Mad Max - Test, Action, PlayStation 4, PC, Xbox One - 4Players.de

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Mad Max (Action) von Warner Bros. Interactive Entertainment
Good Max. Bad Max. Mad Max.
Action-Adventure
Entwickler: Avalanche Studios
Release:
kein Termin
01.09.2015
kein Termin
01.09.2015
01.09.2015
Spielinfo Bilder Videos
Max Rockatansky, besser bekannt als Mad Max, erlebt eine Renaissance - nicht nur wegen des Filmes mit Tom Hardy und Charlize Theron.  Auch das Spiel von Avalanche (Just Cause) sorgt dafür, dass die Figur, die vor fast 40 Jahren zum ersten Mal vom damals noch unbekannten Mel Gibson verkörpert wurde, nicht in Vergessenheit gerät. Ob das postapokalyptische Ödland und der PS-Wahnsinn auch für virtuellen Spaß sorgen können, verrät der Test.

V8-Wahnsinn

Die Spielzeit wird mir nach dem Abspann mit 29,5 Stunden angegeben. Doch in dieser Zeit habe ich nur etwa 46 Prozent aller in dem postapokalyptischen Ödland zur Verfügung stehenden Aufgaben gelöst. Und damit entführt Mad Max in eine typische offene Welt: Es gibt viel zu tun. Vieles davon hat nur rudimentär oder gar nicht Einfluss auf die Geschichte, die erzählt wird und die sich eher an der alten Filmtrilogie als der Neuinterpretation mit Tom Hardy  orientiert. Dabei bedient man häufig sich der Mythen, die George Miller und Mel Gibson seinerzeit bis hin zur Donnerkuppel etabliert haben. Man bezieht sich bei der herrlich überzogenen Charakterzeichnung der Figuren vorrangig auf den zweiten und dritten Film, strickt aber eine interessante alternative Geschichte, die in komprimierter Form auch in Kinoform gepresst werden könnte. Natürlich stehen ein Überlebenskampf sowie eine Rachegeschichte im Mittelpunkt der Materialschlacht. Autos sind mehr als ein Statussymbol - sie sind überlebenswichtig, sie sind Waffen. Und wer Autos und Treibstoff beherrscht, hat die Macht über das Ödland.

Mit Scrotus zu diskutieren ist sinnfrei.
Mit Scabrous Scrotus zu diskutieren ist sinnfrei. Die einzige Sprache, die er versteht, ist Gewalt.
Zum Start ist der brutale Scabrous Scrotus der unangefochtene Herrscher. Er bestimmt, wer lebt und wer stirbt. Dummerweise kreuzt sich Max‘ Weg mit dem des Tyrannen. Und am Ende dieser ersten Auseinandersetzung kann Max froh sein, dass er gerade noch mit dem Leben und der Gewissheit davon kommt, dass Scrotus bei dem Duell auch Schaden genommen hat: Eine Kettensäge im Kopf hat schon anderen das Leben schwer gemacht. Doch sein Fahrzeug Interceptor und seine Waffen sind weg. Dafür hat er einen neuen Freund: Einen Hund, der ebenso wie Max verletzt ist und ums Überleben kämpft. Kurz darauf lernt er den buckligen Mechaniker Chumbucket kennen, der wie eine Mischung aus Quasimodo und Gollum wirkt, aber Wunder bei Motoren, Kolben und Zündkerzen wirkt. Er betet den Engel der Brennkammer an, für ihn ist Max ein Heiliger und er nur ein unwürdiger Diener, der ihm helfen möchte, den Magnum Opus herzustellen - ein wahrhaft göttliches Vehikel.

