Castlevania: Lords of Shadow 2 - Vorschau, Action, Xbox 360, PlayStation 3, PC - 4Players.de

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Castlevania: Lords of Shadow 2 (Action) von Konami
Castlevania: Lords of Shadow 2
Action-Adventure
Entwickler: Mercury Steam
Publisher: Konami
Release:
27.02.2014
27.02.2014
27.02.2014
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos


Video
Lords of Shadow 2 soll deutlich düsterer werden als sein Vorgänger.
In Konamis Pre-Show zur E3 wurden bereits einige frische Infos zu Castlevania: Lords of Shadow 2 bekannt gegeben. Jetzt konnten wir selbst Hand legen und mit Entwicklern sowie Produzenten plaudern, die einmal mehr betonen, dass sich der zweite Teil inhaltlich vor allem darum drehen wird, die Geschichte aus der Perspektive von Dracula zu erleben. Entsprechend düster soll es werden, was sich nicht nur am hohen Gewaltgrad mit spritzenden Blutfontänen, sondern auch den Kulissen widerspiegeln soll: Sonnengetränkte, fast schon idyllische Wälder mit kraftvollen Farben wird es hier im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr geben. Stattdessen warten dunkle Gemäuer und trostlose Schauplätze auf den berühmten Vampir, in dessen Mimik man eine Mischung aus verzweifeltem Hass und Melancholie erkennen kann.

Da ist aber jemand sauer...
Es war mal wieder Zeit für einen kleinen Blut-Cocktail.
Dafür wird die Welt offener. Zwar nicht im Sinn von GTA oder einem Sandkasten, doch wollte man die Levelstruktur des Vorgängers bewusst aufbrechen und erlaubt durch eine neue Streaming-Technik den fließenden Übergang zwischen den Arealen ohne Ladeunterbrechungen. Gleichzeitig gestattet man die Rückkehr in bereits besuchte Abschnitte und erhält mit wachsenden Fähigkeiten Zugang zu Passagen, die man vorher nicht aufsuchen konnte. Mercury Steam verspricht, eine gute Balance zwischen Story, Kämpfen und Erkundung zu gewährleisten, denn gerade Letzteres kam laut Fan-und Kritiker-Feedback im ersten Teil zu kurz.

Diese Designentscheidungen stellten die Entwickler laut eigener Aussage zunächst vor einige Probleme: Zum einen mussten genügend Anreize geschaffen werden, um die Spieler auch abseits der linearen Storypfade bei Laune zu halten und zum anderen musste auch die Technik überarbeitet werden, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu gehört auch die Kamera, die sich hier frei mit dem rechten Stick kontrollieren lässt, während sie beim Vorgänger noch automatisch positioniert wurde. Der Schritt bedeutet gleichzeitig, dass nicht mehr nur der festgelegte Ausschnitt, sondern ein wesentlich größerer Teil der Kulisse berechnet werden muss und wertvolle Hardwareressourcen frisst. Trotzdem peilen die Entwickler an, das grafische Niveau des ersten Teils zu halten oder gar zu übertreffen. Nach dem Spielen der Demo werden sie dem bisher aber nicht ganz gerecht, denn manche Texturen sind enorm grob, Kanten flimmern stark und die manuelle Kamera leidet nicht nur an einer übertrieben starken Bewegungsunschärfe (Motion Blur), sondern sorgt leider auch nicht immer für den optimalen Überblick.

Über drei Stunden Videosequenzen soll es geben.
Über drei Stunden Videosequenzen soll es geben.
Das überarbeitete Kampfsystem geht dagegen super von der Hand: Die Blut-Peitsche macht ihrem Namen alle Ehre und lässt bei Treffern den roten Lebenssaft spritzen – vor allem, wenn man ein gutes Timing beim Blocken beweist und anschließend zum verheerenden Konter ansetzt. Allerdings lassen sich nicht alle Angriffe abwehren, so dass manchmal das flotte Ausweichen mittels der linken Schultertaste die clevere Alternative darstellt. Die Klauen kommen dagegen vorwiegend bei gepanzerten Gegnern zum Einsatz, um deren Schild zu zerstören – erst danach werden Angriffe mit anderen Waffen wirksam. Neigt sich die eigene Lebensenergie dem Ende entgegen, empfiehlt sich der Griff zum Void-Schwert, da jede erfolgreiche Vernichtung die Leiste wieder füllt. Bei benommenen Gegnern sollte man dagegen möglichst schnell die Chance ergreifen, sie sich zu schnappen und ihnen ganz klassisch für einen Vampir das Blut auszusaugen. Um den kräftigen Biss in die Halsschlagader erfolgreich abzuschließen, muss  nur noch ein kleiner Reaktionstest bestanden werden, der auch im Kampf gegen mitunter gigantische Bossgegner sowie in Kletterpassagen hin und wieder zum Einsatz kommt.

Wer verbirgt sich unter dieser Rüstung, die C3PO neidisch machen würde?
Wer verbirgt sich unter dieser Rüstung, die C3PO neidisch machen würde?
Wie im Vorgänger werden erneut Parallelen zu Shadow of the Colossus deutlich: Nachdem ich mir in der Demo den Weg aus dem Thronsaal freigeschnetzelt hatte und draußen von der riesigen Faust eines mechanischen XL-Monstrums begrüßt wurde, ging es anschließend darum, mich bis an die obere Spitze des Ungetüms vorzukämpfen und dabei nicht nur einen fliegenden Angreifer in seiner Goldrüstung in Schach zu halten, sondern bei tödlichen Fallen ein gutes Timing bei Sprung- sowie Kletterpassagen zu beweisen. Teilweise muss man die überlegene Feuerkraft seines Widersachers sogar für die eigene Zwecke missbrauchen, indem man sich an bestimmten Stellen positioniert, auf die Zielerfassung des Gegners wartet und sich danach rechtzeitig aus dem Staub macht, damit man nicht selbst, sondern das undurchdringliche Hindernis aus dem Weg gepustet wird.
Auf der einen Seite finde ich es schade, dass Mercury Steam viele Dinge umwälzt. Ich fand Castlevania: Lords of Shadow großartig und hätte jetzt z.B. nicht unbedingt eine freie Kamera oder mehr Erkundung gebraucht. Auf der anderen Seite ist es schön, dass der Nachfolger nicht einfach „mehr vom Gleichen“ bieten wird, sondern neue Wege beschreitet, die zumindest im Hinblick auf das gelungene Kampfsystem prima funktionieren. Zudem trägt der bombastische Orchester-Soundtrack von Komponist Oscar Araujo neben den Schauplätzen erneut dazu bei, dass das Spiel ständig von einer Art epischen Aura umgeben wird.

Stand Hideo Kojima den Entwicklern beim Vorgänger noch mit Rat und Tat zur Seite, traut Konami den Spaniern mittlerweile zu, alles in Eigenregie zu meistern. Trotzdem scheint die Zusammenarbeit mit dem MGS-Vater gewisse Spuren hinterlassen zu haben: Laut Produzenten wird es über drei Stunden an Zwischensequenzen zu sehen geben, in denen die Geschichte um Dracula und damit die Serie abgeschlossen wird. Egal ob als wütender Vampir oder gebannter Zuschauer: Es deutet einiges darauf hin, dass uns da ein großartiges Finale bevorsteht!
 


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