Deliver Us The Moon - Vorschau, Simulation, PC, Oculus Rift - 4Players.de

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Deliver Us The Moon (Simulation) von Starbreeze IndieLabs
Allein auf dem Mond
Survival-Abenteuer
Entwickler: KeokeN Interactive
Release:
kein Termin
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos
Keoken Interactive will die Abgeschiedenheit des Alls einfangen: Obwohl es zum SciFi-Thema passen würde, tapst man In Deliver Us The Moon ohne jegliches HUD-Geflacker durch verlassene Mondstationen. Der Rahmen für ein stimmungsvolles Erkundungs-Abenteuer? Diese Frage stellen wir uns in der Vorschau.

Einsamer Retter der Menschheit

Das Ziel der Mission lässt sich nicht gerade auf die leichte Schulter nehmen: Der von Kasachstan aus zum Mond entsandte Astronaut soll im Alleingang die Menschheit retten. Da im Jahr 2069 nahezu sämtliche Rohstoffe der Erde versiegt sind, haben sich die Weltmächte für die Gründung der Worldwide Space Agency (WSA) zusammengetan. In ihrem Auftrag soll der Spieler auf dem Mond verlassene Forschungsanlagen untersuchen, welche Hinweise auf wichtige Vorkommen offenbaren könnten. Dort wurden bereits früher Experimente durchgeführt. Warum niemand mehr dort ist, wird allerdings nicht erklärt und dürfte ein Kernpunkt der Mystery-Geschichte sein, die sich im Laufe des Spiels rund um den Trip entfalten soll.

Man erkundet frei die offene Mondlandschaft voller technischer Gebäude, Mondbuggys und anderer Gerätschaften. Um in versperrte Bereiche zu gelangen, müssen allerdings bereits in der momentanen Fassung immer wieder technische Puzzles und Schalterrätsel gelöst werden. Zu den Gadgets gehören eine schwebende KI-Drohne wie eine Energiekanone, die mit Hilfe von Schaltern Tore öffnet.

Mysteriöse Technologien warten auf ihren Einsatz.
Mysteriöse Technologien warten auf ihren Einsatz.
Meine erste Stunde im Spiel gestaltete sich bereits sehr atmosphärisch. Vor allem das völlige Fehlen von HUD-Elementen oder blinkenden Aufgaben hat mich völlig in der Mondmission versinken lassen, zumal ich ohnehin ein Fan des klassisch-klobigen Maschinendesigns bin. Obwohl das Abenteuer in der Zukunft spielt, erinnern die eckigen Hallen, Terminals und Maschinen stark an ältere Filmklassiker wie Alien oder 2001: Odyssee im Weltraum.

Nachdem ich langsam per WASD an einer Station im Mondorbit angedockt habe, wandere ich zunächst einmal ahnungslos im Astronautenanzug durch die ringförmigen Gänge und versuche, den Strom wiederherzustellen. Zunächst muss ich per Knopfdruck nur simple Schalterrätsel lösen. Die mysteriöse Stimmung und das hübsch inszenierte Szenario machen das Abklappern trotzdem bereits zu einem angenehmen Trip. Der ruhige, sphärische Synthie-Soundtrack von Sander van Zanten trägt ebenfalls viel zur Atmosphäre bei. Auch Starbreeze war offenbar vom ersten Eindruck überzeugt und wurde zum Publisher für den ursprünglich per Kickstarter ermöglichten Titel. Die zunächst geplanten Episoden glücklicherweise verworfen, stattdessen entwirft das Team ein vollwertiges Spiel.

Erkundung oder Rätselfokus?


Nachdem ich den Strom aktiviert habe und mit dem Aufzug kilometerweit bis zur Mondoberfläche gerauscht bin, steht die Erkundung eines größeren Labor-Komplexes auf den Programm. Um mich in der Station zurecht zu finden, muss ich mich auf die Schilder in der Umgebung verlassen. Ich kann lediglich per freiem Wechsel aus der Schulterperspektive in die Ego-Sicht umschalten, um mich mit leuchtender Taschenlampe nah vor Übersichtspläne und Diagramme zu stellen.

