Crackdown 3 - Test, Action, Xbox One X, PC - 4Players.de

 

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Crackdown 3 (Action) von Microsoft
Offene Welt einer vergangenen Ära
Arcade-Action
Entwickler: Sumo Digital
Publisher: Microsoft
Release:
15.02.2019
15.02.2019
15.02.2019
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ab 49,99€
Spielinfo Bilder Videos

Als Crackdown 3 im Jahr 2014 angekündigt wurde, sollte die offene Welt (zu dem Zeitpunkt noch ohne Zahl im Titel) u.a. das Potenzial von Microsofts Cloud-Technologie demonstrieren. Einige Probleme sowie Entwicklerwechsel später, mittlerweile sind die Briten von Sumo Digital federführend dabei, ist die Verbrecherjagd endlich fertig. Wir sind mit den Superhelden-Cops in den Kampf gezogen – mehr dazu im Test.



Grau ist alle Theorie

Ende 2013 erschien die Xbox One. Dass diese die Erwartungen vor allem auch in der Anfangsphase nicht erfüllte, ist weitläufig bekannt. Dass Microsoft kurz danach mit einer Liste von Titeln um die Ecke kam, die vorrangig auf kooperatives Spiel  sowie die Nutzung anderer hauseigener Technologien wie Cloud-Computing setzten, ist ebenfalls nichts Neues. Während Halo 5, Gears of War 4 oder Sea of Thieves durchaus gefallen konnten und wenigstens veröffentlicht wurden, wurde bei anderen Titeln wie dem 4-gegen-1-Konzept von Fable Heroes oder Scalebound von Platinum Games, dem mutmaßlich u.a. das erzwungene Koop-Spiel das Genick gebrochen haben soll, irgendwann der Stecker gezogen. Ein Titel, der ebenfalls kurz vor dem Kollaps schien, hat überlebt: Crackdown. Mittlerweile ist das Spiel mit einer „3“ im Namen deutlich als Fortsetzung der seinerzeit auf Xbox 360 erschienenen offenen Welten erkennbar, deren erster Teil erst vor kurzem hierzulande vom Index gestrichen wurde und von Microsoft temporär gratis im Xbox Store zur Verfügung gestellt wurde – inkl. Update auf 4K-UHD.

Doch es war lange ruhig um den Titel. Vermutlich auch, weil das Konzept im Laufe der Jahre massiv umgekrempelt wurde. Ursprünglich sollten Kampagne und Multiplayer ein nahtlos verknüpftes Spielerlebnis bieten. Die Cloud-Technlogie von Microsoft sollte verwendet werden, um die Zerstörung der Stadt mit ihren unterschiedlichen Stadtvierteln so eindrucksvoll wie möglich zu inszenieren. Nach einigen Verschiebungen kam schließlich die Meldung, dass das ursprüngliche Team, das seinerzeit auch für das erste Crackdown verantwortlich war, nicht mehr in die Entwicklung involviert sei und stattdessen Sumo Digital (Little Big Planet 3, Snake Pass, Team Sonic Racing) das Spiel zu Ende bringen würde. Und mit diesem Wechsel wurde auch das Konzept umgestrickt. Was u.a. dazu führte, dass die Cloud-basierte Zerstörung nur in der separaten Multiplayer-Zerstörungszone eingesetzt wird – und selbst das nur in einer reduzierten Form, wenn man die ersten Videos als Vergleich zum finalen Produkt zu Rate zieht.

Die Rückkehr der Helden-Cops

Die Kampagne setzt auf explosive Action und hohe Bewegungsdynamik.
Die Kampagne setzt auf explosive Action und hohe Bewegungsdynamik.

Die Kampagne, die wahlweise auch zu zweit kooperativ gespielt werden kann (allerdings nur online und nicht im Couch-Koop), führt einen in die fiktive Stadt New Providence, die als einzige einen elektromagnetischen Angriff überlebt hat. Das Leben in der Metropole, die quasi von dem Unternehmen Terranova geleitet wird, geht so weiter wie vor der Katastrophe, die außerhalb der Stadt zahllose Menschenleben gekostet hat. Und in der Rolle eines Elite-Polizisten der „Agency“ muss man die Ordnung wieder herstellen – koste es, was es wolle. Ja: Die Geschichte ist weitgehend stereotyp und bietet keinerlei Überraschungen. Aber sie besitzt mit den abgefahrenen Antagonisten einige durchaus interessante Charaktere. Auf Agency-Seite taucht der zynische Kommandant erneut auf und mit der Aktivisten Echo wird eine Bezugsperson etabliert, deren eher sozialistische Sichtweise auf die Kommerzwelt von New Providence zusammen mit ihren flapsigen Bemerkungen ebenfalls hin und wieder für Humor sorgt.

