Just Cause 3 - Test, Action, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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Just Cause 3 (Action) von Square Enix
Explosives Actionfest aus Schweden
Action-Adventure
Entwickler:
Publisher: Square Enix
Release:
01.12.2015
01.12.2015
01.12.2015
Spielinfo Bilder Videos
Die Open-World-Spezialisten von Avalanche, nicht zu verwechseln mit den Machern von Disney Infinity, sind dieses Jahr umtriebig. Die Schweden haben nicht nur mit Mad Max überraschen können, sie bringen auch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft mit Just Cause 3 ein weiteres explosives Abenteuer rund um Rico Rodriguez, den lebendig gewordenen Albtraum aller Diktatoren. Wie er sich schlägt, klären wir im Test.


Alles im Lot

Ich bin in meinem Element: Der Gastank explodiert in einem gleißenden Feuerball. Die in dutzende Teile zerborstene Metallhülle bohrt sich durch in der Nähe stehende Treibstofftanks, Transformatoren und Radaranlagen, die ebenfalls allesamt jeweils mit einem lauten "Rumms" in einer eindrucksvollen Explosion ihren Geist aufgeben. Dank etwas Glück hat eine Sprengladung die gesamte Infrastruktur dieser Militärbasis lahmgelegt. Moment mal: Dort ist noch ein Tank wie ein Wunder von dem blendend hellen Feuerchaos verschont geblieben! Mist, ich habe keine Granaten mehr. Und nur noch einen Schuss im Raketenwerfer, den ich mir allerdings lieber für den  eventuellen Angriff eines Helikopters oder eines Gegners mit Schnellfeuergeschütz aufbewahren möchte. Zum Glück habe ich noch meine Wurfhaken. Einfach ein Fass mit einer explosiven Flüssigkeit anvisiert: Zack, der erste Haken sitzt. Mit dem zweiten visiere ich den geschätzt etwa 10.000 Liter fassenden Tank an. Zack, getroffen. Mit einer Fernbedienung kann ich nun das zwischen beiden gespannte Seil mit hoher Geschwindigkeit einfahren. Das Fass rast auf den Tank zu. Bumm. Herrlich - diese Action kann so schön zerstörerisch sein!

Die Explosionen mit all ihren Effekten sind das Prunkstück von Just Cause 3.
Die Explosionen mit all ihren Effekten sind das Prunkstück von Just Cause 3.
Besonders bemerkenswert: Selbst am Ende der etwa 15 bis 20 Stunden, die die 25 Missionen währende Kampagne in Anspruch nimmt, bin ich des explosiven Chaos nicht überdrüssig geworden. Jede Explosion, die als Folge einer gewollten Kettenreaktion den Bildschirm erhellte, hat ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Derzeit inszeniert niemand Feuerbälle so eindrucksvoll und imposant wie Avalanche. Auch die scheinbar grenzenlose Dynamik der Bewegung hat dafür gesorgt, dass ich immer wieder das Pad in die Hand genommen habe, um den Feldzug von Rico Rodriguez gegen den fiesen Diktator Di Ravello zu Ende zu führen. Man kann nicht nur laufen, fahren, Boote steuern oder sich fliegend durch und über die satte mehr als 1000 Quadratkilometer große fiktive Welt des mediterranen Inselstaates Medici bewegen. Zudem kann man jederzeit entweder per Fallschirm oder Wingsuit das Terrain überwinden und weitgehend nahtlos von Vehikeln in den Flug oder das Gleiten wechseln. Wenn man den Wingsuit öffnet, nachdem man sich am Fallschirm hängend mit dem Greifhaken eine schroffe Felswand empor gearbeitet hat, dann mit einem Affenzahn nur knapp den Baumwipfeln entgeht und schließlich ein paar Meter über dem Boden per Greifhaken zusätzlich Schwung holt, um die Flugdauer zu verlängern, geht der Adrenalinspiegel nach oben. Zumindest bis zu dem Moment, in dem man sich etwas verschätzt, den Haken falsch platziert und nicht mit ein paar Zentimetern Spielraum über die Felsklippen rauscht, sondern frontal Kontakt aufnimmt und sich der Bildschirm rot, vielleicht sogar als Zeichen eines bevorstehenden Ablebens schwarzweiß färbt. Autsch. Egal. Und nochmal. Höher, schneller, weiter. Da kümmert es mich auch nicht, dass bei den Vehikeln die angezeigte Geschwindigkeit so gar nicht mit der gefühlten (meist langsameren) übereinstimmen möchte.  

