Until Dawn: Rush of Blood - Vorschau, Action, Virtual Reality, PlayStation 4, PlayStation VR - 4Players.de

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Until Dawn: Rush of Blood (Action) von Sony
Intensive VR-Geisterbahn
Survival-Horror
Entwickler: Supermassive Games
Publisher: Sony
Release:
2016
kein Termin
2016
Spielinfo Bilder Videos
Mit Until Dawn lieferte Supermassive Games auf der PS4 ein gelungenes Horror-Erlebnis ab. Entsprechend groß war zuerst die Freude, als das Studio einen VR-Ableger ankündigte. Doch schnell folgte die Ernüchterung: Statt eines echten Schockers sollte aus dem Titel lediglich eine virtuelle Geisterbahn-Schießbude werden. Das soll Spaß machen?

Niedrige Erwartungen

Was war ich ernüchtert! Als die offizielle Ankündigung von Until Dawn: Rush of Blood erfolgte, hatte ich das Spiel gedanklich schon abgehakt. Was soll das denn? Eine Geisterbahn in der VR, bei der man sogar noch die Schienen sieht, über die mein Gefährt rollt, an dem außerdem die künstlichen Knarren samt Punktezähler jederzeit sichtbar montiert wurden. Anstatt also auf einen klassischen Shooter auf Schienen zu setzen und zumindest die Illusion zu wecken, man befinde sich  an diesem gefährlichen Ort, wollen die Entwickler bewusst am Thema Geisterbahn festhalten. Das hat doch mit Horror, Dramatik und Überlebenskampf überhaupt nichts mehr zu tun! Oder vielleicht doch?

Diese verfaulte Krankenschwester nimmt lieber Leben anstatt sie zu retten.
Diese verfaulte Krankenschwester nimmt lieber Leben anstatt sie zu retten.
Ich hätte es jedenfalls nicht für möglich gehalten, aber wurde beim Anspielen eines Besseren belehrt. Denn das Konzept funktioniert! Und vielleicht wirkt diese Horror-Fahrt deshalb so bedrohlich und packend, weil sie über das Erlebnis einer Geisterbahn hinaus geht – weit hinaus! Oder kennt ihr eine Bahn in einem Freizeitpark, in der plötzlich wie bei einem Layers of Fear der Raum nach einem kurzen Stromausfall komplett ausgetauscht wird und wie aus dem Nichts aufgeknüpfte Leichen von der Decke baumeln? Oder bei der man sich mit einer zombifizierten Horror-Krankenschwester mit Anleihen von The Ring auseinandersetzen muss, die sich blitzschnell um euch herum bewegt und sich manchmal sogar direkt vor euch über den Wagen beugt, um mit ihrer widerlichen Fratze so nah an euch heranzutreten, dass ihr fast schon ihren fauligen Atem riechen könnt? Und dann ist neben all den typischen Zielscheiben und anderen „normalen“ Punkt-Abschüssen auch noch der bekannte Killer in seiner Clownsmaske, der sich neben ein paar anderen durchgeknallten Freaks unbeirrt mit seiner Axt auf mich zubewegt und sich nur dann aufhalten lässt, wenn ich im richtigen Moment auf Ölfässer schieße und diese zur Explosion bringe.

Überzeugende Präzisionen


Hallo, Mr. Killer! Schön, dich mal wieder zu sehen...
Hallo, Mr. Killer! Schön, dich mal wieder zu sehen...
Und das funktioniert dank der beiden Move-Controller gewohnt präzise, mit denen man auch weitere Ziele, darunter Kisten mit anderen Waffentypen, problemlos anvisieren und treffen kann. Über Munitionsmangel muss man sich keine Sorgen machen, über das rechtzeitige Nachladen dagegen schon. Das funktioniert in der üblichen Railshooter-Tradition durch ein kurzes Schütteln der Controller. Doch es wird nicht nur geballert, sondern es ist auch Körpereinsatz gefragt, wenn man sich in mitunter rasanten Fahrabschnitten Hindernissen ausweichen und sich auch mal ducken muss. Wie man es schon von den Move-Spielen der PS3 kennt, ist auch hier im Vorfeld eine Kalibrierung vor dem Spielstart nötig. Die Position des Headsets wird übrigens genauso gut erkannt wie bei den Controllern und ich konnte keine störenden Verzögerungen zwischen meinen Bewegungen und deren Umsetzung im Spiel bemerken – prima!  

Ich hatte sogar manchmal ein etwas flaues Gefühl in der Magengegend, wenn die Lore Fahrt aufnahm und die Schienenführung wie bei einer Achterbahn auch mal bergab ging. Wer also empfindlich auf solche Szenen reagiert, sei an dieser Stelle vorgewarnt. Ich empfinde dieses Maß an Unwohlsein gerade im thematischen Horror-Kontext durchaus noch als angenehm. Allerdings müssen die Entwickler aufpassen, es nicht zu übertreiben, damit der intensive Trip mit Until Dawn nicht doch noch in einer Brech-Orgie endet, die der bekannten Szene aus dem Exorzisten in nichts nachstehen würde.
 

AUSBLICK



Until Dawn: Rush of Blood war für mich die größte Überraschung bei den bisherigen Titeln für PlayStation VR. Ich hatte nicht viel erwartet, denn obwohl ich Schienen-Shooter mag, hat mich die Vorstellung, nur Gast in einer virtuellen Geisterbahn zu sein, völlig kalt gelassen. Umso erstaunter war ich nach dem Anspielen: Das Konzept funktioniert gut und dank der gelungenen Regie, einer erfreulich präzisen Move- und Kopfsteuerung sowie dramatischen Baller- und Fahrsequenzen zählt dieser Trip zu den intensivsten Erlebnissen, die PlayStation VR bisher zu bieten hat. Dabei stellt sich aber auch hier die Frage, wie lange die virtuelle Geisterbahn an den Bildschirm fesseln kann und ob das fertige Spiel mit zusätzlichen Abschnitten noch genügend Überraschungen in petto hat, um die Motivation aufrecht zu halten.

Einschätzung: gut      


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Kommentare

FATJOO schrieb am
Laaaaaaaangweilig !
Cheraa schrieb am
Das hat wohl viel damit zu tun, das kein Video der Welt vermitteln kann, was VR angeblich so einzigartig macht.
Die Präsenz, mitten drin, statt nur vor dem TV.
Sn@keEater schrieb am
Bin erstaunt. In den jetzigen Gameplay Videos sieht das Spiel alles andere als gut aus.
schrieb am

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