Scribblenauts Showdown - Vorschau, Geschicklichkeit, PlayStation 4, Nintendo Switch - 4Players.de

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Scribblenauts Showdown (Geschicklichkeit) von Warner Bros. Interactive Entertainment
Minispiele ohne Schreibtalent
Puzzlegames
Entwickler: -
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment
Release:
08.03.2018
08.03.2018
08.03.2018
Spielinfo Bilder Videos

Videospiele werden immer vielfältiger: Man kann in VR das Weltall erkunden, Penisse fechten lassen oder epische Schlachten in 4K erleben. Doch schon 2009 zeigten die Entwickler von 5th Cell mit Scribblenauts, dass selbst simple Alltagshandlungen wie Lesen und Schreiben in ein fantasievolles Quizspiel verwandelt werden können. Nach fünf Jahren soll Scribblenauts Showdown das eingeschlafene Prinzip auf PS4, Switch und Xbox One beleben. Ob der neue Mix aus Sandbox und Minispielen aufgeht, lest ihr in der Vorschau.



Die Überreste von Scribblenauts
 
Vom ursprünglichen Scribblenauts wurde in „Showdown“ leider nur noch der Sandbox-Modus übernommen, den man auch zu zweit erkunden kann. In diesem klappert man anhand einer Tabelle die verschiedenen Charaktere ab, um ihre Wünsche zu erfüllen und dafür „Starites“ zu erhalten, die neue Levels und Erfolge freischalten. Zur Auswahl steht einem dafür ein Wortschatz von 30.000 Begriffen. 
Leider ist bereits die Buchstaben-Eingabe auf Switch als auch PS4 fummelig. Anstatt einfach auf einer virtuellen Tastatur zu tippen, muss man die Buchstaben an einem runden Rad mit den passenden Controller-Tasten auswählen und jedes Mal wechseln, wenn man Umlaute nutzen möchte. Das nervt einfach nur und macht ein einfaches Prinzip unnötig umständlich. Zumindest die Worterkennung ist gut, so dass man den Begriff zum Glück oft nicht zu Ende tippen muss. 
Die Idee des Sandbox-Modus' ist es, mit verschiedenen Wörtern herumzuexperimentieren, witzige Kreaturen und Gegenstände zu erschaffen und zu sehen wie die Spielwelt darauf reagiert. Leider sind auch die Level und Wünsche der Figuren langweilig gestaltet: In den „Maya-Ruinen“ wünscht sich eine Kröte einen Partner, im „Ozeandampfer“ der Koch neue Zutaten. Es gibt keine wirkliche Motivation Dinge zu erleben, wenn das Setting so langweilig ist und man eh nur weitere langweilige Level dadurch freischaltet. Die cool designten Action-Level der DS-Version als auch die charmante Geschichte von „Unlimited“ mussten weichen, um Platz für einen neuen Ansatz zu schaffen. 
 
Drankommen ist Glückssache
Diesmal dreht sich alles um 25 Mini-Spiele, die man im „Showdown“-Modus ähnlich wie bei Mario Party mit bis zu vier Leuten auf einem Spielbrett erleben kann. Zumindest auf dem Papier, denn wirklich gegeneinander antreten können immer nur zwei gleichzeitig. Es gibt viele Spiele, in denen ein Generator bestimmt, wer sich duellieren muss. Leider kam es sehr oft vor, dass immer wieder dieselben Spieler gewählt wurden, während die übrigen zwei gelangweilt rumsaßen. Da es sich auch an Kinder richtet, möchte ich mir gar nicht ausmalen wie schnell Streitigkeiten ausbrechen, weil jemand kaum drankommt. 
Der Spielablauf ist sehr simpel: Jede Runde erhält man neue Karten, mit denen man sich z.B. sofort mehrere Felder weit bewegen kann. Andere Effekte wie den Gegner zurückzubefördern oder alle Spieler auf das gleiche Feld zu schicken, wirken sich erst nach einem gewonnenen Duell aus. Man wird also zu viert nicht nur mit Langeweile bestraft, sondern darf auch seltener die Effekte der Duell-Karten nutzen, wenn der Generator einen kaum auswählt. 
Die Karten-Mechanik ist dennoch eine nette Abwechslung zum Würfelglück von Mario Party, weil man aktiver steuern kann wie man vorgeht und man sich mit einigen Karten Vorteile gegenüber dem Gegner verschaffen kann. Wer sich die Brettspiel-Mechanik sparen möchte, kann die verschiedenen Minispiele im „Duell-Modus“ einzeln anwählen. Beide Modi können auch alleine mit einstellbarer KI bestritten werden, die deutlich anzieht, wenn man auf „Schwer“ stellt, was eine schöne Überraschung war. 
 
