Call of Duty 4: Modern Warfare
USK: 18

Vorschau: Call of Duty 4: Modern Warfare

So testet 4Players
Seite:  1 

Autor:
Paul Kautz

Panik! Wahnsinn! Kreischende Mütter, die ihre Kinder von den Straßen holen! Call of Duty verlässt zum ersten Mal seine WW2-Wurzeln, um gut gewärmtes Blei in einem aktuellen Szenario abzufeuern! Seit ein paar Tagen läuft der Multiplayer-Betatest auf Xbox 360 - und wir verraten euch, warum ihr schon mal auf den 5. November sparen solltet!

Das Perks-Monster

Okay, jetzt will ich ein paar Hände sehen: Wer mag Battlefield 2 ? Einszweidreivierbsbsbs... okay, das sind viele. Und wer hat was für Rainbow Six: Vegas übrig? Einszweidreibsbsbsblbl... hossa, auch nicht gerade wenige! Tja, geschätzte Gemeinde, ihr könnt euch schon mal die Hände schütteln und über gemeinsame Interessen reden, denn Call of Duty 4 vereint das Beste aus beiden Welten. Da wäre z.B. das Aufstiegssystem: Wie in Vegas erhaltet ihr für jede gemeisterte Mehrspielerpartie Erfahrungspunkte - bei Sieg mehr, bei Niederlange weniger. Diese sorgen für einen Level- bzw. Rangaufstieg (in der Beta auf elf Ränge limitiert, die Vollversion bietet derer 55!), mit dem gleichzeitig immer mehr freigeschaltete Goodies einhergehen: Neue Spielerklassen, neue Challenges sowie natürlich die Gewissheit, seinen neuen Rang hämisch vorzeigen zu können.

Mit der entsprechenden Feuerkraft könnt ihr jetzt auch Wände perforieren - Camper haben so keine Chance mehr.
Anfangs habt ihr die Wahl unter gerade mal drei »Berufen« für euren Soldaten, weitere (wie der gefürchtete Scharfschütze) werden im Laufe der Zeit freigeschaltet. Falls euch die Standardausrüstung eures virtuellen Schlachtfeldrobbers nicht gefällt, könnt ihr einfach eure eigene zusammenstellen: Ein besseres MG hier, eine umfangreicher beladene Pistole da -  natürlich auch wieder abhängig davon, wie viel Ballermaterial ihr schon freigespielt habt. Hier habt ihr auch die Möglichkeit, eure persönlichen »Perks« zusammenzustellen. Das sind kleine Power-Ups, die euch automatisch verbesserte Eigenschaften verpassen: schneller und ausdauernder rennen, mehr Lebensenergie, mehr Durchschlagskraft für die Waffe. Abgefahrene Perks sind z.B. »Last Stand«, das euch die Fertigkeit verleiht, noch mit der Pistole ein paar Sekunden lang um euch ballern zu können, nachdem ihr niedergeschossen wurdet - das hat mich in der Beta einige sicher geglaubte Frags gekostet! Sehr cool auch das »Eavesdrop Perk«, mit dem ihr den Funkverkehr des Feindes abhören dürft. Klingt alles nützlich, nicht? Na dann, sieben Kilo Perks bitte - oder auch nicht, denn ihr dürft nur drei gleichzeitig nutzen.

Tod aus allen Richtungen

Waffe gewählt, Perks eingestellt, auf ins Spiel: Neben den Free For All-Deathmatch harren noch die Spielvarianten »Team Tactical«, »Team Objective« und »Team Deathmatch« meiner Wahl. Ich entscheide mich für Letzteres, lasse die Automatik ein Spiel für mich suchen und warte geduldig, bis selbige die Teams nach Stärke ausbalanciert hat - sehr schön. Eine verhältnismäßig kurze Ladezeit später stehe ich schon in einer zerbombten Stadt im Nahen Osten und erhalte einen Eindruck, der John McLane nicht gefallen würde: Stirb schnell. Und oft. Und dann noch ein bisschen mehr. Call of Duty 4 bietet nur selten einen Moment zum Ausruhen, was auch daran liegt, dass jetzt auch solide wirkende Mauern keinen zuverlässigen Schutz mehr bieten - abhängig vom Material und der Durchschlagskraft der Waffe könnt ihr jetzt auch durch Wände, Zäune und andere Stoffe ballern. Selbst ein am Himmel schrappender Helikopter ist mit dem entsprechenden Werkzeug (z.B. einem M249-MG) nach kurzer Zeit ein schwelender Haufen am Boden. Die Action ist schnell, die Action ist hart, der Tod kommt anfangs sehr schnell.

