Warhammer 40.000: Kill Team - Vorschau, Action, Xbox 360 XBL, PlayStation 3 PSN - 4Players.de

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Space Marines gegen Orks: Was vor fast 25 Jahren als Tabletop-Taktik begann, hat mittlerweile auch auf Videospielsystemen Fuß gefasst. Der immerwährende Konflikt das Warhammer 40K-Universums  wird häufig als Hintergrund für Strategie wie Dawn of War genutzt, hat aber z.B. mit Fire Warrior auch schon die Kulisse für einen Shooter gestellt. Mit Kill Team für den Xbox Live Marktplatz sowie das PlayStation Network versucht man sich an einem klassischen Zweistick-Shooter.


Krawumm!

Video
Der explosionslastige Zweistick-Shooter passt optimal ins Warhammer 40K-Universum.
Auf Story scheint man im Ende Juli erscheinenden Warhammer 40K Kill Team (KT) nicht viel Wert zu legen. Außer den Befehlen, sich hierhin oder dorthin zu bewegen und alles niederzumachen was nach Weltraum-Ork aussieht, damit ein Planet nicht invasiert werden kann, erfährt man nicht viel über die Beweggründe. Sicher kann man argumentieren, dass ein Spiel aus den Reihen der Zweistickshooter keine aufwändige Story braucht. Doch selbst mit einem Minimum an erzählerischer Finesse hätte man die Action aufwerten können.

Denn die hat es durchaus in sich: Vier spielbare Klassen stehen zur Verfügung, die hinsichtlich ihrer Nah- und Fernkampffähigkeiten sowie im Hinblick auf eine aufladbare  Spezialaktion variieren. Mit ausrüstbaren "Perks" wie z.B. erhöhtem Nahkampf-Schaden oder mehr Lebensenergie sowie unterschiedlichen Waffensystemen kann man die Figuren zusätzlich an die bevorzugte Spielweise anpassen. Oder man versucht, sich bei einem kooperativen Ausflug bestmöglich zu ergänzen, indem man Waffen und Perks aufeinander abstimmt. Allerdings sollte man sich auch darauf einstellen, dass man viel miteinander redet - insbesondere wenn es um den Fortschritt geht. Denn in einem Punkt zeigt sich Kill Team sehr veraltet: Beide Figuren müssen auf einem Bildschirm Platz finden. Eine Splitscreen-Alternative ist nicht vorhanden.

Orkse und noch mehr Orkse

Bei der Arcade-Ballerei dürfen natürlich auch Bosse nicht fehlen.
Bei der Arcade-Ballerei dürfen natürlich auch Bosse nicht fehlen.
Hat man schließlich alle Entscheidungen getroffen, was dank überschaubarer Optionen nicht all zu lange dauern dürfte, geht es schließlich ins Zielgebiet. Und ab da heißt es Action und noch mehr Action: Aus allen Ecken, Winkeln und Türen rauschen Orks aus verschiedenen Klassen vom kleinen Axtschwinger bis hin zum Raketenwerfer tragenden Boss auf einen zu. Der Begriff "Taktik" scheint dabei nicht zum Ork-Vokabular zu gehören - die Grünhäute gehen umgehend auf Angriff über, gleichgültig ob sie alleine unterwegs sind, zu einer Gruppe gehören oder sich ggf. hinter schwerer bewaffneten oder gepanzerten Kameraden verstecken könnten.

So kämpft man sich durch die linearen, meist schlauchigen Abschnitte, schickt eine Ork-Kolonne nach der anderen in die Hölle, lässt explosive Fässer und weitere interaktive Elemente meist im Dutzend hochgehen und ergötzt sich an dem gleißenden Flammenmeer, das meist das Ergebnis dieses Feuerwerkes ist. Bosskämpfe, temporäre Upgrades wie ein Mehrfachschuss, ein Schutzschild, Unverwundbarkeit usw. runden die Ballerei ab, deren größtes Problem der Umfang werden dürfte. Ein halbes Dutzend Abschnitte soll es in der finalen Version geben. Und das könnte bei etwa 20 bis 30 Minuten Spielzeit pro Level und einem eher niedrig gehaltenen Wiederspielwert ein Knackpunkt sein.  Zwar kann man in Kill Team auch ein Schwert für die Vollversion des im September erscheinenden Space Marine freispielen und sich auch an zahlreichen freispielbaren Upgrades bzw. neuen Waffenvarianten für alle vier Figuren erfreuen, doch ob dies reichen wird, um langfristig zu motivieren, muss sich zeigen.
 

AUSBLICK



Laut, schnell, unkompliziert und kooperativ spielbar: Warhammer 40K Kill Team vereint alle Eigenschaften, die man von einem Zweistick-Shooter erwartet. Die Gefechte gegen die sich leider etwas zu selbstaufopfernd doof verhaltenden Weltraum-Orks spielen sich sehr flüssig und die Bildschirm erschütternden Explosionen, die man beinahe im Sekundentakt auslöst, reißen nicht nur die Feinde mit sich, sondern sorgen anfänglich immer wieder für einen Anstieg des Adrenalinlevels. Allerdings besteht die Gefahr, dass man sich an den düsteren Kulissen, den gleißenden Sprengladungen und durch die Gegend fliegenden Grünhäuten irgendwann satt gesehen hat - und daran werden vermutlich auch die vier spielbaren Klassen sowie die zahlreichen freispielbaren Upgrades nicht viel ändern. Ein weiteres Problem könnte der Umfang sein: Mit gerade mal sechs Abschnitten kann man das Abenteuer des Kill Teams nicht gerade als üppig bezeichnen. Als kurzweilige Unterhaltung, die man auch zu zweit in Angriff nehmen kann, wobei eine intelligente Splitscreen-Lösung wünschenswert wäre, dürfte dieser Arcade-Ausflug ins Warhammer 40K-Universum einen Blick wert sein.

Eindruck: gut


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Kommentare

Nerix schrieb am
@Desert Sun: laut Co-Optimus hat es nur einen Offline-Koop:
Warhammer 40,000: Kill Team will feature two player couch co-op play through the entire game - sorry folks - no online here.
http://www.co-optimus.com/article/6157/ ... unced.html
@über mir: SS3 BFE, tolles Akronym - das sagt wahrscheinlich ungefähr 1% der Leser hier was --> dann doch lieber ausschreiben... (und inhaltlich passt es auch nicht wirklich)
Allpb schrieb am
Dieser "sinnlos" 2 Stick shooter verkürzt nur die wartezeit zu SS3 BFE
Provo schrieb am
Yeahhahaha Orcs tööten :Hüpf:
Kauf ich
DesertSun schrieb am
Boah ne ... ist das jetzt wirklich nur offline Coop? :(
2xg0 schrieb am
Also ganz ehrlich... unter Kill Team habe ich mir was ganz anderes vorgestellt^^
schrieb am

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