Final Fantasy XIII
USK: 12

Test: Final Fantasy XIII

So testet 4Players
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Autor:
Jens Bischoff

Lobenswert sind hingegen die umfangreichen, sich stets automatisch aktualisierenden Nachschlagewerke, über die man sich nicht nur knackige Zusammenfassungen bisheriger Ereignisse wieder ins Gedächtnis rufen kann, sondern auch mehr über einzelne Figuren, Einrichtungen und Schauplätze erfährt.
Informationen zu Gegnern, Charakteren oder Beschwörungen lassen sich in praktischen Kompendien nachschlagen.
Es gibt auch eine praktische Enzyklopädie aller bisher getroffenen Gegner mit fortlaufenden Anmerkungen sowie bereits entdeckten Stärken und Schwächen. Interessant ist auch der sich schrittweise zu einem verständlichen Ganzen fügende Rückblick über die Ereignisse, die sich vor Spielbeginn zugetragen haben. Schon während des Abenteuers zählen die damit verbundenen Filmsequenzen zu den Highlights der Story, die am Ende eine lückenlose Vorgeschichte in Texten und Bildern ergeben.

Gelungene Präsentation

Die sowohl in Spielgrafik als auch Renderoptik servierten Story-Sequenzen, die sich jederzeit pausieren oder abbrechen lassen, sorgen wie gewohnt für filmischen Hochgenuss, auch wenn manche Szenen wie der Angriff auf Cocoon übertrieben albern wirken. Dasselbe gilt auch für die Animationen mancher Spielfiguren. Insgesamt können sich diese absolut sehen lassen, aber warum läuft Sazh als hätte er einen Stock verschluckt, während Vanille fast wie bei einem epileptischen Anfall durch die Gegend hampelt und die Sprunganimationen Erinnerungen an Inspektor Gadget wach rufen? Insgesamt ist die grafische Präsentation aber über fast alle Zweifel erhaben. Lediglich die im Vergleich zum Helden-Sextett auffallend grob modellierten Nebenfiguren oder die teils etwas eckigen Finger, Schultern, Knie oder Ohren der Protagonisten trüben hin und wieder die imposante Kulisse und filmreife Inszenierung.

Die technischen Unterschiede zwischen PS3- und 360-Version sind gering. Mag sein, dass die PS3-Optik durch ihre etwas höhere Auflösung bei filigranen Objekten wie Haaren minimal detaillierter wirkt oder die 360-Umsetzung generell eine leicht höhere Bildrate bietet. Aber selbst wenn man beide Fassungen parallel beobachtet, fallen die Unterschiede kaum auf; beim Spielen schon gar nicht. Lediglich die Rendersequenzen sind auf der PS3 dank unkomprimierter Blu-ray-Wiedergabe teils einen ganzen Tick schärfer. Bei den Ladezeiten hat wiederum die Xbox leicht die Nase vorn. Das einmalige Wechseln der drei DVDs (360) ist dabei kaum der Rede wert. Das einzige, das ich etwas störend empfand, waren die gelegentlichen Ruckelanfälle auf der Xbox, die aber wohl weniger mit der Grafik-Engine als viel mehr mit dem Streamen der Daten von Disc zu tun haben.
Wer japanischen Originalton genießen will, muss nach wie vor zur Importversion greifen - auch auf der PS3-Blu-ray befindet sich lediglich die englische Tonspur.
Im Gegensatz zur PS3-Version lassen sich die Daten bei Bedarf aber auch auf Festplatte installieren. Spielspaß beeinflussende Vor- oder Nachteile gibt es in meinen Augen jedenfalls nicht und inhaltlich sind beide Fassungen ohnehin identisch, abgesehen davon, dass sich PS3-Besitzer über ein paar exklusive XMB-Designs freuen dürfen, die sich im Verlauf des Spiels freischalten lassen.

