Fallout 76 - Test, Rollenspiel, PC, PlayStation 4 Pro, Xbox One X - 4Players.de

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Rollenspiel
Publisher: Bethesda
Release:
14.11.2018
14.11.2018
14.10.2018
14.11.2018
14.11.2018
Spielinfo Bilder Videos

Die Zukunft steht in den Sternen

Klar ist natürlich auch: Mit Level 15 bin ich noch weit vom gegenwärtigen maximalen Figurenlevel entfernt, wobei ab Level 50 das neuerdings auf Karten basierende S.P.E.C.I.A.L.-System seine Grenze erreicht und man ab dort nur noch die Kartenperks aufwertet. Und ich habe bei meinen Wanderungen erst etwa ein Drittel der Spielwelt gesehen. Auch die Auswirkungen von intensiven PvP-Gefechten habe ich noch nicht kennengelernt – was auch daran liegt, dass in den Welten, in denen ich bislang gelandet bin, ein bisher zivilisierter Umgang der Spieler miteinander gepflegt wurde und ich mich von den PvP-Events ferngehalten habe. Es gab in meinen Sessions bisher nur zwei Fälle, in dem ein Spieler, der andere Charaktere angegriffen und getötet hat, mit einem Kopfgeld markiert und damit zum Freiwild wurde. Wie die Jagd auf ihn ausging, habe ich nicht mitbekommen. Aber mit einem Zweit-Charakter (ich habe noch einen aus der Beta, der mir recht egal ist), werde ich in den nächsten Tagen mal einen auf Gunslinger machen. Ob das Kopfgeld ausreicht, um z.B. höherstufige Gruppen davon abzuhalten, auf andere Figuren Jagd zu machen oder ob Bethesda auch noch andere Schutzmechanismen eingebaut hat, um Spielverderbern das Handwerk zu legen, muss die Zukunft zeigen.

Gegner erledigt und noch bevor er den Boden berührt, ist sein Inventar schon fast leer geräumt...
Der Gegner erledigt und noch bevor er den Boden berührt, ist sein Inventar schon fast leer geräumt...

Oder vielleicht komme ich auch an den Punkt, an dem Fallout 76 es verpasst, mich vor allem durch neue interessante Missionen sowie abwechslungsreiche Events abzuholen und mir dann die Lust vergeht. Doch bislang bin ich gespannt, wie meine Karriere als Wiederaufbau-Verantwortlicher auf die scheinbar unausweichlichen Duelle mit den Scorched-Biestern hinausläuft, die im letzten Trailer angedeutet wurde und die enormes Zerstörungspotenzial besitzen. Angelockt von einem in der Ferne stattfindenden Kampf habe ich versucht, einen genaueren Blick auf das eindrucksvolle Level-50-Viech zu bekommen, das Zerstörung in Charleston im Südwesten anrichtete. Dummerweise bin ich dabei erst in einen Pulk Mutanten geraten, die ich zwar noch besiegen bzw. den restlichen entfliehen konnte. Doch dann bin ich direkt in den toxischen Atem des unvermutet über mir auftauchenden Biests geraten – was natürlich meinen sofortigen Tod bedeutete. Daher ist mein derzeitig langfristiges Ziel, eines dieser Mega-Monster zu besiegen. Ob mit oder ohne Gruppe, ist mir gerade schnuppe. Wie es mir dabei ging und die weitere Detail-Analyse spielmechanischer Elemente gibt es im nächsten Teil des Tests, der gegen Ende nächster Woche zu erwarten ist.

Vorläufiges Fazit vom 16.11.2018:

Auch angesichts der Erfahrung, die Bethesda in den letzten Jahren mit The Elder Scrolls Online gewinnen konnte, sind die ersten 15 Stunden in den postapokalpytischen Appalachen West Virginias ein zweischneidiges Erlebnis. Im Kern fühlt es sich mit seinem Explorationsfokus immer noch wie ein klassisches Fallout an – wenngleich ein gestutztes, da der Verzicht auf jegliche menschliche NPCs zu einer erstaunlichen Leere der Spielwelt führt. Auch in emotionaler Hinsicht, da die erzählenden Audiologs und Texte trotz interessanter Ansätze die Figuren nicht komplett ersetzen können. Und in zahlreichen Momenten habe ich auch Spaß; in erster Linie, wenn ich in einem der Dungeons Missionslinien folge und dabei nicht gerade von Bugs bis hin zu Serverabbrüchen gepiesackt werde. Doch anstatt diese Welt für 24 Spieler zu öffnen, die sich irgendwann auf der Karte verstreuen, wären die Mannen um Todd Howard nach bisherigem Empfinden besser bedient gewesen, das Geschehen auf eine vernünftige PvE-Kampagne zu konzentrieren, die mit bis zu vier, sechs oder auch meinetwegen acht Spielern kooperativ erlebt werden kann – mit entsprechenden Anpassungen des Schwierigkeitsgrades bei den Kämpfen. Denn dieses Konzept einer geteilten Online-Welt geht für mich bislang nur eingeschränkt auf. Es gibt kaum Anreize, sich mit anderen zu verbünden und Freundschaften zu schließen, die ideologisch für den Wiederaufbau Amerikas nötig wären. Zudem sorgen Lag-Probleme dafür, dass der Shooter in diesem Action-Rollenspiel nur ansatzweise den Reiz entfacht, den man bei den Offline-Fallouts verspürt. Dennoch bin ich neugierig, wie es weitergeht und welche Überraschungen noch auf mich warten. In der Hoffnung, dass diese größtenteils positiver Natur sind und in den nächsten Tagen mit eventuellen ersten Patches einige Probleme ausradiert werden, die den entstehenden Spaß torpedierten, vergebe ich bis hierhin gerade noch ein „Gut“.

