Immortal: Unchained - Test, Rollenspiel, Xbox One X, PlayStation 4 Pro - 4Players.de

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Immortal: Unchained (Rollenspiel) von Sold Out
Shooter verfehlt Dark Souls
Action-Rollenspiel
Publisher: Sold Out
Release:
07.09.2018
07.09.2018
07.09.2018
07.09.2018
07.09.2018
Spielinfo Bilder Videos

Die schwedischen Entwickler von Toadman Interactive wollen gleich mit ihrem ersten eigenen Spiel namens Immortal Unchained "neue Standards im RPG-Bereich" setzen. Dafür haben sie eine düstere Science-Fiction-Welt entworfen, in der ein gnadenloses Action-Rollenspiel mit Nah- und Fernkampf inszeniert werden soll. Das Besondere? Shooter-Elemente treffen auf Dark Souls - dessen Strukturen nahezu 1:1 kopiert werden. Ob sich die Schweden trotzdem vom großen Vorbild emanzipieren können, wie etwa Deck13 mit The Surge, verrät der Test für PC, PS4 und One.



Im Angesicht der Apokalypse...

...wurden schon viele großartige Spiele entwickelt, man denke an God of War. Und auch die Amnesie ist zwar ein inflationär gebrauchter Geisteszustand für einen Helden, aber kann zu spannenden Geschichten führen. Leider kann die schwache Story von Immortal: Unchained weder die drohende Zerstörung der Planeten interessant gestalten noch kann der Held mit seinem Gedächtnisverlust die Neugier wecken. Regelrecht ernüchternd sind später die Auftritte der Nichtspielercharaktere, denen jegliches Charisma fehlt. Es gibt dezente Inspirationen aus der nordischen Mythologie, was auch bei der Zahl Neun sowie der Namenwahl deutlich wird, aber diese Science-Fiction will nicht zünden. Viel zu schablonenhaft wird von sich erhebenden Toten erzählt, von faulen Winden und dem Tag der Prophezeiung, der mit dem Spielstart beginnt.

In der Charaktererschaffung kann man aus sechs Klassen wählen.
In der Charaktererschaffung kann man aus sechs Klassen mit anderen Gewichtungen wählen.

Da reißt man als unsterblicher Held die Ketten von sich, um seinen Gefängnisaufenthalt zu unterbrechen und die Welt zu retten. Vorher gibt es eine Charaktererschaffung samt üblicher Kosmetik für Gesicht und Haut. Dort stehen in männlicher oder weiblicher Variante sechs Klassen vom Fährtenleser bis zum Plünderer zur Verfügung, die sich hinsichtlich ihrer acht Attribute, Widerstände gegen Feuer, Frost oder Gift, Ausrüstung sowie den wichtigen Fähigkeiten in Nah- und Fernkampf unterscheiden. Bereits hier wird das Vorbild Dark Souls sichtbar, denn Gewandheit, Stärke, Beweglichkeit & Co wirken sich unmittelbar auf die verfügbaren Waffen, den Schaden, kritische Treffer, die Nachladezeit etc. aus. Und die Ausdauer spielt natürlich eine wichtige Rolle beim begrenzt möglichen Ausweichen sowie Sprinten.

Dark Souls mit Schusswaffen

Natürlich ist es vollkommen okay, wenn man sich inspirieren lässt, deshalb habe ich Salt and Sanctuary oder DarkMaus so gelobt. Aber diese haben das Flair in ein anderes Genre transportiert. Und Spiele wie The Surge oder Nioh sind zwar als Action-Rollenspiel näher dran am Vorbild, aber sie interpretieren deutlich mehr auf ihre eigene Art. Toadman Interactive
sdfd
An Obelisken wird man nach dem Tod wiederbelebt. Dort kann man seine Attribute erhöhen und Waffen wechseln.
orientiert sich ähnlich wie Deck13 anno dazumal mit Lords of the Fallen nahezu werktreu am Vorbild. In den ersten Stunden begegnet man als Soulsfan einer nahezu identischen Struktur und vielen bekannten Elementen: Hinweise auf dem Boden, Seelen aka Bits, die man nach dem Tod wieder einsammeln muss, eine große Halle als Nexus mit Zugang zu den Welten, Lagerfeuer aka Obelisken, an denen man wiederbelebt wird, Fähigkeitenbeschränkungen für Waffen, wiederbelebte Feinde in besuchten Arealen, der erste Boss nach dem kurzen Tutorial, Fahrstühle und Leitern, die man von oben runtertritt, stärkere Feinde, die nur einmal erscheinen, die erwähnten Nebencharaktere, die irgendwo hocken und mehrmals angesprochen werden können, die heran schlurfenden Untoten, die aus der Ferne leuchtenden Bits, die versteckten Kisten hinter einer Ecke...

