XCOM 2 - Test, Strategie, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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XCOM 2 (Strategie) von 2K Games
Einen Knacks weg
Runden-Strategie
Entwickler: Firaxis Games
Publisher: 2K Games
Release:
05.02.2016
2016
05.02.2016
09.09.2016
09.09.2016
Spielinfo Bilder Videos
Das ist enttäuschend: Nachdem man satte anderthalb Minuten lang einen Spielstand geladen hat, setzt der Ton gleich mehrmals für den Bruchteil einer Sekunde aus, das Bild kommt kurz ins Stocken – während der Missionsbeschreibungen im Anflug auf ein Zielgebiet ist der akustische Dauerschluckauf besonders ärgerlich. Dass die Bildrate von einer Zahl wie 60 nur träumt, ist im Genre der Rundentaktik verschmerzbar. Doch für unseren Test stand vor allem die Frage im Raum, wie sehr die technischen Mängel das beeinflussen, was am PC ein großartiger Kampf gegen außerirdische Besatzer war.

Taktik mit Knacks

Ein schwaches Bild kann ich eher verkraften als schlechten Ton - und ein solcher hatte mir die ersten Minuten mit XCOM 2 auf PlayStation 4 ordentlich versalzen. Die ständigen kurzen Aussetzer in Missionsbesprechungen, also schon während des Ladens einer Mission, und auch das häufige Stocken der Darstellung in Filmszenen sowie gelegentlich im eigentlichen Spiel, sind einfach unangenehm. Zumal der Klang auch mitten im Einsatz hin und wieder für Sekundenbruchteile ausfällt.
Neue Gegner, neue Waffen: Die Konsolenversion enthält alle bisher veröffentlichten Inhalte.
Neue Gegner, neue Waffen: Die Konsolenversion enthält alle bisher veröffentlichten Inhalte.

Nein, eine durchgehend saubere Umsetzung ist Blind Squirrel, das ebenfalls im Auftrag von Publisher 2K schon für BioShock: The Collection verantwortlich zeichnete, nicht gelungen. Hinzu kommen schließlich auch inhaltliche Fehler, wenn ein Toter z.B. dort wiederbelegt wird, wo er seinen letzten Zug begonnen hatte, nicht dort, wo er gestorben ist.

Neue Tricks im alten Spiel

Trotzdem steht unter diesem Test eine sehr gute Note. Denn zum einen sind die Ärgernisse auf lange Sicht nebensächlich, weil sie das spannende Verschieben und Überlegen in den packenden Gefechten kaum beeinflussen. Zum anderen veröffentlicht 2K auf den Konsolen nicht nur das Hauptspiel, wie es Anfang des Jahres auf PC erschien, sondern auch alle bisher für das Original veröffentlichten zusätzlichen Inhalte in einer Version, die so viel kostet wie andere Spiele ohne Erweiterungen.

Und die haben es in sich! Immerhin erhält man damit nicht nur etliche Möglichkeiten, das Aussehen der Ausrüstung individuell zu gestalten, man bekämpft auch neue Gegner und stellt einen zusätzlichen Truppentyp her. „Herstellen“ ist dabei wörtlich gemeint, denn bei den Spark genannten Einheiten handelt es sich um Roboter, die ähnlich den aus Enemy Within bekannten Mechs kräftig austeilen oder die Defensive stärken. Die Variation tut der ohnehin vielseitigen XCOM-Truppe gut – zumal ihr jetzt mächtige Feinde zu schaffen machen: drei Bossgegner, die jeweils in einer vom Zufall bestimmten Mission auftauchen.

Deren Besonderheit: Sie bewegen sich nach fast jeder Aktion eines XCOM-Soldaten, was ein Umdenken aller Taktiken erfordert. Zum Glück finden die Menschen neue Waffen, die zwar nicht grundsätzlich stärker sind, aber ihr
Kleine technische Ärgernisse ändern nichts daran, dass der Ausbau der Basis, das Zusammenstellen der Truppe und die rundentaktischen Gefechte ausgenommen spannend sind.
Technische Ärgernisse ändern nichts daran, dass der Ausbau der Basis, das Zusammenstellen der Truppe und die rundentaktischen Gefechte ausgenommen spannend sind.
Arsenal um interessante Optionen ergänzen. Am besten gefällt mir ein Bolzenschussgerät, das mit hoher Wahrscheinlichkeit trifft und großen Schaden anrichtet.

