Fallout 76 - Test, Rollenspiel, PC, PlayStation 4 Pro, Xbox One X - 4Players.de

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Rollenspiel
Publisher: Bethesda
Release:
14.11.2018
14.11.2018
14.10.2018
14.11.2018
14.11.2018
Spielinfo Bilder Videos

Update 19.11. 2018 - Test, Teil 2:

Die Motivation bröckelt

Ein Wochenende und damit etwa 14 weitere Stunden später ist meine Figur bei Level 23 angekommen. Und meine Motivation hat spürbare Dellen hinnehmen müssen. Unter anderem, weil zwei harte Abstürze, die einen Neustart erforderten sowie ein gutes Dutzend weitere Disconnects  mich immer weiter dazu trieben, Fallout 76 links liegen zu lassen, bis sich ein erster Patch der Performance-Probleme annimmt. Die äußerten sich übrigens auch immer noch in einer höchst unzuverlässigen Bildrate, die mit zunehmender Spieldauer stärker wurden – irgendwo ein Speicherleck? Doch ich habe den postapokalyptischen Appalachen immer wieder eine Chance gegeben. Auch wenn dies bedeutete, dass ich manche der „täglichen“ Missionen oder die unter „Verschiedenes“ laufenden Quests neu starten musste, nachdem ich neu geladen habe – selbst, wenn ich eigentlich schon auf der letzten Etappe war und ein Kontrollpunkt gesetzt wurde. Dass zu allem Überfluss eine Questreihe im Norden, der ich bedingt durch die offene Spielstruktur erst spät, aber dafür relativ viel Zeit gewidmet habe, kaputt ist und nicht beendet werden kann, nervt ebenfalls. Vor allem, wenn dieser Fehler bereits in der Beta-Fassung auftauchte und den Entwicklern bekannt war.

Die Questlinie der Feueratmer gehört erzählerisch zu den besseren in Fallout 76.
Die Questlinie der Feueratmer gehört erzählerisch zu den besseren in Fallout 76.

Dafür bin ich jedoch auf zusätzliche Missionsreihen gestoßen, in denen ich mir wirklich wie in einem Offline-Fallout vorkam. Wie z.B. bei der Aufnahmeprüfung zu den Feueratmern, den Brandbekämpfungsspezialisten, der Grundausbildung im Armeelager und vor allem der mehrteiligen sowie über ein breites Stufenspektrum laufenden Aufgaben, die man für den Orden der Mysterien erfüllt. Hier war die Fallout-DNA so intensiv spürbar, dass ich mir wünschte, Bethesda hätte schon die angedeutete Option eingebaut, dezidierten Serverbetrieb für Solisten oder Teams mit Freunden zu ermöglichen. Und in diesen Momenten konnte ich viele der technischen Mankos ignorieren. Mit Ausnahme des Lags, der sich beim Kampf gegen Gegner, die sich in meinem Stufenbereichen befinden, enorm negativ auswirkt. Ich habe meine Bewaffnung auf Distanz ausgelegt. Doch wenn ich mir die Gegner nicht effektiv vom Hals halten kann, weil sie bedingt durch Lag noch einen Nahkampfangriff vom Stapel lassen, obwohl ich eigentlich ihren Ansturm gestoppt habe, ist das nervig und sorgt für übermäßigen und eigentlich nicht nötigen Verbrauch an Stimpaks. Die Gefühlshöhen und –Tiefen und damit auch der Einfluss auf die Motivation, durch die mich dieses Fallout jagt, sind enorm. Und die Heiß-Kalt-Schere klafft immer weiter auseinander.

Vom Gejagten zum Jäger

Okay. Auf mich wurde ein Kopfgeld ausgesetzt, weil ich bei der Selbstverteidigung eine Ecke eines Zauns von einem Spielercamp getroffen wurde...
Okay. Auf mich wurde ein Kopfgeld ausgesetzt, weil ich bei der Selbstverteidigung eine Ecke eines Zauns von einem Spielercamp getroffen wurde...

