbewerbe den virtuellen Motorsport in den Mittelpunkt rücken. Für den großen Rennspielvergleich lassen wir die drei Serien gegeneinander antreten, um ihre Stärken und Schwächen zu analysieren.
Project Cars 2 vs. Forza Motorsport 7 vs. Gran Turismo
Fahrzeugauswahl
Früher stellte Gran Turismo mit mehr als 1000 Fahrzeugen den mit Abstand größten Fuhrpark innerhalb des Rennspiel-Genres. Jetzt markiert man beim Sport-Ableger mit lediglich gut 160 Boliden das Schlusslicht im Dreikampf, doch gehört dadurch die fragwürdige Trennung zwischen Standard- und Premium-Modellen genauso der Vergangenheit an wie die zahlreichen Mini-Variationen des gleichen Fahrzeugs. Project Cars 2 hat mit etwa 180 Autos zahlenmäßig zwar nicht viel mehr, inhaltlich aufgrund der größeren Anzahl an Rennserien mit Open-Wheeler, Rallycross & Co aber eine höhere Bandbreite zu bieten, die neben aktuellen Modellen auch kultige Oldtimer umfasst. Mit einer Garage von mehr als 500 Boliden aus verschiedenen Serien und Jahrzehnten, deren Auswahl sowohl die Modelle namhafter Hersteller als auch Exoten umfasst, geht Forza Motorsport 7 in dieser Kategorie als eindeutiger Sieger hervor.

Soundkulisse
An die aktuelle Referenz von RaceRoom kommt zwar niemand ran, doch auch bei Project Cars 2 und Forza Motorsport 7 dröhnen überwiegend kernige Motorenklänge aus den Boxen, wobei die Qualität innerhalb des Fuhrparks schwankt. Zudem fällt auf, dass sich Turn 10 bei der Audio-Abmischung für die jeweiligen Kamera-Perspektiven bei Forza 5 noch deutlich mehr Mühe gegeben hat. Als Ausgleich hat man sowohl dort als auch bei Project Cars 2 viele Möglichkeiten, die Lautstärke in diversen Bereichen wie Reifen oder Kollisionsgeräusche separat anzupassen. Bei GT Sport macht die Reihe nach der Ohrenfolter der letzten Teile einen gewaltigen Schritt nach vorne, ist aber noch nicht ganz auf dem Niveau und der Einstellungsvielfalt der beiden Konkurrenten angekommen.

Streckenangebot
Mit mehr als 50 Schauplätzen, zahlreichen Layout-Variationen sowie einem Fokus auf reale Rennstrecken rund um den Globus liefert Project Cars 2 nicht nur Masse, sondern auch Klasse, denn viele Pisten wurden per Laser möglichst akkurat eingescannt. Exotische Ausflüge auf einen gefrorenen Eissee in Schweden oder den California Highway runden das attraktive Angebot ab. Forza kann da mit etwa 30 Schauplätzen zwar nicht ganz mithalten, kommt aber trotzdem auf über 200 Layouts und bietet mit tollen Ausflügen nach Prag, Rio oder Dubai eine schöne Abwechslung zu den lizenzierten Kursen, von denen ebenfalls viele per Laserscanning erfasst wurden. Nur knapp 20 Locations und deutlich weniger alternative Layouts weist GT Sport auf, bei dem das magere Angebot sogar noch mühsam freigeschaltet werden muss. Schade zudem, dass sich vornehmlich fiktive und nur wenige lizenzierte Strecken in der Auswahl befinden. Immerhin dürfen sich Ring-Jünger auf das Layout für die Touristenfahrten auf der Nordschleife freuen.

