Terraforming Mars - Brettspiel-Test, Brettspiel, Spielkultur - 4Players.de

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Terraforming Mars (Brettspiel) von Schwerkraft Verlag
Wettlauf um eine neue Erde
Aufbaustrategie
Entwickler: Jacob Fryxelius
Release:
10.10.2016
Spielinfo Bilder Videos
Gelingt es der Menschheit irgendwann auf dem Mars zu siedeln? Auf jeden Fall sorgen erste Landungen von Sonden und Satelliten in der Umlaufbahn für eine gefühlte Nähe. Wer das reale Raumfahrtprojekt fiktiv beschleunigen will, kann sich auf dem Tisch versuchen: Das Brettspiel Terraforming Mars von Jacob Fryxelius simuliert die ökologische Umwandlung des roten Planeten in eine zweite bewohnbare Erde.

Eine Aufgabe für Generationen

Wie lange würde es wohl dauern, den Mars bewohnbar zu machen? Tja, da können auch die Experten nur spekulieren, aber vermutlich müssten mehrere Generationen über hunderte Jahre daran arbeiten - und genau das simuliert dieses Brettspiel in jeder Runde. Ziel ist es, in der Rolle eines von siebzehn Konzernen dafür zu sorgen, dass Sauerstoff, Temperatur und Ozeane einen bestimmten Wert erreichen, der die Besiedlung ermöglicht und das Spielende auslöst. Zwar arbeiten bis zu fünf Konzerne gemeinsam im Auftrag der Erde, aber nur derjenige mit dem höchsten Terraformwert gewinnt das Spiel. Wer kann also am effizientesten die Atmosphäre beeinflussen?

Terraforming Mars ist komplett auf Deutsch bei Schwerkraft erschienen. Es kostet 60 Euro und ist für einen bis fünf Spieler ausgelegt.
Terraforming Mars ist komplett auf Deutsch bei Schwerkraft erschienen. Es kostet 60 Euro und ist für einen bis fünf Spieler ausgelegt.
Vor dem Spiel entscheidet man sich für einen von zwei zufällig gezogenen Konzernen. Sie unterscheiden sich zwar nur leicht hinsichtlich des Startkapitals, der anfänglichen Produktion sowie einer exklusiven Fähigkeit: Wer mit HELION unterwegs ist, darf Wärme auch als Geld einsetzen, wer mit THARSIS arbeitet, darf sein Einkommen bei jeder Stadtgründung erhöhen und wer mit ECOLINE spielt, muss nur sieben statt acht Pflanzen für eine Grünanlage bezahlen. Aber gerade in den ersten Runden sollte man diese Exklusivitäten nutzen und bei der Wahl aus zehn Handkarten findet man vielleicht optimale Verstärkungen. Man kann später auch seine komplette Strategie darauf ausrichten und sich auf Stadtbau, Energieproduktion oder Umwelt konzentrieren.

Der nackte Mars

In der Box stecken neben dem Spielpan des Mars über 200 Karten, Marker und Plättchen sowie 17 Konzernkarten.
In der Box stecken neben dem Spielpan des Mars über 200 Karten, Marker und Plättchen sowie 17 Konzernkarten.
Zu Beginn ist der Mars unbebaut, minus 30 Grad kalt, ohne ausreichend Sauerstoff und staubtrocken. Auf der hübsch illustrierten sowie authentisch beschrifteten Oberfläche erkennt man ein Hexfeldraster inklusive einem Äquator, wo man später die meisten Ozeane entstehen lassen und Pflanzen ernten kann. Hinzu kommen Symbole für Stahl, Titan oder Handkarten, dazu optionale Plätze für besondere Städte - sogar in der Umlaufbahn des Mars. Aber schon bald kann man eingreifen, denn man hat pro Zug zwei Aktionen. Entweder man wählt eine der sechs Standardaktionen für den Bau oder man spielt bzw. nutzt eine Handkarte.

In den ersten Zügen muss man gut haushalten, denn jede genutzte Aktion und jede ausgespielte Karte kostet Geld, von dem man noch nicht so viel hat. Wer einen Ozean, eine Grünfläche oder eine Stadt gründen will, zahlt zwischen 18 und 25 Megacredits. Außerdem erkennt man auf dem Spielertableau, dass der eigene Konzern noch recht bescheiden mit lediglich einem Punkt pro Runde in den sechs Bereichen Geld, Stahl, Titan, Pflanzen, Energie sowie Wärme produziert. Und genau hier kommen die Handkarten ins Spiel, mit denen man Gebäude, Forschung oder Ereignisse auslösen kann, die u.a. die Produktion erhöhen. Und je besser der Effekt, desto teurer sind sie.