Langweilige Minispiel-Sammlung
Eine ziemliche Enttäuschung sind jedoch Minispiel-Sammlungen in den letzten Jahren. Nachdem die Qualität von Mario Party mit den Jahren immer mehr nachließ und zuletzt bis auf das enttäuschende 1-2-Switch gar nichts mehr in der Richtung erschien, stellt sich die Frage, wie schwer es sein kann spaßige Partyspiele zu entwickeln. In Showdown kann man Luftballons aufblasen, mit einem Gefährt über Gegenstände hüpfen, oder mit dem Joycon rumfuchteln, um an einem Seil hochzuklettern. 
Immerhin funktioniert die Steuerung bei den simplen Aufgaben sehr gut, auf der Switch gibt es verschiedene Möglichkeiten mit den Joycons herumzufuchteln und die Level wurden schön im bunten Scribblenauts-Stil eingefangen. Bei manchen Disziplinen hat man jedoch lediglich das Prinzip von Handyspielen wie Flappy Bird oder Angry Birds übernommen.  Das Highlight war für mich ein Musik-Reaktionsspiel, bei dem man im richtigen Moment den Knopf drücken muss. Eine Herausforderung sucht man bei allen Spielen vergeblich, möglich ist jedoch, dass Kinder Gefallen an diesen simplen Konzepten finden.
Auf der Suche nach kreativen Worträtseln
Aber was hat das überhaupt mit Scribblenauts zu tun?  Am Anfang jedes Minispiels darf man ein Wort eintippen, das einem einen Vorteil verschaffen soll. So darf man selbst entscheiden mit welchem Gegenstand man den Turm des Gegners bewirft, oder was als Köder bei einem Angelspiel eingesetzt werden soll. Schafft man es zudem, ein Wort zu finden, das in die vorgegebene Kategorie „Metall“ oder „schweres Objekt“ passt, soll man einen weiteren Vorteil erhalten. Jegliche Auswirkungen sind jedoch kaum spürbar. 
Als ich eine Geige beim Angeln als Köder nutzte, bissen die Fische genauso eifrig zu wie bei dem Wort „Wurm“. Es wirkte so als hätten die Entwickler zunächst die Minispiele entwickelt und dann versucht irgendwie das Scribblenauts-Prinzip zu implementieren. Mit kreativen Worträtseln hat Showdown leider nichts zu tun und ich wurde kaum motiviert mir kreative Objekte zu überlegen. Bereits nach drei Brettspiel-Runden zu zweit, alleine oder zu viert konnte ich die Minispiele nicht mehr sehen. Es bleibt mir immer noch ein Rätsel, wieso es nicht möglich ist, sich beispielweise beim Frisbee-Spiel zu viert die Scheibe hin und her zu werfen. Da die Spiele derart simpel sind, wäre es kein Problem gewesen, dass alle Beteiligten mitspielen können. 
 

Die Überreste von Scribblenauts


Vom ursprünglichen Scribblenauts wurde in „Showdown“ leider nur noch der Sandbox-Modus übernommen, den man auch zu zweit erkunden kann. In diesem klappert man anhand einer Tabelle die verschiedenen Charaktere ab, um ihre Wünsche zu erfüllen und dafür „Starites“ zu erhalten, die neue Levels und Erfolge freischalten. Zur Auswahl steht einem dafür ein Wortschatz von 30.000 Begriffen. Leider ist bereits die Buchstaben-Eingabe auf Switch als auch PS4 fummelig. Anstatt einfach auf einer virtuellen Tastatur zu tippen, muss man die Buchstaben an einem runden Rad mit den passenden Controller-Tasten auswählen und jedes Mal wechseln, wenn man Umlaute nutzen möchte.