Neben den vorgenannten Shootern hat sich Entwickler Infinity Wars auch kräftig von anderen Games inspirieren lassen: Die A-Taste dient jetzt z.B. nicht nur zum flotten Sprung, sondern auch als kontextsensitiver Aktionsbutton. Damit könnt ihr Mauern überwinden, über Container klettern oder durch Fenster hopsen.
Ihr könnt eure Ausrüstung frei zusammenstellen, inkl. der hilfreichen »Perks«.
Via gedrücktem linken Analogstick sind kurze Sprints möglich, und zu guter Letzt gibt es auch das selten genutzte Feature der »Kill-Cam«: In diesem Fall seht ihr eure letzten Sekunden aus den Augen des Todesschützen - dramatisch, aber auch sehr hilfreich, da man direkt danach wiederaufersteht und zumindest grob weiß, in welche Richtung man rennen muss, um grausame Rache zu nehmen. Darüber hinaus lohnt es sich, so zäh wie möglich zu sein: Nach drei hintereinander erledigten Gegnern dürft ihr einen Radarping auf die Karte machen, woraufhin kurzzeitig alle Feinde als rote Punkte angezeigt werden. Fünf sukzessive Frags geben euch die Möglichkeit, einen brachialen Luftschlag anzufordern. Und besonders widerstandsfähige Supersoldaten finden sich an Bord eines Helikopters wieder, um von oben herab Unheil zu stiften. All eure Fortschritte werden penibel genau in den Leaderboards verzeichnet; wenn ihr wissen wollt, wie lange ihr schon gespielt habt, wie viele Erfahrungspunkte euch bis zum nächsten Rang fehlen oder wie viele Kopfschüsse ihr bisher landen konntet, dann werdet ihr an dieser Stelle schlau gemacht.

Technisch ist die Beta gleichzeitig beeindruckend wie ernüchternd: Die Maps sind etwas klein und bieten szenariobedingt nicht gerade spektakuläre Bilder. Im Detail gibt es dann aber doch frohe Kunde: Die Action läuft mit rasanten 60 Bildern pro Sekunde extrem flüssig; Rauchwolken, fette Explosionen und toll animierte Figuren beleben die realistisch designten Karten auf eindrucksvolle Art und Weise. Allerdings ist der Netzcode noch nicht optimal, während des Tests kam es immer wieder zu Lag-bedingten Levelsprüngen - in einem Spiel, in dem es auf Reaktion in Sekundenbruchteilen ankommt, ist das natürlich suboptimal.

    
 

Ausblick

Heiliger Minderwertigkeitskomplex, Batman - das geht ab hier! Die Beta von Call of Duty 4 spielt sich so rasant wie ein Rennspiel, Schlag auf Schlag, Frag auf Frag: Wäre da nicht das Szenario, hätte ich mich vergewissert, ob mir nicht einer eine Version von Quake 3 ins Laufwerk geschmuggelt hat! Dank der kleinen Karten finden die Gefechte auf verhältnismäßig engem Raum statt, das sorgt für pausenlose Action - nur unterbrochen von der sehr coolen Kill-Cam! Dass Infinity Wars sich rotzfrech bei den Genrekönigen bedient hat, klingt vorwurfsvoller, als es gemeint ist: Ich liebe Rainbow Six: Vegas, ich liebe Battlefield 2. Und ausgehend von der Beta werde ich auch Call of Duty 4 lieben. Wenn der Einzelspielerpart da auch nur ansatzweise mithalten kann, dann wird sich meine Frau Sorgen machen müssen...

