Red Dead Redemption 2 - Test, Action, Xbox One, PlayStation 4, PlayStation 4 Pro, Xbox One X - 4Players.de

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Action-Adventure
Entwickler: Rockstar Games
Release:
26.10.2018
26.10.2018
26.10.2018
26.10.2018
Spielinfo Bilder Videos

Der unberechenbare Westen

Wenn ich irgendwo in der Steppe auf einen Planwagen zugehe, vor dem ein Kerl seine Suppe schlürft, sind Freund oder Feind nicht per Icon oder roter Leiste klar definiert. Kaum komme ich auf Sprechweite heran, steht der Typ auf und fordert mich auf stehen zu bleiben. Als ich noch einen Schritt weiter gehe, wird er sichtlich aggressiver, hat die Hand an der Waffe. Ab jetzt kann ich über L2 die Kommunikation starten und ihn z.B. weiter provozieren oder beschwichtigen. Ich versuche Letzteres, aber der Hillbilly lässt sich davon nicht beeindrucken und ich schau in die Mündung seines Colts. Nur der sofortige Rückzug sorgt für eine Deeskalation. Er ruft mir zwar noch ein paar deftige Schimpfworte hinterher, aber kümmert sich wieder um seine Suppe. Jetzt hab ich fast wieder Lust, mich mit ihm anzulegen...

Wir erkunden in Spielen meist Kulissen, Ausrüstung und Statistiken, aber viel zu selten das weite Feld der Psyche. Zwar

Es gibt ein Deckungssystem.
Es gibt ein Deckungssystem, so dass ihr euch auf Knopfdruck hinter Felsen & Co verschanzen könnt.

gewöhnt man sich nach ein paar Stunden daran, und auch dieses Red Dead Redemption 2 kratzt letztlich nur an der Oberfläche der Möglichkeiten, aber Situationen werden zumindest offener ausgespielt und es gibt ja keine visuellen Spoiler zu Freund und Feind. Hinzu kommen subtile Reaktionen auf mein Verhalten: Reitet man den falschen Leuten zu lange und zu lange hinterher, gibt es Ärger. Selbst ein Sheriff war irgendwann genervt davon, dass ich ihm hinterher laufe. Obwohl ich ihn immer freundlich grüßte, wurde er mit mir als "Stalker" im Nacken ungehalten. Als ich dann etwas pampig erwiderte, blieb er stehen, ebenfalls die Hand am Revolver.

Warnschüsse und kommunikative Statik

Sehr schön ist auch die Funktion des Warnschusses, der mit erhobener Waffe sichtbar anders ausgeführt wird als gewöhnliche Ballerei: Man kann sein Gewehr also nicht nur auf Bewohner richten, die dann natürlich aggressiv werden oder fliehen. Man kann auch einen Schuss in die Luft abfeuern, der als explizite Warnung dient und nicht nur Kojoten, sondern auch so manchen besoffenen Rüpel in die Flucht schlägt. Als ich das beim Vorbeireiten zweier fluchender Cowboys mal ausprobierte, waren die allerdings weniger eingeschüchtert, drehten um und ballerten mich fast umgehend aus dem Sattel. So entsteht situative Spannung durch unberechenbare Reaktionen. Das ist innerhalb des Spieldesigns von Rockstar ein großer Fortschritt in der Kommunikation.

Ansonsten bleibt es bei der konsequenten Verfolgung von Straftaten à la GTA: Wird man bei einem Diebstahl oder einer Gewalttat beobachtet, ohne dass man vermummt ist, rennt der Zeuge zum Sheriff und man wird gejagt - entweder man

Auch in Saloons
Auch in Saloons kann man einige skurrile Gestalten treffen. Oder Whisky trinken. Und essen.

schnappt sich den Zeugen vorher, schüchtert ihn ein oder bringt ihn um. Dann sollte man ihn aber auch abseits der Pfade in einem Gebüsch oder Fluss entsorgen. Oder man flieht aus dem roten Verfolgungsbereich, bis die Jagd eingestellt wird. Dann ist ein Kopfgeld ausgesetzt, das man bei einer Poststation begleichen kann.

Was mir sehr gut gefällt, sind auch die kontextsensitiven Kommentare der normalen Bürger oder fremder Reisender - man muss also nicht immer selbst die Initiative ergreifen, sondern wird auch einfach mal angesprochen oder bedroht. Trotzdem bleibt es im Vergleich zu Rollenspielen mit verzweigten Dialogbäumen natürlich bei einer künstlichen Verknappung der Dialoge: Manchmal will man etwas Spezielles fragen, kann aber lediglich grüßen oder provozieren, obwohl man weiß, dass das Gegenüber als Barkeeper, Sherriff oder Händler natürlich mehr Informationen hat. Ich kann also den Händler nicht nach der von Dutch gesuchten Pfeife, den Barkeeper nicht nach Leuten und den Sherriff nicht Verbrechen fragen. Das führt dazu, dass die meisten Begegnungen mit "normalen" Nebencharakteren in den Shops auf lange Sicht oberflächlich bleiben - die große Leistung der Regie ist dennoch, dass man die Illusion einer jederzeit kommunikativen oder zumindest reaktiven Bevölkerung so oft an anderer Stelle aufrecht erhalten kann.

