Fallout: New Vegas - Test - 4Players.de

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Fallout: New Vegas (Rollenspiel) von Namco Bandai
Fallout: New Vegas
Rollenspiel
Publisher: Namco Bandai
Release:
22.10.2010
22.10.2010
22.03.2013
Spielinfo Bilder Videos
Nach ein paar Schüssen in den Kopf ist das Leben für die meisten Getroffenen vorbei. Aber in Fallout: New Vegas fängt es für einen totgeweihten Kurier erst an: Er überlebt den mörderischen Überfall, weil ihn ein seltsam freundlicher Roboter aus dem blutigen Sand birgt und ein hilfsbereiter Arzt rechtzeitig die Kugeln entfernt. Bitte dreimal raten, wofür sich der frisch gerettete Held im darauf folgenden Abenteuer brennend interessiert? Richtig, und so beginnt er seine Suche in der sengenden Hitze des postnuklearen Amerika.

Rage against the Machine

Bis hierher ist es ein langer Weg: Wer in den bunten Sperrbezirk will, muss entweder 2000 Kronkorken zahlen oder die Wachroboter mit seinem wissenschaftlichen Know-how überzeugen.
Ich schleppe mich mit einem verkrüppelten Bein, akuten Entzugserscheinungen und halb verdurstet in den Kontrollraum. Meine Wahrnehmung sinkt, meine Kraft schwindet. Soll ich das letzte Stimpak jetzt einnehmen? Sicher ist sicher: Meine Lebensleiste wächst ein wenig, dann hört dieser bedrohliche Herzschlag endlich auf und es summt nur noch in der Stille. Vor mir liegt der Rechner einer gigantischen Stromanlage, hinter mir eine lebensgefährliche Tour, deren letzte Meter ich nur schleichend an schießwütigen Wachrobotern vorbei überstanden habe. Jetzt durchatmen, endlich bin ich da!

Aber was ist das? Wieso funktioniert der Computer nicht, warum kann ich die verdammte Maschine nicht aktivieren? Ich werde erst wütend. Dann schaue ich mich um. Ach so, ich muss erst das Notstromaggregat einschalten! Das ist ja kein Problem, also klick ich einfach darauf und Murphy lässt grüßen - es ist defekt! Man braucht ein Stück Altmetall und eine Reparaturfähigkeit von 35, um es in Gang zu bringen. Ich habe kein Altmetall und ich habe nur ein Know-how von 24. Ich fluche, fühle mich nach all den Strapazen fast deprimiert. Doch ich will an diesem Ende der Quest nicht aufgeben, zumal sich meine Entscheidungen über den Strom auf die gesamte Region auswirken können. Werde ich ihn als Waffe nutzen, nur New Vegas zukommen lassen oder gerecht unter allen Orten verteilen?

Kampf um Altmetall und Intelligenz

Vor dem Strip steht der Konflikt in der Mojave-Wüste: Dynamit kann gegen die Panzerung der Riesenskorpione und andere mutierte Insekten helfen.
Dieses Rollenspiel überlässt mir immer die freie Wahl. Als brachialer Kämpfer spielen oder als geschickter Scharfschütze? Folter oder Psychodruck im Verhör? Eine Militärregierung einsetzen oder einen korrupten Sherriff? Schnelles Geld verdienen oder Datenvernichtung zum Wohle der Menschheit? Es führt weder auf der politischen noch auf der spielmechanischen Ebene in lineare Sackgassen, sondern eröffnet immer mehrere Auswege. Wer eine harmlose Aufgabe wie die Untersuchung einer Raketenanlage oder eines Vaults startet, muss damit rechnen, dass er sich in einem Konflikt zwischen verfeindeten Parteien und optionalen Zielen wieder findet. Ganz selten geht es um klassisches Holen und Bringen, viel öfter um überraschende Recherche vor Ort in liebevoll ausgearbeiteten Nebenquests mit glaubwürdigen Charakteren.

Auch in dieser Situation im Kontrollraum steigt meine Motivation wie in zig anderen abwechslungsreichen Quests nach ein wenig Überlegung: Hatte ich da nicht ein Magazin "Selbst ist der Mann!" etwas weiter oben gefunden und in meinem Rucksack verstaut? Schnell wühlen: Hurra, da ist es - und das erhöht meine Kenntnisse temporär um zehn Punkte. Und wenn ich meine Intelligenz wenigstens kurzfristig über ein Aufputschmittel steigern kann, erreiche ich locker die 35! Abhängig bin ich sowieso schon, der Arztbesuch wird meine nächste Quest...

Und Altmetall? Das hinterlassen die Wachroboter! Allerdings wird das kniffliger, denn ich bin körperlich am Ende, habe keine Granaten mehr und nur noch wenig Munition - vor allem keine Panzer brechenden Geschosse für meinen schweren Colt. Aber ich habe noch eine letzte Splittermine: Also schleppe ich mich aus dem Raum heraus, folge dem Gang, sehe den Roboter, schieße ihn an und höre ihn mit seinem Warnruf anrollen. Ich platziere die Mine, ziehe mich sofort zurück und warte ... einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig - KRABUUUMMM! Der Blecheimer quietscht noch vorwärts, ich aktiviere das Zielsystem und hoffe, dass die drei Kugeln ausreichen, um ihm den Rest zu geben.                     

