Test: Dynasty Warriors 7

29.04.2011, Autor: Jens Bischoff

Action-Adventure für PlayStation 3, Xbox 360






Video: Dynasty Warriors 7, Spielszenen



Aus drei mach vier, aus zwei mach eins

Eine der auffälligsten Neuerungen stellt vermutlich die neue Jin-Fraktion dar, die neben Wei, Wu und Shu als vierte Dynastie ins Kriegsgeschehen eingreift und ebenfalls mit einer maßgeschneiderten Kampagne aufwartet. Die Freude darüber erhält für Teamspieler aber gleich einen unerwarteten Dämpfer, denn alle vier Story-Kampagnen sind neuerdings nur noch solo spielbar.

Wer trotzdem zu zweit spielen will, kann dies nur im ebenfalls neuen Eroberungsmodus tun. Neben traditioneller Splitscreen-Action hat man hier sogar die Möglichkeit online auf Partnersuche zu gehen. Die Funktionalität ist allerdings sehr bescheiden, das Matchmaking geradezu vorsintflutlich. Dafür kann man jederzeit zwischen über 60 freispielbaren Charakteren wechseln und sich bei jeder Schlacht für einen von fünf Schwierigkeitsgraden entscheiden, was sich natürlich nicht nur auf die Stärke der Gegner, sondern auch die Qualität der Beute auswirkt. Für Neulinge gibt es sogar ein spielbares Tutorial, für Sammler und Wissbegierige Galerie und Enzyklopädie.


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Gelockerte Waffengesetze

Neu ist auch, dass man jede Spielfigur mit jeder Waffe ausrüsten kann - die einzige Ausnahme stellen geschlechtsspezifische Waffen wie Kettenpeitschen oder Großschwerter dar. Allerdings kann nicht jeder Charakter mit jeder Waffe gleich gut umgehen, was sich z. B. bei der Angriffsgeschwindigkeit oder dem Move-Repertoire bemerkbar macht und anhand von Kompatibilitätssternen übersichtlich dargestellt wird. Darüber hinaus kann jeder Charakter sogar eine zweite Waffe tragen und jederzeit auf Knopfdruck wechseln, was zudem mit einem waffenspezifischen Spezialangriff einhergeht. Persönliche Spezialangriffe (EX-Attacken) können hingegen nur mit der jeweiligen Lieblingswaffe des Charakters ausgeführt werden - führt Cao Cao kein Schwert, gibt's auch keinen Eispfeilhagel.

Wie üblich verfügen die Waffen zum Teil auch wieder über elementare Ladungen und Boni wie erhöhte Lebensenergie, Abwehrkraft oder Reichweite. Letztere lassen sich durch regelmäßige Benutzung auch extrahieren und in andere Waffen einsetzen, so dass man sein Waffenarsenal sehr individuell anpassen kann. Klassische Erfahrungspunkte und Charakterstufen gibt es hingegen keine mehr. Stattdessen erhält man für das Eliminieren feindlicher Offiziere und andere Errungenschaften dauerhafte Upgrades auf seine Angriffsstärke, Abwehrkraft und Lebensenergie.

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Der neue Eroberungsmodus verwandelt das antike China in eine Karte aus Sechsecken, die es Feld für Feld zu erobern gilt.

Zudem sammelt man im Kampf kontinuierlich Fähigkeitspunkte, mit denen man über eine Art Skill Tree universelle und individuelle Talente wie zusätzliches Musou für Spezialangriffe, längere Angriffsketten oder elementare Resistenzen freischalten kann. Die Möglichkeiten sind zwar ähnlich überschaubar wie das Komborepertoire, aber insgesamt sind Charakter- und Waffenpflege sehr motivierend.



Sechseckiges Reich der Mitte

Im storybefreiten Eroberungsmodus, wo man auf einer Hexfeld-Karte des antiken Chinas allerlei Schlachten bestreitet, Provinzen befreit und Städte besucht, kann man sich sogar persönliche Reit- und Begleittiere wie Pferde, Elefanten, Wölfe oder Falken aneignen. Wer durch seine Aktionen Bündnisse mit anderen Charakteren stärkt, kann auch diese als Gefährten mit in die Schlacht nehmen.

Es gibt sogar einen Gelehrten, der die Städte bereist und richtig beantwortete Fragen rund um den Krieg der drei Königreiche mit barer Münze belohnt. Den ebenfalls umher reisenden Händler sollten PS3-Spieler jedoch nur auf Waffen und Tiere ansprechen, da das Anheuern menschlicher Verstärkungen zumindest bei uns regelmäßig zu Systemabstürzen führte, die aufgrund der aktuellen PSN-Auszeit wohl auch nicht so schnell behoben werden dürften...




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