FlatOut - Vorschau, Rennspiel, PC, PlayStation 2, Xbox - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Arcade-Racer
Release:
04.11.2004
04.11.2004
04.11.2004
Spielinfo Bilder Videos
In Rennspielen stand bislang immer das Auto im Vordergrund: Tuning hier, Modellwechsel da. Der Fahrer war, wenn überhaupt vorhanden, nur schmückendes, aber unnötiges Beiwerk. In FlatOut ist das anders, sehr anders: Zwar steht auch hier das Rasen im Vordergrund, aber den Fahrer werdet ihr mehr als einmal bei seinen Flugversuchen kennenlernen. Wir haben unseren Schutzhelm aufgesetzt, und einige Proberunden gedreht.

Kein Racer wie jeder andere

FlatOut vom finnischen Entwickler Bugbear ist in vielerlei Hinsicht alles andere als ein gewöhnliches Rennspiel. Z.B. heizt ihr hier nicht in hochglanzpolierten Superkarren über schnelle Highways, sondern dröhnt mit bulligen Muscle-Cars über dreckige Waldstraßen oder staubige Steppen. Dank realistischer Physik-Engine und größtenteils interaktiver Umgebung könnt ihr die Strecken durch Kollisionen mit Baumstamm- oder Reifenstapeln oder dem fachgerechten Umknicken eines Strommastes verändern bzw. zumüllen, damit eure Verfolger ins Schwitzen kommen. Und natürlich ist die Betonung auf den bereits angesprochenen Fahrer ein Novum im Rennspielgenre:

Die Gegner fahren einen heißen Reifen, und lassen euch oft nur Staub schlucken.
Bei allzu heftigem Kontakt mit Bäumen, Steinen oder sonstigen stabilen Hindernissen, segelt der arme Pilot nämlich physikalisch korrekt in hohem Bogen in Richtung Asphalt. Was wie eine nette Spielerei klingt, haben die Entwickler im umfangreichen Multiplayermodus zu einer völlig neuen Spielvariante hochgezüchtet.

Fly Dummy, Fly!

Den Karrieremodus beginnt ihr in einer gerade noch vom Rost zusammengehaltenen Schrottkarre, mit der ihr erste Preisgelder einfahrt. Die werden dann in neue Wagen investiert, woraufhin neue Herausforderungen warten uswusf. Insgesamt müsst ihr auf satten 58 Strecken das Gaspedal durchtreten, darüber hinaus gibt es noch diverse Bonusstrecken, die das Ramm-mich-Spielprinzip konsequent weiterführen: eine an »Demolition Derby« erinnernde Arena, eine Rennstrecke in Form einer 8 und vieles mehr. Die Straßen sind zum großen Teil nicht linear, so dass ihr immer die Augen nach versteckten Abkürzungen offen halten solltet.

Der Mehrspielermodus beinhaltet natürlich auch normale Rennen sowie eine CTF-Variante. Das hiesige Highlight sind jedoch die »Ragdoll Sports«: In diesen zwölf Disziplinen geht es darum, den Fahrer (aus Jugendschutzgründen wird daraus in Deutschland ein Crash-Test-Dummy) möglichst spektakulär ins Ziel zu schleudern – z.B. beim Fahrer-Weitwurf oder beim Fahrer-Torschießen. Dazu gebt ihr zunächst mächtig Gas, bestimmt kurz vor dem Crash noch den Abflugwinkel, schmettert dann mit Schmackes ins Hindernis und wünscht eurem davonfliegenden Piloten noch alles Gute. Auf Xbox und PC dürfen bis zu acht Raser via LAN, Internet, Xbox Live und System Link gegeneinander antreten, dazu gibt es noch Splitscreen-Unterstützung für maximal vier Fahrer, was hauptsächlich der PS2 zugute kommt.

Arcade-Simulation

Das Fahrverhalten der muskelprotzenden Boliden erfordert etwas mehr Einarbeitung als beispielsweise die Kontrolle der windschnitten Flitzer in NFS Underground. Hier ist alles physikalisch genau berechnet, was bei dem Entwickler kein Wunder ist:

Die Strecken sind voller versteckter Abkürzungen und Sprungschanzen, die euch wertvolle Sekunden verschaffen können.
Bugbear war bislang für seine schraubengenaue Rallye-Simulation Rally Trophy bekannt. Das betrifft natürlich auch das Schadensmodell, das weit über das übliche »zerplatzende Scheibe + baumelnde Stoßstange« hinausgeht: Eure Karren verlieren alle möglichen Einzelteile, was sich auf Dauer spürbar auf das Fahrverhalten auswirkt. Im Endeffekt kann man bei FlatOut also durchaus von einer Simulation sprechen, auch wenn der spielerische Anspruch eher in Richtung Funracer tendiert.

Optisch braucht sich FlatOut vor keinem anderen Rennspiel zu verstecken: hochdetaillierte Fahrzeugmodelle, liebevolle Landschaften voller kleiner und großer Highlights, weiche Animationen und jede Menge Grafikeffekte wie Echtzeit-Reflektionen oder verdreckende Autoteile zeugen vom handwerklichen Geschick der Finnen.

  
 

AUSBLICK



Ich muss gestehen, dass ich mich auf FlatOut mehr freue, als auf Burnout 3, Juiced und NFS Underground 2 – alleine wegen der genialen »Ragdoll Sports«, aus denen man locker ein eigenes Spiel stricken könnte. Schon optisch eine Wucht, besticht das Game auch noch durch ein anspruchsvolles Fahrmodell, das man in dieser Art von Racern gar nicht erwartet – natürlich kein Grand Prix Legends, aber deutlich herausfordernder als bei der Konkurrenz. Ein ganz klarer Geheimtipp, den man bis zum Release am 5. November unbedingt im Hinterkopf behalten sollte.


Vergleichbare Spiele

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Thema!
schrieb am

Facebook

Google+