Call of Duty: Infinite Warfare - Test, Shooter, Xbox One, PlayStation 4 - 4Players.de

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Call of Duty: Infinite Warfare (Shooter) von Activision Blizzard
Ein großer Schritt für die Serie?
Military-Shooter
Entwickler: Infinity Ward
Release:
04.11.2016
04.11.2016
04.11.2016
Spielinfo Bilder Videos

Während Battlefield 1 hundert Jahre in die Vergangenheit reist, zieht es Call of Duty: Infinite Warfare noch weiter in die Zukunft. Der Shooter spielt auf den Planeten unseres Sonnensystems und bietet sogar Kämpfe mit Raumjägern. Die neu gebildete Feindarmee Settlement Defense Front (SDF) bedroht die Erde und die von ihren Bewohnern aufgebauten Kolonien.



Plötzlich Kapitän

Nach einem verheerenden Überfall auf die eigene Flotte springt Protagonist Nick Reyes ein: Als Captain des Kriegsschiffs Retribution springt man durchs Sonnensystem, um wichtige Stationen zurückzuerobern und Angriffe zurückzuschlagen. Die Geschichte trieft geradezu vor Hurra-Patriotismus und klischeehaft selbstlosen Rettungsaktionen. Ein Crewmitglied nach dem anderen besteht förmlich darauf, den Heldentod sterben zu können. Muss es denn wirklich immer der Holzhammer sein, um das militär-affine US-Publikum zu erreichen? Trotzdem übt die Erkundung unseres Sonnensystems mit all seinen mysteriös glänzenden Gesteinsoberflächen und Außenposten eine gewisse Fazination aus. Auch Nicks engste Partner wie die stoische, aber eigentlich gutherzige Nora Salter oder der sympathische Bot Ethan wachsen einem im Laufe der Story ans Herz. Dank fein umgesetzter Mimik fühlt  man sich fast wie in einer Episode von Star Trek oder Stargate.  

Auf manchen Planeten wird es fast schon romantisch...
Auf manchen Planeten wird es fast schon romantisch...
Der künstliche Mitstreiter versucht teils auf putzige, mitunter sogar berührende Weise immer wieder, menschliche Emotionen zu imitieren. Besonders schön sind die Momente, wenn ihm ein Licht aufgeht und er z.B. begreift, wie es sich anfühlt, in eine familiäre Gemeinschaft eingebunden zu sein. Oder er reagiert erstaunlich schlagfertig auf dumme Kommentare der Kollegen, etwa beim Auftauchen eines mächtigen Riesen-Mechs. Auf den Spruch „Er ist wie eine coole Version von Ethan", folgt ein überraschend selbstironisch betontes „Das ist nicht komisch!“. In solchen Momenten merkt man, dass viel Aufwand in die professionelle Inszenierung und Vertonung der Zwischensequenzen geflossen ist. Das englische Original klingt bei den Nebenfiguren noch passender, aber auch die deutschen Sprecher liefern bei den Hauptfiguren einen guten Job ab. Ein wenig blass bleibt allerdings der von Kit Harington (Game of Thrones) gespielte Antagonist Salen Kotch. Auf seinen immer harscher werdenden Feldzügen gegen alte Herrschaftsstrukturen präsentiert er nur verhältnismäßig eindimensional seine Entschlossenheit. Auch das Erschießen eines eigenen Crewmitglieds als Machtdemonstration darf dabei nicht fehlen.

Brot und Butter

Der Großteil der Action spielt sich nach wie vor in klassischen Schießereien ab. Die KI der Gegner und Partner hat leider nicht dazugelernt und spult ähnlich passiv wie in Titanfall 2 ihre Routinen ab, statt auch mal koordiniert zu flankieren oder aggressiv in den Zweikampf zu gehen. Zahlreiche Gadgets bringen aber trotzdem Dynamik in die Schlachten, darunter Hackmodule, zielsuchende Krabbelminen, fette Strahlengewehre oder intelligente Nahkampfflinten. Es fühlt sich ziemlich befriedigend an, einen nervig verschanzten Bot zu übernehmen, um hinter den Linien Amok zu laufen. Da sich die Gegner hier leichter von solchen Tricks überrumpeln lassen als in Black Ops 3, ist das Hacken hier aber schon etwas zu mächtig. Ab und zu werden auch Luftschläge oder ein Mech befehligt. Oder man kapert den Metallkoloss per Sprung auf den Rücken und jagt ihn mit seiner eigenen Rakete in die Luft.

