Life is Strange: Before the Storm - Test, Adventure, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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Life is Strange: Before the Storm (Adventure) von Square Enix
Teenie-Freundschaft Reloaded
3D-Adventure
Entwickler: Deck Nine Games
Publisher: Square Enix
Release:
31.08.2017
31.08.2017
31.08.2017
Spielinfo Bilder Videos

Die letzte Folge von Episoden-Adventures ist in der Regel herrlich dramatisch und belohnt mit den heiß ersehnten Antworten, auf die man Folge für Folge gewartet hat. Wer darauf gehofft hat, endlich neue Details über das Hauptspiel Life is Strange zu erfahren, wird enttäuscht. Denn Life is Strange: Before the Storm erzählt eine eigene Geschichte. Wieso diese auch ohne großartige Bezüge zum Vorgänger packen kann, lest ihr im Test.



Zuneigung auf den ersten Blick

 

Manchmal trifft man eine Person und weiß einfach sofort, dass es passt. So erging es Chloe Price und Rachel Amber, die sich in der ersten Folge von Life is Strange: Before the Storm auf einem Rockkonzert kennenlernen und seitdem unzertrennlich sind. Neben ihren Problemen mit den Eltern verbindet sie das gleiche Ziel: Möglichst schnell Geld auftreiben, um endlich aus dem langweiligen Arcadia Bay abzuhauen.

 

 

Es sind die kleinen magischen Momente zwischen Rachel und Chloe, die das Erlebnis besonders machen.
Es sind die kleinen magischen Momente zwischen Rachel und Chloe, die das Erlebnis besonders machen.

Deck Nine Games schafft es, die Spielwelt durch die Linse der beiden Teenager zu präsentieren, wodurch viele der traurigen, romantischen oder lustigen Momente besonders intensiv wirken. Oft fühlte ich mich in meine eigene Jugend zurückversetzt, als einfach jeder, bis auf die beste Freundin, nervte. Die Stärke von Before the Storm liegt in den vielen magischen Momenten zwischen den beiden Heldinnen, die auf einem Schrottplatz Zukunftspläne schmieden, sich ihre Liebe in einer Schulaufführung eines Shakespeare-Stücks gestehen oder sich gegenseitig therapieren.

 

 

Andere Themen wie Chloes Streit mit ihrer Familie oder ihrem Drogendealer kratzen so sehr an der Oberfläche, dass sie eher ablenken als das Spiel zu bereichern. So wirkt die Geschichte rund um den arroganten Footballspieler Drew, oder die Auftritte von Chloes ehemaligem Freund, extrem überflüssig. Zwar lernt man neue Facetten von Chloes verhasstem Stiefvater David kennen, aber den Entwicklern blieb in drei Episoden einfach keine Zeit, die Beziehung zwischen den beiden mehr als nur an der Oberfläche darzustellen.

 

Nach einer eher enttäuschenden zweiten Episode rückte die Geschichte im Finale zum Glück erneut das Seelenleben der

Im Finale darf man endlich hinter Chloes rebellische Fassade blicken.
Im Finale darf man endlich hinter Chloes rebellische Fassade blicken.

beiden Heldinnen in den Fokus. So durfte ich endlich hinter Chloes rebellische Fassade blicken, wenn sie beispielsweise über den Tod ihres Vaters spricht, peinliche Geheimnisse auspackt und zusammen mit Rachel den Schock einer dramatischen Enthüllung überwindet.

 

 

Das Schicksal von Arcadia Bay liegt nicht mehr in meinen Händen

 

Da Max diesmal fehlt, muss Before the Storm ohne die Zeitmanipulationsfunktion auskommen, die im Hauptspiel für einige interessante Wendungen sorgte und den Spieler immer wieder vor wichtige Entscheidungen stellte. Man kann das Spielgeschehen kaum noch beeinflussen und ich hatte stets das Gefühl, nur ein stiller Beobachter zu sein.

 

Leider nutzt auch Deck Nine Games erneut die langweiligen Suchrätsel, die in der letzten Episode zumindest toll mit der Geschichte verknüpft wurden. So hat es unheimlich viel Spaß gemacht Chloes Auto zu reparieren, indem man die richtigen Werkzeuge auswählt und Teile miteinander kombiniert, damit sie und Rachel Arcadia Bay verlassen können. Auch das Reparieren von Rachels Lieblingslampe motivierte, weil man genau wusste, dass man sie so wieder glücklicher stimmen kann. 

Die Spielmechaniken bieten leider wenig Anspruch und auch Chloes neue Fähigkeit wird kaum sinnvoll eingesetzt.
Die Spielmechaniken bieten leider wenig Anspruch und auch Chloes neue Fähigkeit wird kaum sinnvoll eingesetzt.