Das nervt einfach nur und macht ein einfaches
Auch wenn die Steuerung sonst überzeugt, ist die Texteingabe unnötig fummelig.
Auch wenn die Steuerung sonst überzeugt, ist die Texteingabe unnötig fummelig.
Prinzip unnötig umständlich. Zumindest die Worterkennung ist gut, so dass man den Begriff zum Glück oft nicht zu Ende tippen muss. 
Die Idee des Sandbox-Modus' ist es, mit verschiedenen Wörtern zu experimentieren, witzige Kreaturen sowie Gegenstände zu erschaffen und zu sehen, wie die Spielwelt darauf reagiert. Leider sind auch die Level und Wünsche der Figuren langweilig gestaltet: In den "Maya-Ruinen" wünscht sich eine Kröte einen Partner, im „Ozeandampfer“ der Koch neue Zutaten. Es gibt keine wirkliche Motivation Dinge zu erleben, wenn das Setting so langweilig ist und man eh nur weitere langweilige Level dadurch freischaltet. Die cool designten Action-Level der DS-Version als auch die charmante Geschichte von „Unlimited“ mussten weichen, um Platz für einen neuen Ansatz zu schaffen. 
 
Drankommen ist Glückssache

Diesmal dreht sich alles um 25 Mini-Spiele, die man im Showdown-Modus ähnlich wie bei Mario Party mit bis zu vier Leuten auf einem Spielbrett erleben kann. Zumindest auf dem Papier, denn wirklich gegeneinander antreten können immer nur zwei gleichzeitig. Es gibt viele Spiele, in denen ein Generator bestimmt, wer sich duellieren muss. Leider kam es sehr oft vor, dass immer wieder dieselben Spieler gewählt wurden, während die übrigen zwei gelangweilt rumsaßen. Da es sich auch an Kinder
Über Karten bewegt man sich im Showdown-Modus über ein Spielbrett.
Über Karten bewegt man sich im Showdown-Modus über ein Spielbrett.
richtet, möchte ich mir gar nicht ausmalen wie schnell Streitigkeiten ausbrechen, weil jemand kaum drankommt. Der Spielablauf ist sehr simpel: Jede Runde erhält man neue Karten, mit denen man sich z.B. sofort mehrere Felder weit bewegen kann.

Andere Effekte wie den Gegner zurückzubefördern oder alle Spieler auf das gleiche Feld zu schicken, wirken sich erst nach einem gewonnenen Duell aus. Man wird also zu viert nicht nur mit Langeweile bestraft, sondern darf auch seltener die Effekte der Duell-Karten nutzen, wenn der Generator einen kaum auswählt. 
Die Karten-Mechanik ist dennoch eine nette Abwechslung zum Würfelglück von Mario Party, weil man aktiver steuern kann wie man vorgeht und man sich mit einigen Karten Vorteile gegenüber dem Gegner verschaffen kann. Wer sich die Brettspiel-Mechanik sparen möchte, kann die verschiedenen Minispiele im Duell-Modus einzeln anwählen. Beide Modi können auch alleine mit einstellbarer KI bestritten werden, die deutlich anzieht, wenn man auf „Schwer“ stellt, was eine schöne Überraschung war. 
 
