Tacoma - Vorschau, Adventure, PC, Xbox One - 4Players.de

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Tacoma (Adventure) von Microsoft
Die verlassene Weltraumstation
3D-Adventure
Entwickler: Fullbright Company
Publisher: Microsoft
Release:
Q2 2017
Q2 2017
Q2 2017
Q2 2017
Spielinfo Bilder Videos
Seltsame Dinge geschehen auf der 200.000 Meilen von der Erde entfernten "Lunar Transfer Station" mit dem Namen "Tacoma". Während der erste Eindruck gleich an BioShock erinnert, stellt sich in gemütlichem Tempo heraus, dass die gesamte Crew verschwunden ist und auch die Computerintelligenz ODIN deaktiviert wurde. Was ist da bloß passiert?

Trügerische Stille

Die Luftschleuse öffnet sich langsam. Ich betrete die Raumstation, schaue mich um und fische einige Gegenstände aus der Schwerelosigkeit. Direkt vor dem Computerterminal schwebt ein Spuckbeutel und dieser lässt sich - wie viele andere Gegenstände - aufnehmen, in 3D näher betrachten und wieder wegwerfen. Ich betätige den Computer. Die Zugangsdaten werden überprüft und ich darf als "Amy Ferrier" an Bord der Raumstation Tacoma gehen. Die Eingangshalle ist sauber und durch die Luft rattert eine Art Staubsauger, der offenbar die Station sauber hält und doch ist es seltsam, denn irgendwie ist es keine Menschenseele zu sehen und auch der Bordcomputer ODIN funktioniert nicht. In gemächlichem Tempo - Laufen ist nicht erlaubt - schreite ich durch die Eingangshalle und nur die offenbar magnetischen Stiefel halten mich am Boden fest. Ich finde erste Aufzeichnungen von der Crew und zwar Tagebücher bzw. persönliche Notizen in Textform. Die Mitarbeiter schreiben über ihre Arbeit und das Leben auf der Station.

Im neuen Spiel der Macher von Gone Home (The Fullbright Company) wird eine scheinbar verlassene Weltraum-Station erforscht.
Im neuen Spiel der Macher von Gone Home (The Fullbright Company) wird eine scheinbar verlassene Weltraum-Station erforscht.
Nach einem Kontrollbesuch auf der Toilette finde ich heraus, dass die fortgeschrittenen Versorgungssysteme deaktiviert wurden und ich deswegen die Quartiere der Crew nicht betreten kann. Also stampfe ich weiter zu dem Aussichtsbereich der Station, schließlich bleibt kein anderer Weg übrig. Unterwegs finde ich weitere Aufzeichnungen, diesmal mit Hologrammen. Zu sehen sind die Silhouetten unterschiedlicher Personen, die jeweils komplett in einer Farbe dargestellt werden - als würden sie einen einfarbigen Morphsuit tragen. Über den Figuren sind Name, Foto und Position der Beteiligten eingeblendet. Sie sprechen über den Alltag auf der Station und persönliche Dinge: Person X mag z.B. Person Y nicht, Person Z sorgt sich um Y, A hat offenbar Probleme mit Alkohol und ODIN mag niemand.

Erkundung, Erfahrung und Erlebnis

Um die Systeme auf der Station wieder zu aktivieren, muss ich in einen ganz anderen Bereich der Station. Ein Luftschacht führt dorthin, doch das Ziel liegt ca. 20 Meter über mir ... an der Decke des Raumes. Da hilft nur die "Surface Transition". Mit einem Knopfdruck löst Amy die magnetische Verbindung zum Untergrund, stößt sich ab, dreht sich in der Luft und landet mit den Füßen dort, wo eben noch die Decke war. Weiter geht die Erkundungstour durch den engen Lüftungsschacht und nein,
Hologramm-Aufzeichnungen erzählen von den täglichen Aktivitäten und den Problemen.
Hologramm-Aufzeichnungen erzählen von den täglichen Aktivitäten und den Problemen.
es gibt keine billigen Jump-Scare-Effekte. Stattdessen erkenne ich eine Wandverkleidung, an der sich jemand zu schaffen gemacht hat. Auch ein Video-Log ist verfügbar. Beim Abspielen sehe ich eine verzerrte Gestalt, komplett in Schwarz gehüllt, die sich zur Wand bewegt und die Platine offenbar manipuliert. Ich reaktivere die Systeme und ODIN startet wieder. Helfen kann die künstliche Intelligenz der Station aber nicht, da der Zugriff auf die jüngsten Dateien beschränkt ist. Also mache ich mich zurück auf den Weg zu den Crew-Quartieren und verlaufe mich erstmal, da es erstens keine Karte der Station gibt und zweitens der Perspektivwechsel bei der "Surface Transition" durchaus verwirren kann.