Kommentare

JohnnyNice schrieb am
Wieder mal ein Beweis, dass die Redaktion von 4Players dilletantische Züge annimmt.
Was heißt "Karte nicht markierbar"? man konnte marker setzen wie im 3er Teil. Mehr ist auch nicht notwendig oder?
Und zu wenige Radiosender? Die Musikauswahl war deutlich größer als beim Vorgänger ..
Das ist kein GTA nur weil es auch open world ist.
Bin schon auf das Review vom 4er gespannt. Habs das ganze Wochenende gespielt und warte nur darauf mit was für lächerlichkeiten die "redaktion" diesmal daherkommt :lol:
Xris schrieb am
Wenn Bethesda ein Problem hat, dann sind es die lahmen Geschichten.
Das Problem von Bethesda ist das sie bis dahin Action RPG's gemacht haben und Fallout ein klassisches RPG war. Bethesda aber versucht haben ein post apokalyptisches TES daraus zu machen. Es hat sich iwie angefühlt wie TES mit Schusswaffen.
Und Obsidian ist eben Obsidian. Unter anderem ist der Gründer von Obsidian auch der ehemalige Chef der Black Isle Studios. Ich fand FNV deutlich besser als F3. Genaugenommen war für mich nach ca 15 Stunden die Luft raus (F3 ist gemeint). Eine schwache HQ die so ähnlich auch einem TES gut gestanden hätte. Aber wo ein TES dann seine Motivation aus einer größeren Spielwelt, zig Gilden und der Lore zieht. Bietet F3 nur eine Handvoll SQ's an die ebenfalls nicht besser unterhalten können als die langweilige HQ.
D.V.T. schrieb am
crewmate hat geschrieben:Wenn Bethesda ein Problem hat, dann sind es die lahmen Geschichten. Der Dragonborn soll ja ganz gut geworden sein, das Hauptspiel hat mich aber von Anfang an nicht gejuckt.
Es sind weniger die Geschichten an sich (Fallout 3 war in der Hinsicht für Bethesda-Verhältnisse sogar recht brauchbar) sondern eher die kaum bis gar nicht vorhandenen Möglichkeiten, in die Geschichten rein zu pfuschen. Anders ausgedrückt; man spielt keinen aktiven Protagonisten mit eigenen Motiven sondern einen Laufburschen. Das ist zwar ein Problem, mit dem Rollenspiele grundsätzlich zu kämpfen haben aber gerade für Open World RPGs ist es wichtig, dass diese Offenheit auch inhaltlich zum Tragen kommt. Räumliche Freiheit ist schön und gut, nutzt sich aber schnell ab, wenn man die Beliebigkeit der Spielwelt erst mal durchschaut hat.
Obsidian hat mit New Vegas gezeigt, wie man es richtig oder zumindest besser macht. Eine wirkliche Geschichte ist zwar nur rudimentär vorhanden, dafür wird aber ein die gesamte Spielwelt umfassender und recht glaubwürdig inszenierter Konflikt geboten, dessen Verlauf und Ausgang man aktiv beeinflussen kann. Diese Herangehensweise kommt mit ihren eigenen Problemen, harmoniert aber besser mit der Open-World-Formel als diese streng linearen, gut gewollt aber schlecht gekonnt auf episch getrimmten Heldengeschichten.
Bethesdas wirkliches Problem ist es, dass sie zuallererst und hauptsächlich Weltenbauer sind. Dieses Handwerk verstehen sie, darin sind sie wahrscheinlich unübertroffen. Als Spiel- oder Rollenspieldesigner hinken sie allerdings so ziemlich allen anderen derzeit relevanten Entwicklern meilenweit hinterher.
crewmate schrieb am
Bei Bethesda muss man doch immer warten, bis die Spiele ordentlich laufen. Ich hab die Ultimate Edition mit ner HUD Mod ein paar Stunden gespielt. Ist mir auf dem PC nicht abgestürzt. Fallout war auf der Last Gen eh nichts. Fallout 3 wurde auf der PS3 mit zunehmenden Spielstunden immer langsamer und hat sich bei VATS aufgehangen.
Ich bin sehr auf das neue Fallout gespannt. So sehr Obsidian es technisch verkackt hat, die DLCs haben mich voll weggehauen. Dead Money, Honest Hearts, Lonesome Road. Großartige Geschichten, tolle abwechslungreiche Quests und im Gegensatz zu Fallout 3 war auch wieder der schwarze Humor am Start.
Wenn Bethesda ein Problem hat, dann sind es die lahmen Geschichten. Der Dragonborn soll ja ganz gut geworden sein, das Hauptspiel hat mich aber von Anfang an nicht gejuckt.
Bedameister schrieb am
Randall Flagg78 hat geschrieben:Also auf der 360 geht's eigentlich. Hatte zwar auch schon 2-3 komplette Abstürze, wo ich dann die komplette Konsole neu starten musste, aber das war es auch schon.
Also 2-3 Komplette Abstürze hatte ich auch, täglich.
Und ich konnte das Spiel auch künstlich zum Absturz bringen indem ich zu viel Munition und Kleinteile auf einmal verkauft hab. Das Ergebnis war gut reproduzierbar, das hat immer geklappt.
Hab trotzdem wahrscheinlich über 200h reingesteckt und ist eins der geilsten Spiele ever.
Ich hoffe auf der jetzigen Gen werden Fallout/TES nicht ganz so verbuggt (tja man muss halt optimistisch sein)
schrieb am

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