Und der Rest ist Crackdown, wie man es in Teil 1 kennen und lieben gelernt hat: Die Stadt ist zwar im Vergleich zu anderen offenen urbanen Welten nicht besonders groß, bietet aber in ihrer komprimierten Form mehr als genug Erkundungsreize, wobei in bester Serientradition auch die Vertikale wieder eine große Rolle spielt – auch um schließlich zu den Bossen zu gelangen, die sich in den Auseinandersetzungen als sehr wankelmütig zeigen und sich damit außerhalb des ansonsten gut tarierten Schwierigkeitsgrades präsentieren, bei dem die KI allerdings eher durch Masse als durch clevere Aktionen für Gefahr sorgt. Hat man anfangs nur einen einfachen Sprung zur Verfügung, kann man über aufgesammelte „Orbs“ seine Bewegungsfähigkeiten

Die grünen einzusammelnden "Orbs" geben Erfahrungspunkte im Bereich "Bewegung". Die Aufstiege in den kampfbasierten Fähigkeiten sind im Rahmen des "Skills-for-Kills"-Systems abhänig von der Art und Weise, wie man die Gegner erledigt.
Die grünen einzusammelnden "Orbs" geben Erfahrungspunkte im Bereich "Bewegung". Die Aufstiege in den kampfbasierten Fähigkeiten sind im Rahmen des "Skills-for-Kills"-Systems abhängig von der Art und Weise, wie man die Gegner erledigt.

steigern und um Schubdüsen ergänzen, die sowohl Mehrfachsprünge als auch bis zu zweifachen Vorwärtsschub erlauben. So bekommt man zusätzlich zu den landgebundenen Fahrzeugen eine ordentliche Palette an Möglichkeiten, um schnell durch die Stadt zu kommen, die visuell mit ihrem Comicdesign und grellen Farben anspricht. Allerdings sieht man der Kulisse trotz verwendeter Unreal Technologie die lange Entwicklungsdauer nicht an. Man gibt sich zwar keine Blöße, wenn es um Bildrate usw. geht und bietet auf der One X sogar eine native 4K-Auflösung. Doch absolut zeitgemäß wirkt New Providence nicht. Das ähnlich gelagerte Agents of Mayhem wirkt hier im Vergleich letztlich stimmungsvoller.