Auch die vielfältige Soundkulisse kann sich auf beiden Plattformen hören lassen. Lediglich die musikalische Untermalung sorgt mitunter für Stirnrunzeln. Mir persönlich war der Soundtrack trotz einiger echter Highlights insgesamt jedenfalls viel zu willkürlich und belanglos. Zu viel Fahrstuhlmusik ohne emotionale Note, zu viele stilistische Fehlgriffe wie beschwingte Dixie-Klänge in düsteren Katakomben. Für sich gesehen ist der Soundtrack sicher hörenswert und facettenreich, Spiel begleitend wirkt er aber oft uninspiriert und aufgestülpt. Positiv überrascht war ich hingegen von der englischen Vertonung. Die Sprecher klingen sehr professionell, passen gut zu den ihnen zugeteilten Rollen und machen ihren Job absolut lippensynchron. Vanille empfand ich sogar angenehmer als ihr japanisches Pendant ohne ihre zugedachte Rolle als sorglos naive Frohnatur dadurch einzubüßen. Nur der Sprecher von Hope klang irgendwie als hätte er bei den Sprachaufnahmen Probleme mit seiner Zahnspange gehabt. Dafür ist jedoch jeder noch so belanglose NPC-Kommentar mit Sprachausgabe versehen, reine Textpassagen gibt es nur in den spielbegleitenden Tutorien.

Trotzdem ist es natürlich schade, dass man nicht einmal auf der dank Blu-ray eigentlich genug Speicherplatz bietenden PS3 optional auch japanischem Originalton lauschen darf. Lob verdient hingegen die deutsche Übersetzung der Texte und Untertitel. Die Formulierungen mancher Fachausdrücke oder die der Charakterrollen mögen zwar etwas sperrig wirken und wer sich nach wie vor nicht mit Begriffen wie Vallum für Shell anfreunden kann, wird natürlich auch dieses mal die Nase rümpfen. Aber insgesamt merkt man deutlich, dass die Übersetzer ihr Handwerk verstehen und sogar bemüht waren bestehende Abkürzungen wie NORA lieber durch freiere Wortwahl beizubehalten als sie einfach wörtlich zu übersetzen und abzuändern. Auch bei den Namen hielt man sich meist angenehm zurück ohne jedoch gänzlich auf passende Eindeutschungen zu verzichten. Wirklich gute Arbeit!   

Kommentare

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  • Ein erstklassiges Spiel, wenn da nicht der Name Final Fantasy wäre. Square Enix beweisst mit FF-13 voller Stolz ihre Bereitschaft Traditionen zu brechen um die Kundschaft zu maximieren. Es fehlt einfach die Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit, sowie die Liebe zur Erschaffung einer Welt. Alle Fans  [...] Ein erstklassiges Spiel, wenn da nicht der Name Final Fantasy wäre. Square Enix beweisst mit FF-13 voller Stolz ihre Bereitschaft Traditionen zu brechen um die Kundschaft zu maximieren. Es fehlt einfach die Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit, sowie die Liebe zur Erschaffung einer Welt. Alle Fans der Serie können das Bestätigen und ein großer Teil dieser Fans ist mit dieser Entwicklung nicht zufrieden. Einige Beispiele für das "Fehlverhalten" seitens Square Enix: -künstliche Schwierigkeit in einem "automatischen" Kampfsystem -vollständige Freischaltung über die Gruppe erst ab der Mitte (ca 20 Std.) -der Trailer für FF-13>2 ist ein starker Spoiler über das Ende von FF-13 -ich könnte lange weitermachen aber das führt nur zum selben Ergebnis -----FF-13>2---------------Trailer----------------keine Garantie------------ -Hintergrundmusik ne Art Electro Hip Hop -Entscheidungsmöglichkeiten alá Dragon Age Fazit: Die Fortsetzung hat einiges zu verbessern und jeder Spieler sollte sich Sorgfältig informieren bevor er FF13>2 erwirbt.
  • Ach ja muss ich auch noch durchspielen... mehr als eine Stunde am Tag geht aber halt nicht wegen Gehirnfrost und so...
  • an die die es durchgespielt haben: [spoiler]Ist Rosch nicht ein Final Fantasy Hitler? Wieso wird er am ende glorifiziert? Wenigstens hope könnte sagen: hey wegen dir ist meine mutter gestorben. Wieso wollen sie Orphan töten, obwohl sie es doch ganze zeit verweigern? Orphan killen=Cocoon untergang?  [...] an die die es durchgespielt haben: [spoiler]Ist Rosch nicht ein Final Fantasy Hitler? Wieso wird er am ende glorifiziert? Wenigstens hope könnte sagen: hey wegen dir ist meine mutter gestorben. Wieso wollen sie Orphan töten, obwohl sie es doch ganze zeit verweigern? Orphan killen=Cocoon untergang? Ist es nicht eigentlich das was barthalandus will. Wieso haben Vanille und Fang erst am Ende das "was sie auch immer gemacht haben"(ragnarök?) eingesetzt? wirkt so aufgesetzt. Wieso sind alle so melodramatisch? wenigstens ein charakter könnte seine füße am boden behalten. Hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.[/spoiler]

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