Herr und Frau Brett

Video: Skate 3 ist Skate 2 in besser: Es gibt nur wenige Neuerungen, dafür viele Verbesserungen im Detail.
Direkt nach dieser freudigen Nachricht lauert gleich die zweite: Das Intro, in dem alle im Spiel vorkommenden Skater vorgestellt werden, ist super - locker so super wie die Krankenhaus-Geschichte des ersten Teils, und tausend Mal besser als die Knacki-Story des zweiten. Ich verrate jetzt mal nichts von der »Story«, aber der Verlauf von karohemdigen Holzfällern zum Sprung von der Megaramp ist nicht nur witzig inszeniert, sondern vor allem herrlich bescheuert. Danach wählt man einen von drei Schwierigkeitsgraden, die jedem Anspruch entgegen kommen: »Easy« macht Ollies luftiger, Airs weicher und das ganze Spiel generell wesentlich großzügiger, was Fahr- und Haltungsfehler angeht. Die Tricks gehen einfacher von der Hand, die Physik schaltet gähnend in den Arcade-Modus. »Normal« ist... nun... normal, so wie man skate eben kennt. Anspruchsvoll, aber nicht übertrieben hart. Das kommt mit »Hardcore«, denn hier sind Ollies pixelgenaue Hüpferchen, hier muss jede FlickIt-Bewegung sitzen, hier kennt die Physik keinerlei Pardon. Danach kennt die Optionswut immer noch kein Ende, denn man hat noch die Wahl unter einer Board-nahen Kameraperspektive (dem Skate-Standard) sowie einer weiter vom Skater entfernten Ansicht, wie man sie von den Tony Hawk-Spielen gewohnt ist. So, das war's aber erstmal wirklich mit dem Einstellkram, jetzt ist mein Skater fällig: Wie im zweiten Teil darf man Männlein und Weiblein erschaffen, wobei letztere zwar immer noch etwas maskulin daherkommen, aber wenigstens nicht mehr ganz so nach der bulgarischen Kugelstoßermannschaft aussehen. Ein bisschen mehr Hautfarbe da, frisch gezupfte Augenbrauen hier, eine längere Nase vielleicht noch - dann geht's an Klamotten, Ausrüstung und Board. Die Auswahlmöglichkeiten sind hier zu Beginn stark eingeschränkt, zusätzliches Material wird erst im Laufe des Spiels freigeschaltet.
Drauflosgekillt!
Spielerisch hat sich in Skate 3 im Vergleich zum Vorgänger nicht viel getan: Die Stadt ist jetzt eine neue (Port Caverton ihr Name), aber den grundsätzlichen Aufbau kennt man. Es gibt ein Uni-Viertel, Wohngegenden, diverse Skate-Parks inkl. Megaramps, Industrieviertel oder die Innenstadt - alle unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch von der Art der Skater-Herausforderungen. Von denen gibt es eine ganze Menge, die nach und nach freigeschaltet werden: Mal muss man Tricks für Fotos oder Videos machen, mal Rennen gewinnen, mal sich für die ebenfalls wieder anwesende »Hall of Meat« möglichst viele Knochen brechen, mal Skate-Wettbewerbe für sich entscheiden (was angesichts der lästigen Konkurrenten-KI immer wieder unnötig verkompliziert wird). Die meisten Herausforderungen können entweder »geownt« oder »gekillt« werden: Ersteres ist die Normalversion, letzteres etwas herausfordernder. Z.B. muss man einen bestimmten Sprung einfach nur schaffen, um die Aufgabe zu »ownen« - um sie dagegen zu »killen«, muss man zusätzlich zum Sprung beispielsweise eine Drehung um 360 Grad machen. Man kommt im Spiel problemlos weiter, indem man einfach nur drauflosownt, das Killen ist im Grunde eine Extra-Herausforderung für ambitionierte Pad-Profis. Zusätzliche Punkte gibt es, wenn man eine Herausforderung online meistert, aber dazu kommen wir gleich noch.
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| Gerade innerhalb der Wettbewerbe verflucht man die Konkurrenten-KI wieder und wieder - die künstlichen Saboteure fahren einem gerne in den Weg. |



