Red Dead Redemption 2 - Test, Action, Xbox One, PlayStation 4, PlayStation 4 Pro, Xbox One X - 4Players.de

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Action-Adventure
Entwickler: Rockstar Games
Release:
26.10.2018
26.10.2018
26.10.2018
26.10.2018
Spielinfo Bilder Videos

GTA lässt grüßen

Im ersten sowie zweiten von neun Kapiteln wird man immer wieder an die Hand genommen und lernt die Spielmechanik kennen, die hinsichtlich der Steuerung umgehend an Grand Theft Auto 5 erinnert: Man rennt oder beschleunigt das Pferd über X, duckt sich mit L3, geht über R1 in Deckung, zielt und schießt mit den Schultertasten, wobei man die Ausrichtung beim Anvisieren wechseln kann. Zu Beginn ist die automatische Zielfixierung des Torsos aktiviert, aber wer es genauer mag, um Kopf oder Gliedmaßen zu treffen, kann natürlich selbst ansvisieren oder in die Zeitlupe des Dead Eye schalten, um mehrere Punkte bzw. Gegner in einem Rutsch mit Kugeln einzudecken.

Erfahrene Spieler sollten auf jeden Fall das manuelle Zielen aktivieren sowie die Erfassung zu Fuß oder vom Pferd aus herunter schrauben, sonst sind die Schussduelle zu einfach; es gibt ja nur einen Schwierigkeitsgrad und Munition gibt es mehr

saxsx
Das Anvisieren ist mit allen Hilfen zu einfach.

als genug. Aber das entspricht auch dem Wesen des Wilden Westen, der nur so vor Waffen aus dem Bürgerkrieg strotzte - jeder Siedler hatte ein Gewehr. Trotzdem werden bestimmte Leistungen innerhalb der Missionen wie Schnelligkeit, Zielgenauigkeit, Verwundungen etc.  summiert, so dass man am Ende eines Auftrags bronzene, silberne oder goldene Trophäen erhält. Und Letztere bekommt man trotz aller Hilfen nicht so leicht. Nicht nur hier zeigt sich unter der Oberfläche dieses Epos immer wieder der Arcade-Charakter, mit dem Rockstar groß geworden ist. Aber es zeigt sich auch eine Reife und Entwicklung im Spieldesign.

Ungewohnte Erkundungsreize

Die Erkundungsreize in der Landschaft, die mit zerstörten Planwagen, Lagerfeuerqualm hinter einem Hügel, besonders hübschen Villen, schwelenden Ruinen oder verbarrikadierten Scheunen immer wieder zum Nachsehen einladen, führen manchmal direkt in Gebäude inklusive Keller. Zumal es auch akrobatische Einlagen wie in einem Action-Adventure gibt: Arthur kann sich an Simsen und Felskanten hochziehen, um auf Dächer oder Plateaus zu kommen, muss sogar über Abgründe springen. Gerade bei den coolen Schatzsuchen, die man lediglich mit vagen Skizzen von Landmarken durchführt, geht es schonmal sportlich zu. Man kann Geisterstädte und Banditenlager finden, aber selbst eine verlassene Hütte erzählt vielleicht eine tragische Geschichte über Briefe, Fotos oder einfach nur Leichen. Vor allem die stimmungsvolle Durchsuchung der Räume à la The Last of Us ist ein Novum - man kann einzelne Schubladen öffnen und spezielle Gegenstände wie Fotos oder Briefe sowohl näher betrachten als auch drehen.

Schatzkarten geben nur vage Hinweise auf das Ziel.
Schatzkarten geben nur vage Hinweise auf das Ziel.

Etwas schwammig ist die Objekterfassung in Gebäuden: Manchmal muss man mehrmals hin und her gehen, damit man endlich den Schrank öffnen oder die Zigaretten aufnehmen kann. Und es ist schade, dass man nicht alle Gebäude betreten oder aufsprengen kann. Neu ist auch einiges an der Perspektive: Man kann nicht nur in Egosicht schalten, um alles direkter zu erleben, sondern auch diverse Kamera-Abstände wählen, während man reitet - und auf diese Art weitere Reisen wie ein Regisseur zusammenfassen, indem man längere Zeit das Touchpad drückt. Dann verengt sich die Perspektive wie in einem Film und es wird quasi bei distanzierter Sicht vorgespult.