Langweilige Minispiel-Sammlung

Eine ziemliche Enttäuschung sind jedoch Minispiel-Sammlungen in den letzten Jahren. Nachdem die Qualität von Mario Party mit den Jahren immer mehr nachließ und zuletzt bis auf das enttäuschende 1-2-Switch gar nichts mehr in der Richtung
Die Minispiele sind langweilig und die Eingabe von Wörtern spielt kaum noch eine Rolle.
Die Minispiele sind langweilig und die Eingabe von Wörtern spielt kaum noch eine Rolle.
erschien, stellt sich die Frage, wie schwer es sein kann spaßige Partyspiele zu entwickeln. In Showdown kann man Luftballons aufblasen, mit einem Gefährt über Gegenstände hüpfen, oder mit dem Joycon rumfuchteln, um an einem Seil hochzuklettern. Immerhin funktioniert die Steuerung bei den simplen Aufgaben sehr gut, auf der Switch gibt es verschiedene Möglichkeiten mit den Joycons herumzufuchteln und die Level wurden schön im bunten Scribblenauts-Stil eingefangen. Bei manchen Disziplinen hat man jedoch lediglich das Prinzip von Handyspielen wie Flappy Bird oder Angry Birds übernommen.  Das Highlight war für mich ein Musik-Reaktionsspiel, bei dem man im richtigen Moment den Knopf drücken muss. Eine Herausforderung sucht man bei allen Spielen vergeblich, möglich ist jedoch, dass Kinder Gefallen an diesen simplen Konzepten finden.
Auf der Suche nach kreativen Worträtseln

Aber was hat das überhaupt mit Scribblenauts zu tun?  Am Anfang jedes Minispiels darf man ein Wort eintippen, das einem einen Vorteil verschaffen soll. So darf man selbst entscheiden mit welchem Gegenstand man den Turm des Gegners bewirft, oder was als Köder bei einem Angelspiel eingesetzt werden soll. Schafft man es zudem, ein Wort zu finden, das in die vorgegebene Kategorie „Metall“ oder „schweres Objekt“ passt, soll man einen weiteren Vorteil erhalten. Jegliche Auswirkungen sind jedoch kaum spürbar. Als ich eine Geige beim Angeln als Köder nutzte, bissen die Fische genauso eifrig zu wie bei dem
Was von Scribblenauts übrig geblieben ist, wirkt sich kaum auf das Spielgeschehen aus.
Was von Scribblenauts übrig geblieben ist, wirkt sich kaum auf das Spielgeschehen aus.
Wort „Wurm“. Es wirkte so als hätten die Entwickler zunächst die Minispiele entwickelt und dann versucht irgendwie das Scribblenauts-Prinzip zu implementieren.

Mit kreativen Worträtseln hat Showdown leider nichts zu tun und ich wurde kaum motiviert mir kreative Objekte zu überlegen. Bereits nach drei Brettspiel-Runden zu zweit, alleine oder zu viert konnte ich die Minispiele nicht mehr sehen. Es bleibt mir immer noch ein Rätsel, wieso es nicht möglich ist, sich beispielweise beim Frisbee-Spiel zu viert die Scheibe hin und her zu werfen. Da die Spiele derart simpel sind, wäre es kein Problem gewesen, dass alle Beteiligten mitspielen können. 
 
 

AUSBLICK



Ich hatte mich im Vorfeld riesig über die Idee gefreut, die kreativen Worträtsel von Scribblenauts mit einer Minispiel-Sammlung zu verknüpfen. Aber bis auf die charmante Kulisse und nette Musik hat Scribblenauts: Showdown leider kaum noch etwas mit seinen Vorgängern zu tun. Zwar kann man erneut im Sandbox-Modus seine Wort-Kreationen ausprobieren, die freischaltbaren Level und ihre Figuren bieten jedoch kaum kreative Anreize. Besonders enttäuschend ist die Auswahl an Minispielen, die sich zwar gut steuern und auf der Switch verschiedene Motion-Bewegungen ermöglichen, aber die sowohl im Duell- als auch Brettspielmodus viel zu schnell langweilen. Und zu viert nervt, dass immer nur zwei Spieler gleichzeitig antreten dürfen. Ich könnte mir vorstellen, dass junge Kinder zwischendurch Gefallen an dem simplen Konzept finden. Ich werde wohl bei meinem geliebten Super Scribblenauts auf dem DS bleiben müssen, dessen Qualität bisher kein Nachfolger erreicht hat.

Einschätzung: befriedigend

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