Kommentare

DARK-THREAT schrieb am
Toll, deinen ersten Satz hättest du eigentlich auch wieder weglassen können, denn was du sagst ist Folgendes:
"Du kannst CD3 mögen - trotzdem ist das ein scheiß Spiel.. und du scheinst scheiß Spiele zu mögen. Das Spiel DARFST du nicht gut finden, denn es ist scheiße..."
Und weißt du was?
Ich finde Spiele wie Dark Souls, Sekiro, The Witcher 3, Sea of Thieves oder Horizon: ZD für mich und meine Spielweise auch ungenügend oder gar schlecht. Und das ist mein gutes Recht mir meine Lieblingsspiele selber zu wählen, ohne dass man mir etwas vorschreibt oder bestimmt, was ich gut finden darf und was nicht.
Das CD3 eben 2017 den Entwickler gewechselt hatte und von dort an für mich in Entwicklung war, scheinst dir nicht aufgefallen zu sein. Die Techdemos vorher sind mir egal, denn sie sollten das Cloud-Computing zeigen, und was damit möglich wäre - nicht das fertige Spiel. Und ein God of War (was für mich auch eher meh wirkt) sollte hier auch nicht mit dem Spiel vergleichen werden. Komplett anderes Genre, andere Graphik, andere Welt und Setting...
Akzeptiere es doch mal, dass es Leute wie mich gibt, die dieses Spiel richtig gut finden und sprich uns das nicht ab. Sowas kotzt nämlich am meisten an... ich gehe ja auch nicht zB in einen Sekiro-Thread und spreche den Usern das ab, für die es das Spiel des Jahres oder der Generation sei. Denn sowas ist einfach nur sinnlose Provokation. Denn man sollte den Usern das Spiel mögen lassen.
rainynight schrieb am
@DARK-THREAT
Das kannst du - und auch jeder andere - gerne handhaben wie du willst. Ich will niemanden was ausreden.
Ich selbst spiele auch oft Indies, die weniger Zeit kosten.
Aber das heißt nicht, dass ich deswegen eine Würdigung von CD3 in der Art gut finden muss.
Selbst wenn man Spaß mit Crackdown haben kann (was ich nicht bezweifel), so kann ich das, was man bietet einfach nicht gut heißen.
Mal von dem ganzen peinlichen Aufhebens und Pushen des Spiels auf diversen Messen inkl. der göttlichen Cloud abgesehen, ist das, was nach wieviel? - 5 Jahren Entwicklungszeit? - rumgekommen ist, ein absoluter Witz. So ein Spiel verkauft man Low Budget.
In der gleichen Zeit wurde ein God of War geschaffen und unabhängig davon, wie man das Spiel findet, kann man ein Crackdown 3 niemals mit solch einem Qualitätslevel vergleichen.
Crackdown 3 ist nichts weiter als ein weiterer, vollkommen generischer Third-Person-Shooter, der Mühe hat, mit einem zig Jahren alten Saints Row mitzuhalten. Andere Teams hätten sowas in weniger Zeit auf die Beine gestellt.
Und selbst der Zerstörungsaspekt wurde nicht in dem Maße umgesetzt, wie versprochen und beworben.
Das Spiel lebte wie so vieles bei MS von vielen leeren Versprechen, die ich selbst noch aus meiner einst tollen 360-Zeit kenne.
Ich hab sie damals gefressen und hab fest dran geglaubt. Die Hoffnung nie aufgegeben.
Bis ich einen Blick über den Tellerrand zur PS3 gewagt und festgestellt habe, was spielerisch noch möglich ist.
Wenn man da bei MS kein Zeichen setzt, machen sie einfach so weiter. Wenn einem das egal ist, ok, kann ich nicht ändern.
DARK-THREAT schrieb am
rainynight hat geschrieben: ?
14.03.2019 12:38
Solche Spiele dann teilweise wegen etwas Spaß für zwischendurch in seine "Spiel des Jahres" Liste aufzunehmen, halte ich definitiv für das falsche Zeichen.
Videospiele sind für mich "Spass für Zwsichendurch".
Die Zeiten, in dem ich 20, 30, 40... Stunden in einem Singleplayer-Videospiel versenken kann oder will ist schon lange vorbei. Heute bin ich mehr für "kurzweiligen" Spass zu haben, für Multiplayer, Spiele in Episodenform oder einer Stoy die maximal 15 Stunden umfast, wenn man diese in Etappen einteilen kann.
Sowas spiele ich heute eben gern und wenn mir diese Spiele gefallen, dann sind diese für mich in dem jeweiligen Jahr die besten Spiele. Und hey, mein aller liebstes Spiel ist weiterhin Beyond: Two Souls. Dieses Crackdown 3 landet in einer All-Time Liste aber sicher in die Top50.
rainynight schrieb am
Ja, die Menschen vergessen die ganzen großen Versprechungen, die ihnen gegeben wurden und mit denen sie immer wieder heiß gemacht wurden, leider schnell.
Spaß kann man mit fast jedem Spiel haben. Ist ok. Schämen braucht man sich dafür auch nicht.
Aber man sollte trotzdem nicht die Augen davor verschließen, was man da spielt.
Sonst stellen sich die Publisher irgendwann noch auf diesen neuen "Anspruch" der Spieler ein und schon haben wir den Salat.
Solche Spiele dann teilweise wegen etwas Spaß für zwischendurch in seine "Spiel des Jahres" Liste aufzunehmen, halte ich definitiv für das falsche Zeichen.
James Dean schrieb am
Crowbcat hat ein großartiges Vergleichsvideo zwischen CD2, CD3 und den E3-Versprechungen damals gemacht:

Vor allem bei 13:40 ist es schon echt hart, wie mies die Technik im Vergleich zu den gemachten Versprechen ist.
schrieb am

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