Arkham Horror: Das Kartenspiel - Brettspiel-Test - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Arkham Horror: Das Kartenspiel (Brettspiel) von Asmodee / Heidelberger
Das schwelende Unheil
Rollenspiel (Koop-Abenteuer)
Release:
02.2017
Spielinfo Bilder Videos
Seit dem Frühjahr nach seinem Erscheinen war "Arkham Horror - Das Kartenspiel" lange Zeit vergriffen. Was ist so interessant an diesem so genannten "Living Card Game"? Natürlich das grundlegende Thema: H.P. Lovecraft und sein Cthulhu-Mythos faszinieren bis heute. Außerdem kommt hinzu, dass man hier ohne große Gruppe auch gemütlich zu zweit gegen den Schrecken der Großen Alten antreten kann. Und dass es auch in dieser Minivariante reichlich Rollenspielflair gibt!


Ein "Living Card Game" ist...

...ein hübscher PR-Begriff, der meist etwas zu viel verspricht. Es ist ja lediglich eine kleine Weiterentwicklung der klassischen Sammelkartenspiele wie etwa "Magic - The Gathering". Auch hier erscheinen in regelmäßigen Abständen weitere Karten, nur sind die Inhalte klar definiert - man kauft also nicht die Katze im Sack, sondern kann sein Deck etwas strategischer ausbauen. Oder, wie in diesem speziellen Fall, auch ganz neue Abenteuer über Erweiterungen erleben.

Arkham Horror - Das Kartenspiel ist im Februar komplett auf Deutsch beim Heidelberger Spielverlag erschienen, der schon im Januar von Asmodee gekauft wurde. Es kostet 35 Euro und ist für einen bis zwei Spieler ausgelegt.
Arkham Horror - Das Kartenspiel ist im Februar komplett auf Deutsch beim Heidelberger Spielverlag erschienen, der schon im Januar von Asmodee gekauft wurde. Es kostet 35 Euro und ist für einen bis zwei Spieler ausgelegt.
Denn das Besondere an diesem Arkham ist gar nicht, dass es zu dieser Gattung gehört, sondern dass es die Grenzen dieser meist kompetitiven Kartenspiele mit so viel Rollenspielflair ausdehnt, dass es tatsächlich sehr lebendig und stimmungsvoll am Tisch zugehen kann. Man erlebt also kein schnelles Monstergemetzel, sondern entweder kleine Geschichten oder eine epische Kampagne mit fortlaufender Dramaturgie in drei Szenarien namens "Die Nacht des Zeloten". Ich empfehle gedämpftes Licht, ein Gläschen Absinth und einen unheilvollen Soundtrack wie "Cthulhu - A Cryo Chamber Collaboration."

Rollenspielflair und Lovecraft-Mythos

Das Spieldesign orientiert sich an den von mir bereits vorgestellten Brettspiel-Vorbildern wie Arkham Horror, Eldritch Horror oder Villen des Wahnsinns, die kreative Zeichen innerhalb der Cthulhu-
Das Grundspiel ist für maximal zwei Ermittler ausgelegt. Über Erweiterungen können bis zu vier Spieler gemeinsam loslegen.
Das Grundspiel ist für maximal zwei Ermittler ausgelegt. Über Erweiterungen können bis zu vier Spieler gemeinsam loslegen.
Abenteuer setzen konnten. Ähnlich wie in diesen ist man kooperativ als Team Anfang des 20. Jahrhunderts in mysteriösen Herrenhäusern der Stadt Arkham unterwegs. Nur dass man mit dem Grundspiel maximal zu zweit durch die Flure streift - fünf Ermittler mit unterschiedlichen Werten hinsichtlich körperlicher und geistiger Gesundheit sowie exklusiven Fähigkeiten stehen zur Wahl. Jeder zieht dabei von seinem eigenen, weitgehend festgelegten Heldenstapel, so dass es sehr charakterspezifische Waffen, Talente, Schwächen und Ausrüstungen gibt - größere Auswahl an Karten und damit taktischer Deckbau ist mit dem Grundspiel noch nicht möglich.

Im Laufe des Abenteuers kann man natürlich sterben, wahnsinnig werden oder tatsächlich die dunklen Geheimnisse der morbiden Kurzgeschichten lüften. Wie läuft das ab? Es gibt keinen illustrierten Spielplan, aber dafür werden die Ortskarten über kleine Symbole verbunden, so dass man immer weiß, ob man vom Keller erst in den Flur, dann ins Wohnzimmer und von dort auf den Dachboden gelangt. Zunächst werden kleine Einleitungen vorgelesen, die auf das Szenario einstimmen. Dann wird ein Ort in der Mitte aufgedeckt, an dem die Ermittler starten - etwas schade ist, dass diese Karten nicht größer sind, so dass das gezeichnete Interieur etwas untergeht. Trotzdem sorgt das sehr gute Artdesign auch in diesem Kartenspiel für eine angenehme Atmosphäre.

Kommentare

Samir91 schrieb am
Wieder ein LCG. Nachdem ich HdR aus völliger Unübersichtlichkeit abgebrochen habe, gab ich Arkham nochmal eine Chance. Stellenweise fühle ich mich wie in Time Stories. Tolle Atmosphäre. Ksi?gowa Kalisz Aber irgendwie fehlt was.
zanon schrieb am
Spiel 5/5. Es war mein erstes "ernstes" Brettspiel und ich mochte es von der ersten Würfelwurf . Ksi?gowa Jelenia Góra
listrahtes schrieb am
@ 4P Textchef
danke für den Kommentar. Erwähnenswert ist auch das schon die ersten selbst erstellten und hochwertigen Szenarien verfügbar sind welche das Spiel bis auf das ausdrucken kostenlos erweitern.
4P|T@xtchef schrieb am
Ich begleite diese Spiele nicht bis zum Ende ihres Veröffentlichzyklus', deshalb kann ich Leuten, die neben der Grundbox grundsätzlich alle Erweiterungen kaufen und den Preis entsprechend hochrechnen, auch keine Empfehlungen geben. Dazu müsste man dann gerade bei Arkham Horror auch die Erweiterungen selbst besprechen, weil die Geschichten selbst ebenso relevant wären wie die Zusatzkarten.
Mitte bis Ende der 90er war ich auch ein Sammler, der alles haben musste. Das CCC hieß Spellfire, schlug voll in die D&D-Kerbe und wir haben es bis zum Abwinken mit mehreren Kumpels über ein, zwei Jahre gezockt. Jede Woche haben wir Geld für Booster ausgegeben, mussten dabei unendlich viele Doppelte, Dreifache etc. archivieren, bis mal wieder was Sinnvolles dabei war - da haben wir wirklich viel umsonst gekauft. Und hier war man im Wettbewerb natürlich aufgeschmissen, wenn man mit einem Standard-Deck spielte. Wer dazu noch Ambitionen auf offiziellen Turnieren hatte, der musste natürlich mehr ausgeben.
Ich werde z.B. demnächst Legend of the Five Rings kritischer besprechen, weil das dort wesentlich relevanter ist, denn es ist ja auf kompetitiven Deckbau und Turniere ausgerichtet. Aber Arkham Horror ist ein ganz anderer Schnack, u.a. weil es kooperatives Rollenspiel ist. Das kann ich guten Gewissens die Grundbox für zwei Spieler empfehlen, zumal man für ähnliche Erlebnisse inkl. Figuren, Spielplan etc. wie eben Eldritch Horror, Arkham Horror oder Villen des Wahnsinns deutlich mehr auf den Tisch legen und im Idealfall eine größere Gruppe haben muss.
schrieb am

Facebook

Google+