Spätestens wenn die Bande im zweiten Kapitel ihr erstes großes Lager in einem Wald aufschlägt, öffnet sich das Abenteuer und man kann zunächst machen, was man will: Mit den Gefährten reden? Die Gegend erkunden? In der Wildnis jagen? Wer sich auf sein Pferd setzt und nicht die gelb markierten Story-Missionen beginnt, die einen meist in ein gewisses Korsett zwingen, was Route und Handlungen betrifft, kann sich auch für Stunden und Tage absetzen. Etwas unlogisch ist an dieser Stelle allerdings, dass nicht nur spezielle Waffen beim Händler für lange Zeit gesperrt sind, obwohl man genug Geld hat, sondern dass selbst allgemeine Aktionen wie der Besuch eines Stalls oder das Angeln erst über Missionen freigeschaltet werden. Ich habe das freie Umherstreifen in der Wildnis dennoch so weit getrieben, dass jemand von der Bande nach mir gesucht hat, und mich fragte, ob alles okay sei, weil sich Dutch schon Sorgen machen würde - sehr schön!

Mobiles Storytelling


Dieser Dutch van der Linde wird angenehm ambivalent inszeniert und scheint besonders große Stücke auf diesen einfachen Cowboy zu halten. Warum? Was sieht er ihn ihm? Er lobt seine Stärke und weckt damit durchaus Eifersucht. Oder ist das etwa das Kalkül eines Alphatiers, das genau wittert, wer ihm gefährlich werden könnte? Nur stückweise erfährt man während der Ausritte etwas mehr, darunter auch die Perspektive der anderen Bandenmitglieder. Während man mobil ist, wird meist

Man erfährt einiges über den jüngeren John Marston aus Red Dead redemption sowie seine Frau Abigail und seinen Sohn Jack.
Man erfährt einiges über den jüngeren John Marston aus Red Dead Redemption sowie seine Frau Abigail und seinen Sohn Jack.

munter gequatscht oder man kann seinem Begleiter gezielt über L2 Fragen stellen. Auch das ist ein klasse Kniff der Regie, der an die Erzählpassagen in God of War erinnert. Während man zusammen zu einer Mission unterwegs ist, sei es zu Fuß, auf dem Pferd, im Wagen oder Boot, schlägt die Story ganz gemütlich weitere Kapitel auf.

Aber auch wenn man alleine unterwegs ist und die Ohren offen hält, kann man sich einzelnen Schicksalen wie etwa jenem der verzweifelten Safeknacker, der euphorischen Archäologin, die gerade einen Saurier-Knochen ausbuddelt, oder auch der Geschichte der Spielwelt nähern. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Als ich mit gutem Abstand vor einem Lagerfeuer halte, höre ich, wie Männer über das aktuelle Amerika sprechen. Ich lausche weiter und erkenne durch mein Fernglas, dass es sich beim Redner um einen ergrauten ehemaligen Südstaaten-Soldaten handelt, der selbst im Jahr 1899 der alten Zeit hinterher trauert, mit dem Ausgang des Sezessionskrieges (1861-1865) nicht zufrieden ist und eine Bande gegründet hat - Jesse James lässt grüßen. Wenn man das fiktive Lemoyne im Südosten der Karte mit seinen Baumwoll-Plantagen und prächtigen Alleen erkundet, fühlt man sich tatsächlich wie ein Yankee im Dixie-Land.

