Call of Duty: Black Ops II
USK: 18
Shooter (Military-Shooter)

E3-Eindruck: Call of Duty: Black Ops II

So testet 4Players
Seite:  1 

Autor:
Paul Kautz

Video: Call of Duty, wie man es kennt und schätzt: In der Kampagne geht es mit jeder Menge Hollywood-Action wieder mächtig zur Sache.
Wenn man mal eben den bestverkauften Teil einer vom Erfolg verwöhnten Spielereihe entwickelt, dann ist der Druck, mit dem Nachfolger noch mal alles besser und toller und schöner zu machen, sicher nicht unerheblich. Damit muss Treyarch nun leben, denn Call of Duty: Black Ops 2 steht in den Startlöchern. Die Entwickler hätten es sich einfach machen und genau dort fortsetzen können, wo sie aufgehört haben. Aber man wagt einige sehr interessante Neuanfänge. Das geht schon bei der Kampagne los, die zwar in den 1980ern beginnt, aber ihren Höhepunkt im Jahre 2025 findet. Diese Zukunft ist von Gewalt geprägt: Terroristische Gruppen haben die Drohnenflotte der US-Armee gekapert und lassen damit Tod und Zerstörung vom Himmel regnen. Es gibt logischerweise nur einen, der den Feind aufhalten kann. Wer wohl?

Gewisse Dinge müssen einfach sein. Und zu Call of Duty gehört eine Präsentation der krachbummigsten Sorte einfach dazu.  Von dem, was ich bisher sehen konnte, werden diese Erwartungen nicht enttäuscht: Zuerst ist man mit der Präsidentin im Panzerwagen
Zur Abwechslung liegt mal nicht New York in Schutt und Asche, sondern Los Angeles. Black Ops 2 bietet jede Menge futuristisches Kampfgerät.
Zur Abwechslung liegt mal nicht New York in Schutt und Asche, sondern Los Angeles. Black Ops 2 bietet jede Menge futuristisches Kampfgerät.
unterwegs, der natürlich einen üblen Unfall erleidet. Danach wird jede Menge Hollywood-Action abgespult, auf die Michael Bay stolz wäre. Man kämpft sich durch das beeindruckend zerstörte Los Angeles, holt abtrünnige Drohnen mit einer mobilen SAM-Station vom Himmel, rast unter einem kollabierenden Freeway hindurch, legt sich mit kompakten, aber tödlichen Mini-Mechs an, und ist Augenzeuge eines in sich zusammenstürzenden Wolkenkratzers. Danach steigt man auch noch in einen Senkrechtstarter, um die flüchtende Präsidentin aus der Luft zu beschützen, wie in einem Railshooter eine Drohnen-Flotte aus der Luft zu holen und schließlich dramatisch mit dem Schleudersitz auszusteigen. Black Ops 2 ist wieder verdammt intensiv, keine Frage.

Neben der Kampagne, dem populären Mehrspielermodus inkl. Koop-Variante und natürlich der heiteren Zombie-Jagd wird es auch „Strikeforce“ geben. Das ist eine zusätzliche Spielvariante für Solisten, die sich auf zwei Weisen angehen lässt: Entweder normal, aus der Ego-Ansicht mit der futuristischen Knarre in der Hand. Oder aus der blau schimmernden Vogelperspektive, welche die eigenen Einheiten grün und die Gegner
Den Strikeforce-Modus kann man ganz normal aus der Ego-Ansicht spielen - oder man versetzt sich in die Vogelperspektive und kommandiert seine Truppen aus der Strategen-Position.
Den Strikeforce-Modus kann man ganz normal aus der Ego-Ansicht spielen - oder man versetzt sich in die Vogelperspektive und kommandiert seine Truppen aus der Strategen-Position.
rot anzeigt. Hier kann man seinen Truppen Regieanweisungen geben, Wegpunkte setzen und generell den Taktiker raushängen lassen, während das Zeitlimit herunter tickt. In dem gezeigten Level war das Ziel, zuerst einige strategisch wichtige Objekte zu sichern, um anschließend eine mächtige Rakete zu starten, mit dem ein gegnerisches Schiff  unter großen Getose zerstört wird. Wenn die Mannen nicht genau das machen, was man von ihnen erwartet, steht es einem frei, sich jederzeit in jede Einheit reinzuversetzen und sie direkt zu kontrollieren – das gilt nicht nur für Soldaten, sondern auch für schwer bewaffnete Mini-Mechs oder flink durch die Lüfte surrende Kampfdrohnen. Die Grafik von basiert auf der bewährten Technik, die natürlich wieder aufgebohrt wird. Die Bilder sind wieder sehr beeindruckend und erfreuen mit flüssigen 60fps, aber man merkt dem 3D-System sein Alter mittlerweile deutlich an – besonders durch die matschigen Texturen. Das steht repräsentativ für das allgemeine Spielerlebnis: Hier geht’s wieder richtig gut zur Sache. Aber alles fühlt sich trotz des neuen Szenarios doch schon sehr vertraut an.