In der Crew-Sektion angekommen, wird es dann mysteriöser. Irgendjemand hat ein Notfallprotokoll initialisiert und ODIN sagte nur mit gelassener Stimme, dass die Crew in dem Bereich unter mir wäre. Ich schleiche die Treppe herunter, sehe Alarmmeldungen, öffne die Tür und ein gleißendes Licht blendet mich. ODIN spricht derweil: "Jetzt siehst Du die Crew" ... Ende der Demo. Grrrrr!
 

AUSBLICK



Obwohl Tacoma ein durchweg gemütliches und ruhiges Spiel ist, hat es nachhaltig Eindruck hinterlassen, denn ich frage mich fast eine Woche nachdem ich es anspielen konnte immer noch, was denn hinter der Tür war - und was dort auf der Raumstation passierte. Natürlich spielen die Gone-Home-Entwickler mit typischen Sci-Fi-Erwartungen und das Computersystem ODIN weckt sofort misstrauische Erinnerungen an KI-Systeme à la HAL 9000, während man im Vorbeigehen allerlei Fakten und Hinweise über das Leben der anderen Menschen an Bord der Station und deren Konflikte erfährt. Wenn die Entwickler es schaffen, diese situative Spannung über längere Zeit zu halten und dabei immer wieder neue Erkundungsanreize setzen, dann erwartet uns im nächsten Jahr ein packender Trip ins Unbekannte.

Einschätzung: sehr gut

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Kommentare

dobpat schrieb am
Also Gone Home fand ich echt gut, aber das hier gefällt mir irgendwie nicht.
Die Grafik wirkt auch schlechter und unstimmiger als bei Gone Home.
Auch wenn es jetzt vielleicht ne gute Story haben wird, aber das sieht schon seeeeehr altbacken aus.
Aber ist ja noch was hin, passiert vielleicht noch mehr.
Jankiesnnae schrieb am
mr archer hat geschrieben:
viciousCB hat geschrieben:
mr archer hat geschrieben:Wie kann man angesichts dieses Settings bitte von Bioshock (Würggeräusch dazu denken) schreiben und nicht von System Shock? Noch alles senkrecht?

Naja...die Architektur erinnert schon eher an Bioshock.
Aber Hauptsache aufgeregt und gezeigt das man sich mit Spielen auskennt.

Lassen wir die Entwickler einfach selbst etwas dazu sagen:
http://www.rockpapershotgun.com/2014/12 ... -bioshock/
Ich möchte einfach nicht erleben müssen, wie hinter dem über Gebühr hochgejazzten Bioshock die Erinnerung an das weit überlegene System Shock verloren geht. Und in dem Kontext hier stieß mir das sauer auf. KI - Probleme? Auf einer Raumstation? Und keine Erwähnung von Citadell und Shodan? Sakrileg!

Ja is ja jut putputput wir wissen das du cool bist und jetzt husch ins Bettchen :roll:
Baralin schrieb am
Prima. Da "Gone Home" für mich eins der besseren Spiele der letzten Zeit war und sich Tacoma spannend anhört - 2001 zum spielen, wer ich das auf jeden Fall im Auge behalten.
mr archer schrieb am
viciousCB hat geschrieben:
mr archer hat geschrieben:Wie kann man angesichts dieses Settings bitte von Bioshock (Würggeräusch dazu denken) schreiben und nicht von System Shock? Noch alles senkrecht?

Naja...die Architektur erinnert schon eher an Bioshock.
Aber Hauptsache aufgeregt und gezeigt das man sich mit Spielen auskennt.

Lassen wir die Entwickler einfach selbst etwas dazu sagen:
http://www.rockpapershotgun.com/2014/12 ... -bioshock/
Ich möchte einfach nicht erleben müssen, wie hinter dem über Gebühr hochgejazzten Bioshock die Erinnerung an das weit überlegene System Shock verloren geht. Und in dem Kontext hier stieß mir das sauer auf. KI - Probleme? Auf einer Raumstation? Und keine Erwähnung von Citadell und Shodan? Sakrileg!
viciousCB schrieb am
mr archer hat geschrieben:Wie kann man angesichts dieses Settings bitte von Bioshock (Würggeräusch dazu denken) schreiben und nicht von System Shock? Noch alles senkrecht?

Naja...die Architektur erinnert schon eher an Bioshock.
Aber Hauptsache aufgeregt und gezeigt das man sich mit Spielen auskennt.
Abgesehen davon: Mal sehen. Ich fand Home alone gut weil es eine persönliche Gechichte in einer sehr bekannten Umgebung gezeigt hat. EGTR und Tacoma interessiert mich aufgrund der ausgefallenen Settings schon weniger...
schrieb am

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