Die Faszination der Schöpfung
Mann oder Frau? Mensch, Zwerg oder Elf? Krieger, Magier oder Schurke? Lieber ein paar Punkte in die Stärke investieren oder alles auf Geschicklichkeit setzen? Hm, ich habe fünf Punkte, aber es gibt sechs Werte. Fragen über Fragen, die sofort nostalgische Erinnerungen an Bard's Tale, Wizardry & Co wecken. Früher habe ich manchmal mehr Zeit mit der Charaktererschaffung als mit dem eigentlichen Abenteuer verbracht. Denn schon in diesen ersten Minuten beginnt die Faszination des Rollenspiels. Würfeln muss man hier zwar nicht, aber dafür sehr viele kleine Entscheidungen treffen.
BioWare weiß, wie man dieses schöpferische Vorspiel auf die Spitze treibt: Neben Geschlecht, Volk und Klasse, neben dem bis zum letzten Barthaar oder der Nasenbreite editierbaren Gesicht, der Stimmlage und selbst dem verrückbaren Portrait, geht es auch um den sozialen Hintergrund: Bürgerlich oder adlig? Land- oder Stadtelf? Je nachdem, wie man sich entscheidet, ändert sich nicht nur die Hintergrundgeschichte des Charakters sowie die Reaktionen der Bewohner, sondern auch der Ort und die Ausgangslage im kommenden Einstieg - satte sechs Vorgeschichten kann man erleben. Die Neugier ist natürlich groß: Was wohl passiert, wenn man in eine andere Rolle schlüpft und dieselbe Stadt in der Haut eines Königssohns statt eines Knechts durchstreift?
Komplexe Charaktererschaffung
Ich habe mich für einen männlichen Zwerg entschieden, für einen Schurken, der sich später zu einem Waldläufer, Barden oder Assassinen entwickeln kann - jede Hauptklasse hat quasi noch Unterklassen, die später zugänglich sind. Und im Laufe des Abenteuers können ja noch drei weitere Gefährten hinzu kommen, so dass eine Gruppe mit bis zu vier Helden möglich ist. Zunächst geht es aber an die Erschaffung des eigenen Charakters: Stärke, Wille, Magie und Konstitution lasse ich erstmal außen vor. Die Geschicklichkeit brauche ich im Kampf für den Bogen und beim Schlösser knacken, also habe ich sie auf 18 erhöht; die Klugheit soll mich in den Dialogen überzeugender machen, also habe ich sie auf 16 erhöht - und schon sind die ersten Punkte weg, aber es gibt ja noch Fähigkeiten und Talente.
Für einen Fähigkeitenpunkt habe ich die "Kampfausbildung" aktiviert, denn ich will später mit zwei Waffen loslegen; und weil ich nicht so stark bin, habe ich mich bei den zwei verfügbaren Talentpunkten für den "Unfairen Kampf" und die "Verstohlenheit" entschieden - so kann ich Gegner für kurze Zeit während des Gefechts betäuben oder aus dem Schatten heraus kritische Treffer landen. Allerdings bedeutet das auch, dass ich bestimmte schwere Waffen nicht tragen kann. Egal, dafür habe ich flinke Finger und diebische Fertigkeiten.
Dragon Age auch als Pen&Paper-Spiel
Obwohl man nicht offiziell auf D&D-Regeln setzt und dieses System deutlich einfacher aufgebaut ist als der Brettspielklassiker (man muss nicht erst Zaubersprüche auswendig lernen oder über Schriftrollen archivieren, sondern hat sie immer zur Verfügung; man muss nicht rasten, um Leben oder Mana zu bekommen, sondern regeneriert automatisch, wenn man nichts tut), riecht die Charaktererschaffung doch noch sehr stark nach dem, was Fantasy alter Schule eben ausmacht - Mana, Lebenspunkte, Zahlenwerte, prozentuelle Chancen und Erfolge.
Nur Magier dürfen Stäbe tragen, Zwerge sind von Natur aus magieresistent und daher selbst nicht für arkane Karrieren zugelassen. Auch die Karriere läuft klassisch ab: Man sammelt Erfahrung über Kampf und Quests, steigt im Level von 1 bis etwa 20 auf und verteilt die gewonnenen Punkte entweder manuell oder lässt das automatisch regeln. Kein Wunder, dass BioWare sein Regelsystem auch als "easy to use" Pen&Paper-Variante mit drei sechsseitigen Würfeln über Green Ronin Publishing in Amerika veröffentlicht - im Herbst soll es losgehen. Wie das Regelsystem genau funktioniert, kann ich noch nicht einschätzen - leider kann man sich die Würfelergebnisse nicht wie in Neverwinter Nights 2
im Spiel anzeigen lassen. Dafür gibt es erneut ein Toolset, mit dem man eigene Abenteuer basteln kann.
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| Die Faszination der Charaktererschaffung: Je nachdem, für wen ihr euch entscheidet, warten sechs spielbare Einleitungsgeschichten auf euch. |
BioWare weiß, wie man dieses schöpferische Vorspiel auf die Spitze treibt: Neben Geschlecht, Volk und Klasse, neben dem bis zum letzten Barthaar oder der Nasenbreite editierbaren Gesicht, der Stimmlage und selbst dem verrückbaren Portrait, geht es auch um den sozialen Hintergrund: Bürgerlich oder adlig? Land- oder Stadtelf? Je nachdem, wie man sich entscheidet, ändert sich nicht nur die Hintergrundgeschichte des Charakters sowie die Reaktionen der Bewohner, sondern auch der Ort und die Ausgangslage im kommenden Einstieg - satte sechs Vorgeschichten kann man erleben. Die Neugier ist natürlich groß: Was wohl passiert, wenn man in eine andere Rolle schlüpft und dieselbe Stadt in der Haut eines Königssohns statt eines Knechts durchstreift?
Komplexe Charaktererschaffung
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| Der Gesichtseditor ermöglicht Anpassungen von der Haarfarbe bis zur Nasenbreite - nur an der Statur könnt ihr nichts ändern. |
Für einen Fähigkeitenpunkt habe ich die "Kampfausbildung" aktiviert, denn ich will später mit zwei Waffen loslegen; und weil ich nicht so stark bin, habe ich mich bei den zwei verfügbaren Talentpunkten für den "Unfairen Kampf" und die "Verstohlenheit" entschieden - so kann ich Gegner für kurze Zeit während des Gefechts betäuben oder aus dem Schatten heraus kritische Treffer landen. Allerdings bedeutet das auch, dass ich bestimmte schwere Waffen nicht tragen kann. Egal, dafür habe ich flinke Finger und diebische Fertigkeiten.
Dragon Age auch als Pen&Paper-Spiel
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| Bei einem Aufstieg könnt ihr Punkte in Fähigkeiten und Talente investieren. Bis zu Level 20 soll die Karriere reichen. |
Nur Magier dürfen Stäbe tragen, Zwerge sind von Natur aus magieresistent und daher selbst nicht für arkane Karrieren zugelassen. Auch die Karriere läuft klassisch ab: Man sammelt Erfahrung über Kampf und Quests, steigt im Level von 1 bis etwa 20 auf und verteilt die gewonnenen Punkte entweder manuell oder lässt das automatisch regeln. Kein Wunder, dass BioWare sein Regelsystem auch als "easy to use" Pen&Paper-Variante mit drei sechsseitigen Würfeln über Green Ronin Publishing in Amerika veröffentlicht - im Herbst soll es losgehen. Wie das Regelsystem genau funktioniert, kann ich noch nicht einschätzen - leider kann man sich die Würfelergebnisse nicht wie in Neverwinter Nights 2