Ungleichgewicht


Die Figuren sind prinzipiell interessant, doch die schwache Story geht nur selten auf sie ein.
Die Figuren sind prinzipiell interessant, doch die schwache Story geht nur selten auf sie ein.
Doch nicht alles in Medici sorgt für Adrenalin und freudig nach oben gezogene Mundwinkel. Die Story-Missionen halten sich dabei schadlos: Abwechslungsreich und vor allem im letzten der drei Akte immer wieder überraschend, wird ein breites Spektrum an actionreichen Aufgaben abgerufen: Hier eine Eskorte. Dort eine Zerstörung. Dann wieder Railsequenzen. Kämpfe in luftiger Höhe. Seeminenfelder navigieren. Snipern und idealerweise die Explosiv-Elemente der Umgebung nutzen, um Munition zu sparen. Selbst ein Ritt auf einer Rakete sowie eine rasante Verfolgungsjagd auf einem Zug werden abgerufen. Just Cause 3 nimmt sich dabei erfreulicherweise nicht ernst und spielt mit seiner vollkommen überzogenen Action bis zum Exzess. Aber es gibt auch nervtötende Elemente. Denn mitunter übertreibt es Avalanche mit den Vorgaben, um die nächste Mission freizuschalten. Wenn man ein bis zwei Stunden damit verbringen muss, drei Provinzen komplett unter seine Kontrolle zu bringen, die jeweils aus fünf bis sieben Gebieten bestehen, in denen man alles zerstören muss, was zu Di Ravello und seinen Truppen gehört, kann das nerven. Denn hier gibt es weitaus weniger Abwechslung. Ja: Die Gebiete, wie z.B. ein Hafen, können etwas weitläufiger sein. Doch prinzipiell ist die Füllaction abseits der belohnenden Explosionen auf Dauer zu redundant. Immer wieder zerstört man in Städten Plakattafeln, Lautsprecher oder die obligatorische Statue Di Ravellos und dringt in die örtliche Polizeistation ein. Und immer wieder müssen in Militäranlagen Tanks, Radaranlagen und Transformatoren dran glauben. Immer und immer wieder.




Kommentare

Alter Sack schrieb am
Balla-Balla hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:
Balla-Balla hat geschrieben:Thanks. Falls ich jemals mit FO4 fertig werde, werde ich mir JC als Happen für zwischendurch genehmigen.

Gerne. Leider ist das Spiel gegenüber JC2 doch sehr repetitiv ausgefallen so das man wirklich keine großen Möglichkeiten hat. Auch Orte und Basen sind nicht sonderlich abwechslungsreich und auch die Story haben sie extrem gekürzt oder besser gesagt sie ist doch sehr monoton. Leider ein Rückschritt gegenüber JC2.

Joh, schade. FC2 fand ich so schlecht eigentlich gar nicht.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist FC3 dann ein einziger Kollateralschaden.
Also Augen zu und durch.

Zum Hirn abschalten und ballern bis zur Schmerzgrenze is es immer noch OK. :wink:
Balla-Balla schrieb am
Alter Sack hat geschrieben:
Balla-Balla hat geschrieben:Thanks. Falls ich jemals mit FO4 fertig werde, werde ich mir JC als Happen für zwischendurch genehmigen.

Gerne. Leider ist das Spiel gegenüber JC2 doch sehr repetitiv ausgefallen so das man wirklich keine großen Möglichkeiten hat. Auch Orte und Basen sind nicht sonderlich abwechslungsreich und auch die Story haben sie extrem gekürzt oder besser gesagt sie ist doch sehr monoton. Leider ein Rückschritt gegenüber JC2.

