Game of Thrones - Vorschau, Rollenspiel, Xbox 360, PC, PlayStation 3 - 4Players.de

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Game of Thrones (Rollenspiel) von dtp entertainment / Focus Home Interactive
Game of Thrones
3D-Rollenspiel
Entwickler: Cyanide Studio
Release:
12.06.2012
12.06.2012
12.06.2012
Spielinfo Bilder Videos
Wer sich in der mittelalterlichen Fantasy von George R.R. Martin heimisch fühlt, darf bald selbst durch die Sieben Königreiche wandern: Das französische Team von Cyanide wagt sich an ein Rollenspiel in der Bestsellerwelt. Erst kürzlich startete die TV-Serie zu der immer noch unvollendeten Romanreihe "Das Lied von Feuer und Eis". Ist da billiger Lizenzmurks im Anmarsch oder naht ein Geheimtipp?

Zweigleisiges Abenteuer

Video
Der Trailer vermittelt einen ersten Eindruck der düsteren Fantasywelt - stilistisch hält man sich an die TV-Serie, inhaltlich an die Geschehnisse des ersten Buches.
So eine starke Lizenz und so wenig Freiheit? Ich kann mir keinen Abenteurer aussuchen, weder das Aussehen noch die Ausrichtung festlegen? Schade! Auf Nachfrage erklärten Sylvain Sechi (Lead Game Designer) und Thomas Veauclin (Art Director), dass sie sich mit diesem Projekt nicht übernehmen wollten. Das kommende Rollenspiel wird also weder eine offene Welt noch eine klassische Charaktererschaffung à la The Elder Scrolls V: Skyrim anbieten: Stattdessen erlebt man eine lineare Story aus zwei Perspektiven.

Sehr interessant für alle Kenner der Bücher ist, dass sich Cyanide zwar an die machtpolitischen Rahmenbedingungen der Romane hält, aber nicht einfach die bekannten Geschehnisse nacherzählt. Das Abenteuer findet parallel zu den Ereignissen des ersten Buches (von denen die TV-Serie im Detail abweicht) statt und soll weitere Facetten der intriganten Ereignisse vermitteln - eine gute Entscheidung. Man spielt dabei die vorgegebenen Helden kapitelweise nacheinander, bis man irgendwann beide zusammen steuert. Das kann auch eine sehr interessante Art sein, eine Geschichte zu erzählen, wenn sich die beiden roten Fäden langsam annähern – zumal George R.R. Martin, der Schöpfer der Romanwelt, an deren Konzept und Verfeinerung beteiligt ist.  Die Entwickler spielen die aktuellen Versionen mit ihm, passen Textzeilen und Details an.

Auch The Witcher profitierte von der markant ausgearbeiteten Welt der literarischen Vorlage Sapkowskis und überzeugte mit einem weitgehend fertigen Helden in begrenzter Landschaft – hier hat man immerhin zwei. Die beiden Protagonisten werden sich hinsichtlich ihrer Kampfstile und ihres Auftretens unterscheiden, obwohl Erstere noch recht ähnlich wirkten. Sie steigen ganz gewöhnlich über Erfahrungspunkte auf und besitzen fünf Attribute: Stärke, Agilität, Glück, Ausdauer, Intelligenz. Es wird jedoch keine sozialen oder diebischen Fähigkeiten wie Rhetorik, Schleichen oder Taschendiebstahl geben. Zu Beginn kann man lediglich einen von drei Kampfstilen wählen - z.B. eher flink mit zwei
Das Abenteuer spielt parallel zu den Ereignissen der Bücher und den machtpolitischen Intrigen rund um den "Eisernen Thron".
Das Abenteuer thematisiert die machtpolitischen Intrigen rund um den "Eisernen Thron". In der deutschen Version kommen die Sprecher der TV-Serie zu Wort.
Klingen, mit Schild und Schwert oder doch wuchtig mit dem Hammer?

