Geteiltes Leid ist halbes Leid?
Die Fantasy-Welt von Aion kommt ohne Elben, Orks und Zwerge aus für diese Abwechslung alleine sollte man den Entwicklern danken. Trotzdem muss man auf fantastische Wesen nicht verzichten: Viele typische Vertreter wie Baumwesen, Drachen und Dämonen finden sich auf der gespaltenen Welt Atreia; hinzu kommen viele skurrile, witzige oder einfach nur seltsame Kreaturen. Allerdings sind nur die "Menschen" spielbar genauer gesagt: magisch begabte Menschen oder Halbgötter. Wie der in der deutschen Version grauenhaft langweilig wirkende Sprecher in der Einführung erzählt, war die Welt einst durch einen Turm mit der Ewigkeit verbunden er wurde jedoch von den drachenartigen Balaur zerstört.![]()

Elyos und Asmodier sind erbitterte Feinde und begeben sich am liebsten fliegend in die Schlacht.
So wurde die Welt geteilt und die Bewohner beider Seiten entwickelten sich unterschiedlich: Auf der Sonnen beschienenen Hälfte die Elyos und auf der stets dunklen Seite die Asmodier; beide Seite liegen im Krieg miteinander und mit den Balaur, die sich in der Mitte zwischen beiden Welthälften versammeln. Der Spieler darf sich eine der beiden Seiten aussuchen, um als genretypischer Kämpfer, Späher, Magier oder Priester in die Schlacht zu ziehen. Im späteren Verlauf unterteilen sich diese vier Grundklassen noch einmal in je zwei Subklassen dann werden aus Kriegern z.B. Templer oder Gladiatoren, die mehr Schaden verursachen. Da sowohl Elyos als auch Asmodier über identische Klassen und Fähigkeiten verfügen, hat Aion einige Balancing-Probleme umschifft, mit denen sich andere Online-Rollenspiele plagen müssen oder mussten.
Priester wedeln Keulen und heilen, Zauberer blättern in ihren Büchern und werfen mit Feuerbällen um sich oder frieren Gegner ein; und die Kämpfer schwingen Schwerter oder lassen die Bogensehnen surren. Die nach und nach erlernbaren Fähigkeiten bauen teilweise aufeinander auf und bilden in den Kombinationen dann immer stärkere Angriffe oder haben andere Effekte. Leider bedeutet das, dass das Spiel auch der gleichen typischen Monotonie wie andere Genrevertreter zum Opfer fällt und Kämpfe auf das Drücken der immer gleichen Tastenkombinationen reduziert.![]()

Der Detailreichtum ist immens ... die "Rocklänge" ist allerdings ebenso rekordverdächtig.
Fliegen kann so schön sein
Recht früh im Verlauf der Karriere wird man im wahrsten Sinne des Wortes flügge: Man bekommt Flügel. Auch wenn die Flüge nicht ewig dauern und nach kurzer Zeit eine Landung zur Erholung nötig wird, so erweitert diese Fähigkeit doch das Spiel um vielen Faktoren. Nicht nur bei Aufgaben ist es mit eingebunden, auch neue Gebiete lassen sich nur damit erreichen. Aber richtig spannend wird die Fähigkeit erst im Kampf gegen andere Spieler, denn hier bieten sich durch die dritte Dimension neue taktische Möglichkeiten. Allerdings setzt Aion nicht nur auf den Flugfaktor, sondern nutzt diesen auch klug als Erweiterung der normalen Möglichkeiten.