Kinoreife Geschichte


Dieses Bild des Heiligen ist nicht neu in der Welt von Mad Max. Bereits in Mad Max 2 und noch stärker in Jenseits der Donnerkuppel wurde der einsame Rächer zum Erlöser wider Willen stilisiert, der die im Wahnsinn des Überlebens darbenden Menschen retten soll. Man erkennt immer wieder Elemente und Themen, die in den ersten drei Filmen eine Rolle gespielt haben. Bei der Gestaltung der Antagonisten oder Max positiv gestimmten Stammesführern der einzelnen Territorien zieht man ebenfalls alle Register und bietet von hoffnungslos Wahnsinnigen bis hin zu Stimmen der Vernunft genau das Spektrum, auf das George Miller vermutlich stolz sein dürfte. Und Max selbst ist hier ebenfalls nur ein weiterer Kaputter in einer kaputten Welt: egozentrisch, desillusioniert und seine wahren Gefühle abschottend - eine gelungene Zeichnung. Konzentriert man sich beim Spiel auf die 15 Hauptmissionen sowie die zahlreichen "Ödland"-Missionen, die
Im Ödland gibt es keinen Mangel an skurrilen Charakteren.
Im Ödland gibt es keinen Mangel an skurrilen Charakteren.
man von den Stammesführern erhält, erlebt man eine spannende, facettenreiche, und schonungslose Geschichte mit ein paar interessanten Wendungen. Auch spielerisch bietet man hier immer wieder Überraschungen und öffnet sich sogar an ein paar Stellen dem Survival-Horror.

Leider ist beim Rest des Ödlands der Name Programm. Sämtliche "Open-World"-Missionen sind biederer Standard und erzählerisch in keiner Form mit der Kampagne verbunden. Immerhin erfüllt das Abgrasen der säuberlich auf der Karte markierten bzw. mit einem Fernglas von einem an die assassinischen Türme erinnernden Ballon aus gekennzeichneten Sammelsurien auch spielerischen Sinn. Mit jedem erledigten Scharfschützen, mit jeder demolierten Vogelscheuche (metallene Totems, die Scrotus' Einflussbereich markieren), wird die Bedrohung für die einzelnen Territorien geringer. Auch das Räumen von Minenfeldern mit Hilfe des vierbeinigen Freundes, das Einnehmen gegnerischer Lager oder das Zerstören von Convoys, die ständig ihre Route abfahren, sorgt dafür, dass Scrotus' Horde irgendwann nichts mehr in den Gebieten zu sagen hat. Und je mehr man den Stammesführern ihre Freiheit schenkt, umso dankbarer zeigen sie sich und geben neue Ödland-Missionen oder spendieren neue Aufwertungen für das Magnum Opus.


Kommentare

ChrisJumper schrieb am
vienna.tanzbaer hat geschrieben:
Elderbunnie hat geschrieben:Da ich ja mittlerweile durch bin muss ich sagen, dass die Story ungewöhnlich konsequent ist. Die tut genauso weh wie die Schläge die man austeilt.
Spoiler: anzeigen
Diese bittere Ahnung nach der Rettung von Chum, dass Hope und Glory grade auf grausige Art und Weise getötet werden und man es nicht schaffen wird hat mir doch die Magengegend zusammengezogen. Als man dann Hope auch noch an den Seilen im Blut baumeln sieht war echt hart. Schlägt einem (auch metaphorisch) voll in die Fresse, dass in dieser brutalen Welt Hoffnung und Herrlichkeit einfach keinen Platz haben. Letzten Endes aber auch gut, dass man sich nicht zu einem dämlichen Happy End hat hinreißen lassen. Eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit einen zweiten Teil völlig eigenständig aufziehen kann.

ich kann mich da deiner meinung anschliessen - ich war aber ehrlicherweise betreffend ende sehr überrascht, da...
Zitieren ·
ChrisJumper schrieb am
Hmm, wenn ihr den Film so lobt werde ich ihn mir vielleicht doch mal anschauen. Bisher habe ich den Film gemieden weil ich zu viel Action ohne Story oder Dialoge einfach nicht mag. Dazu schrecklich kurze Schnitte. Andererseits aber ist das Setting von dem Game, als auch von dem Film und die Darsteller, Kostüme etc. vielleicht doch sehr gut gewählt. Ich finde Brutalität albern und langweilig wenn sie halt von wichtigen Punkten ablenken oder halt für Dritte in der Story Abschreckend wirken soll.
Zum Spiel selber. Ja es ist nicht perfekt, gefällt mir aber bisher doch ganz gut. Es wäre eigentlich ein 1A Plus-Titel für die Gratis-Freunde. Aber ich habe mir die Retail jetzt für 30 Euro gekauft und bereue es nicht. Auch ein Jahr später wirkt die Grafik noch hübsch und die Apokalypse ganz nett. Fallout 4 ist natürlich viel besser. Doch was Mad Max viel besser macht ist die große Wüste und das bequeme fahren mit den Autos. Genauso hätte ich mir Fallout gewünscht. Dort erreicht man nahezu alles zu Fuß, Autos gibt es ja gar nicht und letztlich wäre es ideal gewesen auch zwecks Ladezeiten Fallout4 in eine (viel größere) Mad Max Welt zu ziehen.
Genau darüber auch mit Positionsangaben (nein GPS würde es dann ja nicht mehr geben), könnte man das Spiel dann auch noch mal verbessern. Aber gut, man wird es nur Mögen wenn das Fahren des Autos Spaß macht und nicht direkt als Ladebildschirm wahr genommen wird. Wenn ich so drüber nachdenke ist Fallout 4 und Witcher 3 hier klar besser und Mad Max fühlt sich an als fehlten noch einige Zufalls-Elemente abseits des Konvois. Bisher habe ich aber auch erst 3 Stunden in das Spiel versenkt und stecke noch im Tutorial.
Edit: Ich habe so einen blöden Bug. Offensichtlich lassen sich die Ballons ja wohl durch Knopfdruck herunter lassen, oder die Generatoren/Winden mit Benzin nachfüllen. Aber ich kann mit den Stationen nicht interagieren. Kommt das Später als Fähigkeit oder vielleicht mit einem weiteren Rohstoff, GAS hinzu? Oder...
Grabo schrieb am
Nik_Cassady hat geschrieben:
DextersKomplize hat geschrieben:Und du hast natürlich die vollkommende Ahnung von Schauspiel und Filminszenierung. Als nächstes erzählst du uns, Fury Road wäre ein schauspielerisches Meisterwerk :lol:

Ich fand Charlize Theron echt stark in dem Film. Dreckig, gemein und durchschlagend. Und es gibt nicht viele Actionfilme, die ihre Heldin glaubhaft in Szene setzen können. Fury Rad schafft das. Sicher kein schauspielerisches Meisterwerk, aber glaubhaft (als Negativbeispiele für unglaubhafte Actionszenen: Uma Thurmann in Kill Bill oder Charlize Theron in Aeon Flux).

Also ich fand die Kill Bill Filme wesentlich besser als Fury Road.
Grabo schrieb am
Warslon hat geschrieben:
mr archer hat geschrieben:
Warslon hat geschrieben:Zum Glück orientiert sich das Spiel an den alten Filmen und nicht an Fury Roads. Der Film ist eine Farce und der schlechteste und peinlichste Film aller Zeiten.

GENAU! Weil, isso!

Ne, nicht weil isso, sondern weil,....
Fury Road, was nichts weiter als ein billiger 08/15-Actionstreifen ist, der keine postapokalyptische Welt mehr zeigt, sondern ein sinnfreie Freakshow abhält. Die Probleme der alten Teile (fehlender Benzin, fehlende Ersatzteile für Autos, fehlende funktionierende Autos usw.) gibt es nicht mehr, man findet sich in einem lächerlichen Panoptikum absurder Vehikel und Menschen wieder und verfolgt anschließend 2 Stunden lang eine Rundfahrt durch die Wüste, in der in einer platten, unplausbiblen Handlung, die nur irgendwie den Rahmen für die sinnlose Action bieten soll, einfach 2 Stunden land Sachen kaputt gemacht werden. Irgendeine schauspielerische Leistung? Fehlanzeige. Irgendein Tiefgang? Nein. Ist die Aciton gut? Das Traurige ist, dass die Action nicht gut ist, sondern den Eindruck ständig wiederholter Versatzstücke, die geistlos aneinandergereiht wurden, macht. Letzten Endes ist man wieder am Anfang, der Despot ist zwar tot, die Helden haben fast alle überlebt, Entwicklung fand keine statt. Max wurde vom Antihelden, der nur zu überleben versucht und anderen nur hilft, wenn er dadurch Hilfe erfährt, zum Superflupi-Helden, dessen inneren Zwiespalt Hardy nicht darzustellen vermag, sondern der visuell mit in den Film montierten Gesichtern hervorgerufen werden soll, was aber nicht im Mindesten überzeugt oder funktioniert und im Laufe des Films wird ohnehin vollkommen darauf vergessen bzw. der Zwiespalt löst sich (warum eigentlich?) während der Rundfahrt auf. Es gibt noch vieles zu bemängeln bei diesem elenden Machwerk und die überwiegend...
Das Biebo schrieb am
saxxon.de hat geschrieben:
Das Biebo hat geschrieben:
saxxon.de hat geschrieben:Emperor Furiosa

Imperator Furiosa^^

Auf deutsch, ja ;)

Nene, auch im Original ;)
schrieb am

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