Mortal Kombat X18.08.2014, Michael Krosta

Vorschau: Wenn zwei sich streiten...

Da war er wieder, der Klassiker: Scorpion gegen Sub-Zero – dieses Mal ausgetragen in Mortal Kombat X (ab 4,19€ bei GP_logo_black_rgb kaufen) und mit einem glücklicheren Ende für den coolen Ninja mit der blauen Maske, den Sebastian mit Glück, ein bisschen Können und dem überlegenen Wissen rund um die Tastenfolgen für Kombos deutlicher als gedacht zum Sieg führen konnte. Aber gut, ich bin immer noch zu sehr auf die Oldschool-Steuerung getrimmt, mit der ich ihm vor einiger Zeit im Ur-Mortal-Kombat mit Scorpion noch den vereisten Hintern mit dem Seil-Speer aufgerissen hatte.

Tatsächlich wendete sich das Blatt dann auch eher zu meinen Gunsten, als wir uns einen Schlagabtausch mit Neuzugängen wie Johnny Cages Tochter Cassie, der mächtigen Gottheit Kotal Khan oder dem „Zwei-in-eins-Paket“ Ferra / Torr lieferten. Dabei sind nicht nur die neuen Charaktereeine willkommene Ergänzung, sondern auch die Tatsache, dass für jeden Kämpfer neuerdings drei Variationen zur Verfügung stehen, die sich hinsichtlich Aussehen, Spezialangriffen und Waffen voneinander unterscheiden. So schnetzelt sich Scorpion im Ninjitsu-Stil z.B. mit einem Dual-Schwert durch, während er im Hellfire-Stil auf Spezialattacken wie den Hell Ball oder Demon Fire zugreifen kann.

Jetzt gibt es wieder Haue!
Zusätzlich lässt sich auch die Umgebung als Waffe oder für eine gesteigerte Mobilität missbrauchen: So zieht man in der ansehnlichen Wald-Arena mit ihren detaillierten Bäumen und einer idyllischen Flusslandschaft dem Gegner schon mal einen Ast über den Schädel oder versenkt die Füße stilvoll im Gesicht des Gegners, nachdem man sich zuvor an einem Baumstamm in die Höhe abgestoßen und anschließend den nah gelegenen Ast wie eine Reckstange genutzt hat, um sich in Richtung des Widersachers zu schwingen. Man sollte also immer ein Auge für diese Möglichkeiten offen halten – als kleine visuelle Hilfe wird die Interaktivität von Objekten im Hintergrund durch ein leichtes Blinken markiert.

Ansonsten ist Mortal Kombat X ein Mortal Kombat wie man es kennt und liebt: Die X-Ray-Angriffe sind brachial, die Finishing-Moves sowohl krank, blutig als auch herrlich kreativ und das Spielgefühl ist dank flüssigen 60 Bildern pro Sekunde und der reaktionsfreudigen Steuerung ein Volltreffer. Zwar wird man sich in Deutschland den Titel angesichts des hohen, wenn auch völlig überzeichneten Gewaltgrades vermutlich wieder nur unter der Ladentheke besorgen können, aber obwohl oder weil Mortal Kombat X vornehmlich auf bekannte Elemente setzt, freue ich mich schon auf das blutige Wiedersehen mit Scorpion & Co und werde Sebastian und seinen Eis-Ninja im nächsten Jahr hoffentlich auch das eine oder andere Mal anbrutzeln.

Einschätzung: gut

Ausblick

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