Kommentare

danibua schrieb am
Ja es dauert halt relativ lang bis dann mal nachwuchs herausspringt, weil halt jede runde nur eines der tiere trächtig wird, dafür sind zumindest die schafe noch relativ billig zu bekommen, aber ich gebe dir hier recht, gemessen am aufwand bringt die viehzucht relativ wenig ein.
Was eigentlich ja auch etwas enttäuschend ist weil im buch ja explizit auf das langfristige potential der viehzucht hingewiesen wird.
Wandert man mit 2 schiffen aus, gibts jedenfalls mehr punkte als man mit 7 runden viehzucht erreichen könnte, wäre halt gut wenn da je runde noch ein paar tierische erzeugnisse rausspringen würden (ohne arbeiter einsetzen zu müssen) um die lagerhäuser noch besser vollkriegen zu können - vielleicht ne idee für ein paar hausregeln.
M_Coaster schrieb am
Ja, bei Odin ist das Auswandern sehr mächtig und die Tierzucht irgendwie weniger ertragreich als ich es mir wünsche. Wobei ich immer noch überlege ob ich da Spielmechanisch einen Fehler mache. Ich finde die Tiere vom Aufwand her furchtbar schwach.
danibua schrieb am
Mal sehen, vielleicht zündet terraforming mars bei mir erst noch, ich habe erst 4 partien, wovon 2 solo stattfanden.
Mit abstand am besten gefiel es mir zu viert, weils da halt schon sehr darauf ankommt wie man seine plättchen platziert.
Bei odin bringe ich auch halbwegs hohe scores zusammen, die lernkurve ist dabei auch ziemlich steil, nach zwei, drei partien ist man da ja schon sehr gut drin finde ich.
Mein einziger kritikpunkt dabei ist das auswandern, das gibt für meinen geschmack ein bisschen zu viele punkte.
Bei odin gefallen mir halt die vielen verschiedenen spielmechaniken sehr gut während man bei terraforming mars halt einfach nur die karten ausspielt bzw. die standardaktionen kauft.
Scythe habe ich noch gar nicht probiert, hab aber schon gehört das einige davon nicht so begeistert sind, wurde auch nach der messe wieder ziemlich häufig abgegeben.
Generell gefallen mir solche materialaufwändigen spiele allein schon vom anschauen :D , ob ich es kaufe entscheide ich nach ner probepartie bei meinem händler.
Erstmal kommt bei mir aber ganz sicher die 2te edition der villen ins regal - als alter cthulhu fan hat die ohnehin vorrang!
Mal schauen was ich mir vor weihnachten sonst noch hole.
M_Coaster schrieb am
Terrafroming Mars finde ich auch zu zweit witzig. Grundsätzlich ist das besondere am Spiel aus meiner Sicht seine enorme Abwechslung. Du kannst auf so viele Arten gewinnen, das ist schon beeindruckend.
Ein Fest für Odin z.B. hatte ich wesentlich schneller meine hohen Punktzahlen zusammen. Insgesamt ist es wohl das bessere Paket. Von Scythe solltest du nicht zu viel erwarten - dann ist es der Hammer. Hast du es auf der SPIEL Probe gespielt? Der Preis ist halt saftig, der Hype war auch derbe groß - beides Dinge die ich nicht so ganz nachvollziehen konnte.
Der Hype um Terraforming Mars war ja selbst gemacht. Ein gutes Spiel in wenigen Stückzahlen auf fragwürdige Weise verkaufen. Klar das dann ein Hype entsteht, wenn jeder einigermaßen interessierte Spieler darum kämpfen muss als wäre es sein letztes Hemd.
danibua schrieb am
Konnte jetzt auch endlich ein exemplar zum vernünftigen preis ergattern und bin von terraforming mars doch etwas enttäuscht, nicht das es ein schlechtes spiel ist aber dem riesigen hype der in essen darum entstanden ist wirds mmn nicht wirklich gerecht - aber das ist ja geschmackssache
Richtig interessant wirds auch erst ab 3-4 spielern, schade finde ich dass das solospiel eigentlich nichts zu bieten hat. (Ich zocke halt einfach gerne mal ne solopartie)
Was die spielkomponenten anbelangt bin ich auch etwas enttäuscht, gerade die vielgepriesenen ressourcenwürfel (in bronze, silber und gold) blättern doch relativ leicht ab - da hätte man sich doch für herkömmliche spielsteine entscheiden und dafür etwas an der preisschraube drehen sollen.
Ein fest für odin habe ich mittlerweile auch selbst, davon bin ich restlos begeistert - das matcht sich mit roll for the galaxy um mein diesjähriges brettspiel des jahres, hat wegen der erstklassigen solovariante eigentlich auch die nase vorne.
Besonders toll sind da auch die vielen möglichkeiten zum erfolg zu kommen und die vielen spielmechanismen die wunderbar ineinandergreifen.
Trotz allem bleibts sehr leicht zu spielen und ist auch ohne stundenlange erklärungen für neueinsteiger spielbar.
Ich würde sogar soweit gehen das spiel auch nicht ?vielspielern? ans herz zu legen.
Für mich mit abstand das beste rosenberg spiel, auch wegen der auch mal für mich interessanten thematik. (Mit caverna, arler erde oder agricola konnte ich nicht so viel anfangen)
Scythe steht auf meiner weihnachtswunschliste gemeinsam mit the others, der 2ten villen des wahnsinns edition und dem arkham horror lcg , selber spielen konnte ich es leider noch nicht, wird aber sicher die nächsten wochen mal nachgeholt
schrieb am

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