Ladehemmungen

Der Rest ist ein noch immer großartiges Verwalten und Taktieren, das vom Ausbau des fliegenden Hauptquartiers über das Managen eines ständig zu knappen Budgets sowie das Zusammenstellen eines schlagkräftigen Trupps bis hin zu nervenaufreibenden Gefechten eins der Besten seiner Art ist – für alles Wichtige über XCOM 2 verweisen wir daher einmal mehr auf den Test des ursprünglich auf PC veröffentlichten Spiels.

An dessen Qualität ändern zum Glück auch die langen Ladezeiten nichts: bis zu 40 Sekunden auf Xbox One, satte anderthalb Minuten auf PlayStation 4! Im Gegenzug machen die Downloadinhalte aus XCOM 2 ein inhaltlich stärkeres Spiel, hieven es aber noch nicht in eine höhere Wertungsklasse wie es der Erweiterung Enemy Within einst mit dem Vorgänger gelang.

Kommentare

Sir Richfield schrieb am
JesusOfCool hat geschrieben:aber das liegt nur daran, dass ich in der zeit nichts tun kann.

DAS ist die Kirsche auf der Sahnehaube!
Wenn Braddie einfach nur was sagen würde, aber nein:
"BRADFORD, VERDAMMT, die Zivilisten(Bzw. Rebellen) wären schon längst gerettet, wenn du mich MEINE RUNDE STARTEN LASSEN WÜRDEST!!!"
Wenn das nicht wäre, dann wäre das tatsächlich erträglicher.
Allerdings sage ich das nur, weil ich immer noch Diablo 3 spiele...
Wenn du mal wirklich von Sprachausgabe genervt / gebremst werden willst....
JesusOfCool schrieb am
ja, jetzt nach 16 spielen nerven mich die kommentare von bradford auch manchmal, aber das liegt nur daran, dass ich in der zeit nichts tun kann. das geht mir bei videosequenzen die sich nicht abbrechen lassen aber auch nicht anders. egal bei welchen spiel.
Sir Richfield schrieb am
JesusOfCool hat geschrieben:naja, man muss jetzt nicht geänderte spielmechaniken story-logisch ins spiel integrieren.

Man muss nicht, aber man kann. ;)
Ich sage ja auch nicht, dass Firaxis sich hier irgendwie blöd angestellt hat, oder dass mir das "Feature" nicht gefällt oder dass mich die Unlogik aus dem Spiel reißen würde.
Das Ganze ist ja auch nur deshalb ein Thema, weil allem Anschein nach immer noch keiner bei Firaxis mal überlegt hat, wie sehr man den Spieler wirklich bei der Hand nehmen muss.
Nicht umsonst war einer der ersten XCOM 2 Mods "Shut up, Bradford".
Wenn Vahlen dich halt jedes götterverdammte Mal daran erinnert, dass du doch bitte keine Granaten als Finisher nutzen sollst, dann fällt das erst recht auf, wenn das plötzlich fehlt.
Das Mem ist halt stark mit dieser Spielereihe.
JesusOfCool schrieb am
naja, man muss jetzt nicht geänderte spielmechaniken story-logisch ins spiel integrieren.
Sir Richfield schrieb am
JesusOfCool hat geschrieben:na das ergibt keinen sinn. dann müsste man ja auch die waffen der aliens aufsammeln und benutzen können.

Genetisches Schloss, Baby! :)
Nein, im Ernst, LOGISCH ist das eh nicht.
Es ist halt ein Spielelement, Teil des Ressourcenmanagements.
In Teil 1 sollte dich das dazu animieren, nicht gleich das Gelände aus dem Orbit zu nuken, weil das die einzige Möglichkeit ist, sicher zu sein.
Denn dann fehlt dir später Material.
In XCOM 2 haben die das verworfen (Gut so, das nervte enorm, bei jeder Granate fürchten zu müssen, diesen furchtbaren Versuch eines Deutschen Akzents zu hören), dafür aber halt die loot eingebaut, die du innerhalb drei Runden einsammeln musst UND die gesprengt werden kann.
Andere Form von Risk-Reward halt.
Jedes X-COM artige Spiel hat irgendeine dieser Mechaniken. Entweder geht das Zeug kaputt, oder funzt nur, wenn man ein Alien ist oder die Soldaten haben schlicht keine Ahnung, wo der Abzug, bzw. Vorne ist, etc.
Die Frage ist halt nur, wie weit man seinen Unglauben unterdrücken kann. Und da isses, wenn man drüber nachdenken würde, halt komisch, dass die Alien Ausrüstung zwischen der Invasion und jetzt bombensicher geworden ist. :)
schrieb am

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