Dead Island: Riptide (Shooter) von Deep Silver
Dead Island: Riptide
Dead Island: Riptide
Horror-Shooter
Entwickler: Techland
Publisher: Deep Silver
Release:
26.04.2013
26.04.2013
26.04.2013
Spielinfo Bilder Videos
Techland bleibt sich bei der Fortsetzung von Dead Island treu und setzt in erster Linie auf die bewährten Zutaten: Ein idyllisches Urlaubsparadis mit traumhaften Sandstränden, tropischen Wäldern und gemütlichen Siedlungen lädt auf den ersten Blick zum Entspannen ein - wären da nicht ein Haufen Untoter, andere Mutationen und gefährliche Wetterkapriolen...

Werf die Pumpen an

Video
Sam B rappt!
Dabei bleiben die Unwetter nicht ohne Folgen: Nicht nur der halbe Sumpf ist überschwemmt - auch der erhoffte Fluchtweg, der sich unter einer Kirche befindet, steht unter Wasser. Eine ausweglose Situation? Nein. Denn findet man die notwendigen Teile für eine Pumpe, verschafft man sich wieder einen kleinen Vorsprung vor der untoten Meute, die nach frischem Menschenfleisch giert.

Hinter jedem Strauch, jeder Ecke oder jedem Baum können sie lauern - selbst im Wasser kann man von plötzlich auftauchenden Zombies überrascht werden. Genau wie im Vorgänger sollte man auch hier immer abwägen, ob man sich dem Kampf gegen eine Übermacht stellt oder lieber die Beine in die Hand nimmt. Neuerdings kann man die Gewässer von Banoi auch schwimmend oder auf einem Boot erkunden, wobei Letzteres die Meute anlockt, die alles versucht, um den Kahn zu entern bzw. zu verlangsamen.

Alte Bekannte & neue Gesichter

Pistolen, Holzplanken, Werkzeuge: Alles wird gebraucht, um sich gegen die Zombie-Meute zur Wehr zu setzen.
Pistolen, Holzplanken, Werkzeuge: Alles wird gebraucht, um sich gegen die Zombie-Meute zur Wehr zu setzen.
In Riptide feiert man ein Wiedersehen mit den Charakteren aus dem ersten Teil, deren Flucht in einem Helikopter dank eines Infizierten an Bord schnell ein unglückliches Ende findet. Mehr noch: Spieler der Vorgängers werden sogar ihr Profil importieren und mit ihrer Figur weiterspielen können. Der Schwierigkeitsgrad soll dabei automatisch an die Stufe angepasst werden. Daneben wird es auch mindestens einen neuen Charakter sowie weitere Gegnertypen geben - mit genauen Informationen hält man sich bei Deep Silver aber noch zurück.

Das Waffenarsenal wird ebenfalls aufgerüstet: So z.B. mit Minen, die man überall auslegen kann und die im Idealfall sogar eine verheerende Kettenreaktion auslösen. Leider ist es nicht möglich, sie direkt an Zombies zu heften - die Idee dazu kam bei den Entwicklern während der Präsentation aber gut an. Hielten sich Nahkampf- und Schusswaffen im Vorgänger noch eher die Waage, wird der Schwerpunkt hier leicht in Richtung Pistolen, Pumpguns & Co verschoben und mehr Magazine bereitgestellt. Neben Nahrungsvorräten, dem Zustand der Waffen und der eigenen Gesundheit muss man dennoch seine Munitionsreserven im Auge behalten.

Improvisierte Festung

Die Kulisse ist traumhaft.
Die Kulisse ist traumhaft.
Die Spielmechanik wird durch das Errichten von Barrikaden erweitert: Genau wie im Horde 2.0-Modus von Gears of War 3 sichert man seine Stellung jetzt mit Zäunen, MG-Stellungen und allem, was den nahenden Zombie-Ansturms zumindest zeitweise aufhalten könnte. Zudem lassen sich wie bei Far Cry bereits im Vorfeld Fallen auslegen wie etwa die zuvor erwähnten Minen. Insgesamt eine schöne Ergänzung, mit der das Konzept an Reiz gewinnt. Ein kontextsensitives Kommunikationssystem soll außerdem die Verständigung zwischen den Spielern im kooperativen Überlebenskampf verbessern.

Das Wetter wird ebenfalls eine gewisse Rolle spielen: Zwar greifen in manchen Missionen Skripts, um eine gewollte Stimmung zu kreieren, doch beim Erkunden soll überwiegend ein dynamisches System zum Einsatz kommen, bei dem man nie genau weiß, was einen erwartet. Wie groß die Auswirkungen sein werden, lässt sich allerdings noch nicht abschätzen. Es wäre sicher klasse, wenn man z.B. durch zufällig ausgelöste Überschwemmungen alternative Routen suchen müsste.
 

AUSBLICK



Dead Island Riptide macht dort weiter, wo der indizierte Vorgänger aufgehört hat. Doch gerade durch das Element der Barrikaden und angreifenden Zombieshorden könnte der Überlebenskampf endlich die Dramatik bieten, die dem ersten Teil noch oft fehlte. Den neuen Fokus auf Schusswaffen sehe ich aber mit gemischten Gefühlen: Es kann gut gehen wie in Left 4 Dead und den starren Spielablauf durch mehr Action aufpolieren oder das Ganze zu einem stumpfsinnigen Zombie-Shooter mutieren. Technisch mit der wunderschönen Urlaubskulisse zwar durchaus ansehnlich, stehen hinter dem Design derzeit noch zu viele Fragezeichen. Das, was an neuen Elementen gezeigt wurde, macht aber Mut, dass Techland den Erstling verbessern kann. Eines kann man dagegen jetzt schon als sicher erachten: Da sich die Gewaltdarstellung mindestens auf dem Niveau der Vorgängers befindet, werden deutsche Zombiejäger wohl erst über den Umweg zum Importhändler nach Banoi zurückreisen können.     