Kommentare

PixelMurder schrieb am
Ich bewerte es als Spiel, das ich gerne zum Vollpreis gekauft hätte, wie schon alle andere zuvor seit Fallout 3, mit denen ich jeweils durchschnittlich weit über 2000 Stunden im Game, Creation Kit, Photoshop, Notepad++ und anderen Tools verbracht habe. Bei mir sind permanent alle Fallout 3, NV, 4 und Skyrim installiert, mit allen ihren Tools.
Aktuell zocke und modde ich wieder Skyrim. Und nachher setze ich mal Fallout 4 neu auf, dann zocke ich wieder Fallout 3 oder NV. Und dann werde ich wohl wieder Origin installieren, da ich lieber ein Battlefront vom Meister des Bösen zocke, das zwar dazu gemacht wurde, dich zu knechten und zu binden, aber immerhin auf einem technischen und spielerischen Niveau, von dem Bethesda nie geträumt hat und es auch nicht kann.
Fallout 76 kommt mir nie ins Haus, auch nicht gratis, auch nicht, wenn die schlimmsten Lücken und Denkfehler gepatcht wurden, es wird nie Mods von mir dafür geben und ich gebe keone Tipps zur Game-Stablität für Leute, die ein Game gekauft haben oder gratis spielen, das dazu gemacht wurde, alle alten Fans und Modder zu vertreiben, damit die verbliebenen Opfer gemolken werden können.
Fallout 76 ist ein Zeichen für den totalen Bankrott eines Entwicklers, sowohl technisch, wie kreativ, wie moralisch. Das Game könnte nur nicht von EA stammen, weil die normalerweise wissen, dass sie zuerst liefern müssen, damit abgezockt werden kann.
Ich spreche noch nicht unbedingt von Boykott von Fallout 5 und TES6, die kommen werden, wenn sich nichts mehr aus Fallout 76 rauspressen lässt. Aber aus einer Bude, die ein Fallout 76 verantworten und gar mit einem Lächeln auf dem Gesicht anpreisen konnte, erwarte ich nichts, ganz einfach nichts. Bei mir ist die untere qualitative Grenze Fallout 4 und man müsste schon naiv sein, wenn man nicht davon ausgehen würde, dass auch da der Shop der bugfreieste Ort sein wird.
Will ich damit Leuten den Spass verderben? Nein. Ihr solltet euch fragen, ob dieses Game...
Civarello schrieb am
casanoffi hat geschrieben: ?
08.12.2018 22:42

