Vorschau: Project Spark

22.08.2013, Autor: Julian Dasgupta

Sonstiges f├╝r Xbox One, PC, Xbox 360






Video: Project Spark, Conker-Community-Creations



Erwartungsgem├Ą├č hatte Microsoft auch Project Spark mit in die Koffer f├╝r die Reise nach K├Âln gepackt und pr├Ąsentierte auf der gamescom die j├╝ngste Version des ambitionierten Spielebaukastens. Gegen├╝ber der E3-Version konnte man dabei ein paar neue Features demonstrieren.

So wird man auf der Xbox One mit Kinect Performance Capture erm├Âglichen - ├╝ber den Sensor kann man Charakteren eigene Posen und Sprachsamples verpassen, die sich dann in eigene Werke einbauen lassen. Details lassen sich nat├╝rlich noch etwas editieren, so dass man z.B. eine Tonaufnahme zurechtschneiden oder die Tonlage rauf- oder runterschrauben kann. Dar├╝ber hinaus wird Kinect wohl nur f├╝r Sprachbefehle genutzt.


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Schnelle Ergebnisse dank Crossroads



Den Editor muss man an dieser Stelle nicht weiter beschrieben - das hat Microsoft schon sehr ausf├╝hrlich per Video erledigt. In K├Âln erl├Ąuterte man allerdings auch den so getauften Crossroads-Modus f├╝r jene, die recht schnell konkrete Spielszenarien bauen wollen, ohne im Editor beim Urschleim anfangen zu m├╝ssen.

Dabei startet man mit einer zuf├Ąllig generierten Landschaft, f├╝r die man dann ein Textur-Set ausw├Ąhlt. Danach kann man sich vordefinierte Gameplay-Szenarien aussuchen, z.B. eine Fetchquest oder Mission, in der man einen Ort verteidigen muss. Diese werden dann entsprechend angepasst.
Auf der Xbox One hilft der Kinect Sensor, Posen und Sprachsamples zu erfassen.
Auf der Xbox One hilft der Kinect Sensor, Posen und Sprachsamples zu erfassen.
Als Anf├Ąnger bekommt man nur eine ├╝berschaubare Auswahl geboten - je mehr man mit Crossroads herumspielt, desto mehr Optionen schaltet man frei. Im Gegensatz zum Editor: Dort stehen alle Tools gleich initial zur Verf├╝gung.

Anders auf der E3 konnte sich Microsoft auch zur m├Âglichen Gr├Â├če der Level ├Ąu├čern. Diese wird dynamisch angepasst, w├Ąhrend man vor sich hinbastelt. Baut man ├╝ber den Rand hinaus, wir das Gebiet automatisch vergr├Â├čert. Das derzeitige Limit liegt bei Karten mit einer Fl├Ąche von 5x5km. Levels lassen sich nat├╝rlich untereinander verlinken um gr├Â├čere Welten zu erschaffen.

Jedes Objekt, das in der Spielwelt platziert wird, hat ein eigenes "Brain", in dem man ihm bestimmte Verhaltensweisen zuordnen kann. Visuell wie konzeptionell scheint Spark ziemlich flexibel zu sein, wie Microsoft anhand einiger Demos aus der Alpha-Phase zeigte. Zu sehen waren u.a. ein Spiel mit Ego-Perspektive, ein wie Limbo aussehender Plattformer sowie ein Puzzlespiel.



PC-Fassung nicht mod-bar



Man wird vorhandene Texturen bearbeiten k├Ânnen und auch vorhandene Objekte lassen sich zerlegen und neu zusammensetzen. Das Einbauen eigener Texturen oder gar Modelle und Animationen wird in der PC-Version allerdings nicht m├Âglich sein.
Das Erstellen farbenfroher Welten ist mit dem Spark-Baukasten kein Problem.
Das Erstellen farbenfroher Welten ist mit dem Spark-Baukasten kein Problem.
Microsoft schlie├čt zwar nicht aus, dass diese Option vielleicht irgendwann mal verf├╝gbar sein wird - vorerst setzt man aber auf den Verkauf zus├Ątzlicher, intern produzierter Content-Pakete f├╝r das Werkzeug, welches in seiner Grundfassung kostenlos sein wird. Hier scheint dem Hersteller etwas der Mut zu fehlen: Ans├Ątze wie der Steam Workshop oder der Unity Asset Store zeigen, wie sich Content-Plattformen gestalten lassen, auf denen sowohl der Anbieter als auch die Community Geld verdienen k├Ânnen.

Der Erfolg von Spark wird auch davon abh├Ąngen, wie gut Microsoft sein Produkt bewirbt und unterst├╝tzt. Dass Potenzial allein nicht ausreicht, hat sich bereits bei Kodu oder Xbox Live Indie Games gezeigt.

Seit Juli l├Ąuft ein Alpha-Test mit knapp 1000 Nutzern. Ab Ende Oktober soll der Startschuss f├╝r die offene Beta auf dem PC gegeben werden. Auf der Xbox One soll der Funke ab Januar z├╝nden. Der Baukasten wird auch f├╝r die Xbox 360 produziert, einen Termin wollte Microsoft hier aber nicht nennen.

Einsch├Ątzung:

gut


  Fazit