Just Cause 4 - Test, Action, Xbox One X, PlayStation 4 Pro, PC - 4Players.de

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Action-Adventure
Entwickler: Avalanche Studios
Publisher: Square Enix
Release:
04.12.2018
04.12.2018
04.12.2018
04.12.2018
04.12.2018
Spielinfo Bilder Videos
Was wäre, wenn?

In einem anderen Punkt hat man ebenfalls aus dem Vorgänger gelernt: Die deutsche Lokalisierung ist deutlich besser gelungen als seinerzeit der Versuch, mit u.a. Gronkh und Moritz Bleibtreu (den ich als Schauspieler schätze) neue Zielgruppen über die Popularität der Sprecher zu gewinnen. Denn das Ergebnis konnte sich nur eingeschränkt hören lassen, was mich allerdings nur mehr darin bestärkte, auf die englische Sprachspur zu schalten, die damals deutlich besser war. In Solís bevorzuge ich auf Dauer zwar auch die englische Variante, muss mich aber bei der lokalisierten Variante nicht immer schütteln – alles klingt deutlich angenehmer, die Sprecher machen einen besseren Job. Insofern: Selbst wenn es immer noch Moritz Bleibtreu wäre, füllte er die Rolle hier überzeugender aus. Weniger zufrieden hingegen bin ich bei der Kulisse, die mich durch ein Wechselbad der Gefühle jagt. Avalanches Engine ist mächtig, keine Frage. Sowohl die unterschiedlichen Vegetationszonen wie Wüste, Grasland, verschneite Gebirge oder Küstenareale als auch die Städte und Gemeinden werden ebenso stimmungsvoll auf den Bildschirm gebracht wie Wettereffekte und die allgegenwärtige explosive Zerstörung. Man macht hinsichtlich des Detailgrads deutliche Fortschritte zum Vorgänger. Auch die Geschwindigkeit lässt keine Wünsche übrig. Und solange man in Bodennähe bleibt, stört nur die Bewegungsunschärfe ein wenig, die man am PC mit seinen eher spartanischen Grafikoptionen auch deaktivieren darf.

Die Bewegungs-Dynamik beim Wechsel aus freiem Fall, Wingsuit und Fallschirm wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert.
Die Bewegungs-Dynamik beim Wechsel aus freiem Fall, Wingsuit und Fallschirm wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert.
Je höher man sich jedoch bewegt, umso deutlicher wird der Hardware-Appetit, den Apex stellt, um die Sichtweite zu maximieren, in der Levelarchitektur oder Detailtexturen aufploppen. Um die Kulisse überzeugend darstellen zu können, sind 16 GB RAM, ein aktueller i7- oder Ryzon-R5-Prozessor sowie mindestens eine 1070TX (oder gleichwertig) nötig – und das ist nur, um eine saubere Darstellung mit 60 Bildern bei einer 1080p-Auflösung mit hohen Grafikeinstellungen anzubieten. Alles darunter, die Premium-Varianten von PlayStation 4 oder Xbox One eingeschlossen, macht Probleme. Damit man aber auch auf One X oder PS4 Pro eine weitgehend flüssige Kulisse erleben darf (von 4K darf hier nicht einmal geträumt werden), wurden einige Kompromisse in Kauf genommen, die mich wünschen lassen, dass Avalanche noch ein paar weitere Monate Zeit bekommen hätte, um Apex nicht nur für Konsolen, sondern auch im Allgemeinen zu optimieren. Die auf Konsolen nicht abschaltbare Bewegungsunschärfe stört mich dabei nicht einmal. An die Kantenbildung, die einen über das gesamte Spiel hinweg begleitet, gewöhnt man sich irgendwann, auch wenn man angesichts von Assassin‘s Creed Odyssey, Spider-Man oder Red Dead Redemption 2 in diesem Jahr einen anderen Umgang mit offenen Welten kennengelernt hat. Nicht zu vergessen Far Cry 5 oder Ghost Recon Wildlands, die ihrerseits auch mit Problemen kämpften, aber einige der in Just Cause 4 auftretenden Mankos besser im Griff hatten und das Schicksal der erhöhten Vertikalen teilten. Doch das unschöne Einblenden von Texturen, das plötzliche Auftauchen von Gebäuden, Felsformationen oder anderen Levelbauten sowie einige andere mit Zeichendistanz in Verbindung stehende Mankos sorgen bei mir vor allem auf den Konsolensystemen in visueller Hinsicht für ein bittersüßes Spielerlebnis, während selbst Rechner der oberen Mittelklasse immer wieder zu ähnlichen Aussetzern neigen. Und was so gar nicht geht: Die vorberechneten Zwischensequenzen, bei denen man auch den Abstand der Mimikqualität zu den anderen erwähnten offenen Welten bemerkt, sind nicht nur auf allen Systemen sehr niedrig aufgelöst und mit einem merkwürdigen Farbfilter versehen. Zudem ruckeln sie und überspringen gerne mal ein paar Bilder – gleichgültig, ob man mit PC, PS4 oder One unterwegs ist. Und wieso es ausgerechnet bei der Betrachtung bzw. dem Verschieben der Übersichtskarte vor allem auf den Konsolen zu Bildratenproblemen kommt, kann ich mir auch nur damit erklären, dass Avalanche den Titel auf Teufel komm raus fertigstellen musste. Was letztlich nach hinten losgeht, denn eigentlich macht dieses Just Cause richtig Spaß, wird aber durch technische Sperenzchen ausgebremst.

