Red Dead Redemption 2 - Test, Action, Xbox One, PlayStation 4, PlayStation 4 Pro, Xbox One X - 4Players.de

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Action-Adventure
Entwickler: Rockstar Games
Release:
26.10.2018
26.10.2018
26.10.2018
26.10.2018
Spielinfo Bilder Videos

Stationäres Storytelling

Im Mittelpunkt der Geschichte steht jedoch das Kollektiv der Bande. In den meisten Spielen geht es um das Schicksal einer Person oder - vor allem in den letzten Jahren - um eine Beziehung wie in BioShock Infinite oder The Last of Us. Rockstar verschiebt hier eine Grenze und wagt sich an an ein Kollektiv. Sie erzählen die Geschichte einer Familie und Schicksalsgemeinschaft, in der ganz unterschiedliche Figuren eine Vergangenheit sowie eine mehr oder weniger freiwillige Gegenwart teilen: Es gibt einen gescheiterten Priester, einen unbelehrbaren Pistolero, einen großmäuligen Iren, einen stillen Halbindianer, einen habgierigen Geldeintreiber, einen fetten Koch, eine Mutter Courage etc. - aber auch das sind sie manchmal nur auf den ersten Blick. Es ist wunderbar, wie ausgefeilt ihre Biographien sind.

Man kann etwas in die Lagerkasse spenden und es ausbauen.
Man kann etwas in die Lagerkasse spenden und es ausbauen.

Denn jeder hat seine eigene Geschichte zu erzählen, manche bitten euch auch um einen persönlichen Gefallen. Die Dialoge sind klasse geschrieben, mit einem feinen Gespür für die vielen Beziehungen. Gerade John Marston und seine Frau Abigail werden hervorragend dargestellt, so dass auch Kenner des ersten Red Dead Redemption interessante Einblicke bekommen, während sie mit ihnen reden, kämpfen oder einfach Domino spielen. Übrigens wird das Pokern auch toll inszeniert!

Und wenn ich zu Beginn noch sagte, dass dieser Arthur ein langweiliger Cowboy ist, dann verändert sich diese Selbstwahrnehmung auch im Rahmen dieser Kommunikation mit seinen Gefährten. Man weiß irgendwann, warum Dutch so große Stücke auf ihn hält - und man schlüpft immer mehr in seine Haut. Ein ganz wichtiger Punkt für die Innensicht dieses Mannes ist nicht nur die Beziehung zu seiner Ex-Frau, die ebenfalls in Missionen und später Briefen thematisiert wird, sondern auch sein Tagebuch: Dort notiert er in seiner trockenen Sprache besondere Begebenheiten, aber zeigt auch sein künstlerisches Talent. Im Gegensatz zu anderen Tagebüchern wird dieses hier je nach Erkundung auch um Zeichnungen ergänzt! Es ist toll zu sehen, dass diese Ruine oder jenes Tier genau dann dort als schwarzweißes Motiv auftaucht, wenn Arthur sie gerade entdeckt hat.

Aber zurück zur Gruppe: Freut euch auf über 20 voll ausgearbeitete Charaktere mit eigenen Missionen, darunter auch sehr unterschiedliche Frauentypen, die einige Überraschungen parat haben. Und es hätte Rockstar nichts Besseres als ein derart lebendiges Lager einfallen können, um sie alle kennen zu lernen.

Party-Interaktion 2.0


Der Begriff "Party-Interaktion" aus Rollenspielen kann nur ansatzweise beschreiben, was im Lager an faszinierendem Eigenleben stattfindet - und zwar je nach Tageszeit ein anderes. Hier wirkt alles unheimlich natürlich, weil jeder aktiv seinen

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Die Interaktion mit dem Rest der Bande wirkt im Lager unheimlich natürlich.

Geschäften nachgeht und Arthur nicht der Mittelpunkt ist. Man wird gegrüßt, bepöbelt oder ignoriert, kann Poker, Messertanz oder Domino spielen. Meist ist man in Spielen der aktive Ermittler, der sich durch die Dialogoptionen der Nebencharaktere klickt, um ihre Zuneigungsleisten wie etwa in Dragon Age: Origins zu füllen, aber hier wird man zum Zusehen und Zuhören animiert: Man kann Flirts und Konflikte beobachten. Man kann vielen Geschichten oder Liedern lauschen, wenn man sich ans Feuer setzt. Man kann Partys feiern und tanzen. Man kann zuhören, sich genervt abwenden oder einfach aufs Ohr hauen. Hier erlebt man so viel Gemeinschaft im Vorbeigehen, aber auch so viele Zwischentöne in kleinen Begegnungen wie in keinem anderen Spiel.