Meine ersten Berührungen mit dem „Gesucht“-System habe ich ebenfalls gemacht. Und während ich nach wie vor überzeugt davon bin, dass dieses Konzept gut geeignet ist, um Angriffe von Spielern auf andere Spieler oder ihr Eigentum zu bestrafen, hat die Umsetzung nicht nur Schönheitsfehler, sondern ein paar grundsätzliche Probleme. Eigentlich wollte ich mit einer Alterniv-Figur ganz bewusst Attacken auf andere Spieler durchführen. Doch wie der Zufall es so wollte, musste ich mit meinem Hauptcharakter den „Gesucht“-Status erleben. Beim Wandern durch die Umgebung bin ich auf ein recht weit ausgebautes Camp eines anderen Spielers gestoßen. Und während ich das Gebäude sowie das Umfeld bewunderte, griff mich ein Rudel Verbrannter an – eigentlich kein Grund zur Beunruhigung. Wenn, ja wenn ich nicht bei einem Gegner einen Fehlschuss gesetzt hätte, der im Zaun der Spielerbehausung einschlug. Das Ergebnis: Es wurden zehn Kronkorken auf meinen Kopf ausgesetzt. Hallo, Bethesda? Das war Kollateralschaden. Hätte man mir nicht eine Warnung geben können, dass wiederholtes Attackieren der gegnerischen Strukturen (in diesem Fall ein verdammter Schutzzaun) zu einem Wanted-Status führt und ich sofort mein Feuer einstellen soll? In diesem Fall hätte ich natürlich versucht, die Ghoule wegzulocken. Doch sei es drum, hab ich halt ein Kopfgeld. Doch diese Naivität sollte mich ebenfalls teuer zu stehen kommen. Denn es gibt tatsächlich nur eine Gelegenheit, diesen Status loszuwerden: Durch Tötung seitens eines anderen Spielers. Ich habe versucht, mich von einer Brücke zu stürzen. Hat nicht funktioniert. Ich habe mich von einer Todesklaue töten lassen – eher unbeabsichtigt, aber dennoch eine interessante Erkenntnis, dass ich nach der Wiederauferstehung immer noch gesucht war.


Kommentare

PixelMurder schrieb am
Ich bewerte es als Spiel, das ich gerne zum Vollpreis gekauft hätte, wie schon alle andere zuvor seit Fallout 3, mit denen ich jeweils durchschnittlich weit über 2000 Stunden im Game, Creation Kit, Photoshop, Notepad++ und anderen Tools verbracht habe. Bei mir sind permanent alle Fallout 3, NV, 4 und Skyrim installiert, mit allen ihren Tools.
Aktuell zocke und modde ich wieder Skyrim. Und nachher setze ich mal Fallout 4 neu auf, dann zocke ich wieder Fallout 3 oder NV. Und dann werde ich wohl wieder Origin installieren, da ich lieber ein Battlefront vom Meister des Bösen zocke, das zwar dazu gemacht wurde, dich zu knechten und zu binden, aber immerhin auf einem technischen und spielerischen Niveau, von dem Bethesda nie geträumt hat und es auch nicht kann.
Fallout 76 kommt mir nie ins Haus, auch nicht gratis, auch nicht, wenn die schlimmsten Lücken und Denkfehler gepatcht wurden, es wird nie Mods von mir dafür geben und ich gebe keone Tipps zur Game-Stablität für Leute, die ein Game gekauft haben oder gratis spielen, das dazu gemacht wurde, alle alten Fans und Modder zu vertreiben, damit die verbliebenen Opfer gemolken werden können.
Fallout 76 ist ein Zeichen für den totalen Bankrott eines Entwicklers, sowohl technisch, wie kreativ, wie moralisch. Das Game könnte nur nicht von EA stammen, weil die normalerweise wissen, dass sie zuerst liefern müssen, damit abgezockt werden kann.
Ich spreche noch nicht unbedingt von Boykott von Fallout 5 und TES6, die kommen werden, wenn sich nichts mehr aus Fallout 76 rauspressen lässt. Aber aus einer Bude, die ein Fallout 76 verantworten und gar mit einem Lächeln auf dem Gesicht anpreisen konnte, erwarte ich nichts, ganz einfach nichts. Bei mir ist die untere qualitative Grenze Fallout 4 und man müsste schon naiv sein, wenn man nicht davon ausgehen würde, dass auch da der Shop der bugfreieste Ort sein wird.
Will ich damit Leuten den Spass verderben? Nein. Ihr solltet euch fragen, ob dieses Game...
Civarello schrieb am
casanoffi hat geschrieben: ?
08.12.2018 22:42

