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Action-Adventure
Entwickler: Rockstar Games
Release:
26.10.2018
26.10.2018
26.10.2018
26.10.2018
Spielinfo Bilder Videos

Spürbare Geschichte

Der 30 Jahre zurück liegende Bürgerkrieg wird also nicht nur oberflächlich in einer Szene oder Notizen erwähnt. Nein, dieser immer noch schwelende Konflikt zwischen Nord und Süd inklusive des in Folge der "Reconstruction" zerstörten Landes, das mit Armut zu kämpfen hat und in dem die Schwarzen zwar offiziell frei sind, aber immer noch ausgegrenzt werden, wird über die Spielwelt konkret dargestellt. Man findet neben Prachtvillen z.B. alte Schlachtfelder mit Kanonen und Schützengräben, verwahrloste Veteranen, zerschossene Villen, finstere Keller mit Ketten, trifft auf ehemalige Sklavenhändler und den Ku-Klux-Klan. Nicht in einer offiziellen Mission, sondern einfach so in einer Nacht bei einem Ritt durch einen Wald konnte ich ein Treffen dieser weißgewandeten Vermummten mit ihren Spitzhüten beobachten. Ich hätte einfach weiter reiten können, denn es waren etwa ein Dutzend. Aber ich hatte zufällig Dynamit dabei und konnte die Rassisten-Party sprengen...

Überhaupt bildet Rockstar Games verblüffend viel amerikanische Geschichte ab. Nahezu alle Aspekte, die ich in den vielen Aufsätzen amerikanischer Historiker in der 1994 erschienen "The Oxford History of the American West" von Milner, O'Connor

Saint Denis ist eine große Stadt im Süden der Spielwelt.
Saint Denis ist eine große Stadt im Süden der Spielwelt.

und Sandweiss gefunden habe, werden thematisiert. Nicht nur der Sezessionskrieg, auch die in Reservaten zusammen gepferchten Indianer, die - teilweise naiven - Siedler aus Europa, die Ausbeutung durch Industrielle sowie die Anfänge der Mafia in den Städten. Nirgendwo wird der Zusammenprall des Wilden Westens mit dem modernen Amerika so deutlich wie in der Stadt St. Denis mit ihren mehrstöckigen Häusern, der Straßenbahn, den qualmenden Fabrikhallen und dem Hafen - da fühlt man sich auf seinem Pferd wie ein Fremder. Hinzu kommt sehr viel authentisch designtes Archiv- und Namenmaterial, das man in kleinen Funden und Fotos entdecken kann. So erfährt man mehr über berühmte Künstler, Sportler, Schriftsteller, Erfinder etc. Natürlich wird einiges überzeichnet, aber die Regie zeigt immer wieder Graustufen abseits des erhobenen Zeigefingers, hält vielen Entwicklungen und Charakteren den Spiegel vor - es gibt wunderbare Szenen, in denen vermeintlich friedliche Leute plötzlich einen Mord verlangen, weil ihr Moralkodex überschritten wurde. Und noch wichtiger: Die Regie bewahrt sich einen wunderbar trockenen Humor, der mich immer wieder an Scorsese und Eastwood erinnert hat.

Lustige Anekdoten und Belohnungen


Obwohl die Gewalt mit Überfällen, Unfällen & Co an der Tagesordnung ist: Es gibt viele lustige Situationen auf dem Weg zum Ziel! Mal soll man einen Trottel vom Land spielen, damit man Schnaps in einer Bar ausschenken kann, mal fährt man als Kutscher eine singende Gruppe Frauen, die für ihr Wahlrecht demonstrieren wollen, mitten durch eine Südstaaten-Stadt voller

Wer einfach so Leute ins Visier nimmt, darf sich nicht über Reaktionen wundern...
Wer einfach so Leute ins Visier nimmt, darf sich nicht über Reaktionen wundern...

gaffender Männer. Man trifft selten dämliche, schrecklich unglückliche und skurrile Leute, wie etwa einen englischen Zirkusdirektor, der sich als Tierbändigerin (!) ausgibt und sein Zebra, seinen Tiger sowie seinen Löwen sucht, die irgendwo herum stromern - viel Spaß mit dieser wunderbaren Nebenquest. Oder ihr sucht ehemalige Revolverhelden für einen Autoren auf, der ein Buch schreiben will. Hinzu kommt die wohl beste Darstellung eines totalen Absturzes in einem Videospiel, als sich Arthur mit einem Kumpel so richtig die Kante gibt. Schon vom Zusehen hatte ich einen Kater.