Und man wird je nach Ehre und Verhalten etwas anders behandelt - man kann z.B. etwas von seiner Beute in die Gemeinschaftskasse geben, aber bekommt einen Rüffel, wenn man das zu lange  ignoriert. Wozu ist das Spenden gut? Das Lager kann in den drei Bereichen Munition, Nahrung und Medizin befüllt werden, so dass sich alle an den entsprechenden Wagen bedienen können. Wenn man etwas verbraucht, sinkt der Vorrat z.B. von Gelb auf Weiß oder Rot, dann herrscht ein Mangel und die Leute werden unzufriedener. Man kann das Lager zudem strukturell mit Hühnerstall, Pferdekoppel, Lederwerkstatt & Co ausbauen, so dass das Essen besser wird, aber auch die Auswahl an Waffen, Patronen oder Tränken, der Komfort und die interaktiven Möglichkeiten steigen. Allerdings ist das alles eher nettes Beiwerk als wirklich lebenswichtig für

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Ihr könnt viele markante Charaktere kennenlernen, mit ihnen Missionen erledigen der einfach nur plaudern.

Arthur, weil er auch so genug Beute auf seinen Streifzügen macht und jederzeit jagen kann. Manche nützlichere Dinge wie etwa die Karte zur Schnellreise an die 18 Orte oder ein Anleger samt Boot sind erst verfügbar, wenn man in gewisse Aufrüstungen investiert hat.

Es gibt nur ein Defizit in der Inszenierung: Es wirkt etwas plump, wenn man in der Wildnis verfolgt wird, mit dem bereits feuernden Banditen im Nacken zu seinem Lager galoppiert und die Situation nicht ausgespielt, sondern überblendet wird - es folgt eine Ladephase und man betritt das Lager ohne einen Verfolger, der plötzlich verschwunden ist, während Wachen aus dem Dickicht grüßen. Das hätte man eleganter lösen können, auch wenn man das Versteck laut Story nicht preisgeben darf.


