Battleborn - Test, Shooter, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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Battleborn (Shooter) von 2K Games
Borderlands als MOBA-Shooter?
Arcade-Shooter
Entwickler: Gearbox Software
Publisher: 2K Games
Release:
03.05.2016
03.05.2016
03.05.2016
Spielinfo Bilder Videos
Das Universum versinkt in der Finsternis und kurz vor dem endgültigen Ende ist mit Solus nur noch ein letzter Stern übrig, der in der Dunkelheit strahlt. Klar, dass nicht nur jeder dorthin will, sondern die Fraktionen mit ihren 25 Helden erbittert um die Vormachtstellung kämpfen – und das nicht nur im Rahmen einer Kampagne, sondern auch auf kompetitiven Mehrspieler-Schlachtfeldern. Für den ersten Teil des Tests haben wir uns die acht Kapitel des Story-Modus vorgeknöpft und sind sowohl alleine als auch im Koop losgezogen.

Kein Durchblick, aber abwechslungsreiche Charaktere

Hmmm, auch nach dem elendig langen Zeichentrick-Intro mit seinem ungewöhnlich drögen Schnarch-Soundtrack und dem anschließenden Tutorial fällt es schwer, einen echten Durchblick bei der Hintergrundgeschichte zu bekommen. Wer kämpft da eigentlich gegen wen? Und was hat es mit den verschiedenen Fraktionen auf sich? Warum raufen sich Feinde zusammen, um dann doch gemeinsam loszuziehen? Am Anfang wird man sich vielleicht noch bemühen, einen Sinn in der Handlung und den Dialogen zu suchen. Aber irgendwann realisiert man, es zu akzeptieren, dass die Story bei Battleborn einfach keine tragende Rolle spielt.

Im Schachtengetümmel kann es mitunter chaotisch zugehen.
Im Schlachtengetümmel kann es mitunter chaotisch zugehen.
Stattdessen lässt man sich einfach mittreiben, lauscht den Anmerkungen über Funk und schmunzelt beim typischen Gearbox-Humor, den man schon aus Borderlands kennt und der auch hier immer wieder aufblitzt. Vor allem aber teilt man ordentlich aus: Zwar stehen zu Beginn nur wenige der 25 Helden zur Verfügung, doch werden mit Figuren wie Oscar Mike (Assault-Shooter), Marquis (Sniper), Montana (Tank), Miko (Support), Rath (Schwert-Nahkampf), Thorn (Bogenschützin) bereits mehrere Klassen und verschiedene Spielstile bedient. Dabei hat jeder Charakter nicht nur eine individuelle Bewaffnung, sondern auch Spezialfähigkeiten, die sich mittels des zehnstufigen Helix-Systems aufrüsten lassen. Dabei hat man bei jedem Rangaufstieg die Wahl zwischen zwei Wegen, die man ausbauen möchte - später gesellt sich durch Mutationen sogar noch eine dritte Variante hinzu. Nach jeder Partie folgt ein Reset und man startet wieder bei Stufe Eins, doch ganz im Stil von klassischen MOBAs steigt man im Laufe des Gefechts flott in höhere Ränge auf und wird entsprechend stärker. Stehen am Anfang einer Runde lediglich zwei Spezialfähigkeiten zur Auswahl, die alle über eine gewisse Abklingzeit verfügen, gesellt sich später noch eine dritte hinzu. Zusätzlich finden sich auch in Behältern und Kisten kleine Kugeln, die beim Aufsammeln nicht nur Punkte oder Extraleben, sondern auch kurzzeitige Verbesserungen wie ein höheres Bewegungstempo, Super-Schild oder eine reduzierte Abklingzeit beinhalten. Zusätzliche Unterstützung wartet in Form von Geschützen und Drohnen, für die man allerdings so genannte Splitter investieren muss, die man entweder einfach aufsammelt oder erst durch das Zerstören bestimmter Objekte freisetzt. Darüber hinaus ist es manchmal auch nötig, mit der Zahlung von Splittern Aktionen in Gang zu setzen oder KI-Begleiter bei Eskort-Abschnitten kurzzeitig aufzurüsten.  

