The Witcher 3: Wild Hunt - Blood and Wine - Test, Rollenspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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The Witcher 3: Wild Hunt - Blood and Wine (Rollenspiel) von CD Projekt RED
Ein epischer Abschied
3D-Rollenspiel
Entwickler: CD Projekt RED
Publisher: CD Projekt RED
Release:
31.05.2016
31.05.2016
31.05.2016
Spielinfo Bilder Videos
Vor einem Jahr hat The Witcher 3: Wild Hunt nahezu alles an internationalen Preisen und Awards abgeräumt. Auch wir haben das prachtvolle Abenteuer um Geralt von Riva zum Spiel des Jahres 2015 gekürt. CD Projekt RED konnte sich vom ehrgeizigen Schüler BioWares zu einem der Meister des epischen Rollenspiels entwickeln. Mit der Erweiterung "Blood and Wine" wird vermutlich das letzte Kapitel der Hexersaga geschrieben. Warum dieses Finale nicht nur aufgrund des Abschieds etwas Besonderes ist, verrät der Test.

Das Land des Sommers

Roter Wein aus Toussaint! Zum ersten Mal fällt der Name des edlen Tropfens in The Witcher 3: Wild Hunt, als man beim Roten Baron ein Verbrechen recherchiert und mit seinen Hexersinnen der fast verflogenen Spur des Alkohols folgt. Wer hätte gedacht, dass einen der Weg mal in das idyllische Land des Sommers führt? Aber wenn Herzogin Anna Henrietta aufgrund einer Mordserie verzweifelt ruft, kann man ja mal folgen. Schon dieser Einstieg in einer kleinen Hütte in Velen wird ebenso stimmungs- wie humorvoll inszeniert, zumal Geralt die beiden Ritter kennt, die ihn da im vollen Plattenpanzer wie zwei goldene Pfauen eskortieren - und den Hexer fragen: Findest du uns etwa merkwürdig, Geralt?

Das Abenteuer beginnt mit dem Hilfegesuch der Herzogin Henriette aus Toussain. Zwei ältere Ritter und alte Bekannte Geralts holen ihn in Velen ab.
The Witcher 3: Blood and Wine ist komplett auf Deutsch lokalisiert und als Download separat für 20 Euro erhältlich. Eine Boxversion samt Gwint-Karten kostet 30 Euro. Das Abenteuer beginnt mit dem Hilfegesuch der Herzogin Henriette aus Toussain.
An der Oberfläche ist dieses Toussaint so etwas wie das spätmittelalterliche Frankreich unter einem Fantasybrennglas - malerisch, prunkvoll und natürlich voller Rittertugenden, mit dem Märchenschloss "Beauclair" vor Alpenpanorama. Und was sind das für stolze, normannisch klingende Namen: Ramon du Lac! Milton de Payrac! Palmerin de Launfal! Man fühlt sich fast, als würde man durch den "Fernen Spiegel" von Barbara Tuchmann schreiten. Weil die Herren auch noch so gestelzt von Ehre und Tugend reden sowie recht steife Sitten pflegen, ist selbst der weit gereiste Geralt köstlich irritiert. Die deutsche Sprachausgabe ahmt - zum Glück - die Dialekte der englischen Version nicht nach und überzeugt mit guten Sprechern.

Neuschwanstein und Ritterromantik

Immer wieder dringt der süffisante Humor durch: Die Ritter fragen Geralt, ob er sie "merkwürdig findet"...
Zwei ältere Ritter und alte Bekannte Geralts holen ihn in Velen ab. Immer wieder dringt der süffisante Humor durch: Die Ritter fragen Geralt, ob er sie "merkwürdig findet"...
CD Projekt RED legt für diese Erweiterung technisch nochmal nach. Auch wenn es auf den Konsolen leider keine konstant flüssige Bildrate sowie sporadische Abstürze gibt, ist die Kulisse schlichtweg fantastisch - von der fein geschnittenen Mode (achtet auf die Nähte, die Stoffe...) über die Plattenrüstungen (achtet auf die Scharniere, die Übergänge...) bis zur mediterran anmutenden Architektur (achtet auf die Wandmalereien, den bröckelnden Putz...). Wenn euch die Wilde Jagd zu bunt vorkam, braucht ihr hier jedenfalls eine Sonnenbrille. Denn gegen diese Gefilde wirkt selbst das repräsentative Novigrad etwas blass.

