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Am Sonntag um 16 Uhr waren die German Finals der World Cyber Games offiziell beendet. Dass Niklas "Sliver" Timmermann als Erster durch Need For Speed: Underground 2 rauschen würde, war vorhersehbar. Aber dass ein Team in neuer Zusammensetzung und ohne CounterStrike: Source-Erfahrung den Titel einheimsen könnte, schon weniger. Welche Höhepunkte und Überraschungen es sonst noch gab, fasst ein kurzer Rückblick zusammen.



Tropen und Spiele

Es ist nicht einfach, ein Gesamtbild der finalen Ausscheidungen zu zeichnen, wenn sich Eindrücke überschneiden und zu einem bunt gemischten Gesamtbild verquirlen. Da ist auf der einen Seite das Tropical Island Resort – aufgrund seiner Einzigartigkeit ein Phänomen, als Ferienziel dann aber doch unbefriedigend. Auf der anderen Seite die World Cyber Games – das weltweit größte eSport-Event, welches dank professioneller Organisation und erlebnisreichen Wettkämpfen zum

Ein Dschungel mitten in Deutschland: Das Tropical Islands Resort.
spannenden Festival avanciert ist.

Der Samstag beginnt in aller Ruhe. Das Tropenresort versprüht verschlafenes Mittagsflair, als sich müde Sonnenstrahlen durch den nebligen Dunst des feuchten Klimas quälen. Die ersten Zocker sitzen seit zehn Uhr an den Rechnern, aber ein Großteil der Spieler erholt sich von der nächtlichen Party: Die Mädels und Jungs haben zum Teil bis um sieben durchgefeiert und brauchen daher ein bisschen länger, um sich von den Strapazen, die so ein Finale am Rande mit sich bringt, zu erholen. Denn wie grinst Shakkiy, spätere Drittplazierte bei Dead or Alive: Ultimate: "Wenn man schon mal hier ist, muss man das ja auch nutzen!"

Lässige Turniere?

Bald geht es aber richtig zur Sache, denn am ersten vollen Tag der German Finals stehen immerhin schon Tickets für den Flug nach Singapur auf dem Spiel, da nicht nur Erstplazierte zur Finalrunde reisen. Mit FIFA 2005 beginne ich meinen Rundgang, obwohl sowohl Styla als auch Chocoyote die Fahrkarte schon in der Tasche haben. Entsprechend lax dann auch das Spiel: Spanien tritt in Frankreich auf, wo sich die beiden gegenseitig das Leder ins Netz legen und dabei auch noch Zeit für Scherze haben. Einen wahren Torregen erleben die Zuschauer im zweiten Match, als sich Chocoyote erfolgreich an Fernschüssen versucht, während Styla erfolgreich Flanken in Richtung Tor umleitet. 7:3 geht die Partie aus, am Ende siegt Styla mit 2:0 gewonnenen Partien. Im Finale sollten sich die beiden wieder begegnen und da wurde mit härteren Bandagen gekämpft …

Brennender Asphalt

Wesentlich knapper ging es beim Need for Speed-Duell um das erste Ticket nach Singapur zu: Sliver, der amtierende NFS: Underground 2-Weltmeister geriet unter Druck von Skinny, denn sein Herausforderer will ebenfalls ins Nationalteam und fährt eines der Rennen sicher heim. Erst im nächsten Duell ist der Champion vollauf – aber nicht an der Spitze. Zwei Fehler werfen Sliver mehrere Sekunden zurück: Ist das schon zuviel, um nochmal in Reichweite der Pole zu gelangen? Viel kommt aufs Setup an, denn das ist wie in jedem Rennspiel entscheidend. Konkurrent Illuminatus meint zu mir,

Die eSports-Elite übernachtet zusammen mit den restlichen Gästen auf dem sandigen Zeltplatz.
die Anteile Einstellungen und fahrerisches Können liegen bei etwa 70 zu 30. Sliver relativiert allerdings: "Ich würde die Gewichtung auf 60/40 setzen", und zeigt im Rennen, wo die "fehlenden" zehn Prozent liegen:

Sekunde um Sekunde kämpft er sich zurück in den Windschatten des Vordermanns. Aber der passt auf, lässt sich weder abschießen noch überholen. Immer wieder versucht Sliver erfolglos, am Gegner vorbei zu ziehen, selbst die knifflige Abkürzung durch die Tankstelle wirft Skinny nicht aus der Bahn. Bis kurz vor Schluss fährt er erfolgreich Kampflinie, aber wird dann doch geschlagen: In der letzten Runde verliert er die Nerven und verpasst in der erwähnten Abkürzung die Ideallinie – der Weltmeister holt sich den ersten Platz. Die nächsten Rennen dominiert Sliver klar und bekommt den entscheidenden Sieg glücklich nach einem Disconnect zugesprochen. Auf die Frage, warum in NFS: Underground 2 erst gerempelt und dann überholt wird, gibt er übrigens schlitzäugig zu: "Was will ich die Kuh, wenn ich die Milch auch so haben kann?" Keine weiteren Fragen! Was bleibt ist jedenfalls der Eindruck, dass eSport locker den Spaß und Nervenkitzel von herkömmlichen Sportereignissen bieten kann.

 

          

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