Einschätzung: befriedigend

Kommentare

  • Es ist ja als Vorschau deklariert und da kann man bestimt zur Wertung Befriedigend kommen, wie auch der Vorgänger schon. Ich hatte ein paar Stunden Spass dran, aber die handwerkliche Qualität des gebotenen war auch nur knapp befriedigend. Habe Riptide bereits vorbestellt und nichts weiter als ein  [...] Es ist ja als Vorschau deklariert und da kann man bestimt zur Wertung Befriedigend kommen, wie auch der Vorgänger schon. Ich hatte ein paar Stunden Spass dran, aber die handwerkliche Qualität des gebotenen war auch nur knapp befriedigend. Habe Riptide bereits vorbestellt und nichts weiter als ein befiredigendes Spiel erwartet, das keinen Mangel des Vorgängers beseitigt. Mir machen die internationalen Wertungen mehr Sorgen, als das Befriedigend von 4P. Kotaku fand das Spiel ja nicht mal einer Note wert.
  • Also ich für meinen Teil hatte mit dem ersten Teil auch erstaunlich viel Spaß, erstaunlich deshalb, weil das Spiel ja offensichtlich mit einer ganzen Reihe von Problemen behaftet ist, von denen eines allein bei einem weniger offenen und motivierenden Spielkonzept für mich als Grund zur  [...] Also ich für meinen Teil hatte mit dem ersten Teil auch erstaunlich viel Spaß, erstaunlich deshalb, weil das Spiel ja offensichtlich mit einer ganzen Reihe von Problemen behaftet ist, von denen eines allein bei einem weniger offenen und motivierenden Spielkonzept für mich als Grund zur Kaufverweigerung völlig ausreichen würde. Kaum vorstellbar, was für ein Burner das Spiel geworden wäre ohne die ganzen Zugeständnisse an antiquiert arcadiges Spieldesign. Story und Charaktere sind ein Witz, also einfach nur unfreiwillig komisch, aber wer braucht schon unbedingt vorerzählte Geschichten in der virtuellen Zombieapokalypse. Ich genieße natürlich auch jede gut erzählte Story, aber wenn man keine Gute zu erzählen hat, sollte man besser ganz darauf verzichten, ein Spiel ist kein Film und kein Buch, die Vielfältigkeit der durch die Interaktion mit der Spielumgebung enstehenden persönlichen Geschichten der Spieler, das ist es für mich, was die Qualität und den Wert eines Spiels ausmacht. Naja, das nicht abstellbare Autoaiming ist das am miesesten implementierte das ich je bestaunen durfte, das ganze Levelsystem wirkt in der Form einfach nur völlig deplaziert, genauso wie die Superduper-Actionskills der Charaktere, Menüführung und Bedienung sind für PC-Spieler wie ein kräftiger Fausthieb ins Gesicht und das Crafting geht m.M.n. schon im Ansatz in die völlig falsche Richtung. Trotzdem - ein FirstPerson-Openworld-Zombieslasher mit ausgeprägtem Craftingelement war schon lange lange überfällig, Vergleiche mit Left4Dead, mit dem ich zwar überhaupt gar nichts anfangen kann, das ich deswegen aber nicht als Schrott bezeichnen würde, finde ich weit hergeholt. Ich kann beide Spiele nur schwerlich dem selben Genre zuordnen, ich fände eher einen Vergleich mit Borderlands oder FarCry2 angebracht, in dem DeadIsland dann allerdings auch nicht so besonders gut abschneiden würde. Also trotz aller Makel hat mich das Spiel mit reinem, unverbrauchten Spielspaß oft und ausgiebig zu herzhaftem Lachen bringen können und mir, zumindest in dem Hotelstrand- und dem Stadt-Szenario, dieses spannende Kribbeln im Bauch entlockt, welches der eigentliche Grund dafür ist, daß ich einen Gutteil meiner Lebenszeit an Computerspiele vergeude.
  • Ja, das Spiel ist dumm. Ja es ist trashig. Ja, es hat Bugs. Aber der erste Teil hat mir verdammt viel Spaß gemacht. Nirgendwo sonst kann man nen Zombie mit nem schweren Hammer so weghauen, dass er durch den wuchtigen Aufprall auf dem Boden nochmal Schaden bekommt xD Ich werd's mir auf jeden Fall  [...] Ja, das Spiel ist dumm. Ja es ist trashig. Ja, es hat Bugs. Aber der erste Teil hat mir verdammt viel Spaß gemacht. Nirgendwo sonst kann man nen Zombie mit nem schweren Hammer so weghauen, dass er durch den wuchtigen Aufprall auf dem Boden nochmal Schaden bekommt xD Ich werd's mir auf jeden Fall anschauen, eher früher als später. Ich will nicht immer ne künstlerische Offenbarung spielen, manchmal darf's auch einfach nur spielerisch guter Blödsinn sein.

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