Layers of Fear - Test, Action, PC, Xbox One, PlayStation 4 - 4Players.de

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Layers of Fear (Action) von Bloober Team
Gone Home trifft auf P.T.
Survival-Horror
Entwickler: Bloober Team
Publisher: Bloober Team
Release:
16.02.2016
16.02.2016
16.02.2016
Spielinfo Bilder Videos
Was passiert, wenn ein erfolgreicher Maler aufgrund einer Tragödie und kreativen Blockade immer stärker in den Wahnsinn abdriftet? Layers of Fear von Bloober Team liefert eine mögliche Antwort, indem es den Spieler durch die schummrigen Gänge und Räume eines Künstler-Anwesens entführt. Dort wird man Zeuge davon, was es heißt, den eigenen Verstand zu verlieren. Wir klären, ob uns der surreale Trip mit seiner Mischung aus Gone Home und P.T. tatsächlich erschrecken kann. Falls ihr euch die Spannung nicht nehmen wollt, macht einen Bogen um diesen Test.


Viele Überraschungen

Puh, was wird mich wohl hinter der nächsten Tür warten? Werde ich erneut in einer Art Zeitschleife gefangen, bei der ich immer wieder durch den gleichen Raum geschickt werde? Oder steht mir der nächste Schreck bevor, mit dem ich zwar ständig rechne, aber der am Ende doch so unerwartet kommt, dass er mich trotzdem eiskalt erwischt? Oder packen die Entwickler wieder in ihre prall gefüllte Trickkiste voller Psycho-Spielchen à la Silent Hills (P.T.), mit denen sie dem Wahnsinn mal subtil, mal impulsiv Ausdruck verleihen? Ich kann mir jedenfalls sicher sein, dass mich dieser Trip voller „Mindfucks“ auch hinter der nächsten Tür überraschen wird.

Auch wenn Layers of Fear mitunter malerisch ausssieht: Der Wahnsinn lauert überall...
Auch wenn Layers of Fear mitunter malerisch ausssieht: Der Wahnsinn lauert überall...
Die starke Präsentation trägt ihren Teil dazu bei, warum dieser Abstieg in den Wahnsinn zunächst so fesselt: Die Unity-Engine zaubert mit atmosphärischer Beleuchtung sowie vielen Details bei der Einrichtung und Raumgestaltung ein Anwesen auf den Bildschirm, das auch dann noch erschreckend echt wirkt, wenn es bereits jeden Realitätsbezug abgelegt hat.

Nur die Flimmer-Kanten, die vor allem auf den Konsolen zusammen mit Bildraten-Problemen und längeren Ladezeiten in Erscheinung treten, mindern den positiven Eindruck. Auf Xbox One und PS4 hat man ständig das Gefühl, als würde sich die Hardware am Limit bewegen – vor allem in großen Räumen mit vielen
In den düsteren Korridoren warten fiese Psychospielchen à la P.T. auf euch...
In den düsteren Korridoren warten fiese Psychospielchen à la P.T. auf euch...
Objekten ist die Darstellung beim Umsehen nicht mehr flüssig. Das wirkt sich auch auf die Steuerung aus, die an den beiden Konsolen weniger präzise ausfällt als am PC, wo man alternativ auch auf die Maus zurückgreifen darf. Dadurch kann es schon mal fummelig werden, den Cursor auf gewünschte Objekte wie Schubladen oder Schalter auszurichten.

Düstere Klänge

Wie allgemein in Horror-Spielen trägt die Klangkulisse auch hier maßgeblich zur düsteren Stimmung bei. Die fiesen Geräusche wie bedrohliches Knarzen oder quälende Schreie sorgen für Gänsehaut und auch die zunächst friedlichen Klavier-Melodien werden zunehmend von tiefen Bässen sowie unharmonischen Klangteppichen abgelöst. PS4-Besitzer hören einen Teil der beklemmenden Sounds übrigens über den Lautsprecher des Controllers. Eigentlich finde ich es immer super, wenn Entwickler auf diese Möglichkeit zurückgreifen und im ersten Moment zeigt der unerwartete Effekt auch Wirkung. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, die Funktion optional abschalten zu können, denn über die großen Lautsprecher oder Kopfhörer wirkt der Sound als Gesamtgefüge einfach besser. Aber so stimmungsvoll der Horror-Trip auch inszeniert wird, mangelt es auf lange Sicht leider an spielerischem Anspruch sowie dramatischen Konsequenzen.