Kommentare

rSchreck schrieb am
Gesichtselfmeter hat geschrieben: ?
Gestern 15:46
[?]
Das Spiel hat aber defintiv eines der besten Easter-Eggs der Spielegeschichte, also Herzblut ist definitv da: https://www.youtube.com/watch?v=cyT6Mwz9sps :Häschen:
[?]
Wahahahaha :lol: ...das ist gut.
Davon ab...
...wundert mich der ganze Bohei um die Grafik. Also nicht dass sich Leute beschweren, sondern weil im Vorfeld eigentlich alle Stimmen ausgesagt haben, dass es eine ordentliche Steigerung zum (mMn und auf PS4) unspielbaren JC3 sei.
Und die Grafik-Fehler sehen btw. schwer nach LOD-"Problemen" aus. Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass das überhaupt gefixt werden kann. Sieht eher, und hier schließe ich mich den Kommentaren diesbezüglich an, nach mangelnder Optimisierung aus. Da fehlt ein gutes halbes Jahr im Ofen.
573f4n schrieb am
manu! hat geschrieben: ?
Gestern 07:21
Man merkt dann doch wie Tester verschieden bewerten und unterschiedliche Hauptaugenmerke haben.Is logisch aber so ne Katatstrophe durch zu winken.Verstehe ich nicht ganz.
Die 79% gehen schon irgendwie in Ordnung wenn sich die Bewertung von JC4 nicht an ernsthaften Spielen wie GTA5, FarCry5 und RDR2 orientiert, sondern anhand von entsprechenden Kritieren von Destruction- oder Fun-Simulatoren bewertet wird. So wie den Goat Simulator, welcher damals auch 78% als "Michael Bay-Simulator" bekommen hat. Ich denke dass die meisten schlicht mit einer falschen Erwartungshaltung an die JC-Reihe herangehen. Ich schließe mich da nicht aus, hatte den selben Fehler bei JC3 gemacht.
Gesichtselfmeter schrieb am
Ich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite macht das Spiel so übelst viel Spass (mMn weit mehr als die Teile zuvor) und ist wie Junkie geschrieben hat alternativlos auf dem Markt. Daher will ich auch nicht, dass diese Serie verschwindet. ABER: was mich mehr nervt als die technischen Mankos, ist die Tatsache, dass für jeden Schritt. den Just Cause 4 nach vorne macht, gibt es halt auch ein paar kleine spielerische Rückschritte - z.B kein dual wielding dafür Wetter. Das scheiss Wetter, besonders der Tornado, frisst wohl ungemein Ressourcen und hätten sie gerne durch komplett zerstörbare Umgebung (also auch Häuser, Bunker, etc.) ersetzen können, da gehe ich jede Wette, dass 95% der Fans mit mir ziehen würden. Das Wetter so ne blöde Idee, die jemand am Anfang als USP/Marketing-hook in den Raum geworfen hat und all die Ja-Sager haben es abgeklatscht. Unnötig und dumm.
Und jetzt kommts...und das ist schon richtig dreckig: Just Cause 3 hatte den jet-pack als DLC. Diesen bekommst Du in JC4 nur durch die Deluxe Edition - wird also quasi 2 mal als DLC verkauft. Konnte ich noch irgendwie mit leben, da ich JC3 billig gekauft habe und die DLCs nicht gekauft habe, ABER: das jet pack in Teil 4 hat noch nicht einmal alle Features aus Teil 3, wie z.B. vom Boden abheben, sich von Wänden abstossen und barrel roll. So was ist in meinen Augen halt richtig arm. Die Serie hat so viel Potential, aber da muss dringend sowohl bei SE als auch bei den Executives bei Avalanche Personal ausgetauscht werden. Fazit: ein irgendwo geiles Spiel, dass ich trotzdem eigentlich hassen müsste.
Das Spiel hat aber defintiv eines der besten Easter-Eggs der Spielegeschichte, also Herzblut ist definitv da: https://www.youtube.com/watch?v=cyT6Mwz9sps :Häschen:
Dass das Spiel bei weitem nicht aussieht...
JunkieXXL schrieb am
Für mich ist JC eh ein Spiel, dass ich nur vom Grabbeltisch kaufe. 70 Euro ist es nicht wert, 15 Euro schon. JC lebt eigentlich nur davon, dass es keine Konkurrenz hat. Avalanche Studios kann sich daher viel rausnehmen. Würde es mehr solcher Reihen geben, die im Unterschied zu JC sowohl grafisch als auch von der Story her überzeugen, dann gäbe es auch nicht so viele Leute, die JC gegen Kritik verteidigen. Aber da die Reihe die einzige ihrer Art ist, ja praktisch schon ein Subgenre verkörpert, erscheint sie als schützenswert und sei sie noch so fehlerbehaftet.
schrieb am

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