Voll auf Koop getrimmt

Ein guter Support kann über Sieg oder Niederlage entscheiden und sollte in keinem Team fehlen.
Ein guter Support kann über Sieg oder Niederlage entscheiden und sollte in keinem Team fehlen.
Neben dem Prolog, der gut in die grundsätzliche Mechanik einführt, hat die Kampagne acht Story-Missionen zu bieten, die sich – je nach Können, Schwierigkeitsgrad und Anzahl der Mitspieler –  auf gut 30 bis 120 Minuten pro Kapitel erstrecken. Dabei marschiert man nicht nur stetig voran, sondern muss zwischendurch in Arena-Abschnitten auch mehrere Gegnerwellen abwehren und gleichzeitig das Areal mit Geschützen befestigen, während zusätzlich ein Objekt verteidigt werden muss. Das gilt auch für Eskort-Abschnitte, bei denen man sich nicht an einer Stelle verschanzen kann, sondern einen beweglichen Begleiter beschützen muss. Zudem werden auch Elemente des Mehrspielermodus Incursion („Überfall“) in die Kampagne eingebunden und so muss man auch hier in einem Zwischenabschnitt seine Schergen vor den Angriffen der Gegner beschützen, damit sie sicher ihr Ziel erreichen.

Die meiste Zeit ist man allerdings damit beschäftigt, die Horden an Gegnern zu eliminieren, die von einfachem Kanonen- bzw. Schnetzelfutter über gepanzerte Exemplare bis hin zu fetten End- und Zwischenbossen reichen. So schön es auch ist, dass man es auf Wunsch auch alleine mit ihnen aufnehmen kann, stellt man als Solist aber schnell ernüchtert fest, dass die Kampagne voll auf Koop getrimmt ist: Erst in einem Team, in dem die Helden und deren Fähigkeiten im Optimalfall sinnvoll kombiniert werden, verwandeln sich die meist zähen Solo-Gefechte zu einer spaßigen Koop-Schlacht im Comic-Look, bei der man sich gegenseitig unterstützt und durch Wiederbelebung wieder auf die Beine helfen darf, um keines der rar gesäten Extraleben für den Wiedereinstieg zu verschwenden. Wie bei Left 4 Dead bleibt aber auch hier ein kompetitiver Gedanke erhalten, denn in der Endabrechnung werden Spieler mit den meisten Punkten, Kills, Assists oder Wiederbelebungen nicht nur hervorgehoben, sondern auch entsprechend belohnt.


Kommentare

Todesglubsch schrieb am
Flextastic hat geschrieben:ganz miese verkaufszahlen, daher ;) schade, aber es wurde ein schlechtes releasefenster gewählt imho.

Die Verkaufszahlen waren anfangs sogar recht gut - sind aber schnell eingebrochen. Wirklich miserabler Releasepunkt.
kA was man sich dabei gedacht hat.
keiner einer schrieb am
Mobas sind eigentlich nicht mein Ding, aber Divions wird langsam langweilig.
Macht es Spass die Kampange mit 2-3 Freunden durch zu spielen und wie lange hat man damit Spaß?
An PvP sind wir höchstens mal zum Probieren interessiert.
Bei den Preisen die momentan aufgerufen werden, lohnt es sich ja doch mal zu probieren.
Flextastic schrieb am
ganz miese verkaufszahlen, daher ;) schade, aber es wurde ein schlechtes releasefenster gewählt imho.
die-wc-ente schrieb am
Wie kann es sein das man das Spiel schon für 25 ? bekommt?
Ist doch erst vor knapp drei Wochen raus gekommen.
Crank LuCKer schrieb am
Robby1234 hat geschrieben:
Overwatch ist das lieblose Spiel ohne Content.

Ohne Content, hast du die Beta überhaupt gespielt? Zumindest gibts mehr als 2-3 Maps pro Spielmodus ...
die Fanmeute nicht checkt was Battleborn so anders macht.

Anders heißt in dem Fall leider nicht besser.
Die Spielmodi sind, so traurig das ist, zu anspruchsvoll für den Casual FPS´ler von heute.
es wird trotzdem mehr gespielt weil es von Blizzard ist

Damit hast du allerdings Recht.
Ich hab OW schon vor der Beta gekauft weil´s eben von Bliz ist und weißt du was ich würd´s auch noch nach der Beta kaufen.
Overwatch ist im Gegensatz zu zu BB fast perfekt balanced, läuft butterzart und der MP macht auch nach der 100sten Runde Laune. Abgesehen davon krieg ich bei OW keinen epileptischen Anfall bei Massengefechten ...

Fanboy detected ;)
Dann lass doch andere Battleborn spielen, dann spiel du halt Overwatch.
Ich hab beides gespielt, mir gefällt Battleborn um Welten besser. Einfach weil es sehr viel mehr Content und mehr Anpassungsmöglichkeiten gibt. Magf halt zwischendurch auch coole PVE Runden.
Fand Overwatch auch nicht schlecht, aber der Fokus liegt eindeutig auf eSports, damit kann ich mich eh nicht anfreunden. :)
schrieb am

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