Gut, ich gebe zu, dass es hier vermutlich auch an der Definition liegt, was für wen bereits Schönrednerei ist.
Für mich wäre das noch keine, weil der- oder diejenige ja nicht sagt, dass 15 fps besser sind als 30 oder mehr.
Es wird dann einfach nur runtergespielt und für nicht so wichtig empfunden.
Dass dann sowas manche bereits so auffassen, als würde dadurch ein schlechtes Produkt bereits verteidigen, erschließt sich mir einfach nicht.
Klar, jeder zieht wohl so seine eigene Grenze. Für mich liegt es in diesem Fall so, dass derjenige die schlechte Performance relativiert. Weil früher war es ja stellenweise noch schlimmer. Er versucht sich also die Performance schöner zu reden als sie ist. Ob es klappt steht natürlich auf einem anderen Blatt :mrgreen:
Daraus allerdings zu schließen derjenige würde das GANZE Produkt relativieren ist natürlich Unfug.
casanoffi hat geschrieben: ?
08.12.2018 22:42
Mir geht es tatsächlich genau anders herum. F76 übt auf mich eine viel intensivere Atmosphäre aus, als es New Vegas konnte. Was aber auch am Setting von NV lag, mit dem ich leider so gar nichts anfangen konnte.
Auch hier ist es natürlich wieder davon abhängig was man bevorzugt. New Vegas ist mein absoluter...
casanoffi schrieb am
Civarello hat geschrieben: ?
08.12.2018 21:02
Man liest doch immer wieder Dinge wie: "Die Optik ist nicht so toll, aber mir macht das nichts aus." Oder : "Die Framerate ist wirklich übel, aber ich habe damals auch Occarina of Time mit 15 fps gespielt, also dagegen ist das hier nicht schlimm". Sowas grenzt in meinen Augen schon an "Schönrederei". Aber gut, ich persönlich habe eh kein Problem damit. Muss jeder für sich selber wissen.
Gut, ich gebe zu, dass es hier vermutlich auch an der Definition liegt, was für wen bereits Schönrednerei ist.
Für mich wäre das noch keine, weil der- oder diejenige ja nicht sagt, dass 15 fps besser sind als 30 oder mehr.
Es wird dann einfach nur runtergespielt und für nicht so wichtig empfunden.
Dass dann sowas manche bereits so auffassen, als würde dadurch ein schlechtes Produkt bereits verteidigen, erschließt sich mir einfach nicht.
Hmm, die Welt in Fallout war doch schon immer "leer". Klar gab es mal ein kleines Event, aber nur in den Städten/Siedlungen/Gebäuden gab es eine größere Ansammlung von NPCs. Aus den Videos selber sehe ich jetzt keinen großen Unterschied ob ich jetzt in New Vegas durch die Welt streife oder in 76. Eher kommt 76 negativer rüber als zb. New Vegas ; dort kommt mir wenigstens kein suboptimal animierter Heiopei mit Namen "Popperklopper 79" entgegen. DAS wäre ein richtiger Bruch in der Atmosphäre für mich........
Mir geht es tatsächlich genau anders herum. F76 übt auf mich eine viel intensivere Atmosphäre aus, als es New Vegas konnte. Was aber auch am Setting von NV lag, mit dem ich leider so gar nichts anfangen konnte.
Optisch macht in...
ChrisJumper schrieb am
Vielleicht wird es ja noch gepatched oder es bessert sich wenn weniger aktive Spieler auf den Servern sind. Gerade bei Onlinespiele verhält es sich ja schon mal so. Es kann aber auch sein das der Multiplayer Part nicht mehr geht oder es keine Mitspieler mehr gibt, wenn man dann zu lange wartet.
Von daher ist das immer Relative. Aber die Disc für Konsole kann man ja verkaufen...
Oder man greift jetzt zu weil man hofft das das Spiel schnell gepatched wird und danach gut ist (wie bei No Man Sky).
Es ist aber wirklich ärgerlich was da abgeliefert wurde und das dann nicht einfach das Early Access Schild aus gehangen wurde, oder man den Spielern irgendeine Entschädigung zukommen lässt.
Besonders jetzt nachdem auch ein Datenleck gab...
Persönlich spiele ich lieber Offline den ersten Teil, könnte mir aber auch vorstellen das Fallout auch als Onlinespiel zieht. Aber da muss sich noch einiges ändern.
Civarello schrieb am
casanoffi hat geschrieben: ?
08.12.2018 20:36

In diesem Fall ist es sogar eindeutig Schönrednerei.
Weil man eben versucht, einer schlechten Sache ganz klar was positives abzugewinnen.
Auch wenn es in solchen Fällen dann nichts gibt, was gut sein könnte.
Ich nehme jetzt mal ein ziemlich krasses Beispiel, um zu verdeutlichen, was ich meine: Server-Abstürze.
Absolut niemand wird behaupten können, dass daran irgendetwas gutes sein kann.
Falls jetzt jemand sagen würde, dass (ich denke mir das gerade aus ^^) man dadurch auch super eine nötige Pause vom Spiel bekommt, weil man sonst ja Gefahr laufen würde, viel zu lange vor dem Bildschirm zu sitzen - dann ist das Schönrednerei in Perfektion.
Aber macht denn sowas irgendwer? Nicht, dass ich wüsste...
Aber genau sowas wird halt auch gerne als Vorwurf genommen.
Und deswegen sprach ich ja auch davon, dass sowas nur in den Vorstellungen mancher Leute existiert, die einfach nicht damit klar kommen, dass man mit einem technischen Debakel wie F76 trotzdem seinen Spaß haben kann.
Wenn man prinzipiell Fehler erkennt, steht es natürlich jedem frei, selbst herauszufinden, wie schwer die Fehler wiegen und ob diese einem den Spielspaß verderben.
In einem solchen Fall geht es dann ganz simpel um ein Pro und Contra.
Selbst wenn die Contras dann in der Anzahl überwiegen, müssen diese ja noch lange nicht entscheidend sein.
Wenn die positiven Dinge rein vom Gefühl her überwiegen und man die negativen Bereiche mit einem Achselzucken wegwischen kann, ist das für diese Person doch ok.
Das hat dann für mich nichts mehr mit Schönrednerei zu tun, sondern mit subjektiver Geschmackssache.
Und genau...
schrieb am

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