Karriere
Auch wenn Kazunori Yamauchi selbst fest davon überzeugt ist, dass der Kampagnen-Modus von GT Sport alle zentralen Elemente der Vorgänger beinhaltet, bekommt man hier im Prinzip leider nur eine XXL-Fahrschule mit überwiegend kurzen Herausforderungen und vereinzelten Rennen serviert. Das ist dank Bestenlisten sowie den mitunter knackigen Anforderungen zwar durchaus motivierend und bietet gerade für Anfänger sinnvolle Lektionen, ist unterm Strich aber zu wenig. Klassischer, aber fast genauso steril geht es bei der Karriere von Project Cars 2 zu, in der man sich durch die Teilnahme an allen erdenklichen Rennserien nach oben arbeitet und sogar als Werksfahrer empfiehlt. Turn 10 verfolgt mit seinem Forza Driver's Cup einen ähnlichen Ansatz, verpackt ihn aber attraktiver und lockert die Jagd nach Meisterschaftspunkten durch verspielte Bonus-Herausforderungen wie Auto-Bowling, Überhol-Challenges oder Zeitfahren auf. Die unsäglichen Beutekisten samt Mods hätte man sich aber gerne sparen dürfen.

Kulisse & Technik
Forza Motorsport 7 zählt zusammen mit Horizon 3 aktuell sicher zu den schönsten Rennspielen: Sowohl Fahrzeugmodelle als auch die Schauplätze strotzen nur so vor liebevollen Details und auch die Wettereffekte können sich sehen lassen – einzig die schlechte Kantenglättung stößt sauer auf, doch wird man dafür mit einer butterweichen Darstellung entschädigt. Diesbezüglich hapert es bei Project Cars 2 ein wenig – zumindest auf der Xbox und der Standard-PS4 kommt es unter Umständen zu spürbaren Einbrüchen der Bildrate. Auch bei Faktoren wie Zeichentiefe, Schatten und Qualität der Wagenmodelle bleibt man hinter Forza, aber auch GT Sport zurück. Bei Polyphony Digital hat man sich massiv gesteigert: Erinnerte GT Sport bei der ersten Präsentation und in der geschlossenen Beta häufig an ein aufgehübschtes PS3-Spiel, begeistert die finale Version mit einer traumhaften Beleuchtung, detaillierten Boliden und einer eindrucksvollen Technik, mit der man Forza nach den vielen Jahren des Hinterherfahrens endlich wieder nahezu auf Augenhöhe begegnet.

Wettersystem & Tageszeit
Hinsichtlich Wetter und Tageszeit lässt Project Cars mit seiner großen Auswahl an Witterungsbedingungen, dem kompletten Tag-/Nachtzyklus sowie optionaler Skalierung der beiden Elemente keine Wünsche offen. Selbst die vier Jahreszeiten werden berücksichtigt. Forza 7 bietet erstmals ein dynamisches Wettersystem, das zwar nicht die gleiche Optionsvielfalt bietet, aber ebenfalls klasse aussieht und wie bei Projekt Cars einen geskripteten Übergang zwischen mehreren Witterungsverhältnissen erlaubt. Außerdem werden sowohl neben Rennen bei Tag auch Fahrten durch die Dunkelheit geboten, doch muss man sich hier festlegen und darf keinen dynamischen Tag-/Nachtwechsel erleben. Das gilt leider auch für GT Sport, bei dem auch das Wetter trotz angebotener Reifenmischungen für Regen komplett ignoriert wird. Als Entschädigung stehen für jede Strecke immerhin einige Variationen hinsichtlich der Tageszeit und dem Grad der Bewölkung zur Auswahl, mit denen die Kulissen je nach Wahl im wahrsten Sinne des Wortes in einem anderen Licht erscheinen.

