Test: Of Orcs and Men

26.10.2012, Autor: Jens Bischoff

3D-Rollenspiel für Xbox 360, PlayStation 3, PC






Video: Of Orcs and Men, Launch-Trailer



Aufstand der Grünhäute



In der Welt von Of Orcs and Men sind Orks und Goblins eine aussterbende Rasse, die von den Truppen des Imperators und der Inquisition gejagt, versklavt oder hingerichtet werden. Viele fügen sich in ihr Schicksal oder verraten ihre eigenen Brüder, um nicht ganz so hart geschunden zu werden. Die aktiv Widerstand leistenden werden immer weniger. Auch die Ork-Krieger des berüchtigten Blutkiefer-Clans formieren sich zu einem letzten verdeckten Einsatz, dessen Ziel der Tod des Kaisers höchstpersönlich ist.

Dieser Todesschwadron gehört auch Arkail an, dessen Aufgabe es ist, mithilfe des Goblin-Assassinen Styx einen Weg in den Turm des Imperators zu finden. Doch nicht nur der Weg dorthin ist eine Gratwanderung, auch das Vertrauen zueinander wird ständig auf die Probe gestellt. Da wird verdächtigt, gedroht und beschimpft, was das Zeug hält. Trotzdem spürt das ungleiche Duo immer wieder, dass man ohne den anderen aufgeschmissen ist und so beißt man halt die Zähne zusammen und macht weiter.


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Ungleiches Paar



Während Koloss Arkail natürlich der Mann fürs Grobe ist und selbst Dutzende von Angreifern in Schach halten kann, operiert Schleichmeister Styx viel lieber im Verborgenen. Dank Tarnfunktion kann er nahezu ungesehen herumtigern und einzelne Wachposten lautlos aus dem Weg räumen. Zudem passt er dank seiner geringen Größe auch durch schmale Löcher und Gänge. Schade ist nur, dass man in den ungemein kompakten und linearen Spielabschnitten so selten Gelegenheit hat, diesen Vorteil überhaupt anzuwenden und teils auch noch von unsichtbaren Barrieren zurückgehalten wird...

Ork-Krieger Arkail geht keiner Konfrontation aus dem Weg.
Ork-Krieger Arkail geht keiner Konfrontation aus dem Weg.
Auch sonst gibt es leider so gut wie keine Interaktionsmöglichkeiten mit der Spielumgebung. Hin und wieder öffnet man mal eine unumgängliche Tür, eine schimmernden Kiste oder einen glitzernden Sack - das war's. In den gerade mal gut zwei Dutzend funkelnden Behältnissen, die es im gesamten Spiel gibt, finden sich entweder neue Ausrüstungsgegenstände oder so genannte Handelspunkte, mit denen man bei verbündeten Schmieden und Händlern seine Ausrüstung verbessern oder wechseln kann.

Zwar werden Waffen- und Rüstungswechsel auch optisch berücksichtigt, die Vielfalt ist aber sehr begrenzt: Einkaufsgelegenheiten sind rar, das Sortiment trotz wechselnder Geschäftspartner überschaubar, sämtliche Ausrüstungsgegenstände nur einmal verbesserbar, was sich in der Regel in einem leichten Anstieg der Angriffs- oder Abwehrkraft niederschlägt. Was sich genau verändert, weiß man leider immer erst im Nachhinein und die dafür ausgegeben Handelsmarken sind dann natürlich längst unwiederbringlich verloren...



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