Das Schloss Beauclair ragt in der Ferne vor einem alpinen Panorama hervor.
Das Schloss Beauclair ragt in der Ferne vor einem alpinen Panorama hervor.
Ich war ein Jahr nicht mehr mit dem Hexer unterwegs und bin hier ganz langsam, ganz genüsslich spazieren gegangen, zumal auch Kinder, Bauern und Höflinge ihrem Alltag nachgehen - all das sorgt für Milieu und Stimmung. Dabei fällt einem allerdings auch auf, dass man Geralt nicht immer punktgenau bewegen kann; es gab auch ein, zwei Stellen, die ich mehrmals anlaufen musste, bevor z.B. das aktivierbare Icon erschien. Schade ist zudem, dass die Stadt um Beauclair zwar inklusive reicher und armer Viertel recht groß, aber nicht gerade sehr belebt ist; manchmal trifft man kaum Passanten. Zwar wirkt dieses Abenteuer gerade zu Beginn recht grell, doch keine Bange: Es folgen einige verfluchte, düstere und sehr gefährliche Schauplätze sowie Katakomben. Denn unter dieser Neuschwanstein'schen Künstlichkeit lauert - den Göttern der Dramaturgie sei Dank - das Abgründige.

Kommentare

Interrex schrieb am
PuNkGuN hat geschrieben:
Interrex hat geschrieben:72 GB das ist viel. Das war aber nicht die Goty-version?

Nö keine Goty. PS4 Disk-Installation + die Addons :wink:

Danke für die Rückinfo!
zmonx schrieb am
Ist mir auch aufgefallen, Öle und Nahrung waren endlich (Im Vergleich zum ersten Run, auf "Normal") zu was nutze und nicht nur sammelbare Objekte die man dann sowieso nie brauchte. Hat dem Spiel noch etwas Würze verliehen :)
Sonst war es bei mir eigentlich der Fall... Bis auf 3 Absude alles geholt und auf max. Die fehlenden Absude sind "leider" daran geknüpft, einen Sukkubus, Doppler und noch irgendsoein Wesen zu erlegen, wozu es aber bisher noch keinen Anlass für gab.
Die neue Ausrüstung konnte man auch erst tragen, wenn man ein gewisses Level hatte, 78 war der glaub ich... Oder die Materialien zusammen hatte (teurer Spaß hier). War da grad mal bei 65 oder so ^^
Falagar schrieb am
Das Spiel belohnt halt ganz massiv, wenn man so tiefgehend wie möglich durchspielt, sprich alle AlchemieRezepte auf höchster Stufe holen -Gearsets Topaktuell halten und Enchanten etc...Allein mit Kräuterkunde und Tränken/Absuden kannst man praktisch jeden Gegner auf DM trivialisieren.
zmonx schrieb am
Ging mir ähnlich, nur dass ich die Nebenquests dann irgendwie machen mußte... Ging nicht anders, war nun mal wichtig, der armen Frau mit ihrer Mittagserscheinung zu helfen! :)
Der Schwierigkeitsgrad war irgendwie mein Problem, von zu leicht keine Spur! Hab den DLC erst im NG+ und auf Todesmarsch gestartet. Selbst einfache Gegner haben mich mit einem Schlag umgehauen. Was bei den Krabben/Spinnen-Viechern oder Pflanzen extrem war... Bin deshalb immer wieder zurück ins Hauptspiel um da die Main- und Sidequests weiterzuspielen. Was ich weiter oben ja ankreide. Auch der Bosskampf bei B&W war dann ein reiner Frustrationstest. Eine Attacke bei dem, dieser Krähenangriff, hat schon für ein Game Over gesorgt. Aber irgendwann dann doch gepackt ^^
Temeter  schrieb am
Ich hatte generell bei W3 das Problem, dass ich einerseits unbedingt den Mainquest machen wollte, andererseits aber massigf Nebenquest dafür überspringen musste >_>
Da hapert es am Open World pacing, so toll das Spiel auch sein mag. Naja, tut es leider bei jedem OW. Andererseits war die Welt von W3 so toll, hatte so viel Aufmerksamkeit zum Detail und so viele grandiose Quests...
Bei dem Spiel geht mir die kognitive Dissonanz durch die Decke :ugly:
Naja, ich würde einfach empfehlen, das Spiel so zu spielen, wie du willst, und halt Gegner Upscaling einzustellen, wenn du eine Herausforderung im Kampf suchst.
schrieb am

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