Assetto Corsa - Test, Rennspiel, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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Assetto Corsa (Rennspiel) von 505 Games
Ein Fahrgefühl zum Verlieben!
Simulation
Entwickler: Kunos Simulazioni
Publisher: 505 Games
Release:
19.12.2014
25.08.2016
25.08.2016
Spielinfo Bilder Videos
Nach Projekt Cars und Dirt Rally erscheint mit Assetto Corsa eine weitere große Rennsimulation vom PC auf den aktuellen Konsolen. Bringt Kunos Simulazioni mit der Umsetzung dortige Platzhirsche wie Forza Motorsport oder das kommende GT Sport ins Schwitzen? Oder fordert die Hardware von PS4 und Xbox One zu viele Kompromisse? Wir haben sowohl mit Lenkrad als auch dem Controller Gas gegeben…

Wie auf dem PC – mit Abstrichen

Die gute Nachricht zuerst: Hinsichtlich der grandiosen Physik sind die italienischen Simulations-Experten keine Kompromisse eingegangen! Assetto Corsa begeistert daher auch auf den beiden Konsolen mit dem gleichen traumhaften Fahrgefühl, das man vom PC-Vorbild kennt und das von dem exzellenten Force Feedback getragen wird. Selbst ein Forza Motorsport oder Project Cars vermögen es trotz ihrer unbestreitbaren Qualitäten nicht, die Faszination hinter dem Steuer so authentisch wirken zu lassen – sofern man sich mit einem guten Force-Feedback-Lenkrad auf die Pisten begibt.

Das Fahrgefühl ist auch an den Konsolen exzellent - sofern man ein Lenkrad besitzt.
Das Fahrgefühl ist auch an den Konsolen exzellent - sofern man ein Lenkrad besitzt.
Beim Fahren bzw. Fahrversuchen mit dem Controller sieht es nämlich ganz anders aus; Vom überragenden Fahrgefühl mit einem Lenkrad-Setup bleibt hier nicht mehr viel übrig. Ich habe viel mit den Einstellungsmöglichkeiten herumexperimentiert, aber bisher habe ich keine ideale Lösung gefunden, damit die Steuerung mit dem Controller halbwegs erträglich für mich werden könnte. Project Cars und Dirt Rally waren in dieser Hinsicht ebenfalls schon eine Herausforderung, aber dort kam ich nach kleinen Anpassungen irgendwann klar und war sogar recht flott unterwegs. Hier habe ich noch keine Idee, wie ich mit der extrem sensiblen Steuerung und dem ruckartigen Umgreifen der Fahrerhände in der Cockpitansicht warm werden soll. Mit dem Controller in der Hand wird jeder noch so kleine Ansatz von Fahrspaß umgehend im Keim erstickt. Assetto Corsa ist für den Einsatz von Lenkrädern konzipiert – das wird mehr als deutlich! Umso ärgerlicher, dass PS4-Nutzern wie schon bei F1 2016 die Modelle von Fanatec aufgrund von Differenzen mit Sony vorenthalten werden, obwohl ich die Rennsimulation im Rahmen einer Preview-Veranstaltung noch mit dem mittlerweile verbannten Equipment ausprobieren durfte – eine traurige Entwicklung, die vor allem den Konsumenten schmerzlich trifft.

Kaum Aussicht auf Erfolg


Die KI fährt selbst auf der leichtesten Stufe auf und davon.
Die KI rast selbst auf der leichtesten Stufe auf und davon oder übt von hinten massiven Druck aus.
Schon auf dem PC sorgte die dröge konzipierte Karriere für Frust: Zum einen aufgrund der simplen Aneinanderreihung diverser Veranstaltung und einer miserablen Präsentation. Zum anderen aufgrund der schlecht ausbalancierten Herausforderungen. Daran ändern sich auch auf den Konsolen nichts. Im Gegenteil: Mit dem Controller hat man oft nicht einmal den Hauch einer Chance auf den Sieg gegen die übermächtige KI, die nicht nur extrem flott unterwegs ist, sondern bei Überholversuchen auch gerne zur Brechstange greift. Da wird immer wieder gerne von hinten „angeklopft“ oder, was viel schlimmer ist, der Wagen des Spielers seitlich am Heck touchiert und anschließend umgedreht. Auf das Strafsystem ist dabei kein Verlass – schon bei mitunter deutlichen Abkürzungen scheinen die unberechenbaren Stewards nur nach Lust und Laune zu agieren, bei Kollisionen drücken sie eigentlich immer beide Augen zu. Das bedeutet im Gegenzug, dass man sich freilich auch als Spieler ungestraft durch das Feld rempeln kann.

Abkürzung genommen? Ach, egal. Gibt ja eh keine Strafe...
Abkürzung genommen? Ach, egal. Wird ja selbst bei Positionsgewinnen nicht bestraft...
Das gelingt – wenn überhaupt – nur beim Start, denn danach ziehen die Vordermänner meist uneinholbar von dannen. Kann man sich beim kompletten Rennwochenende vielleicht noch in der Qualifikation einen besseren Startplatz erkämpfen, wird man im schnellen Einzelrennen immer ganz nach hinten verbannt. Chancen auf einen Sieg oder das mangels Siegerehrung nicht vorhandene Podest tendieren angesichts dieser miesen Ausgangslange gegen null. Warum darf ich meine Startposition nicht wie bei Project Cars einfach selbst festlegen?


