Test: Dynasty Warriors 8: Empires

27.02.2015, Autor: Jens Bischoff

Action-Adventure für Xbox One, PlayStation 4, PlayStation 3




Koei Tecmo hat wieder Nachschub für Fans fernöstlicher Massenschlachten im Angebot. Mit Dynasty Warriors 8: Empires geht dieses Mal der etwas taktischere Ableger der Reihe in die nächste Runde. Ob die endlich die Fesseln der Vergangenheit abstreifen kann, verrät der Test.


Video: Dynasty Warriors 8: Empires, Opening Movie



Kreieren und Taktieren



Wer noch keinen Empires-Ableger gespielt, aber bereits Gefallen am Ehrgeiz-Modus von Dynasty Warriors 8 gefunden hat, macht mit dem jüngsten Spross prinzipiell nichts falsch. Wer hingegen schon den Vorgänger im Regal stehen hat, sollte schon eine besondere Vorliebe für benutzerdefinierte Inhalte haben, um sich auch noch die aktuelle Variante zuzulegen. Ansonsten sind die Unterschiede nämlich, wie man es von Koei kennt, nicht allzu groß. Ein neues Gesicht (Xun Yu) hier, ein paar zusätzliche Aktionsmöglichkeiten da - das war's eigentlich schon.

Lediglich der Editor hat deutlich zugelegt und erlaubt nun noch detailliertere Charakterkreationen. Zudem lassen sich auch Gefolgsleute, Fahnen, Schlachtrösser und ganze Szenarien individuell gestalten.
Die Möglichkeiten im Edit-Modus wurden deutlich erweitert.
Die Möglichkeiten im Edit-Modus wurden deutlich erweitert.
Wer will, kann natürlich auch wieder eine Handvoll historischer Ausgangssituationen vom Aufstand der Gelben Turbane bis hin zum Staatsstreich von Sima Yi wählen, die Helden sämtlicher Zeitalter versammeln oder zukaufbare DLC-Szenarien bemühen.

Doch wie immer man das alte China zu Beginn aufteilt, Ziel bleibt stets die Einung des Landes und Ernennung des eigenen Anführers zum Kaiser. Dazu hat man maximal 50 Jahre Zeit, in denen man Monat für Monat versucht, das eigene Territorium gedeihen und wachsen zu lassen. Man erhebt Steuern, bildet Soldaten aus, ernennt Offiziere, erteilt Bauaufträge, treibt Handel, knüpft Allianzen und zieht natürlich auch in den Kampf, der dann in typischer Warriors-Manier bestritten wird.

Man kann aber auch Spenden verteilen, Feste feiern, Freundschaften knüpfen, Treue-Eide schwören, sich verlieben, heiraten, Kinder kriegen, zurücktreten und einen Nachfolger bestimmen. Feste Vorgaben gibt es keine, auch wenn man sich jedes Halbjahr neben generellen Gewichtungen auch persönliche Ziele setzen kann, deren Erfüllen am Ende der sechs Monate mit zusätzlichen Erfahrungspunkten belohnt wird. Selbst auf den Schlachtfeldern kann man sich optionale Ziele setzen, um schnellere Stufenanstiege zu erreichen.
Am metzelfreudigen Kampfgeschehen wurden hingegen kaum Änderungen vorgenommen.
Am metzelfreudigen Kampfgeschehen wurden hingegen kaum Änderungen vorgenommen.
Darüber hinaus kann man sich aber auch über den in fünf Graden regulierbaren Schwierigkeitsgrad zusätzliche Herausforderungen schaffen.



Wildes Gemetzel



Der generelle Kampfablauf ist derselbe wie eh und je: Man metzelt meist im Alleingang Massen an erschreckend passiven Klonarmeen nieder, während man feindliche Lager einnimmt, Versorgungslinien kappt und Offiziere ausschaltet. Zumindest der Kampf gegen Letztere ist seit Einführung dreier Waffenaffinitäten nach dem Schere-Stein-Papier-Schema etwas spannender geworden. Zwar kann man sich durch schnelle Waffenwechsel meist problemlos an einzelne Kontrahenten anpassen, bei größeren Verbänden kann man jedoch schnell in Bedrängnis geraten, da die affinitätsbezogenen Schadensboni immens sind. Darüber hinaus können einen aber auch Kamera und Zielerfassung zu schaffen manchen oder ihrerseits zur Zweitwaffe greifende Gegner zu raschem Umdenken zwingen.



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