Kommentare

Metroman schrieb am
Wär ja schön gewesen als Adventure, aber dafür reichts leider nicht. Eine neue Kategorie wär mal angebracht, um LoF, Everybodies Gone..., SOMA, Firewatch etc. zu kategorisieren. "Walking-Sim" vielleicht?
!!!!!!!!!! schrieb am
Das Spiel wurde als Action eingetragen, ich glaube Adventure wäre die minimal besser Kategorie.
Rindenmulch schrieb am
Ich fand das Spiel anfangs ganz toll - die vielen Effekte sind sehr hübsch gemacht und auch durchaus kreativ. Leider war es aber sehr enttäuschend feststellen zu müssen, dass es letztlich auf eine interaktiv erzählte Geschichte hinausläuft, für deren Fortgang man immer wieder Trigger suchen muss; falsch machen kann man - bis auf die Schlusssequenz - dabei nichts, und aktiv beeinflussen kann man auch nichts. Die erzählte Geschichte wird dazu am Schluss unlogisch. Ich fand's sehr schade, man hätte Großes machen können damit.
Metroman schrieb am
Also ich kann für mich behaupten, dass ich die Story schon verstanden hab und die Erzählung bei mir auch so ankam, wie es sich die Entwickler wohl vorgestellt hatten. Mir persönlich fehlte aber noch bissl was zum knobeln in dem Spiel und für 20 Euro war mir das Gameplay trotz allem zu dünn. Die Story ist aber auf jeden Fall sehr gut und wird originell rübergebracht. Jumpscares will ich für mich in einem Spiel, dessen Story auf subtilen(!) Horror aufbauen will, überhaupt nicht sehen. Das ist was für Teenie-Horror-Filme. Meine Meinung.
Auf der PS4 hab ich so einige deutliche Frameeinbrüche feststellen können, z.B. als das Gemüse in der Küche aus dem Bild fällt, mehrere Bücher auf den Boden knallen, oder auch als man selbst im Boden einbricht. Zudem war bei Änderung der Blickrichtung im Stehen das Bild permanent unruhig und leicht verschwommen, was sicher kein Stilmittel der Entwickler ist, sondern eher auf Mängel an der Unity-Engine zurückzuführen ist. Solang kein Patch erscheint der das behebt, muss man sich die PS4-Version nicht auch noch kaufen.
Randall Flagg78 schrieb am
Ich war schon fast durch und es hat mir ziemlich gut gefallen. Mit fehlte nur noch diese letzte Tür, in dem kleinen Schrank, im Atelier.
Leider scheint es dann meinen Spielstand gefressen zu haben, denn als ich vorgestern zu Ende spielen wollte, waren alle Türen, bis auf eine, wieder geschlossen.
Das hat mich dann doch ziemlich geärgert, weil mir das so noch nicht passiert ist. Ansonsten gut gemacht, wenn auch arg instabil.
Wie viel Frames sind das? Unter 20 stellenweise? Habe die X Box One Version.
Kann mir jemand sagen, ob die PS4 Version besser läuft? Dann hole ich es mir eventuell dafür nochmal.
Das Spiel hat mir übrigens sehr zugesagt, von der Erzählweise und der Aufmachung. Nicht viele billige Jumpscares, sondern einige recht gut platzierte. Ansonsten hat man das Gefühl sich auf einem LSD Trip zu befinden. Ständig ist alles anders, wenn man sich umdreht. Auch Dinge wie "Schreibblockade" und ähnliches wird sehr anschaulich dargestellt. Da ist dann halt eine zugemauerte Wand und wenn man sich umdreht, sind alle Türen weg.
Man muss solchen Stil mögen und, ohne jemanden beleidigen zu wollen, auch verstehen. Das Spiel ist voll von solchen Metaphern und Anspielungen. Man muss sich ein bisschen rein denken.
Ich fand es gelungen. Einige andere, mit denen ich gesprochen habe, haben gesagt: "Och, öde, fast keine Monster. Man ist nie in Gefahr."
Dabei geht es doch darum gar nicht. Und aus den Schriftstücken kann man sich durchaus viel zusammenreimen, ohne das einem die Story ins Gesicht geklatscht wird.
jede Runde durch das Haus ist anders und es wird immer skurriler. Ich fand es gut. Nicht sehr gut, aber doch ansprechend.
Ich hätte wohl eine 80% gegeben, also gar nicht so weit weg.
schrieb am

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