Kommentare

Temeter  schrieb am
Schön zu hören, dass es ein bischen saubergepatcht wurde. Konsolensupport ist ja immer so eine Sache bei Indies.
padi3 schrieb am
jetzt mit v 1.03 ist das spiel nun endlich (fast) fertiggestellt.
- bessere fps, das fällt auf.
- gamepadsteuerung (PS4) wurde verbessert, die Autos lenken nicht mehr von selbst, bloß wenn man den Daumen am stick hat. in den erweiterten Einstellungen besser mal "Standardwerte" drücken, weil "lenkungsgamma" umgestellt wurde.
- Schwierigkeitsgrad "leicht" wurde etwas vereinfacht, dazu mit dem neuen "sehr leicht" ist die Karriere endlich spielbar. die zeitrennen sind immer noch viel zu leicht, da bekommt man manchmal die doppelten punkte, wie für Gold überhaupt benötigt werden. N2 mit dem älteren BMW ist nun gut machbar. finde N3 aber immer noch zu schwer, weil Kunos aus KTM totalen schrott gemacht hat. ohne fahrhilfen sind die kaum fahrbar, ... wie oft ich da schon von den strecke geflogen bin. Der KI ist das jedenfalls egal, für die fährt sich alles gleichgut. N4 danach kam mir dagegen viel zu leicht vor, weil sich Lotus, (warum auch immer,) sehr gut fährt.
die herausforderungen "Spezielle Events" sind immer noch kaum zu schaffen. ich glaub nicht, dass da was gemacht wurde. hab da nur eines davon mal versucht, - zwecklos.
- die strafen wurden reduziert, hätte man aber besser ganz abstellen sollen. mal kürzt man die strecke ab und bekommt nichts dafür, anderes mal baut man mist, fliegt einfach von der fahrbahn, hat nur Nachteile davon und dann kommt das spiel auch noch mit einer zeitsrafe daher.
- immer noch onlinezwang, andernfalls eine permanentstrafe in form einer lästigen fehlermeldung
so in allem kann ich dem spiel gut 15 spaßpunkte draufrechnen.
http://www.assettocorsa.net/forum/index ... lounge.52/
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SG1984 schrieb am
Von der Fahrphysik bin ich wirklich begeistert, die Simulation des Lotus 49 kann sich auf jeden Fall mit GPL messen.
Das Fahren ist wirklich anstrengend, eine Runde Nordschleife und ich bin auf Grund des FF KO ;)
Grafik wirkt eher unauffällig, GT6 kann da ganz gut mithalten.
Bisher 8/10, Tendenz steigend.
UAZ-469 schrieb am
Also halten wir fest:
Ein Spiel für Jene, denen es nur um die Erfahrung an sich geht (Wie Spintires).
Ehrlich gesagt liebäugele ich schon damit, mir extra dafür ein komplettes Renn-Set inklusive VR anzuschaffen. Aber abgesehen davon, dass ich mir das noch nicht leisten kann, sind mir die reine "Erfahrung", inklusive dieser Alibi-Karriere allein zu wenig. Dann drehe ich ein paar Runden, sage "Ja, nett." und danach verstaubt es.
Ich dachte, die Zeiten, in denen man nur stumpf und staubtrocken Events abklappert, sind schon vorbei.
Würde man nun die Karriere wesentlich lebendiger gestalten, würde Assetto Corsa sicherlich davon profitieren.
Es gibt ja nicht nur die "Hauptsache tolle Fahrphysik!"-Kundschaft, sondern auch die "Tolle Fahrphysik und motivierende Karriere!"-Käufer. Beides schließt sich ja nicht zwangsläufig aus. ;)
padi3 schrieb am
bug im spiel: wenn die PS4 nicht mit dem Internet verbunden ist, bleibt "Verbindung getrennt" auch für die rennen durchgehen angezeigt. in den menüs wird dabei auch so einiges verdeckt.
gamepadsteuerung ist eigentlich ganz ok, man hätte aber die ersten 20% im schwenkbereich des sticks weniger sensibel einstellen sollen. die Autos lenken fast schon von selbst.
erweiterte Optionen hab ich viel rumexperimentiert, bin doch letztenendes genau dort gelandet, wo alles vorher war. ist dennoch möglich das ganze insgesamt viel weniger sensibel zu machen. dann werden jedoch schnelle lenkungswechsel zum Problem.
Antriebsart (4x4, heck oder front) wird nirgends angezeigt. warum das?
Ideallinie ist nicht dynamisch und auch nur für schnelle Autos gedacht, aber dennoch eine hilfe.
persönliche Bestzeiten werden nirgends gespeichert oder zumindest nirgends angezeigt.
mechanischer schaden hat kaum Auswirkung auf das fahrverhalten, welches selber mir sehr gut gefällt.
KI-Schwierigkeit ist das größte Problem. hab den kauf schon nach den ersten Spielstunden bereut, mich dann abgefunden damit und nachher wieder aufgeregt, hin und her. hab es nun so bis N3 freigespielt, (wird als 7% fortschritt angezeigt) und bei den KTM X-Bow die lust doch langsam verloren. KI-härte erinnert an Rallycross aus Dirt Rally, (eher noch fieser) nur sind dort drei kleinere strecken viel schneller auswendig gelernt und wenn man die Upgrades bekommt, kann man was draus machen.
hier wechselt man nur mal den wagen und darf die neuen bremspunkte wieder bis zur Perfektion einüben. oft hat man sogar das gefühl, man fährt richtig gut, doch die KI bremst noch später und schneidet die kurve noch schärfer, als ob sie darauf abzielt den...
schrieb am

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