Mors von der Nachtwache

Das wäre die spartanisch anmutende „Klassenwahl“ für den Startcharakter: Mors Westford. Also doch ein Action-Rollenspiel zum Kloppen und Aufsteigen? Nein, der Fokus ist eher ein erzählerischer, was sich auch an der doppelten Perspektive zweier Helden zeigt. Mors ist ein rauer Ranger der Nachtwache aus armen Verhältnissen, mit Stiernacken und zig Narben im Gesicht; er wird von einem ebenso aggressiv wirkenden Hund begleitet. Schon im ersten Kapitel begegnet er Jeor Mormont (seine Figur wird wie in der TV-Serie von James Cosmo besetzt), dem bärbeißigen Lord Commander von Castle Black. Er muss während der Exekution eines Deserteurs seinen Mann stehen und hier zeigt Game of Thrones erste Stärken in der Dramaturgie: Wie reagiert man auf die Anweisungen des Alten? Man hat bereits in den ersten Dialogen die Wahl zwischen pflichtbewusstem und rebellischem Verhalten und freut sich über die guten Texte.  Die Story ist zwar linear angelegt, aber auf dem Weg ins Finale wird man kleine Entscheidungen treffen können, die nicht nur den Verlauf einer Quest (man kann über Nebenaufträge mehr Verbündete oder Hinweise gewinnen), sondern auch den der Geschichte sowie die Reaktion einzelner Charaktere beeinflussen – das hat bereits neugierig gemacht, obwohl die ansehnliche Mimik nicht an The Witcher 2 oder Mass Effect 2 heran kommt. Trotzdem vermittelt das Artdesign sehr gut die bodenständige Fantasy der Bücher, die mehr an die mittelalterlichen Rosenkriege als an den Herrn der Ringe erinnert.

Obwohl man inhaltlich den Bücherb treu bleibt, richtet man sich optisch an die TV-Serie: Hier Jeor Mormont, der Lord Commander der Nachtwache.
Obwohl man inhaltlich den Büchern treu bleibt, richtet man sich optisch an die TV-Serie: Hier Jeor Mormont (James Cosmo), der Lord Commander der Nachtwache.
Das spielerisch Besondere an Mors ist, dass er die übersinnliche Fähigkeit der Geistwanderung besitzt – so kann er in den Körper seines Hundes fahren und aus dessen Perspektive die Welt erkunden. Mit allen Vorteilen hinsichtlich hinterhältiger Attacken sowie starkem Geruchssinn.  Das prädestiniert das Duo aus Mensch und Tier natürlich für subtilere Einsätze: Als Vierbeiner kann man in Egosicht die Fährte verschollener Bewohner aufnehmen oder sich optimal an Wachen vorbei schleichen – in diesen spielbaren Abschnitten wehte ein angenehmer Hauch von Stealth-Action, wobei die KI-Routinen und die Glaubwürdigkeit noch zu wünschen übrig ließen. Die Wachen reagierten nicht realistisch genug auf Lärm oder Sicht, denn man konnte sie in der relativen Nähe ihrer Kameraden als Hund töten, ohne dass man bemerkt wurde – mal abgesehen davon, dass der Vierbeiner mal eben schwer gepanzerte Ritter zerfetzt. Dafür stimmt das Missionsdesign optimistisch: Es wird keine typischen Quets à la „Töte zehn Ratten“ oder „Hol zehn Kräuter aus dem Wald“ geben – die Aufträge wirkten bisher alle erzählerisch inspiriert.

