Memento Mori 2: Wächter der Unsterblichkeit - Vorschau, Adventure, PC - 4Players.de

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Memento Mori 2: Wächter der Unsterblichkeit (Adventure) von dtp entertainment
Memento Mori 2: Wächter der Unsterblichkeit

Der tschechische Entwickler Centauri schlägt im Adventure Memento Mori 2 ruhige Töne an: Bedächtige Piano-Klänge, finstere Visionen  und der mysteriöse Unfall des Protagonisten erinnern an die depressive Grundstimmung im Film-Thriller Dark Water. Wir haben bereits die Ermittlungen aufgenommen - am 18. März bringt dtp das Spiel in den Handel.



Ungewöhnliche Flitterwochen

Die detailreichen Gesichter und die geringe Tiefenschärfe sorgen für cineastisches Flair.
Die detailreichen Gesichter und die geringe Tiefenschärfe sorgen für cineastisches Flair.

Das Abenteuer beginnt in Kapstadt, wo die aus dem Vorgänger bekannten Protagonisten Max und Lara ihre Flitterwochen verbringen. Nach Romantik ist dem frisch gebackenen Ehepaar aber nicht zumute: Von Beginn an liegt eine bedrückende Stimmung in der Luft. Ein Grund dafür sind Max‘ düstere Visionen, welche ihn regelmäßig heimsuchen. Ein Bild davon konnten wir uns nicht machen, da neben der Synchro auch noch sämtliche Zwischensequenzen fehlen - doch seine Skizzen aus den Alp- und Tagträumen sehen bereits sehr beunruhigend aus. Ein netter Nebeneffekt des Psycho-Terrors ist, dass Künstler Max ihn auf Leinwand verewigt und die Ergebnisse gewinnbringend an Galerien verkauft. Zu Beginn des Adventures geht es ihm bereits so gut, dass er auf die starken Psychopharmaka verzichtet, welche sein Arzt ihm verschrieben hat.

Um die depressive Stimmung zu durchbrechen, lassen die beiden sich auf einen Auftrag von Laras Arbeitgeber Interpol ein: Ein Galerie-Chef bittet sie, einem Diebstahl einiger Kultgegenstände auf den Grund zu gehen – die lokale Polizei hat die Akte nämlich erstaunlich schnell geschlossen. Als die beiden dem Dieb auf die Spur kommen, stürzt Max bei einer Verfolgungsjagd von einer Klippe und wird für tot erklärt. Verstört kehrt Lara zum Interpol-Hauptquartier nach Lyons zurück. Bei ihrem nächsten Fall findet sie immer wieder Hinweise, die darauf schließen lassen, dass Max noch am Leben ist. Auch einige diabolische, mit menschlichem Blut gepinselte Wandgemälde scheinen in der Geschichte eine wichtige Rolle zu spielen. Die acht Kapitel führen unter anderem nach Finnland und in das chinesische Viertel von San Francisco.
In der Kunstgalerie versucht Max herauszubekommen, warum die Diebe nur ganz bestimmte Kultgegenstände haben mitgehen lassen.
In der Kunstgalerie versucht Max herauszubekommen, warum die Diebe nur ganz bestimmte Kultgegenstände haben mitgehen lassen.

Schmucke Technik

Der Einstieg erinnert ein wenig an Serien wie Geheimakte oder Sherlock Holmes. Statt meine Protagonisten mit allerlei Inventar-Rätseln aus einer heiklen Situation befreien zu müssen, geht es zunächst gemütlicher zur Sache: Ich wechsle vom Tatort zum Hotel, höre mir auf der Wache die fadenscheinigen Ausflüchte des Polizei-Chefs an, sammle nach und nach Indizien und konfrontiere Gesprächspartner mit neu gewonnenen Erkenntnissen. Ähnlich wie im Vorgänger soll es übrigens wieder mehrere alternative Story-Abzweigungen und Ausgänge geben.

Ein klares Highlight ist wie im Vorgänger die starke Technik: Mit voll aufgedrehten Details können die Gesichter beinahe mit dem Detailreichtum von Heavy Rain konkurrieren. Das Mienenspiel wirkt nicht so ausgefeilt, doch für Genre-Verhältnisse sieht das Gebotene wirklich schick aus. Verantwortlich für die grafische Pracht ist die eigens entwickelte CPAL3D-Engine, welche die Entwickler auch zur Lizenzierung anbieten. Wenn die aus dem Vorgänger bekannten Protagonisten Max und Lara durch die Kulissen stapfen, wirkt das zwar noch recht hölzern, im Gegenzug sorgen die cineastischen Schuss-Gegenschuss-Einstellungen für Kino-Atmosphäre. Auch der Unschärfefilter, das gleißende Licht und der feine Schattenwurf wirken gelungen.
Wer oder was verfolgte Max auf dieser schmalen Straße?
Wer oder was verfolgte Max auf dieser schmalen Straße?