Ersteindruck: gut
 

Kommentare

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  • Zitat:
    Zumindest MW3 wurde von jemand anderem getestet
    Dann möchte ich mich hiermit entschuldigen, was den Vergleich zu MW3 angeht. Zitat:
    [...]Ganz ehrlich, ich stelle mir das schwer vor sowas abzudecken im Rahmen eines Tests [...]
    Auf der einen  [...]
    Zitat:
    Zumindest MW3 wurde von jemand anderem getestet
    Dann möchte ich mich hiermit entschuldigen, was den Vergleich zu MW3 angeht. Zitat:
    [...]Ganz ehrlich, ich stelle mir das schwer vor sowas abzudecken im Rahmen eines Tests [...]
    Auf der einen Seite gebe ich dir schon recht, andererseits hab ich dazu auch ne etwas andere Auffassung. Lasst mich dazu ein wenig weiter ausholen. In gewisser Weise sehe ich Spieletester grundsätzlich in dieser Position, als dass sie am Spiel interessierten Spielern die Vor- und Nachteile und auch weitere Features des Spiels erläutern bzw. unentschlossenen Spielern das Game näher bringen. Um das ganze jetzt mal etwas krasser auszudrücken, wächst daraus natürlich auch ne gewisse Verantwortung den Spielern gegenüber, sie vor so manchem Rotzspiel zu schützen, was 4Players ja meines Erachtens auch gut hinbekommt. Ich möchte jetzt keineswegs behaupten, als wäre Call of Duty so dermaßen schlecht, aber die Hollywood-Zeiten eines MW1 sind wohl lange vorbei. Jetzt kommt es eher wie seichte Abendunterhaltung eines B-Movies daher. Als Spieletester bekommt man ja bestimmt hier und da Kritik der Community aus diesen Spielen mit, die so in den Foren weltweit geäußert wird (gehört meiner Meinung nach irgendwo zum Beruf). Und wenn da über das schlechte Waffenbalancing geredet wird, das ja schon mit MW2 anfing, und jüngst mit einem internationalen Aufruf gipfelte, MW3 einen Tag lang zu boykottieren (weiß nicht, ob das jemand mitbekommen hat), sollte ich da als Tester schon hellhörig werden und vielleicht mal doch genauer hinter die Fassade schauen als die Augenwischerei der Publisher auch noch - vermutlich unwissend - zu unterstützen. Ist jedenfalls meine Meinung dazu.
  • mecheltech schrieb:
    (...)Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass man das Gefühl hat, als würden manche Tests etwas inkonsequent oder nicht einheitlich geschrieben bzw. gewertet werden (was ich ja noch verstehe, wenn der Test von unterschiedlichen Autoren
     [...]
    mecheltech schrieb:
    (...)Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass man das Gefühl hat, als würden manche Tests etwas inkonsequent oder nicht einheitlich geschrieben bzw. gewertet werden (was ich ja noch verstehe, wenn der Test von unterschiedlichen Autoren geschrieben würde, was allerdings nicht der Fall zu sein scheint). Weiterhin wollte ich niemanden und schon gar nicht 4Players angreifen, sondern freue mich stattdessen auf ne sachliche Diskussion und vielleicht sogar über ein kurzes Statement von Paul
    Zumindest MW3 wurde von jemand anderem getestet. Das erklärt dann auch, warum der SP so unterschiedlich bewertet wurde. Ansonsten: So ein Punkt wie Waffenbalancing. Ganz ehrlich, ich stelle mir das schwer vor sowas abzudecken im Rahmen eines Tests, wenn man nicht dutzende Stunden in den MP steckt, bzw. in andere Ableger bereits investiert hat. Da werden Features abgesteckt, Maps, Spielfluss, wat weiß ich, aber Balancing muss ja nun nicht umbedingt dabei ins Auge springen bei dem Arsenal.
  • PanzerGrenadiere schrieb:
    ersteindruck: gut breaking news] So überraschend kommt das für mich jetzt ehrlich nicht. Meiner Meinung nach mag 4Players die Call of Duty - Spiele
     [...]
    PanzerGrenadiere schrieb:
    ersteindruck: gut breaking news] So überraschend kommt das für mich jetzt ehrlich nicht. Meiner Meinung nach mag 4Players die Call of Duty - Spiele von Treyarch im Vergleich zu IW so oder so nicht sonderlich gern. Denn wie lässt sich sonst erklären, dass ein Spiel wie Modern Warfare 2 (88%), was ja ohne Frage einen hervorragenden Multiplayer-Modus hat, als so viel besser eingestuft wird als Black Ops (82%). Schaut man sich die Bewertung etwas genauer an, stellt man fest, dass es nicht am Multiplayermodus liegen muss, sondern wohl eher am Singleplayer, denn wie schreibt Paul in seinem Fazit zu Black Ops Zitat:
    ?Die Kampagne bietet einige angenehme Überraschungen, aber im Großen und Ganzen nur durchschnittliche Shooter-Kost - der Mehrspielermodus dagegen ist wieder einmal vorbildlich!?
    Durchschnittliche Shooterkost mag ja schön und gut sein, aber da wird in MW2 im Fazit kritisiert]am Anfang könnte man über die plump die Patriotismuskeule schwingende Story noch kotzen
    . In Black Ops wird auf übermäßiges Patriotismusgetöße mal weitesgehend verzichtet, die Kampagne mit einem mysthischen Touch versehen, was den Charakter des Reznov und seine weitere Geschichte im Spielverlauf angeht, doch scheinbar gibt das in diesem Moment so kritisierte Patriotismusgeschwafel einfach mal viel mehr Story her. Denn so schlecht, wie im Fazit geschrieben, war die Story von Black Ops auch nicht. Zitat:
    Der Mehrspielermodus rettet Black Ops auf die 80 - die Kampagne allein hätte das nicht geschafft.
    Seltsam, seltsam. Dann kommen natürlich so Kleinigkeiten dazu, wo ein Black Ops auf Konsole auf Grund der Grafik mal ein paar Prozente abgezogen bekommt, bei MW2 das Ganze aber irgendwie unwichtig ist. Finde da sollte man dann schon eine einheitliche Linie finden, zumal es vom gleichen Autor geschrieben wurde. Der Vogel wird für mich aber mit der Bewertung von MW3 abgeschossen. Die Geschichte wird halt MW-typisch abgeschlossen und das nicht mal unbedingt schlecht. Aber wie kann hier der Multiplayer entweder dermaßen außer Acht gelassen werden oder so gut sein, dass dieses Spiel einen Gold-Award verdient, die Story allein ist den nämlich nicht wert? Die ganzen Neuerungen mit dem Pointstreak-System in allen Ehren, aber wird beim Test nur mal kurz drübergeschaut und das war's dann. Im Autorenteam sitzen doch Leute, die Ahnung haben, aber wie kann man nur das dermaßen miese Waffenbalancing verschweigen oder übersehen? Tut mir Leid, 4Players, aber da zieht auch euer gern zitiertes "Spielebewertung ist immer subjektiv" nicht bei mir. Es gibt immer Faktoren, die man - zumindest innerhalb einer Spielereihe - objektiv betrachten kann. Ich möchte mit diesem Beitrag keinesfalls einen Wertungskrieg erreichen oder gar Black Ops hypen. Den Gold-Award hat in der Call of Duty-Reihe bis auf Modern Warfare (1) meiner Meinung nach eh kein Nachfolger mehr verdient, da es jedes Jahr der gleiche arcadelastige Shooter mit nur marginalen Änderungen ist. Black Ops II wird da vermutlich nicht anders, ist halt die alljährliche Einheitsshooterkost, aber sind wir mal ehrlich: solange sich das Game so gut verkauft, wird sich daran eh nix ändern. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass man das Gefühl hat, als würden manche Tests etwas inkonsequent oder nicht einheitlich geschrieben bzw. gewertet werden (was ich ja noch verstehe, wenn der Test von unterschiedlichen Autoren geschrieben würde, was allerdings nicht der Fall zu sein scheint). Weiterhin wollte ich niemanden und schon gar nicht 4Players angreifen, sondern freue mich stattdessen auf ne sachliche Diskussion und vielleicht sogar über ein kurzes Statement von Paul