Kommentare

RVN0516 schrieb am
Wichtig ist halt zu wissen das alles Konsequenzen hat, und vorallem reagieren unterschiedliche Individuen auch unterschiedlich.
NIcht jeder lässt sich ohne Gegenwehr einfach ausrauben, nicht jeder Zeuge lässt sich einfach einschüchtern, hier muss man viel ausprobieren, und wenn nötig recht schnell erstmal das Kopfgeld bezahlen.
Mann sollte halt nicht davon ausgehen wenn man alles über den Haufen schießt das man einfach so weitermachen kann.
Wenn man Züge überfällt sollte man schon wissen wieviel Zeit man ungefähr hat bis die nächste Station kommt, oder den Zug wenn möglich anhalten. Wenn möglich bei sowas dann auch wirklich die Maske aufhaben, usw.
Was RDR2 angeht ist man da halt schon weit weg von RDR.
Easy Lee schrieb am
RDR 2 ist kein wirkliches Anarchie-Spiel mehr. Du kannst zwar am Rad drehen wie gehabt, nur lässt es dich eben die Konsequenzen spüren. Im Grunde genommen übt Rockstar mit dem Spiel Selbstkritik am eigenen Werk. Ich find' das sehr spannend, es passt gut in eine Zeit, die stärker von Achtsamkeit und bewusstem Leben geprägt ist. Dabei missioniert es angenehm wenig. Die Interpretation bleibt weitestgehend frei, aber die Einschränkung ist eben, dass man deutlicher wahrnimmt was passiert.
JunkieXXL schrieb am
Chrissader
Du solltest das Spiel erstmal kennen lernen. Wenn du Pause drückst, kannst du unter dem Punkt "Hilfe" vieles nachlesen, u.a. wie man sich gefangen nehmen lässt. Wenn man akzeptiert, dass man ein Noob ist und erstmal lernen muss, dann ärgert man sich auch nicht so. Ich hab bestimmt 40 Stunden gebraucht, bis ich vollends mit der Welt vertraut war und dazu war auch viel Trail und Error vonnöten. Meinen ersten Überfall zum Beispiel hab ich 10 Mal probiert, genau ausgetestet, womit man sich am Besten maskiert, wann man gehen muss, ob und wie lange man verfolgt wird, wie die Ausbeute ist, was passiert, nachdem man den Ladenbesitzer erschossen hat (ist der Laden dann später noch verfügbar für Einkäufe...), was es mit den "Ladengeheimnissen" auf sich hat usw. RDR 2 mal schnell durchspielen ist nicht. Man muss sich reinknien, aber es lohnt sich.
rSchreck schrieb am
Chrissader hat geschrieben: ?
08.12.2018 20:22
Moin Leute,
ich raste aus, ernsthaft. RDR1 war sowas von mein Lieblingsspiel, es war der Hammer, ich habe nie ein Spiel so sehr geligt wie das. Nun habe ich endlich die Möglichkeit RDR2 zu spielen und es ist fürchterlich. Ich HASSE es. Diese Scheiße mit dem Fahndungssystem treibt mich zur Weißglut. Ich gehe n Schritt, Wanted, ich töte ein Reh, irgendwie habe ich wen erzürnt bäm Wanted. Ich habe überall 300 Dollar Kopfgeld und hab keine Lust die Story weiter zu machen, weil ich ständig von Kopfgeldjägern überfallen werde. Man braucht an Passanten nur vorbei gehen und diese rennen los, man wird plötzlich von Ordnungshütern gejagt und kriegt ein Kopfgeld, das ist doch krank!
Erstmal: Die normale Laufgeschwindigkeit ist nicht ohne Grund eher langsam. Es stimmt, sobald du jemanden anrempelst, bist du ein Aggressor. Bei mir funzt das gut, da ich gerne langsam durch die Siedlungen und Städtchen schlendere.
Aaaaaaber:
In deinem Fall hört sich das für mich so an, als wäre das Kopfgeld von 300$ das Problem. Dadurch erkennt dich nämlich jeder sofort. Sobald du das bezahlst, wirst du übrigens immernoch erkannt von den Passanten, die das auch mit Sprüchen quittieren a là "Bau diesmal aber keinen Scheiß!"
Das Kopfgeld bezahlst du in einem der mit einem Brief markierten Zug-Stationen. Und das musst du auch machen, leider. Weil ab einem gewissen Kopfgeld, reicht es bereits aus jmd. anzurempeln und die Ordnungshüter sind auf 180. DAS passiert dir momentan. Darüber hinaus treibst du dein Kopfgeld immer weiter in die Höhe, je mehr du dich verteidigst, bzw. NPCs über den Haufen schießt beim Verteidigen. Eine Hilfe wäre...
Chrissader schrieb am
Moin Leute,
ich raste aus, ernsthaft. RDR1 war sowas von mein Lieblingsspiel, es war der Hammer, ich habe nie ein Spiel so sehr geligt wie das. Nun habe ich endlich die Möglichkeit RDR2 zu spielen und es ist fürchterlich. Ich HASSE es. Diese Scheiße mit dem Fahndungssystem treibt mich zur Weißglut. Ich gehe n Schritt, Wanted, ich töte ein Reh, irgendwie habe ich wen erzürnt bäm Wanted. Ich habe überall 300 Dollar Kopfgeld und hab keine Lust die Story weiter zu machen, weil ich ständig von Kopfgeldjägern überfallen werde. Man braucht an Passanten nur vorbei gehen und diese rennen los, man wird plötzlich von Ordnungshütern gejagt und kriegt ein Kopfgeld, das ist doch krank!
Ich lese ständig davon, dass man sich auch gefangne lassen nehmen kann und dann das Kopfgeld verschwindet - wie lässt man sich gefangne nehmen? Ich werde immer sofort erschossen! Bin zum Sherriff Office gegangen, aber das scheint der einzige Mensch zu sein der mich nciht jagt.
Überall im Netz steht gescherieben, dass das Kopfgeld verschwindet wenn man getötet wird. FALSCH! Ich verlire nur Geld, aber das Kopfgeld bleibt unberührt!
Hab ich eine Version die so komplett anders ist als alle anderen oder was ist da los? Hilfe wäre super
schrieb am

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