 

Einsteigerfreundliche Ermittlungen

Weniger begeistert war ich bisher von der Rätseldichte: Gerade zu Beginn hatte ich oft eher das Gefühl einer Geschichte zuzuschauen, statt wirklich aktiv am Spiel teilzunehmen. Außerdem war mir der Großteil der Puzzles zu simpel gestrickt, wodurch sich die Ermittlungen noch nicht sonderlich spannend gestalteten. Die Bedienung gibt sich aber komfortabel: Eine Druck auf die Hotspot-Taste verrät, welche Dinge benutzt und welche nur begutachtet werden können. Im Inventar lassen sich neue Errungenschaften aus der Nähe betrachten und um 360 Grad drehen; außerdem erinnert mich ein ausführliches Tagebuch an alle Story-Wendungen.

 

AUSBLICK



Der erste Ausflug ins zweite Adventure von Max und Lara hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen:  Einerseits haben mich die geheimnisvolle Atmosphäre und die tolle Technik von Beginn an ins Spiel hineingezogen. Andererseits waren mir die bisherigen Ermittlungen und Rätsel noch zu simpel gestrickt. Gerade in Kombination mit der bedrückenden Stimmung und dem gemächlichen Erzähltempo könnte sich das als Stolperstein für die Langzeitmotivation erweisen. Wenn der Schwierigkeitsgrad noch anzieht, besitzt Memento Mori 2 aber durchaus Potential für ein spannendes Abenteuer mit düsterem Flair.

Ersteindruck: gut

Memento Mori 2: Wächter der Unsterblichkeit
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Kommentare

AIex schrieb am
Teil 1 war doch Murks hoch 3. Die Grafik wird das hier auch nicht retten.
tower66 schrieb am
Teil 1 hat mir hingegen sehr gut gefallen. Freue mich auf Teil 2 :-)
2komma9 schrieb am
Teil 1 war langweilig ohne Ende. Ich habs dann irgendwann mit Komplettlösung noch durchgeruckelt obwohl ich keine Lust mehr hatte. Die einzelnen Locations zeugen von wenig Liebe zum Detail. Lieber gute 2,5D Grafik wie in Black Mirror 2 und 3 als dieses hässliche 3D, wobei das ja in Teil 2 jetzt nicht mehr so hässlich aussieht. Trotzdem hat Teil 1 keinen Vorteil daraus gezogen. Feste Kameraperspektiven und wenig Objekte, das ganze wirklich extrem kahl. Dazu die gnadenlos schlechten Synchronsprecher - zumindest in der deutschen Fassung (der Sprecher aus dem Off und André waren ja zum gruseln, leider nicht in der Weise wie es sich das Spiel vorgestellt hat). Dazu holpirge Animationen die dazu extreeeem laaaaangsaaaam waren. Ich habs dann mit dem Programm Cheat Engine und dem Speedhack auf doppelter Geschwindigkeit gespielt damit der Max mal in halbwegs vernünftiger Zeit seine Animationen zu Ende bekommt..... So konnte einfach keine Stimmung aufkommen im Gegensatz zu Baphoments Fluch z.B. welches mit viel simplerer Technik viel mehr erreicht.
Gut Teil 2 mag nun vieles besser machen, aber ich weiß ja nicht nachdem ich mich so über Teil 1 geärgert habe ob ich das wirklich noch mal versuche.
Ein gutes Adventure steht und fällt mit den Sprechern, der Story und den Rätseln und weniger mit der Grafik. Das hier aber auch die Grafik von Teil 1 gelobt wurde, ist ja wohl etwas albern. Da muss ich wohl ein falsches Spiel gespielt haben.
Übrigens heisst der gesuchte Begriff Schärfentiefe, sprich wie tief die Schärfenebene ist. Der Duden kennt auch nur Schärfentiefe und verweist bei Tiefenschärfe auf ersteres. Warum allerdings Tiefenschärfe auf google häufiger eingegeben wird erschließt sich mir nicht so recht, aber so lange wir wissen worum es geht, solls mir egal sein ;)
Tombyrd schrieb am
ist das so eine Art interaktiver Film, so wie L.A. Noire ?
Deadringer schrieb am
Fand den 1. Teil stinklangweilig, obwohls eigentlich Potenzial hatte. Aber die Chars waren teilweise so aalglatt und uninteressant, dass ich mittendrin aufgehört habe. Mal schauen ob der 2. Teil was taugt.
schrieb am

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