Kommentare

(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt schrieb am
Wulgaru, wie fast immer gut und zu einem friedvollem Ende zusammengefasst. Soweit genug dazu.
Was mich an Game of Thrones fesselt, sind die vielen Geschichten die parallel zu einander ablaufen. Wenn einem etwas nicht gefällt pickt man sich etwas anders aus. Und genau wie in der Serie macht man es hier nicht anders. Letzen Endes Kreuzen sich die wege derer die man begleitet,
Wulgaru schrieb am
Ich weiß gar nicht warum man Vampire Diaries verteidigen muss. Natürlich hat es eine ähnliche Ausgangslage wie Twilight und natürlich wurde es von Anfang an auf dieser Welle vermarktet.
Das macht doch überhaupt nichts.
Man vergisst dabei warum Twilight schlecht ist. Nicht wegen der Ausgangslage. Normales Mädel, mysteriöse Kleinstadt...Vampire...daraus kann man auch mit einer Liebesgeschichte jede Menge machen. Twilight ist schlecht, weil seine Charaktere und ihre Handlungen hanebüchen sind. Damit natürlich auch die Handlung an sich. Vampire Diaries macht dies tatsächlich ein bisschen besser, aber man sollte sich keine Illusionen machen das Twilightfans diese Serie ebenfalls gucken und zwar aus den gleichen Gründen wie Twilight. Es ist dadurch keine schlechte Serie. Hauptsache sie gefällt einem selbst.
Sevulon schrieb am
An der Hochschule ist nur einer der zig Vampire in Vampire Diaries: Stefan. Selbst sein Bruder ist nicht dort. Und was soll er auch denn sonst machen? Vampire altern schließlich nicht und er war halt im Highschool-Alter als er Verwandelt wurden. Wobei die Serie wenig an der High School spielt. Im zentralen Mittelpunkt der ersten Staffel steht eigentlich der [politische] Konflikt und die Intrigen zwischen den verschiedenen Vampiren und diversen Menschen/vampirjägern, die sich durch die ganze Stadt und Umgebung zieht. Das Ganze hat eher was von "Vampire: The Masquerade". Hier werden dauernd Bündnisse geschlossen und gebrochen, Fronten verändern sich regelmässig genau wie die Stärkeverhältnisse der Grupierungen. Eine gewisse Flukation ist auch gegeben, des öfteren tauchen neue Spieler auf oder werden vom Tisch genommen. Meist permanent, indem man sie umbringt. Bis auf die beiden Hauptdarsteller, die Brüder [naja, okay: Und das Mädel], hat man eigentlich auch bei jeder Person das Gefühl, dass sie jederzeit sterben kann, was ebenfalls einen gewissen Reiz ausmacht. Man weiß nie wer wie lange in diesem tödlichen Spiel der Intrigen überlebt [ähnlich wie bei GoT, wo ja ansich auch jederzeit jemand sterben kann und es ggf. auch tut].
Die High-School ist also nur ein Nebenschauplatz, wo Stefan versucht ein "normales Leben" zu führen [ja, inklusive Beziehung, aber weit weniger Kitischig als der Bella-Quatsch der Konkurrenz] und hat bei weitem nicht der Stellenwert wie bspw. bei Buffy.
Aber Buffy und Angel waren sowieso die besten Vampirserien aller Zeiten. Da kommt natürlich nix mehr ran, weder VD, True Blood und schon gar nicht Twilight. Es gibt keinen cooleren Vampir als Spike. Period.
KOK schrieb am
Düsterer ist nicht gleich erwachsener. Buffy war auch düsterer, aber weit weg von erwachsen. Aber gut, ich kenne die Serie wirklich nicht und lasse Ihre Behauptung einfach mal so stehen. Die Trailer haben mich überhaupt nicht überzeugen können und ich denke nicht, daß ich der Serie eine Chance geben werde. Was ich gerne mal hätte, wäre eine Vampir-Serie, die sich nicht um Highschool-Mädels handelt und wesentlich mehr die Horror-Schiene einschlägt. Das wäre vielleicht was für mich. Aber Vampire, die über 100 Jahre alt sind und sch an einer High-School einschreiben (Quelle: Wikipedia)? Ne, danke.
Sevulon schrieb am
Vampire Diary ist weit düsterer und erwachsener als Twilight. Die Charaktere sind auch deutlich cooler. Außerdem funkeln sie nicht in der Sonne.
VD geht eher in die Richtung, die auch True Blood einschlägt. Im Übrigen gibts in VD auch öfters mal Seitenhiebe gegen Twilight, in denen sie sich darüber lustig machen. "This ain't Twilight. We don't sparkle, we burn in the sun"
schrieb am

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