Ersteindruck: sehr gut

Kommentare

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  • Hotohori schrieb:
    völliger Stuss... Ich spiele absolut gerne Ego-Shooter aber COD4 ist absolut rein gar nichts für mich, da es ein Kriegs Shooter ist. Da könnte das Spiel 100% kriegen und mir könnte das Spiel trotzdem gestohlen bleiben!
    Schade, dann würde dir  [...]
    Hotohori schrieb:
    völliger Stuss... Ich spiele absolut gerne Ego-Shooter aber COD4 ist absolut rein gar nichts für mich, da es ein Kriegs Shooter ist. Da könnte das Spiel 100% kriegen und mir könnte das Spiel trotzdem gestohlen bleiben!
    Schade, dann würde dir nämlich einer der besten Shooter der letzten Jahre entgehen.Was den Singleplayer angeht ist das Ding einfach nur Bombastisch! Die Erzählweise,die Skriptmomente sind mit das beste(neben Bioshock) was ich dieses Jahr sehen durfte. Der Multiplayer ist auch ziemlich gut. Die Karten geben viele Möglichkeiten zum taktieren, da es in der Regel nicht wie bei CoD2 nur 2 feste Wege gibt, sondern die Karten sind so angelegt das man immer eine Möglichkeit hat den Feind zu umgehen. Das Ranking ist nett, kennt man aber schon von anderen Shootern.Was mir am MP auch noch nicht gefällen hat ist der fehlende PEM Modus, der aber bestimmt bald nachgeliefert wird, sowie die Linux Serverdateien. Was ich dagegen wieder klasse finde ist die Möglichkeit die einzelenen Klassen zu modifizieren. was dann fast völlig neue/eigene Klassen erlaubt. die richtige Würze kommt noch durch die verschiedenen Perks hinzu die bisher gut ausbalanciert daher kommen.Es gibt also keinen Überperk mit dem man alles wegrockt.Die Perks reichen von mehr Schaden pro Projektil über längeres Luftanhalten mit der Sniper bishin zu verlängerter Sprintdauer.Es gibt alllerdings auch Perks die wie ich finde die Spielbalance stören könnten, z.B kann der Spieler wenn er "erledigt" wurde noch eine kurze Zeit lang mit der Pistole weiterschiessen oder man hinterlässt nach dem Tod eine Scharfe Granate. Das Ranking kennt man wie ich oben schon angemerkt habe von vielen anderen Shootern auch. Was aber dennoch keine Langeweile aufkommen lässt, einen großen Teil dazu tragen die verschiedenen Herausforderungen bei die man nach und nach erfüllen kann. So gibt es etwa extra viele Erfahrungspunkte für Luckshots(Schüsse aus der Hüfte) oder den Röntgenblick wenn man einen Gegner durch eine Wand erledigt. Was in meinen Augen auch ein schönes Feature ist. Denn nun gibt es fast keine unurchdringliche Deckung mehr sondern man ist gewzungen in Bewegung zu bleiben um nicht durch die Deckung hindurch erledigt zu werden. Desweiteren schaltet man durch stetiges Aufsteigen des Ranges neue Waffen sowie Waffenupgrades frei. So kann der Spieler der am Anfang z.B mit einer Standartmäßigen AK47 startet nach und nach Granatwerfer, Optische Reflexvisiere, Schalldämpfer etc freischalten und diese dann an der Waffe montieren. Jedoch ist an der Primärwaffe der Klasse Soldat beispielsweise nur ein Waffenupgrade erlaubt, das gleich gilt für die Sekundärwaffe. Was mir auch gefallen hat ist der sogenannte Hardcore Modus der schon auf einigen Servern läuft, der modifiziert das Spiel indem er das komplette HUD entfernt. das alleine ist schon recht gewöhnungsbedürftig da man nicht sieht wieviel Munition man noch im Gepäck oder der Waffe hat. Auch sterben ist in diesem Modus um einiges einfacher da schon meist ein Schuss tödlich ist. Das zwingt zu völlig neuem Spielverhalten da man nicht einfach so auf den Gegner lostürmen kann, sondern sich nur von Deckung zu Deckung fortbewegt und versucht schneller als der Gegner zu sein. frei nach dem Motto "first sight first kill". Auch habe ich mich in CoD4 in Sachen Aiming umstellen müssen, da alleine der Kopf 6! Trefferzonen besitzt. Das heisst ein Kopfschuss muss nicht unbedigt tödlich sein. Im allgemeinen finde ich das Aiming um einiges Anspruchsvoller als noch In CoD2 aber da scheiden sich Geister. es gibt auch viele die meinen es wäre einfacher. Naja vielleicht muss ich einfach noch ein wenig üben :D Auch die Mapqualität reicht von "einfach Hammer" über "naja" bis "so ein rotz" Fazit: CoD4 ist ein Bombastshooter mit genialen( :wink: @T.N.Tsf) Singleplayer und einem Multiplayer mit viel Potenzial, das auch ausgeschöpft werden kann wenn denn mal die Linux Serverdateien(im Moment laggt es im Minutentakt) und der PEM Modus(oder ähnliches) integriert sind. MfG Phobo$ edit: Tippfehler :oops:
  • völliger Stuss... Ich spiele absolut gerne Ego-Shooter aber COD4 ist absolut rein gar nichts für mich, da es ein Kriegs Shooter ist. Da könnte das Spiel 100% kriegen und mir könnte das Spiel trotzdem gestohlen bleiben!
  • wer ego-shooter liebt und ne ps3 hat, kommt an diesem absolut flüssigen und perfekt inszenierten hammer spiel nicht drum herum! fazit: pflichtkauf! mir zittern imme noch die hände.