Abseits davon muss man jedoch langweilige Hol-und Bringdienste erledigen und auch Chloes „Widerrede“-Skill, mit dem sie sich in Clubs schleicht, oder Leute zur Schnecke macht, spielt nach der ersten Episode kaum noch eine Rolle.

 

 

Auch wenn die zweite Episode zu viel Leerlauf hatte, sind mir die Charaktere erneut extrem ans Herz gewachsen. Bis zur letzten Sekunde fragte ich mich, ob die beiden ihren Traum verwirklichen können, obwohl ich durch das Hauptspiel genau wusste, wie alles enden wird. Before the Storm zeigt, dass es nicht immer die großen dramatischen Ereignisse sind, die uns bewegen. Manchmal reicht es schon zu beobachten wie die Protagonisten unterm Sternenhimmel liegen, um sich zusammen mit der tollen Musik von Daughter mit ihnen an einen anderen Ort zu träumen. Anders als das Hauptspiel thematisiert Before the Storm keine ernsten Themen wie Suizid oder Entführung und konzentriert sich vor allem auf die Darstellung einer Teenie-Freundschaft.

 

Kommentare

adlerfront schrieb am
Mirracle hat geschrieben: ?
11.01.2018 14:35
JuJuManiac hat geschrieben: ?
11.01.2018 14:02

...................................
Die Story ist unfokusiert, brav und langatmig und bedient auf Hollywood Manier extrem vorhersehbar Klischee um Klischee. Als die Credits liefen, war ich froh nie wieder von Rachel und Chloe zu hören und das obwohl ich nach Episode eins sehr angetan war. Die Entwickler haben hier 70% Energie in die erste Episode als Werbung gesteckt und danach kommt nur noch ein laues Lüftchen.
Glaubhaft war am Ende kein einziger Charakter mehr, ausser vielleicht Chloes (Stief)eltern, die mehr Relevanz verdient hätten. Entscheidungen gab es in Episode 3 dann eine einzige, die sich darum drehte, ob man eine Freundschaft / Beziehung haben will, die auf Vertrauen oder auf Lüge basiert. Wow.
Sehr schön zusammen gefasst! Bestätigt meinen Eindruck! :wink:
Schließe mich hier an. Dieses Prequel ist am Belanglosigkeit nicht zu übertreffen. Kein Vergleich zu LiS.
lsv2k5 schrieb am
Mir persönlich hat das Spiel sehr gefallen, hat sich von Anfang wie "nach Hause kommen" angefühlt. Klar gab es kleinere Logiklöcher und Längen, aber wenn man sich auf die Charaktere und Geschichte einlässt macht es einfach Spaß.
Wenn man die ganze Zeit Rachels Schicksal aus dem Hauptspiel im Hinterkopf hat, gibt es der ganzen Story noch etwas mehr Tragik, vor allem die letzte Sequenz hat mich ordentlich Schlucken lassen.
Insgesamt erzählt das Spiel nicht die große Geschichte, bietet aber trotzdem tolle Momente die einem, die eigene Jugend vor Augen, mitfiebern lassen und mit Chloe und Rachel mitfiebern lassen.
monthy19 schrieb am
Was soll man zu diesem Spiel gross sagen?
Ich musste mich nach der zweiten Folge echt motivieren weiter zu machen.
Klar, die Szene vom Theaterstück ist echt cool, der Rest ist aber eher määähhh.
Die dritte Folge ist dann schon wieder etwas besser.
Ich muss allerdings jetzt, zwei Tage nach dem ich durch war, arg überlegen wie das Spiel überhaupt aus ging.
:D
Zusammenfassend kann man sagen, dass zwischen dem ersten und zweiten Teil Welten liegen.
Eigentlich ist alles irgend wie mindestens eine Klasse schlechter.
Wer solche Spiele mag, sollte trotzdem zuschlagen.
linkkatze schrieb am
@4players wird der mini auftritt von Max (wenn der teil dann erschienen ist) noch die Gesamt Wertung der Staffeln mit einbezogen oder bleibt Max Carfield einfach nur gut in Erinnerung? Auch wenn ihr da auf einer Wertung zum gesamt Eindruck verzichtet isst das OK für mich. :)
$tranger schrieb am
Ich fand die Musik in BtS um einiges besser (Ich hab dadurch sogar einige neue Musikinteressen gefunden).
Chloe's Backtalk-Challenges waren teilweise ne echte Freude, ich fand's toll zu sehen, wie sie die Leute einfach niederredet.
Ich kann verstehen, dass man einige Stellen, besonders die Nebengeschichten als unnötig empfindet, aber als jemand der das erste Spiel mochte war das - wenn auch Fanservice - doch willkommen.
Mir ging Max eher auf die Nerven als Chloe, daher bin ich natürlich schon etwas vorbelastet ^^
schrieb am

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