Gut, ich gebe zu, dass es hier vermutlich auch an der Definition liegt, was für wen bereits Schönrednerei ist.
Für mich wäre das noch keine, weil der- oder diejenige ja nicht sagt, dass 15 fps besser sind als 30 oder mehr.
Es wird dann einfach nur runtergespielt und für nicht so wichtig empfunden.
Dass dann sowas manche bereits so auffassen, als würde dadurch ein schlechtes Produkt bereits verteidigen, erschließt sich mir einfach nicht.
Klar, jeder zieht wohl so seine eigene Grenze. Für mich liegt es in diesem Fall so, dass derjenige die schlechte Performance relativiert. Weil früher war es ja stellenweise noch schlimmer. Er versucht sich also die Performance schöner zu reden als sie ist. Ob es klappt steht natürlich auf einem anderen Blatt :mrgreen:
Daraus allerdings zu schließen derjenige würde das GANZE Produkt relativieren ist natürlich Unfug.
casanoffi hat geschrieben: ?
08.12.2018 22:42
Mir geht es tatsächlich genau anders herum. F76 übt auf mich eine viel intensivere Atmosphäre aus, als es New Vegas konnte. Was aber auch am Setting von NV lag, mit dem ich leider so gar nichts anfangen konnte.
Auch hier ist es natürlich wieder davon abhängig was man bevorzugt. New Vegas ist mein absoluter...
casanoffi schrieb am
Civarello hat geschrieben: ?
08.12.2018 21:02
Man liest doch immer wieder Dinge wie: "Die Optik ist nicht so toll, aber mir macht das nichts aus." Oder : "Die Framerate ist wirklich übel, aber ich habe damals auch Occarina of Time mit 15 fps gespielt, also dagegen ist das hier nicht schlimm". Sowas grenzt in meinen Augen schon an "Schönrederei". Aber gut, ich persönlich habe eh kein Problem damit. Muss jeder für sich selber wissen.
Gut, ich gebe zu, dass es hier vermutlich auch an der Definition liegt, was für wen bereits Schönrednerei ist.
Für mich wäre das noch keine, weil der- oder diejenige ja nicht sagt, dass 15 fps besser sind als 30 oder mehr.
Es wird dann einfach nur runtergespielt und für nicht so wichtig empfunden.
Dass dann sowas manche bereits so auffassen, als würde dadurch ein schlechtes Produkt bereits verteidigen, erschließt sich mir einfach nicht.
Hmm, die Welt in Fallout war doch schon immer "leer". Klar gab es mal ein kleines Event, aber nur in den Städten/Siedlungen/Gebäuden gab es eine größere Ansammlung von NPCs. Aus den Videos selber sehe ich jetzt keinen großen Unterschied ob ich jetzt in New Vegas durch die Welt streife oder in 76. Eher kommt 76 negativer rüber als zb. New Vegas ; dort kommt mir wenigstens kein suboptimal animierter Heiopei mit Namen "Popperklopper 79" entgegen. DAS wäre ein richtiger Bruch in der Atmosphäre für mich........
Mir geht es tatsächlich genau anders herum. F76 übt auf mich eine viel intensivere Atmosphäre aus, als es New Vegas konnte. Was aber auch am Setting von NV lag, mit dem ich leider so gar nichts anfangen konnte.
Optisch macht in...
ChrisJumper schrieb am
Vielleicht wird es ja noch gepatched oder es bessert sich wenn weniger aktive Spieler auf den Servern sind. Gerade bei Onlinespiele verhält es sich ja schon mal so. Es kann aber auch sein das der Multiplayer Part nicht mehr geht oder es keine Mitspieler mehr gibt, wenn man dann zu lange wartet.
Von daher ist das immer Relative. Aber die Disc für Konsole kann man ja verkaufen...
Oder man greift jetzt zu weil man hofft das das Spiel schnell gepatched wird und danach gut ist (wie bei No Man Sky).
Es ist aber wirklich ärgerlich was da abgeliefert wurde und das dann nicht einfach das Early Access Schild aus gehangen wurde, oder man den Spielern irgendeine Entschädigung zukommen lässt.
Besonders jetzt nachdem auch ein Datenleck gab...
Persönlich spiele ich lieber Offline den ersten Teil, könnte mir aber auch vorstellen das Fallout auch als Onlinespiel zieht. Aber da muss sich noch einiges ändern.
Civarello schrieb am
casanoffi hat geschrieben: ?
08.12.2018 20:36

In diesem Fall ist es sogar eindeutig Schönrednerei.
Weil man eben versucht, einer schlechten Sache ganz klar was positives abzugewinnen.
Auch wenn es in solchen Fällen dann nichts gibt, was gut sein könnte.
Ich nehme jetzt mal ein ziemlich krasses Beispiel, um zu verdeutlichen, was ich meine: Server-Abstürze.
Absolut niemand wird behaupten können, dass daran irgendetwas gutes sein kann.
Falls jetzt jemand sagen würde, dass (ich denke mir das gerade aus ^^) man dadurch auch super eine nötige Pause vom Spiel bekommt, weil man sonst ja Gefahr laufen würde, viel zu lange vor dem Bildschirm zu sitzen - dann ist das Schönrednerei in Perfektion.
Aber macht denn sowas irgendwer? Nicht, dass ich wüsste...
Aber genau sowas wird halt auch gerne als Vorwurf genommen.
Und deswegen sprach ich ja auch davon, dass sowas nur in den Vorstellungen mancher Leute existiert, die einfach nicht damit klar kommen, dass man mit einem technischen Debakel wie F76 trotzdem seinen Spaß haben kann.
Wenn man prinzipiell Fehler erkennt, steht es natürlich jedem frei, selbst herauszufinden, wie schwer die Fehler wiegen und ob diese einem den Spielspaß verderben.
In einem solchen Fall geht es dann ganz simpel um ein Pro und Contra.
Selbst wenn die Contras dann in der Anzahl überwiegen, müssen diese ja noch lange nicht entscheidend sein.
Wenn die positiven Dinge rein vom Gefühl her überwiegen und man die negativen Bereiche mit einem Achselzucken wegwischen kann, ist das für diese Person doch ok.
Das hat dann für mich nichts mehr mit Schönrednerei zu tun, sondern mit subjektiver Geschmackssache.
Und genau...
schrieb am

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