Praey for the Gods - Vorschau, Action, PC, PlayStation 4 PSN, Xbox One XBL - 4Players.de

 

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Praey for the Gods (Action) von No Matter Studios
Auf den Spuren großer Vorbilder
Action-Adventure
Entwickler: No Matter Studios
Release:
2019
2019
2019
Spielinfo Bilder Videos
Lässt sich ein Shadow of the Colossus reproduzieren – mit einem gerade mal drei Mann kleinen Team und einem per Kickstarter finanzierten Projekt? Das versucht jedenfalls No Matter Studio mit Praey for the Gods, das in einer frühen Version jetzt im Early Access auf Steam erhältlich ist. Wir haben uns für eine Vorschau auf die Reise zu einer einsamen Insel gemacht, um dort erste Titanen zu bekämpfen.

Giganten im Fels

Wracks alter Schiffe liegen vor der Insel auf Grund, während aus den Bergen versteinerte Körperteile riesiger Titanen ragen. Eisige Winde ziehen über den scheinbar ewigen Schnee, alte Höhlenmalereien weisen den Weg und Leichen liegen am Wegesrand sowie an erkalteten Feuerstellen. Das ist die namenlose Insel, auf der die ebenso namenlose Heldin ankommt, um das Geheimnis des ewigen Winters zu lüften.

Dafür muss sie nicht nur Schutz vor Kälte und Nahrung finden, sondern auch Kleidung und Waffen herstellen und gegen riesige Kreaturen kämpfen, die sich gegen sie erheben. Diese Titanen gleichen Fumito Uedas Kolossen, während das
Nicht nur Kampf gegen Kolosse: Die namenlose Heldin muss auch den Überlebenskampf in einer unwirtlichen Umgebung meistern.
Nicht nur Kampf gegen Kolosse: Die namenlose Heldin muss auch den Überlebenskampf in einer unwirtlichen Umgebung meistern.
Überleben mit der sich abnutzenden Ausrüstung an Breath of the Wild erinnert – vom Gleitschirm, mit dem man aus großer Höhe herab segelt, ganz zu schweigen. Man könnte sagen, Praey for the Gods erweitert die Suche nach den eigentlichen Gegnern um ein vertrautes Survial-Abenteuer, das allerdings schneller zum Tod führt als Links Suche nach Zelda.

Gedämpfter Überlebenskampf

Immerhin muss man hier schon aufpassen, dass die Heldin nicht in einem frostigen Sturm erfriert, während sie im tiefen Schnee kaum vorankommt. Diese bittere Unbarmherzigkeit fängt das Spiel sehr stimmungsvoll ein, ohne dass man minutenlang nicht vorankommen und nach ein paar Sekunden Eiswind schon sterben würde.  Tatsächlich findet man recht viele Materialien, mit denen man die Kleidung aufwerten, ein Lagerfeuer entfachen oder Pfeile für den Kampf gegen die Kreaturen schnitzen kann, die auf der Insel hausen.
Aber natürlich zählen die Aufeinandertreffen mit Giganten zu den Höhepunkten. Sie kann sich sogar vor ihnen verstecken.
Aber natürlich zählen die Aufeinandertreffen mit Giganten zu den Höhepunkten. Sie kann sich sogar vor ihnen verstecken.

Man darf sogar jederzeit speichern – worauf ich in diesem Fall aber lieber verzichtet hätte, denn während die automatischen Speicherpunkte ohnehin alle paar Minuten den Fortschritt festhalten, raubt das Setzen von Rücksetzpunkten dem fordernden, aber immer zu bewältigenden Überlebenskampf ein wenig die Spannung.