Obwohl auch das legitim ist, obwohl auch Nioh oder The Surge einiges abkupfern, wirkt zu vieles leider wie eine oberflächliche Kopie, der die künstlerische Vision fehlt. Symptomatisch dafür ist "Aras", der in der zentralen Halle wartet. Er soll offensichtlich als archetypischer Mentor des Helden die mysteriöse Rolle der "Maiden in Black" sowie anderer Seelenhüterinnen einnehmen. Das Problem: Er wirkt wie ein riesenhafter Bot. Dass seine englischen gesprochenen Hinweise nicht lippensynchron sind, kann ich verschmerzen; es gibt übrigens für alle Dialoge und Menüs eine gute deutsche Übersetzung. Aber dass er keinerlei Ausstrahlung in dieser kalten Halle hat, deutet bereits auf die Ernüchterung der kommenden Stunden hin. Bereits beim zweiten Besuch der Halle war er für mich wie Luft.

Kommentare

hydro skunk 420 schrieb am
Ja, kein Ding, ist inzwischen halbwegs geklärt.
SpoilerShow
Es gibt mehrere solcher Reliktwelten zu finden (immer nur bestehend aus einer kleinen Location samt Boss) und man erhält in der Tat eine Belohnungstruhe für das Besiegen des Bosses.
Ich gehe also von nem Bug aus. Nicht weiter schlimm.
Ich konnte beim Spiel nun übrigens ein bißchen weitermachen und habe die komplette Unterwegs (Gott war die riiiiieeesig) samt Iska als Boss gepackt.
Einfach nur geil, wenn man immer mehr entdeckt, wie genial die ganzen Welten miteinander vernetzt sind. Dieser Aspekt ist für mich auf einem Niveau mit DS1.
fanboyauf3uhr schrieb am
Kya hat geschrieben: ?
19.09.2018 19:55
Ich kann eine Frau auswählen?
Sieht aus wie Arnie mit Titten :lol:
Die coolste Frisur gibt's übrigens im DLC, und auch eine sehr coole Körperfarbe. Ja die Frauen sehen echt krass aus, eher so der Kumpel-Typ würde ich sagen *g.
Ich kann übrigens mit Fug und Recht behaupten das ich gestern mal wieder einen dieser Momente hatte den ich das letzte mal in Demon's Souls hatte - einfach nur episch. Munition wurde langsam knapp, Health bar auf 10%, sehr viele "Seelen" im Gepäck, überall fette Gegner und seit gefühlt 3 Stunden kein "Leuchtfeuer" mehr gesehen. Und dann gibt man alles - und plötzlich ist es da, das Leuchtfeuer 8)
fanboyauf3uhr schrieb am
hydro skunk 420 hat geschrieben: ?
19.09.2018 20:54
fanboyauf3uhr hat geschrieben: ?
19.09.2018 10:39
...
Keine Ahnung ob du dort warst, geht um einen optionalen Bossfight, hätte da ne Frage:
...
Da war ich kurz drin und bin schnell wieder weg weil ich da keine Schnitte gehabt habe - waren mehrere Typen mit Sniper glaub ich (?) Aber z. B. der erste Bernstein Monarch hat sich selbst gekillt. Fand ich ganz cool :D
hydro skunk 420 schrieb am
fanboyauf3uhr hat geschrieben: ?
19.09.2018 10:39
...
Keine Ahnung ob du dort warst, geht um einen optionalen Bossfight, hätte da ne Frage:
SpoilerShow
In der zweiten Welt gibt es eine Tor, dass wenn man es aufbekommt, ein Portal zu einer Halle namens "Reliktwelt - Die Senke" öffnet.
Bin da rein und dann kommt sofort nen Bossfight. Hab den bestimmt 7-8 mal versucht, in der Zeit jedoch nicht gepackt. Beim nachfolgenden Versuch war er aber einfach nicht mehr da. Stattdessen habe ich meine Souls aufgesammelt, welche 0 hätten sein müssen, bekam aber 21.000 gutgeschrieben.
Man könnte jetzt annehmen, das Spiel hat nen Bug und hat mir den Boss als besiegt berechnet. Problem ist aber, dass ich weder Loot bekam, noch irgendwo ne Truhe erschien, was völlig untypisch für das Spiel ist. Außerdem geht am Ende der Halle eine Treppe nach oben und endet mit einer kleinen Gehfläche vor dem Raumende, prädestiniert dafür, eine Belohnung dort vorzufinden.
Oder ist das vom Spiel so programmiert, dass dies eben der "Trostpreis" ist, wenn man den Boss nicht innerhalb von so und so viel Versuchen packt.
Jedenfalls frage ich mich, wie die reguläre Belohnung ausgesehen hätte und wollte dich fragen, ob du den Boss gepackt hast?
schrieb am

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