Kommentare

RVN0516 schrieb am
Wichtig ist halt zu wissen das alles Konsequenzen hat, und vorallem reagieren unterschiedliche Individuen auch unterschiedlich.
NIcht jeder lässt sich ohne Gegenwehr einfach ausrauben, nicht jeder Zeuge lässt sich einfach einschüchtern, hier muss man viel ausprobieren, und wenn nötig recht schnell erstmal das Kopfgeld bezahlen.
Mann sollte halt nicht davon ausgehen wenn man alles über den Haufen schießt das man einfach so weitermachen kann.
Wenn man Züge überfällt sollte man schon wissen wieviel Zeit man ungefähr hat bis die nächste Station kommt, oder den Zug wenn möglich anhalten. Wenn möglich bei sowas dann auch wirklich die Maske aufhaben, usw.
Was RDR2 angeht ist man da halt schon weit weg von RDR.
Easy Lee schrieb am
RDR 2 ist kein wirkliches Anarchie-Spiel mehr. Du kannst zwar am Rad drehen wie gehabt, nur lässt es dich eben die Konsequenzen spüren. Im Grunde genommen übt Rockstar mit dem Spiel Selbstkritik am eigenen Werk. Ich find' das sehr spannend, es passt gut in eine Zeit, die stärker von Achtsamkeit und bewusstem Leben geprägt ist. Dabei missioniert es angenehm wenig. Die Interpretation bleibt weitestgehend frei, aber die Einschränkung ist eben, dass man deutlicher wahrnimmt was passiert.
JunkieXXL schrieb am
Chrissader
Du solltest das Spiel erstmal kennen lernen. Wenn du Pause drückst, kannst du unter dem Punkt "Hilfe" vieles nachlesen, u.a. wie man sich gefangen nehmen lässt. Wenn man akzeptiert, dass man ein Noob ist und erstmal lernen muss, dann ärgert man sich auch nicht so. Ich hab bestimmt 40 Stunden gebraucht, bis ich vollends mit der Welt vertraut war und dazu war auch viel Trail und Error vonnöten. Meinen ersten Überfall zum Beispiel hab ich 10 Mal probiert, genau ausgetestet, womit man sich am Besten maskiert, wann man gehen muss, ob und wie lange man verfolgt wird, wie die Ausbeute ist, was passiert, nachdem man den Ladenbesitzer erschossen hat (ist der Laden dann später noch verfügbar für Einkäufe...), was es mit den "Ladengeheimnissen" auf sich hat usw. RDR 2 mal schnell durchspielen ist nicht. Man muss sich reinknien, aber es lohnt sich.
rSchreck schrieb am
Chrissader hat geschrieben: ?
08.12.2018 20:22
Moin Leute,
ich raste aus, ernsthaft. RDR1 war sowas von mein Lieblingsspiel, es war der Hammer, ich habe nie ein Spiel so sehr geligt wie das. Nun habe ich endlich die Möglichkeit RDR2 zu spielen und es ist fürchterlich. Ich HASSE es. Diese Scheiße mit dem Fahndungssystem treibt mich zur Weißglut. Ich gehe n Schritt, Wanted, ich töte ein Reh, irgendwie habe ich wen erzürnt bäm Wanted. Ich habe überall 300 Dollar Kopfgeld und hab keine Lust die Story weiter zu machen, weil ich ständig von Kopfgeldjägern überfallen werde. Man braucht an Passanten nur vorbei gehen und diese rennen los, man wird plötzlich von Ordnungshütern gejagt und kriegt ein Kopfgeld, das ist doch krank!
Erstmal: Die normale Laufgeschwindigkeit ist nicht ohne Grund eher langsam. Es stimmt, sobald du jemanden anrempelst, bist du ein Aggressor. Bei mir funzt das gut, da ich gerne langsam durch die Siedlungen und Städtchen schlendere.
Aaaaaaber:
In deinem Fall hört sich das für mich so an, als wäre das Kopfgeld von 300$ das Problem. Dadurch erkennt dich nämlich jeder sofort. Sobald du das bezahlst, wirst du übrigens immernoch erkannt von den Passanten, die das auch mit Sprüchen quittieren a là "Bau diesmal aber keinen Scheiß!"
Das Kopfgeld bezahlst du in einem der mit einem Brief markierten Zug-Stationen. Und das musst du auch machen, leider. Weil ab einem gewissen Kopfgeld, reicht es bereits aus jmd. anzurempeln und die Ordnungshüter sind auf 180. DAS passiert dir momentan. Darüber hinaus treibst du dein Kopfgeld immer weiter in die Höhe, je mehr du dich verteidigst, bzw. NPCs über den Haufen schießt beim Verteidigen. Eine Hilfe wäre...
Chrissader schrieb am
Moin Leute,
ich raste aus, ernsthaft. RDR1 war sowas von mein Lieblingsspiel, es war der Hammer, ich habe nie ein Spiel so sehr geligt wie das. Nun habe ich endlich die Möglichkeit RDR2 zu spielen und es ist fürchterlich. Ich HASSE es. Diese Scheiße mit dem Fahndungssystem treibt mich zur Weißglut. Ich gehe n Schritt, Wanted, ich töte ein Reh, irgendwie habe ich wen erzürnt bäm Wanted. Ich habe überall 300 Dollar Kopfgeld und hab keine Lust die Story weiter zu machen, weil ich ständig von Kopfgeldjägern überfallen werde. Man braucht an Passanten nur vorbei gehen und diese rennen los, man wird plötzlich von Ordnungshütern gejagt und kriegt ein Kopfgeld, das ist doch krank!
Ich lese ständig davon, dass man sich auch gefangne lassen nehmen kann und dann das Kopfgeld verschwindet - wie lässt man sich gefangne nehmen? Ich werde immer sofort erschossen! Bin zum Sherriff Office gegangen, aber das scheint der einzige Mensch zu sein der mich nciht jagt.
Überall im Netz steht gescherieben, dass das Kopfgeld verschwindet wenn man getötet wird. FALSCH! Ich verlire nur Geld, aber das Kopfgeld bleibt unberührt!
Hab ich eine Version die so komplett anders ist als alle anderen oder was ist da los? Hilfe wäre super
schrieb am

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