Mirror's Edge Catalyst - Test, Geschicklichkeit, Xbox One, PC, PlayStation 4 - 4Players.de

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Mirror's Edge Catalyst (Geschicklichkeit) von Electronic Arts
Körpereinsatz
Jump&Run
Entwickler: DICE
Publisher: Electronic Arts
Release:
09.06.2016
09.06.2016
09.06.2016
Spielinfo Bilder Videos
Jetzt ist es doch passiert: Ich habe mich in Faith verliebt, in ihr zweites Spiel vielmehr. Dabei war ich vor dem Test so skeptisch. Denn obwohl Faith jetzt nicht mehr nur kurze Levels nacheinander absteckt, sondern über die Dächer einer ganzen Stadt klettert, hat die neue Metropole Schwächen. Sie wirkt manchmal starr, seltsam leblos, voller überflüssiger Symbole. Doch das offene Laufen, das Klettern im Schatten hoher Wolkenkratzer – diese einzigartige Freiheit gibt es in keinem anderen Spiel!

Keeping the Faith

Im Kern haben sich weder Mirror's Edge noch Faith verändert. Die junge Dame sprintet noch immer an einer Wand entlang, springt im rechten Winkel davon ab, um an der gegenüberliegenden Mauer eine Leiter zu greifen und das Dach zu erreichen. Selbst die Steuerung ist fast die gleiche. Wer den Vorgänger kennt, tanzt nach einigen Sekunden schon mühelos in Schwindel erregender Höhe. Wer neu ist, lernt es dank der aufgeräumten Tastenanordnung binnen weniger Minuten.

Abseits des Wegs

Auf den zweiten Blick ist in Catalyst aber auch vieles anders: der nach in alle Richtungen offene Parcours aus Dächern, Lüftungsschächten, Rohren und Anzeigetafeln etwa oder eine Erzählung, die jene des Vorgängers nicht weiterführt, sondern deren Vorgeschichte erzählt. Wieder geht es um die Runner, die in einem klinisch sauberen Überwachungsstaat Nachrichten und Sendungen übermitteln, deren Inhalte z.B. nicht durchleuchtet werden sollen.

Die Runner haben den einzigen Ort für sich erschlossen, der nicht streng kontrolliert wird: die Dächer oberhalb der staatlich kontrollierten Betonwüste, zum Teil auch die Terrassen der wohlhabenden Zehntausend und sogar Büros großer Industriekonzerne. Die akrobatischen Boten haben das gemeistert, was heute als Parkour bekannt ist.
Willkommen zurück! In einem Spiel, das die Vorgeschichte zu Mirror
Willkommen zurück! In einem Nachfolger, der die Vorgeschichte zu Mirror's Edge erzählt, rennt, klettert und springt Faith wieder in schwindelerregender Höhe.
Sie überwinden große Höhen, klettern Gerüste empor, hangeln an gigantischen Reklametafeln entlang, rutschen auf dem Hosenboden unter verschlossenen Gittern hindurch: Runner finden einen Weg abseits herkömmlicher Pfade.

Regierung & Revoluzzer

In diese Welt wird Faith aus der Jugendstrafanstalt entlassen. Alte und neue Freunde entfernen ihren Link zum elektronischen Netzwerk der Regierung und klinken sie in ihr eigenes ein, das so genannte Beat. Ein ruhiges Leben steht ihr damit selbstverständlich nicht bevor! Sie muss eine Schuld einlösen und wird in einen Sturm gerissen, in dem Runner, Regierung, Verbrecher und Revolutionäre miteinander kollidieren. Und immer wieder ist da die Erinnerung an ihre toten Eltern und an ihre Schwester, die sie vor Jahren verloren glaubte...

Richtig gut gelingt Catalyst diese Mischung aus persönlicher Geschichte und Kampf gegen das erdrückende Establishment. Ähnlich wie im Vorgänger mag ich vor allem die emotionalen Momente - was ich zu einem großen Teil allerdings meiner seit Jahren sehr starken Bindung zu den Figuren verdanke. Der Plot folgt ja oft geläufigen Bahnen und viele Charaktere sind Stereotypen. Catalyst lässt aber ein paar interessante Entwicklungen zu und stellt übrigens mindestens so viele Frauen wie Männer als zentrale Figuren vor, ohne diese Tatsache in irgendeiner Form hervorzuheben oder zur Mission zur erklären. Für den Mainstream der Videospiele ist das auch heute noch bemerkenswert!