Joh, schade. FC2 fand ich so schlecht eigentlich gar nicht.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist FC3 dann ein einziger Kollateralschaden.
Also Augen zu und durch.
Alter Sack schrieb am
Balla-Balla hat geschrieben:Thanks. Falls ich jemals mit FO4 fertig werde, werde ich mir JC als Happen für zwischendurch genehmigen.

Gerne. Leider ist das Spiel gegenüber JC2 doch sehr repetitiv ausgefallen so das man wirklich keine großen Möglichkeiten hat. Auch Orte und Basen sind nicht sonderlich abwechslungsreich und auch die Story haben sie extrem gekürzt oder besser gesagt sie ist doch sehr monoton. Leider ein Rückschritt gegenüber JC2.
Balla-Balla schrieb am
Alter Sack hat geschrieben:
Balla-Balla hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:So habs jetzt fast durch und ich muss sagen zum Ende bin ich doch enttäuscht. Gegenüber JC2 wirds dann doch ab der Hälfte des Spiels extrem langweilig. Keine Abwechselung, zusätzlich hat man das Gefühl das das Spiel nur halb fertig gemacht wurde wenn ich mir die große Insel anschaue, auch Fahrzeuge und sonstiger Content fühlen sich stark beschnitten an ... puh gegenüber dem 2ten teil ein extremer Abstieg.

Was wäre jetzt also die Empfehlung, wenn man, wie ich, mal etwas Lust aufs Kaputtmachen bekommt?
Bestimmte Spielweise?
Nur die Hauptquests durch (wie lange ca.)?
Lohnen bestimmte Nebenquests?
Erkunden der landscape oder gerade nicht?
Für ein paar Tipps wäre ich dankbar, das Ding steht auf der Agenda, ich will mich aber nicht tagelang durchquälen müssen.

Nur die Hauptquest durch macht wenig Sinn. Beim befreien der Orte und Basen bzw. Vorposten kann man immer mal wieder einen Teil der Hauptquest mitnehmen. Dann macht man ab und an eine Herausforderung um bestimmte Eigenschaften freizuschalten. Nebenquest in dem Sinne gibts gar nicht. Also einfach mit den Berfreiungsaktionen anfangen und der Rest ergibt sich quasi von selbst.

Thanks. Falls ich jemals mit FO4 fertig werde, werde ich mir JC als Happen für zwischendurch genehmigen.
Alter Sack schrieb am
Balla-Balla hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:So habs jetzt fast durch und ich muss sagen zum Ende bin ich doch enttäuscht. Gegenüber JC2 wirds dann doch ab der Hälfte des Spiels extrem langweilig. Keine Abwechselung, zusätzlich hat man das Gefühl das das Spiel nur halb fertig gemacht wurde wenn ich mir die große Insel anschaue, auch Fahrzeuge und sonstiger Content fühlen sich stark beschnitten an ... puh gegenüber dem 2ten teil ein extremer Abstieg.

Was wäre jetzt also die Empfehlung, wenn man, wie ich, mal etwas Lust aufs Kaputtmachen bekommt?
Bestimmte Spielweise?
Nur die Hauptquests durch (wie lange ca.)?
Lohnen bestimmte Nebenquests?
Erkunden der landscape oder gerade nicht?
Für ein paar Tipps wäre ich dankbar, das Ding steht auf der Agenda, ich will mich aber nicht tagelang durchquälen müssen.

Nur die Hauptquest durch macht wenig Sinn. Beim befreien der Orte und Basen bzw. Vorposten kann man immer mal wieder einen Teil der Hauptquest mitnehmen. Dann macht man ab und an eine Herausforderung um bestimmte Eigenschaften freizuschalten. Nebenquest in dem Sinne gibts gar nicht. Also einfach mit den Berfreiungsaktionen anfangen und der Rest ergibt sich quasi von selbst.
schrieb am

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