Schneller geht es kaum: In der Kampagne nimmt man immer wieder in einem wendigen Jackal-Raumgleiter platz.
Schneller geht es kaum: In der Kampagne nimmt man immer wieder in einem wendigen Jackal-Raumgleiter platz.
Ähnlich wie im letztjährigen Call of Duty wirkt das Terrain etwas luftiger: Immer wieder hat man die Möglichkeit, durch eine Wohnung am Rand abzukürzen oder den Gegner von einem seitlichen Gerüst aus zu überraschen. Die Gefechte gestalten sich deutlich dynamischer als die ermüdenden Dauerschießereien aus Black Ops 3: Auf einem rotierenden Asteroiden z.B. kommt beinahe schon  Horror-Stimmung auf, wenn man plötzlich von den zurückgelassenen Robotern überfallen wird. Außerdem muss man sich dort mit dem nur wenige Sekunden kurzen Tag-/Nacht-Zyklus arrangieren, um nicht von der tödlich nahen Sonne gegrillt zu werden. Anderswo erinnert das Missionsdesign schon beinahe an Socom, wenn man mit dem Jackal-Gleiter zu abgelegenen Stationen fliegt, um zwei schnelle Überfälle zu starten.

 

Kommentare

Erdbeermännchen schrieb am
oitobioi hat geschrieben:Habs gerade durchgespielt.
Ich fand die Kampagne Wirklich sehr gut.
Für mich seit Modern Warfare 3 mal wieder ein Top Singleplayer.
Kann ich empfehlen wenn man das Weltraum Szenario mag.
Der Zombie Modus ist auch spaßig.
Online finde ich es nicht so der Hit, aber dafür ist ja noch Modern Warfare dabei 8)
Da kann ich dir nur zustimmen! Die Kampagne ist echt sehr gelungen und macht echt viel Spaß. Hab es mir aus Neugier während der Media Markt 3 für 79 Woche geholt und bereue den Kauf absolut nicht.
oitobioi schrieb am
Habs gerade durchgespielt.
Ich fand die Kampagne Wirklich sehr gut.
Für mich seit Modern Warfare 3 mal wieder ein Top Singleplayer.
Kann ich empfehlen wenn man das Weltraum Szenario mag.
Der Zombie Modus ist auch spaßig.
Online finde ich es nicht so der Hit, aber dafür ist ja noch Modern Warfare dabei 8)
Eirulan schrieb am
@Veldrin
Falls du Bock hast mal gemeinsam Zombies oder MP zu spielen schreib mir ne PN ;-)
Teamspeak usw vorhanden
Veldrin schrieb am
Eirulan hat geschrieben:Beste ausgegebene 12 Euro seit langem.
Das sagt doch schon viel aus. Normalerweise bleibt doch COD lange stabil im Preis. IW bekommt man aber schon fast nachgeschmissen. Andererseits, habe nicht wesentlich mehr bezahlt, finde ich es auch gut, denn wenn man bedenkt, dass ich nur den Zombiemodus spiele wäre Vollpreis auch nicht so toll gewesen. Ich habe mir auch mal die ?mehr-oder-weniger-Rezensionen? auf Steam durchgelesen/überflogen und da lässt sich für mich ausmachen, dass negative Reviews meist aus Frust über den MP resultieren und positive wegen der Kampagne und oder dem Zombiemodus.
Und auch wenn es nicht repräsentativ ist und die ausgemachte Tendenz gar nicht stimmen muss finde ich es ne Frechheit, dass man als Zombiemodusspieler subtil dazu versucht wird den MP zu spielen. Sei es dass man Waffenprestige für den Zombiemodus nicht aus dem Zombiemodusmenü heraus aktivieren kann. Nein, dafür muss man den MP spielen und auch dort Prestige machen. Waffenprestige juckt mich zwar nicht, aber dreist ist es schon.
Oder die Zombiekisten. Sie haben den Namen nicht verdient. Denn man bekommt ständig auch Multiplayercontent. Wozu brauche ich den zwölften ?epischen? Helm und die siebte legendäre Geste für meinen Multiplayer-Char, wenn ich den MP doch gar nicht spiele? Voll der Bullshit. Wohingegen im Multiplayermodus in den Multiplayerkisten (Supply Drop Crate oder so ähnlich) ist ausschließlich MP-Zeug drinnen. Die MP-Spieler werden im Umkehrschluss also nicht mit Zombiemoduscontent belästigt, wir aber schon.
Eirulan schrieb am
Habe nun einiges an Zeit in das Spiel investiert und was soll ich sagen - mir gefällts echt sehr.
Die Kampagne erinnert mich an die besten älteren IW Levels und unterhält für COD Verhältnisse mit netten Ideen und meiner Meinung nach mit viel Liebe zum Detail.
Die verschiedenen Planeten und Monde überraschen mit tollen Vistas und schickem Lighting.
Auch der Zombies Modus ist wieder sehr gut. MP interessiert mich nicht.
Zudem - und es ist eigentlich eine Schande, dass man das heutzutage lobend erwähnen muss, aber so ist es leider gekommen, wenn man sich die vielen vermurksten Releases letztes Jahr anschaut - läufts absolut problemlos, performant und skaliert gut.
Beste ausgegebene 12 Euro seit langem.
schrieb am

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