Kommentare

RVN0516 schrieb am
Wichtig ist halt zu wissen das alles Konsequenzen hat, und vorallem reagieren unterschiedliche Individuen auch unterschiedlich.
NIcht jeder lässt sich ohne Gegenwehr einfach ausrauben, nicht jeder Zeuge lässt sich einfach einschüchtern, hier muss man viel ausprobieren, und wenn nötig recht schnell erstmal das Kopfgeld bezahlen.
Mann sollte halt nicht davon ausgehen wenn man alles über den Haufen schießt das man einfach so weitermachen kann.
Wenn man Züge überfällt sollte man schon wissen wieviel Zeit man ungefähr hat bis die nächste Station kommt, oder den Zug wenn möglich anhalten. Wenn möglich bei sowas dann auch wirklich die Maske aufhaben, usw.
Was RDR2 angeht ist man da halt schon weit weg von RDR.
Easy Lee schrieb am
RDR 2 ist kein wirkliches Anarchie-Spiel mehr. Du kannst zwar am Rad drehen wie gehabt, nur lässt es dich eben die Konsequenzen spüren. Im Grunde genommen übt Rockstar mit dem Spiel Selbstkritik am eigenen Werk. Ich find' das sehr spannend, es passt gut in eine Zeit, die stärker von Achtsamkeit und bewusstem Leben geprägt ist. Dabei missioniert es angenehm wenig. Die Interpretation bleibt weitestgehend frei, aber die Einschränkung ist eben, dass man deutlicher wahrnimmt was passiert.
JunkieXXL schrieb am
Chrissader
Du solltest das Spiel erstmal kennen lernen. Wenn du Pause drückst, kannst du unter dem Punkt "Hilfe" vieles nachlesen, u.a. wie man sich gefangen nehmen lässt. Wenn man akzeptiert, dass man ein Noob ist und erstmal lernen muss, dann ärgert man sich auch nicht so. Ich hab bestimmt 40 Stunden gebraucht, bis ich vollends mit der Welt vertraut war und dazu war auch viel Trail und Error vonnöten. Meinen ersten Überfall zum Beispiel hab ich 10 Mal probiert, genau ausgetestet, womit man sich am Besten maskiert, wann man gehen muss, ob und wie lange man verfolgt wird, wie die Ausbeute ist, was passiert, nachdem man den Ladenbesitzer erschossen hat (ist der Laden dann später noch verfügbar für Einkäufe...), was es mit den "Ladengeheimnissen" auf sich hat usw. RDR 2 mal schnell durchspielen ist nicht. Man muss sich reinknien, aber es lohnt sich.
rSchreck schrieb am
Chrissader hat geschrieben: ?
08.12.2018 20:22
Moin Leute,
ich raste aus, ernsthaft. RDR1 war sowas von mein Lieblingsspiel, es war der Hammer, ich habe nie ein Spiel so sehr geligt wie das. Nun habe ich endlich die Möglichkeit RDR2 zu spielen und es ist fürchterlich. Ich HASSE es. Diese Scheiße mit dem Fahndungssystem treibt mich zur Weißglut. Ich gehe n Schritt, Wanted, ich töte ein Reh, irgendwie habe ich wen erzürnt bäm Wanted. Ich habe überall 300 Dollar Kopfgeld und hab keine Lust die Story weiter zu machen, weil ich ständig von Kopfgeldjägern überfallen werde. Man braucht an Passanten nur vorbei gehen und diese rennen los, man wird plötzlich von Ordnungshütern gejagt und kriegt ein Kopfgeld, das ist doch krank!
Erstmal: Die normale Laufgeschwindigkeit ist nicht ohne Grund eher langsam. Es stimmt, sobald du jemanden anrempelst, bist du ein Aggressor. Bei mir funzt das gut, da ich gerne langsam durch die Siedlungen und Städtchen schlendere.
Aaaaaaber:
In deinem Fall hört sich das für mich so an, als wäre das Kopfgeld von 300$ das Problem. Dadurch erkennt dich nämlich jeder sofort. Sobald du das bezahlst, wirst du übrigens immernoch erkannt von den Passanten, die das auch mit Sprüchen quittieren a là "Bau diesmal aber keinen Scheiß!"
Das Kopfgeld bezahlst du in einem der mit einem Brief markierten Zug-Stationen. Und das musst du auch machen, leider. Weil ab einem gewissen Kopfgeld, reicht es bereits aus jmd. anzurempeln und die Ordnungshüter sind auf 180. DAS passiert dir momentan. Darüber hinaus treibst du dein Kopfgeld immer weiter in die Höhe, je mehr du dich verteidigst, bzw. NPCs über den Haufen schießt beim Verteidigen. Eine Hilfe wäre...
Chrissader schrieb am
Moin Leute,
ich raste aus, ernsthaft. RDR1 war sowas von mein Lieblingsspiel, es war der Hammer, ich habe nie ein Spiel so sehr geligt wie das. Nun habe ich endlich die Möglichkeit RDR2 zu spielen und es ist fürchterlich. Ich HASSE es. Diese Scheiße mit dem Fahndungssystem treibt mich zur Weißglut. Ich gehe n Schritt, Wanted, ich töte ein Reh, irgendwie habe ich wen erzürnt bäm Wanted. Ich habe überall 300 Dollar Kopfgeld und hab keine Lust die Story weiter zu machen, weil ich ständig von Kopfgeldjägern überfallen werde. Man braucht an Passanten nur vorbei gehen und diese rennen los, man wird plötzlich von Ordnungshütern gejagt und kriegt ein Kopfgeld, das ist doch krank!
Ich lese ständig davon, dass man sich auch gefangne lassen nehmen kann und dann das Kopfgeld verschwindet - wie lässt man sich gefangne nehmen? Ich werde immer sofort erschossen! Bin zum Sherriff Office gegangen, aber das scheint der einzige Mensch zu sein der mich nciht jagt.
Überall im Netz steht gescherieben, dass das Kopfgeld verschwindet wenn man getötet wird. FALSCH! Ich verlire nur Geld, aber das Kopfgeld bleibt unberührt!
Hab ich eine Version die so komplett anders ist als alle anderen oder was ist da los? Hilfe wäre super
schrieb am

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