Zwischenstand:
25
28
20





Kommentare

Scorplian190 schrieb am
Ok. Ja von dem iRacing hab ich auch schon gehört.
Ich fand hier nur die Trennung wirklich extrem. Ich meine ist GP Sport jetzt näher an einem Need for Spee als eben an deinem angesprochenen iRacing?
Wäre es wirklich so kritisch, wäre die Sim-Arcade-Verteilung wohl etwa 1 zu 100 (blauäugig geschätzt).
Semi-Sim, so als Sims mit weniger Realismus, klingt aber wirklich passend!
sourcOr schrieb am
Scorplian190 hat geschrieben: ?
Heute 12:23
john1231 hat geschrieben: ?
Heute 11:35
Na jetzt eine Sim mit zwei Arcade-Racern zu vergleichen finde ich ein wenig komisch ;)
Ist so als würde man Afterburner mit DCS vergleichen aber bitte..
Wow, man kann es auch übertreiben. Was fehlt bei den Spielen denn zum Sim-Racer? O.o
Als Arcade-Fan sind die Spiele alle 3 mir zu sehr Simulation.
Wenn man von Sim-Racern spricht, kommt man halt nicht drumherum, die "richtigen" Sim-Racer auf dem PC mit einzubeziehen, iRacing und sowas. Die bieten halt schon deutlich mehr. Bei Forza lässt sich z.B. die alberne Boxengasse bemängeln, oder dass es keine Reifen für Nässe gibt. Qualifying und sowas fehlt ja ebenfalls.
Das sind jetzt auch nur die ganz offensichtlichen Dinge und selbst da gibts wahrscheinlich noch wesentlich mehr.
Wobei "Arcade" jetzt auch zu weit geht. Semi-Sims
ronny_83 schrieb am
ChrisJumper hat geschrieben: ?
26.10.2017 20:31
Sicher es ist schöner wenn optisch mehr kaputt ist, aber dann hat man nur (zusätzlich) den Stolz wenn man ohne große Kratzer ins Ziel einfährt. Aber dafür reicht schon die Zeit.
Viele ignorieren bei den Diskussionen um optischen und mechanischen Schaden oder auch optisch vs. mechanisch, dass optischer Schaden eben gleichzeitig auch ein mechanischer sein kann. Aber dieser physische Aspekt wird bei Rennspielherstellern gern ignoriert und lieber die 20 Jahre alten Algorithmen und Damage Models integriert, die schon bei Colin McRae Rally 1 oder Destruction Derby 1 zum Einsatz kamen. Einzig BeamNG Drive kann genau das.
Ein simples Beispiel von vielen ist das Verbiegen oder der Verlust von Karosserieteilen, was gleichzeitig (je nach Fahrzeugklasse) auch Auswirkungen auf die Aerodynamik haben kann. Zu dem verbogene Kotflügel z.B. am Reifen schleifen können und diesen nachhaltig beschädigen.
Rennspiele ohne vernünftiges optisches und mechanisches Schadensmodell kommen bei mir gar nicht mehr in die Tüte. Sei es auch nur, um etwas Spaß zu haben. Zudem das von Leon angesprochene Verschmutzen von Autos heute eigentlich zum guten Ton gehören sollte. Es sieht einfach geiler aus, wenn man sehen kann, was das Auto schon so durchmachen musste.
Ein GTS würde deswegen ganz klar aus meiner Auswahl fallen. Für mich ist das ein auf Hochglanz polierter Racer, dem zumindest in diesem Punkten viel an Authentizität fehlt.
Scorplian190 schrieb am
john1231 hat geschrieben: ?
Heute 11:35
Na jetzt eine Sim mit zwei Arcade-Racern zu vergleichen finde ich ein wenig komisch ;)
Ist so als würde man Afterburner mit DCS vergleichen aber bitte..
Wow, man kann es auch übertreiben. Was fehlt bei den Spielen denn zum Sim-Racer? O.o
Als Arcade-Fan sind die Spiele alle 3 mir zu sehr Simulation.
john1231 schrieb am
Na jetzt eine Sim mit zwei Arcade-Racern zu vergleichen finde ich ein wenig komisch ;)
Ist so als würde man Afterburner mit DCS vergleichen aber bitte..
schrieb am

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