Blendende Aussichten...
Blendende Aussichten...
Auch in den Forschungsanlagen gibt es Hinweise auf Versuchsanordnungen: Nach der Aktivierung einiger Schalter und dem Ausfahren einiger Elektrizitäts-Säulen sollte ich offenbar die KI-Drohne „ASE“ als Begleiter bekommen, was aber noch nicht so recht klappen wollte (vermutlich aufgrund technischer Probleme). Der schwebende Partner soll den Spieler fast das komplette Abenteuer lang begleiten und bei Rätseln von zentraler Bedeutung sein, indem er das Durchqueren von Zonen voller „Umweltgefährdungen“ ermöglicht und vor anderen Tücken des Erdtrabanten schützt.

Technische Tricks und Mankos


Zudem muss der Spieler später auf seinen Sauerstoffgehalt achten, der sich an verstreuten Stationen auffüllen lässt. Ebenfalls dabei ist ein „Power-Werkzeug“, welches sich mit Hilfe der experimentellen Forschungsanlagen mit fortschrittlicher Technik aufmotzen lässt. Als Vehikel sollen ein Mondbuggy sowie ein Jetpack zur Verfügung. Letzteres kann den Spieler auch in versteckte Areale befördern.

Die Drohne in Aktion.
Die Drohne in Aktion.
Die von der Unreal Engine 4 berechneten, schummrig beleuchteten Kulissen erschaffen bereits eine ansehnliche Kulisse, hatten auf höheren Einstellungen aber manchmal mit Bildrateneinbrüchen zu kämpfen (gespielt wurde mit einer GeForce GTX 980). Auch anderswo läuft die Demo des rund zehnköpfigen Teams aus den Niederlanden noch etwas holprig. So wollte das Spiel z.B. grundsätzlich erste einmal im VR-Modus starten, was mangels angeschlossenem Headset zu Abstürzen führte. Unterstützt wird die Oculus Rift, andere Headsets sind seit der Kickstarter-Kampagne aber ebenfalls angedacht. Das gemächliche Spieltempo könnte durchaus zur VR-Sicht passen. Wer möchte, kann aber auch per Shift sprinten. Eine Controller-Steuerung dürfte aufgrund der geplanten Xbox-One-Fassung ebenfalls sinnvoll umgesetzt werden.
 

AUSBLICK



Mein erster Mondspaziergang in Deliver Us The Moon war ein angenehm beruhigendes und stimmungsvolles Erlebnis. Zunächst hat mich meine Ungeduld noch dazu getrieben, mich über den Mangel an klaren Aufgaben und Hilfestellungen aufzuregen: „Was soll ich hier eigentlich machen? Lediglich Schalter bedienen?“ Nach ein paar Gewöhnungsminuten hatte ich mich aber auf die minimalistische Umsetzung eingestellt, die offenbar so weit vom hektischen Blink-Overkill anderer offener Welten entfernt ist wie die Erde vom Mond. „Du bist jetzt auf dich gestellt, an einem weit entfernten Ort, komm damit klar“, scheinen die Entwickler dem Spieler vermitteln zu wollen, da sie ihm lediglich die wichtigsten Eckpunkte der Geschichte verraten. Der Rest der Spielmechanik und Rahmenhandlung muss eigenständig entdeckt werden – und genau das macht das Projekt für mich ziemlich interessant. Ich hoffe allerdings darauf, dass spätere Rätsel trotzdem auf ein komplexes Zusammenspiel der KI  und des Powertools setzen. Im Einstieg bestand der Großteil der Puzzles nämlich noch aus simplen Schalterrätseln – was vermutlich auch daran lag, dass ein Bug die ersten Gadgets sabotierte. Ich bin gespannt auf das Endergebnis!

Einschätzung: gut


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