Kommentare

Hiri schrieb am
Ich finde es super gut.
Spielt sich einfach traumhaft am PC in WQHD 144Hz + G-Sync alles bis Anschlag hoch gedreht mit meiner GTX 1080 und es sieht einfach unglaublich geil aus und läuft Butter weich mit über 80fps.
Der Sound ist auch mal richtig gut. Sei es das schnaufen oder die verschiedenen Geräusche beim rennen je nach Boden. Spiele mit Kopfhörer.
Open World passt da wunderbar. Hätte ich mir schon für den ersten Teil gewünscht. Das Einzige was etwas stört der Skill Baum.
Veldrin schrieb am
Bin trotzdem sehr zufrieden mit dem Spiel. Ohne Openworld und der dämlichen Entscheidung einen Skilltree einzubauen, hätte es jedoch noch deutlich besser sein können. Story sehr nett, und Faith ist sowieso der Knaller.
Denn SInn der gelben Orbs (Gridnotes) hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Wirkte deplatziert.
Die Neuerungen im Movement fand ich nicht alle gelungen. Also Fokus als Beispiel. Es wurde auf schneller und etwas einfacher oder erbarmungsvoller getrimmt, dafür aber häufig echt kranke Zeitvorgaben (insbesondere bei den Zerbrechlich-Nebenaufgaben) wo man dann die Vision anmachen musste um überhaupt ne Chance zu haben, will man nicht 30 mal eine Aufgabe machen nur um kurz vorm Ziel zu merken, dass dieser Weg egal wie gut gemeistert wieder der falsche war. Auch der Möglichkeit Kämpfen nicht auszuweichen fand ich weniger gut. Nicht, dass es nicht prinzipiell Spaß machen würde zu kämpfen, aber das war wie im ersten Teil mit dem Schießen meiner Meinung nach unpassend.
Für mich bleibt Mirror's Edge 1 insgesamt das rundere Spiel. Movement, Leveldesign und Pacingabwechslung waren im ersten Teil klar besser. Gerade die Nichtaction-/Puzzleabschnitteknaller habe ich in Catalyst vermisst, die mir zu kurz kamen. Catalyst hatte dafür schöne Zwischensequenzen und die junge Faith herrlich inszeniert.
Für einen hoffentlich 3. Teil, wünsche ich mir, dass sie wieder zurück zu den Wurzeln gehen und vor allem Openworld oder zumindest das RPG- und Openworldgedöns rausschmeißen (Die optionalen Dashes waren aber ganz nett)
Edit: Mir fällt grad noch ein, dieser Assassins-Creed-Enterhaken der hat auch nicht reingepasst. Was haben sie sich dabei nur gedacht. Es gibt leider Missionen wo man ihn einsetzen muss. Wie gesagt, Inszenierung top, Gameplay ok, aber doch deutlich hinter Teil 1.
muecke-the-lietz schrieb am
So, habe mir das Spiel nun auch endlich geholt. Ist super. Keine Ahnung, wie es vor dem Patch lief, aber mit dem Patch läuft die PS4 Version größtenteils wie ne 1. Ladezeiten sind auch ok, Grafik ist für Konsole fantastisch.
Gut finde ich, dass der Anspruch schon früh angezogen wird, sodass man sich als ME Veteran gleich von Anfang an gut gefordert fühlt. Gerade die Dash(es) sind der Wahnsinn. Dieses Spiel ist von Haus aus einfach das perfekt Speedrun Game und diese Disziplin unterstreicht das hervorragend. Bis man da die perfekte Strecke gefunden hat, kann das echt dauern. Aber diese Mischung aus Erkundung, Wiederholung, Aha Erlebnis, Geschwindigkeit und Erfolgsgefühl ist einfach unbezahlbar.
Die Kämpfe finde ich angemessen. Nicht zu häufig, nicht zu schwer, unterbrechen den Flow selten und sind innovativ genug, um trotz seltsamer Ragdoll Physik nicht allzu negativ aufzufallen.
Umfang ist Wahnsinn, Gameplay eine perfekte Weiterentwicklung, Technik topp, Story interessant - sauberes Ding.
Veldrin schrieb am
Jetzt habe ich das Spiel schon drei mal gekauft. 1x für meinen Bruder für Konsole, 1x für mich auf Steam und nun sehe ich, dass es kürzlich auf GOG erschienen ist.
Nun denn:
Spoiler: anzeigen
Bild
Veldrin schrieb am
Fox81 hat geschrieben:Im Grunde ein tolles Spiel, ich habe schon den Vorgänger sehr gemocht. Doch genau wie damals nerven mich auch diesemal wieder die ständigen Kämpfe! Das geht manchmal soweit das es mir echt das Spiel kaputt macht und ich keine Lust mehr hab. Für mich persönlich würde das Spiel ohne die Gegner viel besser Funktionieren. Gut klar den meißten kann man auch ausweichen und dann ist es für mich ok, aber die Stellen wo man Kämpfen muss, weils sonst nicht weiter geht, kotzen mich echt nur an.
So mein aktuellen Frust damit mal kurz raus gelassen ;)

Fänd ich ohne Kämpfe auch besser. Aber es geht in die richtige Richtung. Für ein Quasi-AAA-Spiel ist das Spiel schon sehr wenig and den (vermeintlichen) Massengeschmack angepasst. Wenn auch mit Teil 2 wohl etwas mehr. Der Kern glücklicherweise nicht.
schrieb am

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