Schön ist, dass es meist eine Überraschung gibt, und sei es nur die Belohnung eines Mannes, der mir von der anderen Straßenseite am Saloon zuruft. Warum? Er erinnert sich an mich und bietet mir einen Waffenkauf meiner Wahl an. Ich hatte ihm ein paar Kilometer weiter nach einem Schlangenbiss mit Medizin geholfen. Manchmal wird man auch direkt belohnt: Einem reisenden Spanier kaufe ich eine Schatzkarte ab und werde auf eine mehrteilige Schnitzeljgad geführt, bei der ich mich lediglich anhand der Skizzen orientieren kann - das hat richtig Spaß gemacht. Als ich einem Sträfling die Ketten aufschieße, erzählt er von einer verlassenen Villa mit Reichtümern: Ihr Ort wird auch nicht genau auf der markiert, sondern lediglich die Region genannt. Man kann aber auch böse verarscht werden, wenn man jedem Hilferuf - vor allem von Frauen in Nöten - als weißer Ritter nachkommt. Überhaupt werden die Begegnungen in diesem Wilden Westen angenehm unberechenbar ausgespielt, was in brenzligen Situationen an das endzeitliche Survival-Abenteuer I Am Alive erinnert. Wie hat man sich das vorzustellen?

Kommentare

RVN0516 schrieb am
Wichtig ist halt zu wissen das alles Konsequenzen hat, und vorallem reagieren unterschiedliche Individuen auch unterschiedlich.
NIcht jeder lässt sich ohne Gegenwehr einfach ausrauben, nicht jeder Zeuge lässt sich einfach einschüchtern, hier muss man viel ausprobieren, und wenn nötig recht schnell erstmal das Kopfgeld bezahlen.
Mann sollte halt nicht davon ausgehen wenn man alles über den Haufen schießt das man einfach so weitermachen kann.
Wenn man Züge überfällt sollte man schon wissen wieviel Zeit man ungefähr hat bis die nächste Station kommt, oder den Zug wenn möglich anhalten. Wenn möglich bei sowas dann auch wirklich die Maske aufhaben, usw.
Was RDR2 angeht ist man da halt schon weit weg von RDR.
Easy Lee schrieb am
RDR 2 ist kein wirkliches Anarchie-Spiel mehr. Du kannst zwar am Rad drehen wie gehabt, nur lässt es dich eben die Konsequenzen spüren. Im Grunde genommen übt Rockstar mit dem Spiel Selbstkritik am eigenen Werk. Ich find' das sehr spannend, es passt gut in eine Zeit, die stärker von Achtsamkeit und bewusstem Leben geprägt ist. Dabei missioniert es angenehm wenig. Die Interpretation bleibt weitestgehend frei, aber die Einschränkung ist eben, dass man deutlicher wahrnimmt was passiert.
JunkieXXL schrieb am
Chrissader
Du solltest das Spiel erstmal kennen lernen. Wenn du Pause drückst, kannst du unter dem Punkt "Hilfe" vieles nachlesen, u.a. wie man sich gefangen nehmen lässt. Wenn man akzeptiert, dass man ein Noob ist und erstmal lernen muss, dann ärgert man sich auch nicht so. Ich hab bestimmt 40 Stunden gebraucht, bis ich vollends mit der Welt vertraut war und dazu war auch viel Trail und Error vonnöten. Meinen ersten Überfall zum Beispiel hab ich 10 Mal probiert, genau ausgetestet, womit man sich am Besten maskiert, wann man gehen muss, ob und wie lange man verfolgt wird, wie die Ausbeute ist, was passiert, nachdem man den Ladenbesitzer erschossen hat (ist der Laden dann später noch verfügbar für Einkäufe...), was es mit den "Ladengeheimnissen" auf sich hat usw. RDR 2 mal schnell durchspielen ist nicht. Man muss sich reinknien, aber es lohnt sich.