Ueda‘s Shadow

Und man muss auch sagen: Dass Praey for the Gods von einem kleinen Team gemacht wird, sieht man ihm durchaus an. Man kann z.B. getroffen werden, ohne dass eine gefährliche Animation die Heldin wirklich berührt, und Gegner werden während eines Hiebes schon mal wie magisch um die Ecke gezogen, um einen Treffer zu landen. Allzu einfallsreich verhalten sie sich zudem nicht und sowohl ihr Auftauchen als auch ihr Verhalten wirken nicht natürlich. Auch die eigenen Bewegungen sind stellenweise ungenau bzw. schwammig.

Höhepunkte sind aber selbstverständlich die Titanen. Denn wenn man sich an ihnen festhält, bis zu einer verwundbaren Stelle klettert und die schließlich… „aktiviert“ - anders kann ich es nicht beschreiben -, erinnert das frappierend, aber auch auf angenehme Weise an Shadow of the Colossus. Kleine Umgebungsrätsel spielen dabei eine wichtige Rolle, wenn man hier z.B. auch Schalter betätigt, um verschiedene Mechanismen in Gang zu setzen, und nicht zuletzt kann man sich vor den Riesen sogar verstecken. Dann drehen sie weiter ihre Runden und man schafft es vielleicht heimlich, einen Weg auf sie herauf zu finden.
 

AUSBLICK



Praey for the Gods ist also etwas offener als sein Vorbild – auch weil man die Titanen hier in beliebiger Reihenfolge attackieren darf. Die Entwickler haben dabei verstanden, dass ein Spiel im Geiste Uedas das Gefühl von Abgeschiedenheit sowie eine enge Verbindung der Umgebung zu ihrer Geschichte braucht. Und beides erschaffen sie mit der von Toten und Schlafenden bewohnten Insel, auf der eisige Winde und knirschender Schnee meist die einzigen Begleiter sind. Die Mischung aus Survival und Bosskämpfen geht erstaunlich gut auf, auch wenn normale Gegner wie Pappaufsteller an Schießständen wirken, anstatt mit einem Eigenleben auf der Insel zu hausen. Und auch technisch ist das Abenteuer längst nicht so ausgereift wie sein Vorbild; Was sich davon im Laufe des Early Access noch ändert, muss man sehen. Eine sehr stimmungsvolle Reise erwartet Neugierige aber jetzt schon.

Einschätzung: gut

Kommentare

rainynight schrieb am
Ich verfolge das Spiel schon gefühlt ne Ewigkeit und bin auch noch etwas interessiert.
Hatte damals Shadow of the Colossus noch nicht gezockt, also wusste ich nur ansatzweise, was der Vergleich bedeutet.
Nachdem ich SotC als Remaster endlich durchgespielt habe, aber in absolut keinster Weise die Begeisterung vieler teilen kann, ist mein Interesse aber deutlich geringer. Persönlich gefiel mir das Ende von Last Guardian viel besser als alles, was ich in SotC erlebt habe.
flo-rida86 schrieb am
Show
nawarI hat geschrieben: ?
11.02.2019 14:47
Ließt sich doch ganz gut.
Die kleinen technischen Fehler sind schade, aber einem so kleinen Team kann man auch ein paar Sachen verzeihen, die sich Ubi und Sony nicht leisten dürften. Der Kampf gegen die Titanen scheint gut umgesetzt und darauf kommt es an.
Außerdem ist das Spiel im Early Access. Es kann also nur besser werden.
Jeder darf sich einen Fehler erlauben sind alles nur Menschen.
Aber wie du schon sagst es ist noch early access daher geht das eh ok.
mafuba schrieb am
Zieht sich dieser "Grauton" durch das gesammte Spiel?
nawarI schrieb am
Vor allem: Hätten die Macher das ganze vor Gericht gebracht, hätten sie nicht nur Geld verschwendet, sondern sie hätten Geld von der Kickstarter-Kampagne dafür her nehmen müssen, das schon für andere Sachen gedacht war. Von daher *schulterzuck*
Mir ist der Namenswechsel egal. Inoffiziell dürfen wir es ja nennen wie wir wollen
schrieb am