Fast wie am Tatort
Das Abenteuer beginnt mit einem einfachen Auftrag: Im Jahr 1898 sorgt der zur Hilfe gerufene Privatdetektiv dafür, dass der Marquis von Conyngham seine gestohlene Perlenkette zurückbekommt. Als sie kurz danach erneut verschwindet, wird Holmes verdächtigt. Er hielt sie schließlich als Letzter in den Händen. Kurz danach findet er auch noch den Leichnam des schrecklich misshandelten Bischofs von Knightsbridge in seinen Gemächern und rutscht immer tiefer in die verschwörerische Geschichte. Eine Reihe hetzerischer Enthüllungs-Artikel machen ihn für alle möglichen älteren Verbrechen verantwortlich.
Keine Polizei!
Welche Information wollten die Einbrecher aus ihm heraus prügeln? Die Fußabdrücke am Eingang geben immerhin einen Hinweis auf ihren sozialen Status. Sie zeigen das Muster genagelter Sohlen, wie sie von einfachen Arbeitern getragen werden. Ein Abdruck stammt außerdem von einem teuren italienischen Lederschuh, welcher dem Bischof offenbar vor dem Verschwinden ausgezogen wurde. Ein kleiner Nebenverdienst eines beauftragten Schlägertrupps? Nachdem ich noch ein paar weitere Indizien gesammelt habe, füge ich die gesammelten Informationen auf meinem Notizblock zusammen. Zwei Informationen führen zu einer Erkenntnis: Erstens: Der Bischof besaß keine Wertgegenstände – nicht einmal im Tresor. Zweitens: Das Nebenzimmer wurde nicht durchsucht. Als Schlussfolgerung kann ich aus drei Ergebnissen auswählen. Die richtige lautet in diesem Fall: Die Mörder haben etwas Bestimmtes gesucht. Nach und nach fügt sich das Puzzle zusammen, bis ich schließlich das richtige Ergebnis in der Hand halte, welches mich an den nächsten Schauplatz führt, an dem ich z.B. Bekannte von Verdächtigen vernehme.
Clevere Schlussfolgerungen
Zwischendurch strecken die Entwickler die Spielzeit leider immer wieder mit durchwachsenen Deschiffrierungs-Puzzles und faden Minispielen, welche das eigentlich gute Erzähltempo ausbremsen. Bevor ich mich ins Westgate-Hochsicherheitsgefängnis begebe, muss ich erst einmal ein Schachrätsel lösen. Zu dem Puzzle gibt es bis auf eine Andeutung in einem Brief keinerlei Hinweise. Da ich kein Schach spiele, dauert es eine ganze Weile, bis ich das richtige Muster erkannt habe, mit dem die Figur das Feld einfärben muss. Unter dem letzten Feld steckte schließlich eine lockere Fliese und darunter eine geheime Nachricht. Die Minispiele sind verantwortlich für den schwankenden Schwierigkeitsgrad: Bei einigen steckte ich lange in der Sackgasse, der Großteil lässt sich aber zu leicht lösen. Wenn es wieder einmal ein Schloss zu knacken gibt, muss ich z.B. einfach nur einen Metallbügel in die vorgegebene Form biegen – unheimlich spannend! Zum Glück lassen einige schwere Exemplare sich aber nach einer verstrichenen Zeitspanne einfach überspringen.