rSchreck schrieb am
Chrissader hat geschrieben: ?
08.12.2018 20:22
Moin Leute,
ich raste aus, ernsthaft. RDR1 war sowas von mein Lieblingsspiel, es war der Hammer, ich habe nie ein Spiel so sehr geligt wie das. Nun habe ich endlich die Möglichkeit RDR2 zu spielen und es ist fürchterlich. Ich HASSE es. Diese Scheiße mit dem Fahndungssystem treibt mich zur Weißglut. Ich gehe n Schritt, Wanted, ich töte ein Reh, irgendwie habe ich wen erzürnt bäm Wanted. Ich habe überall 300 Dollar Kopfgeld und hab keine Lust die Story weiter zu machen, weil ich ständig von Kopfgeldjägern überfallen werde. Man braucht an Passanten nur vorbei gehen und diese rennen los, man wird plötzlich von Ordnungshütern gejagt und kriegt ein Kopfgeld, das ist doch krank!
Erstmal: Die normale Laufgeschwindigkeit ist nicht ohne Grund eher langsam. Es stimmt, sobald du jemanden anrempelst, bist du ein Aggressor. Bei mir funzt das gut, da ich gerne langsam durch die Siedlungen und Städtchen schlendere.
Aaaaaaber:
In deinem Fall hört sich das für mich so an, als wäre das Kopfgeld von 300$ das Problem. Dadurch erkennt dich nämlich jeder sofort. Sobald du das bezahlst, wirst du übrigens immernoch erkannt von den Passanten, die das auch mit Sprüchen quittieren a là "Bau diesmal aber keinen Scheiß!"
Das Kopfgeld bezahlst du in einem der mit einem Brief markierten Zug-Stationen. Und das musst du auch machen, leider. Weil ab einem gewissen Kopfgeld, reicht es bereits aus jmd. anzurempeln und die Ordnungshüter sind auf 180. DAS passiert dir momentan. Darüber hinaus treibst du dein Kopfgeld immer weiter in die Höhe, je mehr du dich verteidigst, bzw. NPCs über den Haufen schießt beim Verteidigen. Eine Hilfe wäre...
Chrissader schrieb am
Moin Leute,
ich raste aus, ernsthaft. RDR1 war sowas von mein Lieblingsspiel, es war der Hammer, ich habe nie ein Spiel so sehr geligt wie das. Nun habe ich endlich die Möglichkeit RDR2 zu spielen und es ist fürchterlich. Ich HASSE es. Diese Scheiße mit dem Fahndungssystem treibt mich zur Weißglut. Ich gehe n Schritt, Wanted, ich töte ein Reh, irgendwie habe ich wen erzürnt bäm Wanted. Ich habe überall 300 Dollar Kopfgeld und hab keine Lust die Story weiter zu machen, weil ich ständig von Kopfgeldjägern überfallen werde. Man braucht an Passanten nur vorbei gehen und diese rennen los, man wird plötzlich von Ordnungshütern gejagt und kriegt ein Kopfgeld, das ist doch krank!
Ich lese ständig davon, dass man sich auch gefangne lassen nehmen kann und dann das Kopfgeld verschwindet - wie lässt man sich gefangne nehmen? Ich werde immer sofort erschossen! Bin zum Sherriff Office gegangen, aber das scheint der einzige Mensch zu sein der mich nciht jagt.
Überall im Netz steht gescherieben, dass das Kopfgeld verschwindet wenn man getötet wird. FALSCH! Ich verlire nur Geld, aber das Kopfgeld bleibt unberührt!
Hab ich eine Version die so komplett anders ist als alle anderen oder was ist da los? Hilfe wäre super
schrieb am

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